Jeden Tag ein Dorf weniger in Deutschland

Der Kapitalabfluss (weiss oder schwarz) ist das eine Problem, das Deutschland hat. Doch das andere ist viel bedeutender: Alle vier Minuten verlässt ein Deutscher sein Land. Die Rede ist nicht von Touristen, die wieder zurückkommen. Wir reden hier von Auswanderern.

An jedem einzelnen Tag verliert Deutschland ein ganzes Dorf, womit die Zahl der Auswanderer Dimensionen erreicht wie seit 120 Jahren nicht mehr. Der jetzt vorgelegte «Migrationsbericht» der Bundesregierung kommt daher wie ein statistisches Amtsblatt, in Wahrheit ist er ein Fanal.

Schreibt Wolfram Weimer in der WELTWOCHE (nicht online).

Das Durchschnittsaler deutscher Auswanderer beträgt 32 Jahre,  es sind Ärzte und Ingenieure, Wissenschaftler und Facharbeiter, Handwerker, Techniker und Dienstleister.

Eines eint sie alle: Anderswo geht es ihnen besser als daheim.

Weimar zitiert den Migrationsforscher Klaus Bade mit den Worten: “Wir befinden uns in einer migratorisch suizidalen Situation.”

Derzeit leben in der Schweiz 240’000 Deutsche. Sie bilden hinter den Italienern inzwischen die stärkste Einwanderergruppe (Gesamtbevölkerung 7,7 Mio. ; zum Vergleich: in Deutschland (81 Mio. Einwohner) leben 1.6 Mio. Türken).

Allerdings hat man als deutscher Secondo in der Schweiz auch so seine Probleme.

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42 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Milfweed, 11.02.2010 13:55

Ich hoffe der Trend verstärkt sich

 
Medea, 11.02.2010 14:28 Subscribed to comments via email

Wenn der Trend sich verstärkt, “Steuergelder” sozusagen abfließen durch Auswanderung, dann wird entweder eine Mauer gebaut oder aber die Bundeswehr nimmt die Schweiz ein ;-)

Zwar hat der deutsche Staat kein Einnahme-, sondern ein Ausgaben-Problem, das sich noch verstärken wird. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass mit deutschen Steuergeldern Griechenland geholfen wird. Dann kommt Spanien, ein noch größeres Problem als Griechenland, da wird dann auch vor allem mit deutschem Steuergeld geholfen. Um welche Summen handelt es sich dabei bzw. um wieviele Millarden geht es dann? Ach ja, da ist auch noch Portugal.

 
Christian S., 11.02.2010 14:32

Will Weimer eine Mauer bauen oder was?

Adrian, 11.02.2010 14:35

Nö, er stellt nur fest. Mauern bauen eher die neuen besten Freunde der Sozialdemokraten.

Medea, 11.02.2010 14:41 Subscribed to comments via email

Die Sozialdemokraten haben Freunde? ;-)

Christian S., 12.02.2010 00:46

Angeblich gibt es in Deutschland eh nur Sozialdemokraten, abgesehen von den heldenhaften FDPlern, die die Fackel der Freiheit hochhalten.

Marco, 12.02.2010 19:34

Ach, die FDP-Funktionäre halten höchsten den Caipi hoch, an der Bar, gemeinsam mit Sozen, Kommunisten und Grünen. Ist ja nicht erst seit gestern so. Auch die Freiheit rotzt ihr ja alle. Ihr lebt halt zu gut davon, andere auszubeuten.

 
 
 
 
jo@chim, 11.02.2010 14:48

Die Mauer hat ja erwiesenermassen nicht funktioniert. Systemwechsel (von Stamokap zu tatsächlicher Marktwirtschaft) sollte helfen.

Medea, 11.02.2010 14:56 Subscribed to comments via email

“Mauer” war ja auch nur ironisch gemeint von mir.

 
chriwi, 11.02.2010 16:37

Was passiert, wenn eine tatsächliche Marktwirtschaft herrscht?
Ich denke das Problem ist die Arbeits- und Lebensqualität. Als Arzt will man seine Kinder sehen und nicht nur arbeiten. Als Ingenieur will man Planbarkeit des Lebens. Wenn die deutsche Politik es nicht hinkriegt, dass es eine Versorgung für Kinder gibt, das die meisten Menschen kaum ein Jahr planen können, dann wird weiter ausgewandert. Wie du die Probleme durch weitere Liberalisierungen auf Wirtschaftseben lösen willst ist mir nicht klar.

