antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

haOlam.de – Alternative zur Monopolberichtserstattung

jo@chim, 25.05.2010

Seit gut einem halbem Jahr sendet haOlam.de aus Berlin – ein deutsch-israelisches Netzmagazin, das Hintergrundinformationen aus Israel und zum jüdischen Leben liefert, für eigenständiges, freies Denken stehen will und sich aus einer vorwiegend liberal-konservativen Perspektive heraus der manipulativen Gehirnwäsche der „Political Correctness“ entgegenstellt. Grund genug für mich, mit dem verantwortlichen Herausgeber Jörg Fischer-Aharon zu sprechen

Das Online-Magazin haOlam.de ist vor etwas über 7 Monaten gestartet, können Sie uns zunächst sagen, was haOlam.de ist?

ha’Olam ist hebräisch und bedeutet „die Welt“. Wir sind ein deutsch-israelisches Online- und Nachrichtenmagazin, wobei wir sicherlich eine wesentlich größere Bandbreite an Themen und Angeboten haben, als man das vielleicht auf Anhieb erwarten würde. Das heißt: Natürlich berichten wir tagesaktuell und aus erster Hand aus Israel, dem Nahen Osten, Deutschland und Europa. Aber die Palette der Themen reicht von Politik, Wirtschaft, Kultur und Events über Technik, Gesundheit, Bücher, Jüdisches Leben und Tradition bis zu Lifestyle und Ratgeber. Ergänzt wird dieses Nachrichtenangebot durch tägliche Specials wie dem Blog aus Jerusalem, die Reihe Ask the Rabbi, der wöchentlichen deutsch-israelischen Radiosendung Kol Berlin oder dem Cartoon Moishe Hundesohn.

Aber tagesaktuelle Nachrichten sind nicht alles?

Nein, wir bieten auch detaillierte Hintergrundinformationen – durch die fundierte medienkritischen Analysen von Bernd Dahlenburg etwa, den Israeli Soldiers Blog, den Blog einer exil-iranischen Journalistin und vielem mehr. Wobei wir natürlich bestrebt sind, das Angebot stetig zu verbessern und auszubauen, so kam kürzlich das Israel-Lexikon hinzu, das nicht nur über Geschichte und Entwicklung im Nahen Osten, sondern auch über aktuelle Ereignisse und Fragen ausführliche Informationen und detailierte Fakten enthält. Wichtig ist für uns auch der Service, also auch der praktische Gebrauchswert für den User. Deshalb haben wir nicht nur aktuelle Daten etwa zu Wetter und Börse, was für ein Nachrichtenportal selbstverständlich sein sollte, sondern auch Routenplaner für Deutschland und Israel sowie Angebote zum Stellenmarkt in Deutschland und Israel sowie Verbrauchertipps im Angebot, z.B. Vergleichsmöglichkeiten in den Bereichen Stromtarife oder Versicherungsangebote, also ganz gängige Angebote für den ganz normalen Alltag. Erwähnen möchte ich hier aber noch unser Kalenderblatt mit TV- und Veranstaltungstipps sowie unsere Videokanäle.

Wie wird das Angebot angenommen und war der Start eines neuen Onlinemagazins überhaupt nötig?

Uns war von Anfang an klar, dass ein rein ehrenamtliches Projekt nicht so einfach zu starten sein wird. Aber der Zuspruch hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Wir haben – und das nach gerade mal 7 Monaten – bis zu 6.000 Besucher am Tag, im Schnitt sind es derzeit etwas mehr als 5.000, bei anhaltend steigender Tendenz. Wir werden von Initiativen, jüdischen Gemeinden und Institutionen im In- und Ausland auf Zusammenarbeit angesprochen, sind für Personen und Organisationen erster Ansprechpartner – und das nicht nur in Deutschland, sondern auch und gerade in Israel, den USA und anderen Staaten. Verbindungen bestehen auch zur iranischen Demokratiebewegung und Exil-Iranern, die wissen, dass wir an ihrer Seite stehen.

Und ja: Die Gründung von haOlam.de war eine Notwendigkeit. Wir sind nicht nur eine Ergänzung, sondern wir sind die Alternative zu jenen, die zwar das „Monopol“ in Sachen Berichterstattung zu Israel und Judentum anstreben, tatsächlich aber nur den in Israel völlig bedeutungslosen linken Rand repräsentieren und die man eher als antisemitisch kontaminiert und in einem zweifelhaften Verhältnis zum Linksextremismus und „Antizionismus“ stehend bezeichnen kann. Damit muss man in einer Demokratie, wie wir sie in Deutschland oder Israel haben, leben. Aber genauso gehört es eben dazu, den Menschen alternative Meinungen und Analysen zum linken Medienmainstream anzubieten.

