Die Sache mit der Schulbildung
M.M., 04.09.2010
Die Diskussion um das Buch von Herrn Sarrazin, das ich nicht gelesen habe und auch nicht lesen werde, nimmt, von südlich des Rheins betrachtet, irgendwie hysterische Züge an. Ich will da auch nicht Partei ergreifen. Doch er hat, wie polemisch auch immer, eine Diskussion angeschoben, die geführt werden muss.
Herr Sarrazin sagt gemäss WELT:
“Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer” und bringt dies in Zusammenhang mit Zuwanderern “aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika”.
Der Zürcher Tages Anzeiger berichtet diese Woche:
In Zürich gibt es seit kurzem mehr fremdsprachige als Deutsch sprechende Kinder. Deren Schulerfolg ist sehr mässig.
Oft stammen die Migranten aus den benachteiligten Schichten in ihren Herkunftsländern. Weil ihre Eltern kaum Deutsch sprechen, können sie ihren Kindern bei den Aufgaben nicht helfen.
Deren Eltern seien oft mit einer marginalen Schulbildung gross geworden und würden den Wert der Schule unterschätzen.
Man müsse umdenken, denn:
Zürich ist eine Einwanderungsstadt.
Und eben nicht nur für gut ausgebildete und motivierte Deutsche.
Auf die aktive Generation kommt ein massives Problem zu, wenn die überwiegende Mehrheit der heutigen Schulkinder unmotiviert und schlecht ausgebildet ins Wirtschafts-, Kultur- und Politikleben reinwächst.
Es wäre gut, man könnte darüber reden, ohne dass sofort die Rassismuskeule hervorgeholt wird.
Falls es jemanden interessiert, dass man in Israel “das jüdische Gen” ganz anders beurteilt, kann das hier nachlesen: Herr Sarrazin und das jüdische Gen
antibuerokratieteam.net





Die “andere” Beurteilung des “jüdischen Gens” war laut Sarrazins Aussage übrigens sogar der Ursprung für diese seiner Thesen – er hatte das beispiel aus der aktuellen, israelischen Diskussion, wo dahinter mitnichten Rassismus steckt …
Mit Genen im Spiel wird die Sache schnell unappetitlich, egal ob es von orthodoxen Juden oder Hitleristen ausgeht. Rechtlich kann man das nicht verwenden, weil es immer irgendwie an “Jud Süß” erinnert. Untermenschen und so.
Man führe eine leistungsorientierte Zuwanderungspolitik ein, dann klärt sich das auch mit dem Realitätscheck. Wer bestehen kann, besteht. Wer nicht, eben nicht. Egal ob mit vorteilhaften oder unvorteilhaften Genen. Dass die Türken es mehrheitlich nicht geschafft haben, liegt m. E. wohl weniger an ihren Genen, als vielmehr an der Tatsache, dass wir ihnen das Leben in der sozialhilfefinanzierten Forderungsgegengesellschaft so leicht gemacht haben. Gewährt Ausländern keine Sozialleistungen mehr und wir werden sehen, was sie drauf haben und was nicht. Ich habe das Buch von Sarrazin zwar auch noch nicht gelesen, glaube davon abgesehen aber auch nicht an eine genetische Benachteiligung. Die ist bei unserer Politkaste wohl eher gegeben, wie man bei Wulff, Ferkel, Künast & Co. Mitansehen musste.
@Off-Stimme
Man muss die Debatte um das Shlomo Sand-Buch, dass den Juden die völkische Identität abspricht und in der Folge auch zu stark genetischer Argumentation geführt (Studien, Beweisführungen, die Hakennase, alles war dabei – und das ist auch gut so), hier hintrgründlich anführen.
Natürlich gibt es “das Judengen” (d.h. es sind bestimmte Muster in den Genen nachweisbar).
Die o.g. Debatte kennen gerade auch Kräfte wie Kramer und Friedman, die sich hier in höchstem Maße janusköpfig zeigten. (Unbedingt mal auf die Friedmanschen Gesichtsmassagen bei der Buchvorstellung/Pressekonferenz des Sarrazin-Buches achten.)
Ansonsten: Man kommt idT ganz ohne Genetik aus, wenn man die Einwanderung von Menschen, die diametral den Werten der Europ. Aufklärung entgegengesetzte Werte mitbringen, kritisch bis prohibitiv bearbeiten will.
Die zweite Sarrazinsche These, also das Aufblähen der Unterschicht, kommt aber nicht ohne “Heinsohn” aus.
HTH
Wb
Testing, wird zensiert, testing…
Naja, kommt vllt noch, war an Off-Stimme gerichtet, in letzter Zeit dringt nicht mehr alles durch, höhö, …
Wäre es für klassische Liberale nicht ideell gewinnbringender, wenn sie Roland Baaders Neuerscheinung “Geldsozialismus” in die Bestsellerlisten katapultierten, anstatt sich über den Sarazenen die Köpfe heißzureden? Nur mal so im Vorübergehen^^
Das Problem an den “klasischen” Liberalen und auch den Libertären ist, dass sie so wenig von Realpolitik verstehen. Wir könnten auch im Sinne der Libertären schon sehr viel weiter sein, wenn aus diesen Reihen erreichbare Ziele angestrebt und nicht immer als inkonsequent oder kollektivistisch verdammt werden würden. Auch als Libertärer lebt es sich mit niedrigeren Steuern besser als mit höheren.