Adrian, 11.02.2010 17:08

Wie kommst Du darauf, dass man unter Marktbedingungen so viel arbeiten müsste, dass man seine Kinder nicht mehr zu Gesicht bekommt? Die Steigerung der Produktivität unter Marktbedingungen hat uns doch erst ein schier unglaubliches Maß an Freizeit in Wohlstand gegeben.

Wie kommst Du darauf, dass man unter Marktbedingungen sein Leben nicht planen könnte? Eher doch im Gegenteil: Man kann doch jetzt nicht vernünftig planen, weil jeden Tag ein neues, dummes Gesetz oder eine neue überflüssige Verordnung kommt, Dinge die einen dazu nötigen, beständig neu zu planen.

chriwi, 12.02.2010 15:07

“Die Steigerung der Produktivität unter Marktbedingungen hat uns doch erst ein schier unglaubliches Maß an Freizeit in Wohlstand gegeben”
Komisch das trotz dieser Steigerung die Arbeitszeiten wieder steigen. Nach deiner Logik müssten sie doch immer weiter sinken.

“dummes Gesetz oder eine neue überflüssige Verordnung kommt, Dinge die einen dazu nötigen, beständig neu zu planen”

Ich wusste gar nicht das es ein Finanzkrisengesetz, ein Lohndumpinggesetz, ein flexible unterbezahlte Arbeit Gesetz gibt. Danke für die Aufklärung.

Ich sage nur Mutter mit Kind. Dann siehst du wie flexibel viele Firmen sind. Es herrscht knallharter Wettbewerb. Da bleiben eben die Menschen häufig auf der Strecke.

Rayson, 12.02.2010 17:33

“Komisch das trotz dieser Steigerung die Arbeitszeiten wieder steigen. Nach deiner Logik müssten sie doch immer weiter sinken.”

Nicht, wenn mehr materielles Einkommen mehr Freizeit vorgezogen wird.

chriwi, 15.02.2010 07:10

Deswegen gibt es also in der Krise 1 Mrd. Überstunden, weil man damit ein höheres materielles Einkommen erzielt. Jetzt habe ich es verstanden. Die Menschen arbeiten also nicht mehr um ihre Arbeit nicht zu verlieren. Danke Rayson.

 
 
 
 
 
Alrik, 11.02.2010 18:03

Hm, mal Böse gefragt…
Würde sie jetzt nicht besser funktionieren ?
“Damals” existierte auf der anderen Seite der Mauer ein Staat in dem die selbe Sprache gesprochen wurde und der bereit gewesen ist jeden der über dei Mauer flüchten konnte mit offenen Armen aufzunehmen.

Bei einer neuen Mauer würde es diese Bedingungen nicht geben.
Natürlich ist es ziemlich unwahrscheinlich, aber unmöglich ist es nicht…

lukas, 13.02.2010 22:25

Nun mal langsam, noch gibt es die Schweiz und Österreich ja.

 
 
 
 
Florian, 11.02.2010 17:28

Der Migrationsbericht enthält übrigens einige Augenöffner (die mir so nicht bewusst waren).

Einige interessante Details:

- Die Fortzüge sind eigentlich seit Jahren konstant. Allerdings gehen die Zuzüge massiv zurück.

- Aus der Türkei sind “nur” 28.000 Personen eingewandert. Das ist weniger als aus den USA nach Deutschland eingwandert sind.

- Es sind 38.000 Leute in die Türkei ausgewandert. Also deutlich mehr als umgekehrt eingewandert sind. Abgesehen von der Schweiz hat Deutschland mit keinem anderen Land ein so deutlichen negativen Wanderungssaldo. (Wer hätte das gedacht?)

- Auch gegenüber den meisten anderen klassischen Gastarbeiterländern hat Deutschland einen negativen Saldo. Es wandern mehr Leute nach Spanien, Italien, Serbien, Kroatien aus, als umgekehrt einwandern.

- Nur 23% der Fortzüge aus Deutschland betrifft deutsche Staatsangehörige.

- Im gesamten Bericht gibt es kaum Informationen über das Qualifikationsniveau der Migranten.

- Im Schnitt sind die Zugezogenen jünger als die Weggezogenen.