… womit Sie auch eine politische Standortbestimmung für haOlam.de vornehmen?

Ich halte nichts von Schubladen oder Klischees. Wenn Sie mich fragen, wo haOlam.de steht, dann sage ich: Bei den Fakten, bei der Realität. Die Mitarbeiter und Redakteure von haOlam.de sind auch nicht das homogene Borg-Kollektiv. Kollektive sind eh mehr die Sache der Extremisten von Rechts und Links. Wir haben bei unseren Mitarbeitern auch Leute, die z.B. der Bundesregierung oder der israelischen Regierung skeptisch und der Obama-Regierung eher positiv gegenüberstehen. Aber die Mehrheit von Redaktion und Mitarbeitern hat – wie der Herausgeber selber – eine positive und unterstützende Haltung zur israelischen Regierung unter BiBi Netanyahu und Avi Lieberman und eine distanziert-kritische Haltung zur Obama-Administration und ihrer Politik. Wir nehmen uns auch hier das Recht heraus, ohne Scheu unsere Positionen zu beziehen, auch wenn das gegen den veröffentlichten Mainstream der linken Mediendominanz steht – wie wir überhaupt, und darauf lege ich großen Wert und bin auch stolz darauf – dem eigenständigen, freien Denken den Vorzug geben vor der manipulativen Gehirnwäsche der „Political Correctness“, deren Auswüchse an Entmündigung und Manipulation mitunter fast schon faschistoide Züge annimmt.

Wie würden Sie dann den Standort von haOlam.de beschreiben?

Vorne ;). Aber ich bin jetzt auch nicht empört, wenn uns andere als liberal-konservativ, konservativ oder als Neocon bezeichnen.

Warum sollte man sich als Liberaler eigentlich gerade für Israel interessieren?

Nun, Israel ist gerade für Liberale hochinteressant. Das Land ist der Beweis, das innere Sicherheit und individuelle Freiheitsrechte kein Widerspruch sind. Wie Sie wissen, ist Israel seit seiner Gründung vor 62 Jahren faktisch in einem permanenten Belagerungszustand, umgeben von Staaten, die in der Vergangenheit mehrfach versucht haben, Israel und seine Einwohner durch Angriffskriege zu vernichten, von der Landkarte zu tilgen. Und noch heute ist das ein Ziel mancher Staaten in unmittelbarer und mittelbarer Nähe – ich erinnere nur an die wiederholten Vernichtungsankündigungen des Holocaustleugners und Diktators Achmadinejdchad aus Teheran, der bekanntlich an der atomaren Bewaffnung seines Unrechtsregimes arbeitet. Gleichzeitig ist Israel wie kein zweites Land auf der Welt vom internationalen Terrorismus betroffen – Selbstmordattentate, Terroranschläge, Raketenbeschuss durch Terroristen aus Gaza und dem Libanon als Stichworte hierzu. Dennoch: Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat mit einer pluralistischen, offenen und emanzipierten Gesellschaft. Die Bürgerrechte stehen im Mittelpunkt, ebenso die Gleichberechtigung von Minderheiten. Jeder Israeli – unabhängig von Religion, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung und politischer – hat die gleichen Rechte. Der Oberste Gerichtshof hat erst vor wenigen Tagen das Grundrecht auf Anonymität im Internet nochmals bestätigt – haOlam.de war eines der ganz wenigen Medien, die darüber berichtet haben. Das zeigt nicht nur, das Israel eine einwandfrei funktionierende Demokratie ist, sondern dass die innere Sicherheit und die Freiheitsrechte eben kein Widerspruch sein müssen. Nur nebenbei, was viele leider auch nicht wissen: Gleichgeschlechtliche Paare sind in Israel heterosexuellen Ehen auch in den Bereichen Steuer-, Erb-, Versorgungs- und Adoptionsrecht gleichgestellt, genießen also wesentlich mehr Rechte als etwa in der Bundesrepublik Deutschland.

Da wir gerade sozusagen in Israel sind: Die hier oft zitierte Friedensbewegung scheint dort kaum noch eine Rolle zu spielen, oder täuscht das?

Das behaupten die Linken und ihre Hofberichterstatter, weil sie den Menschen gerne vorgaukeln, Links sei ein Synonym für Friedensbewegung. Aber dem ist nicht so, wenn man sich vor Augen hält: Frieden gibt es nur zusammen mit Freiheit, ein Frieden ohne Freiheit ist kein Frieden. Das vergessen so manche Linke ganz gerne, weswegen es höchst zweifelhaft ist, Linke mit Frieden zwangsläufig in Verbindung zu bringen; ich erlaube mir, in dem Zusammenhang an den Prager Frühling 1968, den Ungarn-Aufstand 1956, den Überfall auf Afghanistan 1980 zu erinnern.

