Ich erinnere mich gut an die Tage auf dem Spielplatz, als ich mit meinen Freunden einen regen Wrestling-Trading-Cards Tauschhandel betriebt. Wir alle trugen nahezu unser gesamtes Taschengeld zum Kiosk unseres Vertrauens, um es in Wrestlingkarten zu investieren und stellten schnell fest, dass manche Karten wesentlich seltener waren, als andere. Insbesondere eine Hulk Hogan Karte war sehr selten, ein äußerst eine knappes Gut, wenn man so will. Entsprechend war die Nachfrage nach diesen Hulk Hogans enorm. Um einen zu bekommen, musste man schon tief in die Tasche greifen. Wer nicht mindestens drei ähnlich seltene Karten anzubieten hatte, mit dem setzte ich mich gar nicht erst an den Verhandlungstisch. Keiner meiner Freunde wäre so dumm gewesen. Ich kann sagen, dass wir alle das Prinzip von Angebot und Nachfrage intuitiv verstanden und verinnerlicht hatten. Wir wären nicht auf die Idee gekommen, dass es ungerecht sein könnte, drei oder mehr Karten für einen Hulk Hogan zu verlangen. Hätte einer meiner Freunde argumentiert, dass auch alle anderen ein Recht auf einen Hulk Hogan hätten, weil wir doch alle gleich seien, ich hätte ihn ausgelacht. Wir haben auch nie eine Umverteilung der Karten vorgenommen, um eine vermeintlich ungerechte Kartenverteilung zu korrigieren. Diese Gedanken waren uns fremd. Unser Spielplatz war gleichzeitig ein Marktplatz und meine Freunde und ich waren beinharte Kapitalisten.

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