Die Diskussion um das Buch von Herrn Sarrazin, das ich nicht gelesen habe und auch nicht lesen werde, nimmt, von südlich des Rheins betrachtet, irgendwie hysterische Züge an. Ich will da auch nicht Partei ergreifen. Doch er hat, wie polemisch auch immer, eine Diskussion angeschoben, die geführt werden muss.

Herr Sarrazin sagt gemäss WELT:

„Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“ und bringt dies in Zusammenhang mit Zuwanderern „aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika“.

Der Zürcher Tages Anzeiger berichtet diese Woche:

In Zürich gibt es seit kurzem mehr fremdsprachige als Deutsch sprechende Kinder. Deren Schulerfolg ist sehr mässig.

Oft stammen die Migranten aus den benachteiligten Schichten in ihren Herkunftsländern. Weil ihre Eltern kaum Deutsch sprechen, können sie ihren Kindern bei den Aufgaben nicht helfen.

Deren Eltern seien oft mit einer marginalen Schulbildung gross geworden und würden den Wert der Schule unterschätzen.

Man müsse umdenken, denn:

Zürich ist eine Einwanderungsstadt.

Und eben nicht nur für gut ausgebildete und motivierte Deutsche.

Auf die aktive Generation kommt ein massives Problem zu, wenn die überwiegende Mehrheit der heutigen Schulkinder unmotiviert und schlecht ausgebildet ins Wirtschafts-, Kultur- und Politikleben reinwächst.

Es wäre gut, man könnte darüber reden, ohne dass sofort die Rassismuskeule hervorgeholt wird.

Falls es jemanden interessiert, dass man in Israel „das jüdische Gen“ ganz anders beurteilt, kann das hier nachlesen: Herr Sarrazin und das jüdische Gen