Aber zu Ihrer konkreten Frage: Die reale Friedensbewegung ist in Israel nicht nur sehr lebendig, sie stellt sogar die Regierung. Benjamin Netanyahu hat in seiner historischen Rede an der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv einen sehr umfassenden und vor allem realisierbaren Weg zu einem sicheren Frieden in Freiheit und Sicherheit aufgezeigt. Und noch ein Blick in die jüngere Geschichte des Nahen Osten: Es war der israelische Ministerpräsident Menchaim Begin, der, wie auch Netanyahu, vom Likud kommt, der den Frieden mit Ägypten schloß, den ersten Friedensvertrag mit einem arabischen Staat. Das passt nicht in ultralinke Mythenbildung, dafür aber in die Faktenlage und das ist wichtiger.

Wenn jemand in Israel am Boden und moralisch bankrott ist, dann ist es die Linke. Bei den letzten Knesset-Wahlen fiel die sozialdemokratische Avoda auf Platz 4 zurück, in den aktuellen Umfragen liegt sie auf Platz 5, noch hinter der streng orthodoxen Schass. Die linke Meretz-Partei schaffte bei der letzten Wahl gerade noch so die 1,2-Prozent-Marke, an der die israelischen Grünen kläglich gescheitert sind.
Im übrigen trifft dies im wesentlichen auch auf die jüdische Diaspora zu. Linksradikale Splittergruppen wie die „Jüdischen Stimmen“ in Deutschland, J Call in Frankreich oder die Phantomgruppe J Street in den USA vertreten – sehr wohlwollend geschätzt, 3 oder 4 Prozent der jüdischen Gemeinde. Sie versuchen aber ihre personelle und organisatorische Bedeutungslosigkeit durch besonders marktschreierisches Getöse und durch ein obszönes Drängen an die Öffentlichkeit zu kompensieren – und werden natürlich von bestimmten Medien gerne als die „jüdischen Kronzeugen gegen Israel“ genutzt.

Ganz kurz, worauf ist die Popularität der Regierung in Israel zurück zu führen?

Die Regierung Netanyahu/Lieberman sichert und stärkt nicht nur den demokratischen Rechtsstaat und die liberale Gesellschaftsordnung in Israel, sondern auch die Sicherheit des Staates als solchem und seiner Bevölkerung – und legt dabei zugleich, wie oben gesagt, einen Friedensplan vor, der von der überwältigenden Mehrheit der Israelis als realistisch und verantwortungsvoll unterstützt wird. Daneben sieht auch die wirtschaftliche Bilanz der Regierung recht gut aus: Seit ihrem Regierungsantritt ist ein stabil steigendes Wirtschaftswachstum und sinkende Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Israel hat sehr schnell die Auswirkungen der Finanzkrise überwunden und ist auch stabil gegenüber der Euro-Krise.

Links zum Thema:
haOlam.de
haOlam.de bei Facebook



55 Kommentare zu “haOlam.de – Alternative zur Monopolberichtserstattung”

  1. Benjamin B.

    Innere Sicherheit und individuelle Freiheitsrechte sind in der Tat kein Widerspruch, doch leider werden letztere in Israel nicht so stark respektiert, wie das Interview vielleicht vermuten lassen könnte. Zwei Beispiele dafür sind die Zensur und der Militärzwang. Auch die wirtschaftliche Freiheit ist stärker eingeschränkt als in etlichen anderen Staaten.

  2. Wb

    Aus bestimmter liberaler Sicht gibt es sicherlich viel an I anzumängeln, gerade auch weil sich I aus einer Defensivsituation heraus nicht immer so verhält, wie sich einige zu wünschen scheinen.

    Viele Liberale haben denn auch Probleme sich positiv zu I zu stellen und die armen Widerständler als das zu erkennen, was sie sind.

    MFG
    Wb

  3. Medea

    „:::weil sich I aus einer Defensivsituation heraus nicht immer so verhält, wie sich einige zu wünschen scheinen.“

    Das ist ja ungeheuerlich, dass sich Israel nicht so verhält, wie es sich einige wünschen ;-)

    Acht! Jahre wurden Städte wie Sderot, auch Ashkelon von Gaza aus beschossen, ganz abgesehen von Terroranschlägen. Das würde hier keiner auch nur drei Tage aushalten.
    Als sich dann Israel dagegen wehrte mit dem Gaza-Krieg, hieß es vor allem hier in den Medien „unverhältnismäßig“. Es ist im Grunde völlig gleich, was Israel macht oder was nicht, es wird in deutschen Medien, gerade auch ARD, stets negativ beurteilt.

    Daher gut, dass es dieses Magazin aus Berlin gibt, das die Dinge realistischer zeigt als sonst üblich.