- Es wandern mehr Frauen zu als ab.

Insgesamt also:
Teilweise Entwarnung.
Die Vorstellung, dass uns jede Woche eine Kleinstadt voller junger und gut ausgebildeter Akademiker verlässt, stimmt so nicht.

john j, 11.02.2010 18:01

Interessant. Offenbar haben weder Weimer noch der zitierte “Migrationsforscher” den Migrationsbericht gelesen. Macht aber nix, denn statements wie “Fanal” oder “migratorisch suizidale Situation” kann man trotzdem mal raushauen. Kommt immer gut.

Auch M&M laesst sich nicht gern von Fakten beirren wenn er eine weitere Folge von seiner Serie “Warum es in der Schweiz einfach besser ist als in Deutschland (und nicht nur weil ich da wohne)” auflegt.

Christian S., 11.02.2010 18:28

Von lästigen Fakten ließ sich Weimer noch nie beeindrucken.

Adrian, 11.02.2010 18:31

Ebenso wenig, wie die Sozialdemokratie.

Christian S., 12.02.2010 00:45

Wenn Du meinst. :)

 
 
 
M.M., 12.02.2010 13:26

“weitere Folge von seiner Serie “Warum es in der Schweiz einfach besser ist als in Deutschland (und nicht nur weil ich da wohne)”

;-), könnte von mir sein

 
 
Schweizer, 11.02.2010 21:24

- Im Schnitt sind die Zugezogenen jünger als die Weggezogenen

mit solchen einwanderern machen wir immer wieder gute erfahrungen… dann lieber etwas ältere und reifere deutsche

 
 
Oliver Fink, 11.02.2010 20:03 Subscribed to comments via email

Ich vermute, dass es sich um eine Variante dieses Artikels dreht, den man bei Cicero findet: http://www.cicero.de/259.php?kol_id=10532

 
 
Hias, 12.02.2010 09:21

Hm, wenn ich die ganzen Alarmsignale über die Auswanderung höre, fällt mir da spontan Mundell und McKinnon ein und ihr Kriterium, dass ein optimaler Währungsraum u.a. eine hohe Arbeitskräftemobilität aufweist.

Ist diese Auswanderung nicht vielleicht sogar gut und ein Zeichen dafür, dass Europa zusammenwächst?

Medea, 12.02.2010 11:31 Subscribed to comments via email

Ja klar, Europa wächst wunderbar zusammen, besonders der Währungsraum ;-)
Das kann man besonders gut sehen bei dem bankrotten Griechenland, fast Pleite-Staaten wie Spanien und Portugal.

Die Schweizer werden froh sein, dass sie den Euro nicht haben.

Hias, 12.02.2010 11:54

Ich hör schon wie die Schweitzer gerade Sektkorken knallen lassen. Nein, momentan, falsch, die jammern ja gerade und beschimpfen die Deutschen. Jaja, die Schweiz hats schon gut, dass sie nicht in der EU ist. Dadurch hat sie ihren Status als unabhängige Steueroase ja so gut schützen können, viel besser als die Briten ihre Kanalinseln schützen konnten.

Und zum Thema Spanien, Portugal und Griechenland. In den USA ist Kalifornien nahe am Staatbankrott und im Gegensatz zu Griechenland reden wir hier vom wirtschaftsstärksten Staat der USA, also ungefähr auf ner Ebene mit Frankreich oder Großbritannien. Aber seltsamerweise redet keiner vom Ende des Dollars. Warum eigentlich nicht?

Medea, 12.02.2010 12:12 Subscribed to comments via email

“Aber seltsamerweise redet keiner vom Ende des Dollars. Warum eigentlich nicht?”

Weil die USA den Dollar auch abwerten können oder je nachdem aufwerten kann. Das gibt einen Ausgleich.

Da Griechenland zur Eurozone gehört und pleite ist, wird es finanziell unterstützt werden und zwar vorrangig von starken Wirtschaftsländern wie Deutschland, also weitgehend vom deutschen Steuerzahler. Spanien wird bald ebenfalls pleite sein. Von wieviel Milliarden reden wir dann?

Deutschland hat die stärkste Wirtschaft in Euroland, weder GB, schon gar nicht Italien, bei Frankreich weiß ich es nicht.

Hias, 12.02.2010 21:38

“Weil die USA den Dollar auch abwerten können oder je nachdem aufwerten kann. Das gibt einen Ausgleich.”

