antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

die solidarität einer taz-redakteurin

Daniel Fallenstein, 30.04.2010

So sah es aus, als Ines Pohl, Chefredakteurin der taz immerhin, sich mit den Störern einer Veranstaltung im Centrum Judaicum solidarisierte und bequem der Debatte über Antisemitismus in den Medien entzog.



24 Kommentare zu “die solidarität einer taz-redakteurin”

  1. Culatello

    Ines Pohl wurde bespuckt und als Nazi beschimpft, was in dem verlinkten Artikel im Perlentaucher jedoch keine Erwähnung findet.
    Ines Pohl entzog sich also nicht “bequem” der Debatte, sondern mochte lediglich nicht länger als Spucknapf fungieren.
    Nur verständlich, wie ich finde.
    Bei dieser “Diskussion” haben sich beide Seiten zutiefst danebenbenommen.

  2. Daniel Fallenstein

    Das behauptet sie. Bei der Schmähung als Nationalsozialistin (die bei der taz sowieso zur sozialistischen Hälfte wahr ist ;-) ) kann ich mir vorstellen, dass hyperventilierende Israel-Freunde (derer es zuviele gibt) so etwas abgesondert haben. Aber wenn sie tatsächlich angespuckt worden sein sollte, müsste das im Video zu sehen sein. Aber trotz mehrfachen Ansehens habe ich nichts dergleichen entdecken können.

    Ines Pohl kniff.

  3. jo@chim

    Vor oder nachdem sie die Störer unterstützte? (Nicht dass ich spucken als Mittel der politischen Auseinandersetzung akzeptieren wollte, aber die Frage ist schon relevant, wenn man den Vorgang zu verstehen will)

  4. Die taz und die Antisemitismuskeule « tous et rien

    [...] Samuel Salzborn befürchtet sogar schon einen antisemitischen Ausnahmezustand: Der Auftakt für einen antisemitischen Ausnahmezustand ist jetzt gemacht, mitgetragen von einem links-alternativen Milieu, das sich selbst fern jeder selbstkritischen Anwandlungen in Sachen Antisemitismus sieht. Doch das seismografische Zentrum zur Unterbindung dieser Radikalisierung und Eskalation liegt ausschließlich in diesem Milieu: nicht nur die „tageszeitung“ ist gefragt, auch die „Grünen“ müssen jetzt Farbe bekennen. Wenn sie dieses Ereignis einfach abtun, machen sie sich zu den Steigbügelhaltern von antisemitischen Pogromen in der Zukunft. Nachtrag: Ein paar Bilder bei antibuerokratieteam.net [...]

  5. christianhannover

    ich habe jetzt eine menge berichte über die aktion gelesen, das mit dem spucken stand nur in der -oh wunder- taz!

  6. Culatello

    Es ist alles eine Frage der Darstellung.
    Die Störer aus Sicht des Tagesspiegel gesehen stellen sich wie folgt dar:
    (Zitat)
    “Normalerweise stehen die Polizisten vor der Synagoge und dem Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße, um mögliche Angriffe von außen auf die jüdischen Einrichtungen abzuwehren. An diesem Abend aber wurde die Polizei in den Versammlungssaal in der dritten Etage gerufen, um im Auftrag der Jüdischen Gemeinde junge Israelis und deutsche Juden aus dem Saal zu entfernen, die von anderen Anwesenden als Antisemiten beschimpft wurden. Und mit hämischen „Yalla, Yalla“–Rufen (Arabisch für „Geh!“ oder „Hau ab“) verabschiedet wurden.
    ………………………………………Die jungen Israelis hatten sich nach der Begrüßung der Gemeindevorsitzenden Lala Süsskind erhoben, die Hefets, „diese Frau“, in geistige Nähe zur ultrarechten „Jungen Freiheit“ rückte. Sie hielten Blätter mit der Aufschrift „Wir sind alle Iris Hefets“ hoch und forderten für sie ein Rederecht zur Entgegnung.”

    Da kann jetzt jeder glauben, was er will. Man kann das Ganze als Fallstudie betrachten, wie man ein und denselben Vorgang aus ganz verschiedenen Sichtweisen sehen kann (und anderen vermitteln will).
    Interessant ist’s allemal.

  7. Adrian

    Auf jeden Fall mal wieder ein wunderbarer Beleg, für die nicht vorhandende Debattenkultur in Deutschland.

  8. MPH

    Warum habe ich gerade “Ines Pohl kifft” gelesen?

  9. tigger

    hab ich auch…weia…:-)

  10. chriwi

    Da muss ich dir recht geben. Ich hatte in die letzte Hart aber Fair Sendung geschaltet (wieso keine Ahnung) und dort zeigte sich das gleiche Problem. Man kann ja argumentieren und seine Ansichten haben. Michael Friedmann untermauerte seinen Standpunkt durch Lautstärke und nicht durch Argumente wie ich fand. Es ist durch Studien auch belegt, dass nicht die beste Idee sondern die am meisten und am lautesten wiederholte sich meist durchsetzt.