  4. Wb

    Es ist schon köstlich wie einige Liberale, oft sinds Hirsch&Baum-Liberale [1], sich so schwer tun bei diesem Thema und in liberales Technikdenken verfallen.

    So manch Liberaler würde diese Konflikte am liebsten durch Abwurf von 10-100k Sozialfuzzies und 1-10k Staatsanwälten (wg. den zu erwartenden Kriegsverbrechen auf, ä, I-Seite) bearbeiten wollen. „Nur zu, dann sind die weg.“ ruft man hier gerne zu, übersetzt heisst das, dass fast jedes deutschsprachige Medium, das israelische Spezifika transportiert, sehr zu begrüssen ist.

    MFG
    Wb

    [1] auch schön, dass diese Metaphorik schon 3 Jahrzehnte funktioniert

  5. Medea

    „..würde diese Konflikte am liebsten durch Abwurf von 10-100k Sozialfuzzies und 1-10k Staatsanwälten (wg. den zu erwartenden Kriegsverbrechen auf, ä, I-Seite)..“

    Vor allen Dingen mischen sich gerne Politiker, „Experten“ dort ein. Und sie meinen, dass sie alles besser wissen als die Israelis. Und ja, am liebsten schickten sie Sozialarbeiter und Staatsanwälte dahin, um die israelische Regierung zu kontrollieren.

    Ich frage mich, warum gerade die EU der größte Geldgeber der Palästinenser ist. Und Steinmeiers 400 Millionen deutsches Geld an die Hamas ist ja noch nicht lange her. Kritik z. B. an der Hamas-Charta, in der steht, dass Israel vernichtet werden soll, gibt es nicht, Kritik richtet sich nur gegen Israel.

  6. Wb

    Und Steinmeiers 400 Millionen deutsches Geld an die Hamas ist ja noch nicht lange her.

    Wann und was war das?

  7. Medea

    WB, das war nach dem Gaza-Krieg.
    Angeblich sollte das Geld für den Wiederaufbau in Gaza sein. Gesagt wurde, das Geld würde nicht direkt an die Hamas gezahlt, sondern an die Fatah, die es dann für Gaza verwenden sollte. Aber jeder weiß, dass ohne die Hamas in Gaza gar nichts läuft. Es ging um 400 Millionen aus Deutschland, die Herr Steinmeier gab.

  8. Wb

    Medea, ja das vergisst man schon mal, die Geberkonferenz für den oder das Gaza, 400M, ja das war wohl wirklich so. Was die wohl mit dem Geld gemacht haben?

  9. Medea

    „Was die wohl mit dem Geld gemacht haben?“

    Da wird nicht nachgefragt, was mit dem Geld gemacht wird. Auch die Zahlungen der EU an die Paläst. werden nicht kontrolliert bzw. mal nachgeprüft, was damit passiert. Außer Geld für Waffen gibt es noch fröhliche Korruption.

  10. Medea

    Die EU hat gerade einen Milliarden-„Rettungsschirm“ für klamme EU-Staaten beschlossen. Und was macht wohl Jordanien mit dem EU-Geld?

    „Brüssel überweist dem Königreich Jordanien jetzt schon mal 80 Millionen von 138 zugesagten Millionen Euro, weil es in dem Land eine Wirtschaftskrise gibt und weil der König mit dem Geldsegen ja angeblich die „Demokratie“ in seiner Heimat stärken möchte (Quelle: ANSA Mai 2010).“

    Inzwischen haben wir uns ja an Milliarden gewöhnt, was sind da schon Millionen ;-)

  11. Christian S.

    Interessantes Interview.

    Nun, Israel ist gerade für Liberale hochinteressant.

    Für Sozialisten/Kommunisten auch, Stichwort Kibbuz. ;)

  12. jo@chim

    Stichwort Kibbuz

    Durchaus, ja… da plagiiere ich gerne Carlos Gebauer: ich habe überhaupt nichts gegen Sozialismus – so lange er eine freiwillige Angelegenheit bleibt :-)

  13. Adrian

    An den Kibbuzim können Sozialisten vor allem lernen, dass Sozialismus langfristig unattraktiv ist. Verständlich. Wer will schon sein Leben lang in einer Kommune (sprich: in einem Überwachungs“staat“) leben?

    Mit dem sozialistischen Ideal haben die Kibbuzim jedenfalls nicht mehr viel zu tun.

  14. Adrian

    „Mit dem sozialistischen Ideal haben die Kibbuzim jedenfalls nicht mehr viel zu tun.“

    Glücklicherweise hat es das nicht mehr, möchte ich ergänzen, nicht dass man mir noch unterstellt, ich würde an einem sozialistischen Ideal Gefallen finden.

  15. Christian S.

    Inwiefern widerspricht Dein Beitrag meinem Beitrag? Oder soll es nur eine Ergänzung sein?