Toll, die EZB kann den Euro auch abwerten. Hier geht es um die Probleme innerhalb eines Währungsraumes nicht um die Möglichkeiten, die eine Zentralbank hat, um die Konkurrenzfähigkeit des Währungsraumes nach Außen zu stärken.
Und ich glaube nicht, dass Abwerten Kalifornien hilft. Die Probleme sind hausgemacht, ähnlich wie in Griechenland. Also haben wir mit Kalifornien in den USA und den PIGS-Staaten in der EU zwei große Problemherde innerhalb der jeweiligen Währungsunion. Nur alles reden von Griechenland, keiner davon, dass die USA dieselben Probleme bekommen könnte.

“Da Griechenland zur Eurozone gehört und pleite ist, wird es finanziell unterstützt werden und zwar vorrangig von starken Wirtschaftsländern wie Deutschland, also weitgehend vom deutschen Steuerzahler. Spanien wird bald ebenfalls pleite sein. Von wieviel Milliarden reden wir dann?”

Das ist halt innerhalb eines Währungsraumes so. Im Notfall müssen die Anderen einspringen.

 
 
 
 
Christian S., 12.02.2010 14:14

Ich habe kein Problem mit Auswanderung. Freizügigkeit ist eine große Errungenschaft, und auf lange Sicht kommt es dem Wirtschaftsraum Europa und damit auch Deutschland zugute, wenn Menschen dort arbeiten können, wo sie arbeiten wollen.

Medea, 12.02.2010 15:11 Subscribed to comments via email

Christian, es wandern aber die aus z. B. in die Schweiz, die gut ausgebildet sind, Ärzte, Krankenschwestern, Ingenieure …
Diejenigen, die von Deutschland in die Türkei zurück gehen, sind ebenfalls gut ausgebildete Leute.
Und diese Menschen fehlen dem deutschen Arbeitsmarkt. Es gibt auch eine Abstimmung mit den “Füßen” gegen zu hohe Abgaben.

Christian S., 13.02.2010 12:18

Ich habe weiter oben eine Studie verlinkt, die diese These widerlegt: man entscheidet sich nicht gegen Deutschland, sondern für ein anderes Land. Dagegen kann man nichts unternehmen, und dagegen will ich übrigens auch gar nichts unternehmen. Das gehört zur Freiheit dazu, sich für ein anderes Land zu entscheiden.

Adrian, 13.02.2010 12:51

Wieso gehört das zur Freiheit? Ist es nicht total unsolidarisch, einfach aus der Solidargemeinschaft auszusteigen? Muss man da nicht abwägen zwischen Freiheit, Gleichheit und Solidarität? Und wieso muss man überhaupt erst aus Deutschland weggehen, wenn man bspw. die GEZ nicht zahlen will? Würde es nicht reichen, diese abzuschaffen, und jeder zahlt nur für das, für das er auch zu zahlen bereit ist? Wieso wird Solidarität mit Zwang verwechselt?

Christian S., 13.02.2010 13:47

> Wieso gehört das zur Freiheit?

Seltsame Frage. Adrian fordert Neubau der Mauer oder was?

> Ist es nicht total unsolidarisch, einfach aus der Solidargemeinschaft auszusteigen?

Wenn Du das so empfindest, dann ist das so. Ich bin der Meinung, dass soll und muss jeder für sich selbst entscheiden.

> Muss man da nicht abwägen zwischen Freiheit, Gleichheit und Solidarität?

Also ich nicht, wenn Du das musst, bitte. :)

> Und wieso muss man überhaupt erst aus Deutschland weggehen, wenn man bspw. die GEZ nicht zahlen will?

Weil man sich nicht einfach aussuchen kann, an welche Gesetze man sich halten will und an welche nicht. Nennt man Willkür.

> Würde es nicht reichen, diese abzuschaffen, und jeder zahlt nur für das, für das er auch zu zahlen bereit ist?

Kann man machen, wenn man dafür eine Mehrheit findet. Ich halte von dem Vorschlag nichts, aber es bleibt Dir ja unbenommen, für Deine Ideen zu werben.

> Wieso wird Solidarität mit Zwang verwechselt?