  11. Freiherr Markt

    Linker Antisemitismus? Nein den gibt es doch gar nicht.
    So wie auch die Grünen nie den Linksterrorismus verharmlosen würden: http://twitter.com/Volker_Beck/status/13127244108

  12. Freiherr Markt

    Culatello Belege für ihre Unterstellungen haben sie keine, oder? Dann sollten sie vielleicht schweigen.

    Selbst wenn es so wäre, man muss sich schon reichlich daneben beneben um so ein Verhalten zu provozieren. Was bei der taz wohl nicht überraschen sollte.

  13. Culatello

    “Culatello Belege für ihre Unterstellungen haben sie keine, oder? Dann sollten sie vielleicht schweigen.”

    Welche Unterstellungen denn bitte?
    Unterstellungen wurden doch lediglich im Eingangsbeitrag gemacht.
    Ich habe beide Seiten aufgeführt, so wie ich sie in den zahlreichen Publikationen gelesen habe.
    Warst du dabei? War ich dabei? Nö.
    Schlimm finde ich nur, dass durch Fallenstein -ohne dass jemand, auch nicht Fallenstein dabei war- ein Urteil gefällt wird.
    So was nenne ich bewusste Beeinflussung der Leser.
    So ohne weiteres wird der Tagesspiegel sicherlich nicht behaupten, dass die “Störer” junge Israelis waren (von wegen Schadensersatzklage).
    Also muss da was dran sein.
    Furchtbar finde ich es, dass ausgerechnet deutsche Polizisten gezwungen werden, FREIHEITLICH denkende Juden -u.a. extra angereiste junge Israelis der Friedensbewegung- abzuführen zugunsten eines mittlerweile ultra-national geführten Staates Israel sowie seiner deutschen Helfer (gewisse Deutsche waren schon immer gut als “Helfer”)

  14. Daniel Fallenstein

    Ich war dort, habe gefilmt und kann die wirklich schwerwiegenden Vorwürfe der taz nicht bestätigen, selbst wenn ich das Video immer und immer wieder an den fraglichen Stellen durchsehe.

    Zur Orientierungshilfe hier ein best of: http://www.youtube.com/watch?v=sseasB6Tljc&feature=player_embedded

  15. Turing

    So ein Theater.

  16. Bernd Muton

    Woran liegt es, dass mir immer das Kotzen kommt, wenn ich Linke sehe, bei ihren Rüpeleinen und öffentlichen Rülpseleien? Warum bloß tut sich eine TAZ-Chefredakteuse mit Israelsolidarität so schwer?

    Nazipest, deutsche Peaceniks und ganz besonders die israelfeindliche deutsche Linke gehören auf den Abfallhaufen der Geschichte!

    Das muß in aller demokratischen Offenheit einmal gesagt sein.

  17. Freiherr Markt

    Nur dass Daniel Fallenstein eben doch da war. Also wie geht es jetzt weiter? Wollen Sie ihn der Lüge bezichtigen?

  18. Freiherr Markt

    “Woran liegt es, dass mir immer das Kotzen kommt, wenn ich Linke sehe”

    Da könnte Ihr Kommentar schon aufhören und wäre nicht weniger richtig.

  19. tigger

    Gary Busey war dabei ?

  20. Culatello

    Ich habe ihn nicht der Lüge bezeichnet (für sowas Grobmotorisches sind offensichtlich Sie zuständig) sondern der einseitigen Darstellung unter Auslassung relevanter Tatsachen.

  21. Freiherr Markt

    Im Gegensatz zu Ihnen war Daniel Fallenstein aber anwesend. Und die geheuchelte Unterscheidung zwischen “Lüge” und “Auslassung” ist so witzlos wie die zwischen “Sozialdemokraten” und “Kommunisten”.

    Ich wiederhole also meine Frage: Bezichtigen Sie Daniel Fallenstein der Lüge oder ziehen Sie Ihre Behauptungen zurück?

  22. Culatello

    Das ist nicht ernst gemeint, oder?
    Wer nicht den Unterschied zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus kennt, der sieht natürlich auch keinen Unterschied zwischen Lüge und Auslassung und Wahrheit.

  23. Freiherr Markt

    Da oben steht eine simple Frage. Warum winden Sie sich, statt sie zu beantworten?

    Unterstellen Sie Daniel Fallenstein, dass er lügt oder sind Ihre Ausführungen falsch?

  24. Culatello

    Das bringt dich um den Schlaf, was?
    Selbst wenn Frau Pohl nicht bespuckt worden sein soll, sondern “lediglich” als Nazi-Sau beschimpft wurde, ist dieses Benehmen nicht zu billigen.

    Und jetzt gib Ruhe, wir sind doch hier nicht im Kindergarten.

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