  16. Adrian

    Willst Du etwa sagen Du stimmst mit mir überein, Sozialisten/Kommunisten könnten in den Kibbuzim lernen, dass Sozialismus nicht funktioniert?

  17. Christian S.

    Manchen wird/würde das Leben im Kibbuz gefallen, anderen nicht. Das ist doch klar.

  18. Adrian

    Den meisten gefällt es nicht. Erträglich ist es erst wieder, seitdem man ein wenig Privateigentum, und damit auch Privatsphäre, haben darf.

  19. Christian S.

    Trotzdem ist das heutige Israel ohne die Kibbuz-Aufbauarbeit undenkbar.

  20. Medea

    Christian und der Kibbuz ;-)

    Bei der Kibbuz-Aufbauarbeit hat man dann allerdings erkannt, dass diese Form von Sozialismus nicht funktioniert und man hat es aufgegeben. Heute arbeiten die Kibbuz anders.

  21. Adrian

    Nein. Das kann man so nicht sagen. Kein Staat ist auf eine sozialistische Siedlungsform angewiesen.

    Die Kibbuzim gab es schon vor dem Staat Israel, weshalb es so scheint, als seien sie grundlegend für den Staatsaufbau gewesen. Das waren sie aber nicht.

  22. Christian S.

    Das ist nicht korrekt. Einwanderer wurden gerade in den Kibbuzim auf das Leben in Israel vorbereitet. Deine Angst vor Sozialismus lässt Dich die Augen vor den historischen Tatsachen verschließen.

  23. Adrian

    Du verwechselst mal wieder Staat und Gesellschaft.

    „Einwanderer wurden gerade in den Kibbuzim auf das Leben in Israel vorbereitet.“

    Dennoch sind die Kibbuzim nicht grundlegend wichtig für den Aufbau des Staates gewesen. Ich würde sogar sagen, as Leben in den Kibbuzim war eine schlechte Vorbereitung, denn die reale Welt in israel funktioniert etwas anders als ein Kibbuzim.

    „Deine Angst vor Sozialismus“

    Nicht „Angst“. Wenn dann „Antipathie“.

  24. Christian S.

    „Du verwechselst mal wieder Staat und Gesellschaft.“

    Ganz und gar nicht. Man kann „Staat“ und „Gesellschaft“ nicht getrennt voneinander behandeln.

  25. Adrian

    Ich habe geschrieben, Du verwechselst beides, nicht man könne beides getrennt voneinander behandeln.

  26. Frederik

    Hallo Benjamin,
    das muss man schon in einem Kontext sehen. Bei der „Militärzensur“ – ein schreckliches Wort – geht es darum, die Veröffentlichung sicherhheitsrelevanter Angaben zu verhindern, deren Veröffentlichung Leib und Leben von Soldaten und Zivilisten gefährden würden. Israel ist in einer anderen Situation als die Bundesrepublik. Aber jede Maßnahme der „Militärzensur“ kann durch ein Gericht überprüft werden und es ist schon so, das die Gerichte auch manche Maßnahmen wieder aufheben. Also – und das ist ein wichtiges Kriterium für einen Rechtsstaat – der Rechtsweg steht jedem offen und er funktioniert. Und das es einen allgemeinen Militärdienst gibt – das ist richtig. In der Situation aber alternativlos. Ich habe ihn auch nicht als Zwang empfunden, sondern als meinen Beitrag zur Verteidigung von Leben und Freiheit.

  27. Benjamin B.

    @ Frederik:

    Die Militärzensur könnte ich ja noch verstehen, aber laut engl. wikipedia werden z.B. auch Spielfilme verboten. Und dies kann kaum mit der schwierigen Sicherheitslage erklärt werden. Oder wie siehst du das?

    Was die Militärpflicht anbelangt: Wieso ohne Alternative? Würde es sonst zu wenige Soldaten geben?

  28. Ben_Akiva

    # Benjamin

    Kannst Du deine Behauptung hinsichtlich eines Verbots von Spielfilmen in Israel konkretisieren?! Die letzte Zensur eines Spielfilms, so meine ich mich zu erinnern, liegt nun schon gute acht Jahre zurück und wurde vom supreme court später aufgehoben.

  29. Benjamin B.

    Das letzte komplette Verbot eines Spielfilms wurde tatsächlich aufgehoben, aber die Filme, die davor verboten wurden, bleiben verboten. Und vollständige Verbote sind nicht die einzige Möglichkeit, die die Zensurbehörden haben. Z.B. werden Fernsehkanälen und Kinos vorgeschrieben, wann sie welche Filme zeigen dürfen.

  30. jo@chim

    Z.B. werden Fernsehkanälen und Kinos vorgeschrieben, wann sie welche Filme zeigen dürfen

    Butter bei die Fische bitte! Von welchen konkreten Vorgängen sprichst Du? Geht das über die Einflussnahme der Politik z.B. auf unseren ÖR in den Rundfunkräten hinaus?