Das passiert doch gar nicht. :)

Adrian, 13.02.2010 14:16

“Weil man sich nicht einfach aussuchen kann, an welche Gesetze man sich halten will und an welche nicht. Nennt man Willkür.”

Nee, Willkür ist es, Gesetze zu machen, die sich gegen die Freiheit des Einzelnen richten.

“Kann man machen, wenn man dafür eine Mehrheit findet”

Wie üblich: Der Einzelne als Knecht der Mehrheit.

“Das passiert doch gar nicht. :)”

Nö, natürlich nicht. Deshalb MUSS man ja auch in eine Sozialversicherung einzahlen. Nenn mir bitte einen Sozi, der das nicht als “solidarisch” bezeichnen würde.

Christian S., 13.02.2010 14:22

> Nee, Willkür ist es, Gesetze zu machen, die sich gegen die Freiheit des Einzelnen richten.

Wie die Straßenverkehrsordnung oder das Bürgerliche Gesetzbuch?

> Wie üblich: Der Einzelne als Knecht der Mehrheit.

Wenn Du Demokratie so betrachtest, ist das Dein Problem.

> Nö, natürlich nicht.

Genau. :)

> Deshalb MUSS man ja auch in eine Sozialversicherung einzahlen.

Weil ansonsten nicht finanzierbar.

Adrian, 14.02.2010 10:44

“Wie die Straßenverkehrsordnung oder das Bürgerliche Gesetzbuch?”

Nun, wie Beispiele zeigen, ist die Straßenverkehrsordnung tatsächlich weitgehend überflüssig. Einige Genossen habend as auch bereits erkannt. Siehe hier:
http://www.spd-nagold.de/index.php?nr=13578&menu=1

Und das BGB ist tasächlich eine Zumutung. Sicher nicht überall, ich schätze aber, zwei Drittel vom Inhalt sind überflüssiger Quatsch. Typisch deutsch diese Verregelung und Verrechtlichung. Muss schließlich alles seine Ordnung haben…

“Wenn Du Demokratie so betrachtest, ist das Dein Problem.”

Nun, was ist Demokratie denn dann? Frag mal die Moslems in der Schweiz, was sie von der Demokratie halten, nachdem man ihnen verboten hat, ihre Eigentum zu nutzen, wie sie das wollen.

“Weil ansonsten nicht finanzierbar.”

Geile Antwort: Jeder muss das tun, was die SPD will, sonst ist das, was die SPD will, nicht finanzierbar.

jo@chim, 14.02.2010 11:48

Nun, wie Beispiele zeigen, ist die Straßenverkehrsordnung tatsächlich weitgehend überflüssig.

vgl. auch Shared Space für Alle!

Freiherr Markt, 14.02.2010 17:23

Wobei selbst das nur einen Anfang darstellen kann, solange der Staat immer noch Grundregeln vorgeben darf.

jo@chim, 14.02.2010 18:48

Das ist die anarchistische Position, ja. Ich bin allerdings – wie wohl die meisten Libertären – der Auffassung, dass die spontane Ordnung, in der Individuen ihre Ziele mit eigenen Mitteln verfolgen können, abstrakt formulierte (und ggf. von staatlichen Strukturen durchzusetzende) allgemeine Regeln benötigt, um zu funktionieren.
Es führt aber IMHO zu weit und ist auch Off Topic, diese fundamentale Differenz zwischen Liberalen und Anarchisten jetzt hier zu diskutieren ;-)

 
 
 
Christian S., 15.02.2010 11:44

“Nun, wie Beispiele zeigen, ist die Straßenverkehrsordnung tatsächlich weitgehend überflüssig. Einige Genossen habend as auch bereits erkannt. Siehe hier:
http://www.spd-nagold.de/index.php?nr=13578&menu=1

Ich bin erfreut, dass Du Dich über gute SPD-Politik informierst. :)

“Sicher nicht überall, ich schätze aber, zwei Drittel vom Inhalt sind überflüssiger Quatsch. Typisch deutsch diese Verregelung und Verrechtlichung.”

Sagte ich, dass das Ding perfekt ist?

“Nun, was ist Demokratie denn dann?”

Guck mal bei der bpb, da gibt’s tolle Schriften, mit Text und Bild und so.

“Geile Antwort: Jeder muss das tun, was die SPD will, sonst ist das, was die SPD will, nicht finanzierbar.”

Wieso “die SPD”? Das ist quasi Konsens.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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