Towarischtsch Stefan Engel, was heisst hier ‘Willkürverbot’?
jo@chim, 22.02.2010
Kann man es tatsächlich als “Willkür” bezeichnen, wenn Deutsche Bank und Commerzbank lieber nicht mit deiner MLPD (“Marxistisch Leninistische Partei Deutschlands”) in Sachen Kontenführung zusammenarbeiten wollen? Ist es nicht vielmehr Drohung mit Geschäftsschädigung bzw. angekündigter Diebstahl, den “Sturz der Diktatur der Monopolkapitalisten” und deren Enteignung zu fordern?
Wie auch immer – die Bankarbeiter der Volksbank Ruhr Mitte, SEB Bank, Norisbank, Danat Bank und der Deutschen Bank, die das sicherlich ganz anders sehen, wurden nun von “ganz von oben” (so euer Anwalt Weispfenning) dazu gezwungen, gegen ihre eigenen Interessen die MLPD als Vorhutpartei des kämpfenden Proletariats zu boykottieren. Bei der Asche Willi Dickhuts: wenn man sie nur liesse, würden sie sicher dir, Towarischtsch Stefan Engel, und anderen Helden der Arbeiterklasse zujubeln!
Eine Frage, Towarischtsch Stefan Engel, hätte ich aber noch. Warum eröffnet ihr mit euren geschätzten 10 Mio. Euro Vermögen, das sich darbende Proletarier vom Munde abgespart haben, nicht einfach ein Auslandskonto, anstatt mit den Devisen die verbrecherischen Aktivitäten der Bankenkonzerne des räuberischen deutschen Imperialismus mit zu finanzieren? Zum Beispiel bei der nordkoreanischen Staatsbank.
Ach so, ich verstehe.
antibuerokratieteam.net





ist ja grauenhaft, was die über stalin schreiben. würde man in deutschland rechten und linken faschismus (bzw sozialismus) gleich gewichten, wären die alle im gefängnis
Und? Sind es weniger Nazis geworden durch die Verbote? Nein, geistige Umnachtung (gleich ob von lechtsextrem, rinksextrem oder religiös-fundamentalistisch) kann man nicht verbieten. Solange sie nicht gewalttätig werden, sollte der Rechtsstaat derlei aushalten.
Peinliches Niveau der Auseinandersetzung hier, sowohl im Artikel, als auch in den Kommentaren. Soll man den Banken denn alles durchgehen lassen und mit dem Geld ins Ausland? Sollen wir uns wirklich gefallen lassen, dass deutsche Monopolbanken künftig nach Gesinnung ihre Konten vergeben. Habt ihr vor antikommunistischen (G)eifer das mal zu ende gedacht?
Da steckt ein kleiner Schönheitsfehler in Deinem Kommentar: es gibt keine Monopolbanken. Und es gibt keinen Kontrahierungszwang (lediglich die Sparkassen sind in einigen Bundesländern angehalten, jedem Kunden ein privates Girokonto auf Guthabenbasis zu führen).
Na ja, sie wollen halt ganz kapitalistisch Geld verdienen mit ihren 10 Millionen, das geht offensichtlich am besten bei deutschen Banken. Es ist schon lustig, wie sie sich bemühen, bei einer deutschen Bank unterzukommen, damit sich ihr Geld vermehrt.
Abgesehen von der gespendeten Erbschaft, woher kommen eigentlich die restlichen Millionen?
Ah, ich sehe die Kader der kämpfenden Klasse sind immer an vorderster Front der Auseinandersetzung mit der liberalistischen Reaktion! Respekt. Es bestehen aber offensichtlich noch Rezeptionsprobleme, Towarischtsch Weidemann, wenn es um Satire geht.
Was vielleicht aus einem gewissen Grund-Unverständnis für Prinzipien wie die der Vertragsfreiheit (bzw. umfassender der individuellen Freiheit im Allgemeinen) in Ihren Kreisen resultieren mag. Dass sich da einige Banker eine juristische Niederlage organisieren werden, weil es mit jener Vertragsfreiheit in unserem halb-sozialistischen System so weit auch nicht mehr her ist, steht doch ausser Frage.
Nein, das was Sie da zu bemerken glaubten ist kein “Geifer”, es sind Tränen in den Augen (vor Lachen):
Eine selbsternannte kommunistische Elite zieht vor ein Gericht der ach so verachteten Monopolkapitalisten, um ihr Geld bei eben jenen anlegen zu dürfen – der absolute Brüller!
In Sekten, gleich ob kommunistischer, faschistischer oder religiöser Natur ist die Opfer- bzw. Spendenbereitschaft Einzelner meist viel höher als in “weltlichen” nicht-totalitären Gruppen, schliesslich geht es ja um Lebens”sinn”vermittlung…
… so in etwa nach dem Motto “Rüttgers – kostet 6.000 €. Ein geschlossenes Weltbild? Unbezahlbar!”
^^
Das ist in ungefähr so peinlich lächerlich, wie wenn sich ein Schwarzer bei der NPD einklagen würde.
Nicht ganz so weit hergeholt wie Du vielleicht dachtest Marco :D