  31. Benjamin B.

    Konkrete Vorgänge? Ich beziehe mich auf Wikipedia. Ich kenne weder die israelischen noch die deutschen Vorschriften bezügl. TV, Radio und Kino, aber ich würde meinen, sie seien in etwa gleich schlimm.

  32. jo@chim

    Zwei Kommentare weiter oben klangst Du noch genauer…

  33. Benjamin B.

    Es geht mir eigentlich um Grundlegendes, nicht um konkrete Einzelfälle.

  34. jo@chim

    Es ist kein sauberer Diskussionsstil, konkrete Behauptungen aufzustellen („Z.B. werden Fernsehkanälen und Kinos vorgeschrieben, wann sie welche Filme zeigen dürfen„) um dann bei Nachfrage zu schwadronieren, es ginge eigentlich nicht um Konkretes. Ja um was denn dann? Um Stimmungsmache ohne Faktenbasis?

  35. Wb

    „Vom Hörensagen“ ist hier das Fachwort, böser Wille muss hier nicht im Spiel sein, über Israel wird halt in den Populärmedien fürchterlich desinformiert.
    Wenn BB fleißig wäre, dann würde der durchaus auch auf schlecht recherchierte und mit falschen Fakten arbeitende Artikel verweisen können; aber fleissig isser ja nicht, höhö.

  36. Benjamin B.

    Wie gesagt, ich beziehe mich auf Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/Censorship_in_Israel) und habe einfach in eigenen Worten wiedergegeben, was dort steht. Und dort steht halt nichts genaueres über die Regulation von TV, Radio und Kino.

    Mir geht es nicht um Stimmungsmache, sondern ich wollte bloss darauf hinweisen, dass auch in Israel Zensur herrscht und die individuellen Freiheitsrechte (teils recht stark) eingeschränkt sind.

  37. jo@chim

    Die Wikipedia ist (gerade wenn es um strittige Themen geht) oft keine wirkliche Referenz. Insbesondere wenn Einschätzungen nicht durch Quellenverweise gestützt werden, ist Vorsicht angebracht. Im gegebenen Fall sehen das die Wiki-Admins ja sogar selbst ein:

    This article needs attention from an expert on the subject.

    Dass in Israel „Zensur herrscht“ würde ich aus diesem Grund auch nicht als „Hinweis“ charakterisieren wollen, sondern als unbelegte Behauptung.

  38. Benjamin B.

    Was würdest du denn als Beleg dafür, dass es in Israel Zensur gibt, akzeptieren?

    (Bei Wikipedia gibt es ja etliche Links zu Zeitungsmeldungen. Sind diese nicht Beleg genug?)

  39. Daniel Fallenstein

    Es gibt eine auf militärische und sicherheitspolitische Fragen bezogene Zensur. Die wird von den Medien als notwendiges Übel akzeptiert. In einem Konflikt, der überwiegend durch Informationsoperationen nach aussen entschieden wird, ist das nur folgerichtig.

  40. Marco

    Selbstverständlich herrscht in Israel Zensur. Daniel hat das dankenswerter Weise ausgeführt. Mit dieser begrenzten Zensur ist die Situation der Journalisten (und Blogger) in Israel selbstverständlich besser als in den umliegenden Staaten, von denen einige Regime das Land ja „ins Meer werfen“ wollen oder so ähnlich. Das ist selbstredend keine Entschuldigung dieser Zensur. Liberale und erst recht Libertäre sollten stets an jeder Zensur Kritik üben, sonst hören sie auf, Liberale und Libertäre zu sein.

    Dass allerdings die Situation in Israel anders – sprich: besser – ist als in den umliegenden Staaten, sollte hierbei aber ebenfalls stets bedacht werden. Das ist einfach ein Gebot der Rationalität, weniger irgend einer „Solidarität“. Denn auch wer als konsequenter Libertärer den Staat per se – also jeden Staat – als Übel erkannt hat und deshalb die Überwindung der Herrschaft der Gewalt zugunsten einer Ordnung der Freiheit anstrebt, sollte es sich nicht so einfach machen, alle Staaten in einen Topf zu werfen, eben „nur“ weil es Staaten sind. Differenzierung ist hier durchaus angebracht, weil die für den konsequenten Libertären _strukturell_ meist eher marginalen Unterschiede zwischen den Staaten in ihrer praktischen Auswirkung meist recht gewichtig sind – nicht nur für Nicht-Libertäre, sondern ja auch für „uns“.

  41. Alrik

    Wenn die Wikipedialiste der Filme repräsentativ ist, dann ist die Israelische Filmzensur vergleichbar mit der Deutschen Medienzensur.

