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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Es gibt ihn, den vorbildlichen Steuerzahler

M.M., 13.02.2010

Der EU-Botschafter in der Schweiz, ein Herr Reitener aus Österreich, hat heute einer grösseren Tageszeitung ein Interview gegeben.

Es war das Interview eines Statthalters, aus schweizerischer Sicht, aber die dürfte hier wohl weniger interessieren.

Mich persönlich amüsiert die Stelle, wo sich Herr Reitener als guter Steuerzahler outet. Das tönt so:

Als Beamter erhalte ich ein Gehalt, bei dem die Steuern bereits abgezogen sind. Eine Steuerhinterziehung ist also gar nicht möglich. Meine Abgaben gehen direkt an die EU-Kommission.

Ich meine, das ist doch das Ziel. Dann ist in der EU die absolute Steuerehrlichkeit erreicht.



8 Kommentare zu “Es gibt ihn, den vorbildlichen Steuerzahler”

  1. dagny t.

    Beamte zahlen keine Steuern. Das kann man sich an diesem Beispiel ganz klar deutlich machen. Was waere, wenn von heute auf morgen alle Steuern abgeschafft wuerden? Der Beamte haette nicht etwa mehr Geld im Portmonaie, sondern gar keines, da er komplett aus Steuern bezahlt wird.

  2. Christian S.

    Beamte werden aus Staatsmitteln bezahlt, richtig. Trotzdem sollen sie natürlich Steuern.

    Das Gelaber von “Nettostaatsprofiteuren” ist hochgradig bescheuert.

  3. Epameroi

    Eu-Beamte zahlen wesentlich weniger Steuern als nationale Beamte oder gar Nicht-Beamte.

    Das bisschen Abzug macht dem nichts aus.

  4. alex

    Es gibt in Deutschland sogar einen Spitzelsteuersatz. Wer beim BND arbeitet, zahl nur 10 % Steuern, weil bei der Tätigkeit eines Spitzel es schwierig ist, zwischen privat und beruflich auseinanderzuhalten und weil Geheimdienstarbeit geheim bleiben soll. Der Finanzbeamte muss ja nicht wissen, wen man warum gerade bespitzelt.

  5. Schweizer

    es geht, ist noch interessant, wer denn alles geld von der allgemeinheit bekommt. ich finde das beispiel beamten natürlich auch ned so überragen, schliesslich muss leistung belohnt werden, wenn auch oft im staatssektor hochgradige faulheit herrscht. aber ein anderes lustiges beispiel wären die bauern (in der schweiz jedenfalls): weshlab finanziert die eidegenossenschaft einen wirtschaftssektor, der anscheinend strukturelle mängel ebsitzt, und das seit 40 Jahren! wenn schweizer produkte so unentbehrlich sind, dann würden wir wohl auch mehr geld dafür ausgeben und dafür die steuern etwas senken zu können. und wenn man sagt, man kann international nicht mithalten: Tja, wer hat die schuhindustrie in meienr heimatstadt gerettet? Niemand, und das ist gut so!

  6. Schlens

    Die Idiotie dabei ist Dir aber aufgefallen, oder?

  7. Eloman

    Was ist der Unterschied zwischen Staatsmitteln und Steuern? Welche Einnahmen hat der Staat außer Steuern?

  8. politbuerokrat

    Realwirtschaftlich stimmt das. Der staat würde die beamten aber durch das versprechen bezahlen können, dass er später steuern einnimmt: Schulden.
    Nichtsdestotrotz: Krieg dem steuersünder!

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