    Auch in der Bundesrepublik wird Medienprodukten eine Altersfreigabe verpasst.
    Um eine gute Altersfreigabe (Ab 16) zu erreichen üben viele Produzenten Selbstzensur.
    Produkte die explizit für ein erwachsenes Publikum gedacht sind und bei dem der Hersteller selber eine AB 18 Einstufung anstrebt sind dagegen immer in Gefahr sind auf dem Index für Jugendgefährdende Medien zu landen.

    Die Bundesprüfstelle für jugendgefährliche Medien die Möglichkeit ein Medium auf diesen Index zu setzen.
    Solche Medien dürfen Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zugänglich gemacht werden.

    Das Bedeutet zum Einen keine Öffentliche Werbung für dieses Medium. Selbst kritische Rezensionen in Fachzeitschriften können – und wurden in der Vergangenheit – von eifrigen Staatsanwälten als Werbung verfolgt werden.
    Viele Fachzeitschriften verzichten deswegen auf Berichte, wenn absehbar ist das ein Medium in absehbarer Zeit auf dem Index landen könnte.

    Zum Anderen darf der Verkauf solcher Medien nur in Räumen erfolgen die von Jugendlichen unter 18 Jahren nicht betreten und eingesehen werden können.
    Es ist z.B. nicht zulässig in einem Kaufhaus eine Ab 18 Abteilung mit indizierten Medien zu eröffnen, die Kinder könnten sich ja einschleichen, über die Regale schauen oder sehen was die Kunden aus dem Ab 18 Bereich mit nach draussen bringen.
    Theoretisch könnten solche Medien eigentlich in Sexshops verkauft werden ( Pornos gelten automatisch als Indiziert ) in der Praxis haben die Hersteller von Filmen, Büchern und Computerspiele kein Interesse ihre Produkte in so einem Umfeld zu verkaufen, womit es als Käufer fast unmöglich wird so ein indiziertes Medum zu erwerben.
    Harte Alkoholika (Schnaps) darf dagegen auch in Räumen verkauft werden die Kindern zugänglich sind, eine Werbung ist ebenfalls erlaubt…

    Für besonders Jugendgefährdende Medien gibt es im Index die Liste B, die von den Gerichten als To Do List verwendet wird .

    Den neben der Bundesprüfstelle gibt es noch das Verbot von Gewaltverherrlichung ( § 133 Strafgesetzbuch), mit dem ebenfalls Medien verboten werden können.
    Das es kaum Ermittlungen und Verbote nach diesem Paragraphen gibt, wird von Zensurbeführwortern als Argument verwendet das dieser Paragraphen zu lasch ist und verschärft werden muß.
    Darauf setzt das von einzelnen Politikern von CDU, CSU und SPD geforderte Verbot von Killerspielen auf.

    Neben den gesetzlichen Grundlagen gibt es auch die Zensurpraxis durch die Behörden, die manchmal den Anschein erweckt das die Gesetze bewusst verdreht werden…

    So ist es in der Bundesrepublik verboten Kennzeichen Verfassungsfeindlicher Organisationen wie z.B. der NSDAP zu verwenden. Sicher gibt es einen guten Grund, Neonazis zu verbieten unter der Hakenkreuzfahne zu marschieren.
    Allerdings wurde auch schon gegen einen Versandhändler ermittelt der T-Shirts und Anstecker mit durchgestrichenen Hakenkreuz und Nazis Raus ! Slogan verkauft hat.
    Die ganze Sache ging vor Gericht und hat diese Firma finanziell stark belastet.
    Suchtip: Nix Gut Records

    1995 wurde ein Versandhändler von Comics auf Beschluß der Staatsanwaltschaft Meiningen durchsucht.
    Beschlagnahmt wurden unter anderem Comics von Ralf König ( Pornographie weil Schwul ! ), ein Comic der sich kritisch mit dem Thema sexueller Misbrauch von Kindern beschäftigt hat ( wenn der Hauptcharakter Alpträume hat in denen er von seinem Vater vergewaltigt wird ist das natürlich Kinderporno… ) und ein Plakat zu Art Spiegelmans Maus.
    In Maus erzählt Art Spiegelman in Form einer Tierfabel wie sein Vater als Jude von den Nazis verfolgt wurde, das Plakat zeigt einen Katzenkopf vor einen Hakenkreuz. Der Vorwurf: Nazipropaganda…
    Suchtip: Packwahn und Alpha Comic Verlag

    In Computerspielen geht die Selbstzensur der Hersteller so weit das alle Hakenkreuze in Spielen die thematisch im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind durch Eiserne Kreuze ersetzt werden.
    Das führt dazu das diese Spiele ein Bild einer Wehrmacht zeigen die nichts, aber auch gar nichts mit den Verbrechen der Nazis zu hatte…
    Die neuen Orden der Bundeswehr orientieren sich in der Formgebung übrigens am Eisernen Kreuz…

    Das uralte Wolfenstein 3D in der man als allierte Agent durch eine SS Festung rennt und Nazis abknallt ( inklusive Obernazi Hitler als Endgegner ) wurde sogar als Nazipropaganda verboten. In der SS Festung hingen nämlich Hakenkreuzfahnen an den Wänden.

    Von Deutschland aus gesehen ist die Israelische Zensur wohl nicht ganz so schlimm wie die Deutsche…

  42. Frederik

    Benjamin, sorry, meine Erfahrung ist eine grundlegend andere. Wenn ich an Filme wie „The Bubber“ denke, die durchaus kritiosch beispielsweise zur Armee sind, die sind nicht nur nicht verboten, sondern auch erfolgreich in Israel. Natürlich gibt es bestimmte Vorschriften, wie in jedem Land, wann welche Art von Filmen gezeigt werden dürfen, das ist ok so denke ich und etwas völlig normales.

  43. jo@chim

    Natürlich gibt es bestimmte Vorschriften, wie in jedem Land, wann welche Art von Filmen gezeigt werden dürfen, das ist ok so denke ich und etwas völlig normales.

    Äh… nein! Vorschriften zu machen, wer wann etwas sagen darf, ist zwar leider oft üblich, aber eben nicht nicht „völlig normal“!

  44. Frederik

    Ja, aber es ging doch nicht darum, wer wann was sagt, sondern wann welche Filme, Bilder, Szenen gezeigt werden dürfen. Also zB. Gewaltszenen. Es ist zwar bei den Islamisten üblich, selbst kleinen Kindern brutale Bilder in die Hand zu drücken und sie zum „demonstrieren“ zu schicken, aber ich finde es schon angemessen, dahingehend zu regulieren, das Kinder nicht mit bestimmten Bildern und Szenen konfrontiert werden.

  45. DDH

    Finde ich da was über die ESC-Schnuckis Boaz Mauda und Harel Skaat? :-)

  46. Die Stimme aus dem Off

    Was bitte bedeutet „ESC“?

  47. jo@chim

    http://tinyurl.com/yelnury

  48. Adrian

    Haha :-), „European Society of Cardiology“. Ja, insbesondere der schöne Herr Skaat geht einem sehr zu Herzen ;-)

  49. DDH

    Ja, das tut er! :-)

    http://www.israelnetz.com/themen/kultur/artikel-kultur/datum/2010/05/27/israelischer-grand-prix-saenger-tritt-im-halbfinale-an/

    Und mit dieser schaurig schönen Schnulze geb ich dem Achim den Rest:

    http://www.youtube.com/watch?v=m_aWnnJvkx8

    ;-D

  50. Adrian

    Man, der ist ja noch attraktiver als auf seinen Fotos :D

  51. Sergej

    In der Tat, Harel Skaat ist total scharf! *sabber*

  52. Frederik

    Über Skaat hier:
    http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=1888
    über Mauda musste suchen, da finde ich grad auf der Startseite nichts. ;-)

  53. Steve

    Die Wikipedia ist (gerade wenn es um strittige Themen geht) oft keine wirkliche Referenz. Insbesondere wenn Einschätzungen nicht durch Quellenverweise gestützt werden, ist Vorsicht angebracht. Im gegebenen Fall sehen das die Wiki-Admins ja sogar selbst ein:

    This article needs attention from an expert on the subject.

    Dass in Israel „Zensur herrscht“ würde ich aus diesem Grund auch nicht als „Hinweis“ charakterisieren wollen, sondern als unbelegte Behauptung.

  54. Hardcorelibertarian

    „It is important to understand the essential relationship between socialism and Israel as it has existed since 1948. Were Israel to adopt free-market capitalism, as some American economists urge, the state’s character would change radically. If all land and industry were privately owned, free trade practiced and the government limited to a neutral referee, the country, by definition, could not discriminate. Equal rights and the rule of law are hallmarks of capitalism. There is no second-class citizenship in the free market. This point is more radical than it may appear at first: Israel’s „fundamental laws“ are incompatible with the distinctive Western political philosophy and tradition known as classical liberalism.“ — Sheldon Richman

    Quelle: http://www.washington-report.org/backissues/0390/9003010.htm

  55. Islamkritik: Rechte Libertäre und „Tichys Einblick“ | nex24.com

    […] sich trotz Übertritt zum Judentum in seinen ideologischen Positionen nur teilweise gewendet hat. HaOlam will „dem eigenständigen, freien Denken den Vorzug geben vor der manipulativen Gehirnwäsche der […]

Einen Kommentar schreiben

Copyright © 2017 by: antibuerokratieteam.net • Template by: BlogPimp • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.