Sarazzin hat keine Diskussion angestoßen, die geführt werden müsste. Es ist eine Diskussion, die schon längst geführt wurde und immer wieder debattiert wird. Was Sarazzin gemacht hat, ist, dass er Öl ins Feuer geworfen hat, dass er versucht hat, mit einer abstrusen Argumentationskette die Kultur und die Religion für die Misere eines Bruchteils der türkischen Einwanderer verantwortlich zu machen, die da wären: schlechte Deutschkenntnisse wegen Ghettobildung und daher fehlende Möglichkeiten, beruflich voranzukommen. Natürlich ist das Verhalten vieler Türken schlecht, wenn sie dorthin ziehen, wo schon viele andere Türken leben. Das hat aber nichts mit Islam und Kultur zu tun, sondern mit Bequemlichkeit und das kennt man auch von deutschen Touristen auf Mallorca.
Ich halte von seinen Thesen nicht viel. Schon die Äußerung mit den Obstverkäufern war äußerst verletzend und man erreicht doch nichts, wenn man die Leute verletzt, denen man helfen möchte. Und dann traf es auch noch jene, die wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen, etwas vorzuzeigen haben und Vorbilder sind.
Und man stelle sich vor, ein Moslem würde sagen, dass die deutschen Christen so fettleibig sind, länge an ihrem sündigen Lebensstil mit Schweinefleisch und Alkohol. Was ginge für ein Aufschrei durchs Land. Dabei stünde diese Argumentationskette auf solideren Füßen als die Sarrazinsche.
Ich werfe ihm nicht(!) vor, wenn er überspitzt sagt, die Juden hätten ein gemeinsames Gen. Die Reaktionen darauf finde ich unverständlich, da es ja ein Faktum ist, dass man solche Sachen erkennen kann, schließlich haben sich die Juden fünf Jahrtausende vorwiegend untereinander vermehrt. Da ist er ein Opfer unserer Medien, in die gerne “Juden-Mikado” spielen: Wer zuerst Jude sagt, hat verloren.
Die SPD hat ihren Quartalsirren. Wo ist Frau Hamm-Brücher, die wegen Sarazzin nicht in die SPD eintritt?
Turing, ich mag es nicht, wenn mich jemand zwingen will, irgendeiner kollektiven Gruppe helfen zu müssen, und dann ausgerechnet einer Gruppe, der nicht zu helfen ist. Was mich aber noch mehr stört, das ist der Kampf gegen die Meinungsfreiheit, der seitens des linksgrünen Komplexes stattfindet.
Für einen Libertären gibt es keinen Standpunkt pro oder contra Sarrazin. Sondern, es gibt nur einen Standpunkt pro oder contra Meinungsfreiheit. Pro oder contra Schauprozess. Pro oder contra Berufsverbot. Pro oder contra Denkverbot. 90 Prozent aller Deutschen stimmen Sarrazins Thesen zu. Aber diese Thesen dürfen nicht ausgesprochen werden! Als Libertärer ist es für mich nicht gleichgültig, dass wir uns auf den Marsch in eine zweite DDR befinden. Im Übrigen, Frau Hammbrücher kann mir gerne gestohlen bleiben. Sie ist ja schon längst Sozialdemokratin.
“Und man stelle sich vor, ein Moslem würde sagen, dass die deutschen Christen so fettleibig sind, länge an ihrem sündigen Lebensstil mit Schweinefleisch und Alkohol. Was ginge für ein Aufschrei durchs Land.”
Ich glaube kaum, dass dann alle Deutschen beleidigt und verletzt wären. Und ein Aufschrei ginge deswegen auch nicht durch das Land, weil irgendwer irgendwas in der Art gesagt hätte. Wen interessiert so eine Aussage?! Und wenn es das noch als Karikatur gäbe, würden hier sicher keine tagelangen Demos stattfinden, Moscheen verwüstet, Moslems verfolgt etc.
“Es ist eine Diskussion, die schon längst geführt wurde und immer wieder debattiert wird.”
Wenn dem so wäre, gäbe es jetzt nicht eine derartige Aufregung und Abwehr in der politischen Klasse gegen Sarrazins Aussagen.
WB, manches dauert nur etwas länger. Das war auch schon bei meinen Beiträgen so, oftmals geht es schnell, aber manchmal halt nicht. Warum sollte man dich auch zensieren? Ich sehe da keinen Grund.
Ich denke, es ist jetzt wie in der Schweiz: es ist ein grosses Unbehagen da, das von den Parteien nicht thematisiert wurde. Das Ventil in Deutschland ist Sarrazin und in der Schweiz war es die sogenannte Minarett-Initiative, die zur Überraschung aller Parteien (auch der Initianten) mit 57 Prozent bei einer hohen Abstimmungsbeteiligung von 53 % (sonst stimmen so zwischen 25 und 40 Prozent) angenommen worden war.
Was zu erwarten wäre: Eine aktive Beteiligung derjenigen, über die jetzt diskutiert wird. Warum melden sich deren Verbände und Vertreter nicht zu Wort? Was heisst erwarten: Man kann verlangen, dass sie sich äussern und sich an der Diskussion beteiligen.
In der Schweiz ist die weitere Entwicklung die, dass nun radikale Konvertiten, deren Vorbild der konservativ-dogmatische saudiarabische Wahabismus ist, das grosse Wort führen und für das Kopftuch in der Schule und die Vollverschleierung der Frau kämpfen.
Das läuft in Deutschland auch seit ca. 2 Jahren. Pierre Vogel ist nur ein Beispiel von vielen.
Allerdings werden auch diese Leute feststellen, dass sie zwar zum Islam konvertieren, aber nie Araber oder Türken werden können. Die Akzeptanz dieser Leute durch die vermeintlichen Gläubigen ist nur Mittel zum Zweck. Wenn sie nicht mehr benötigt werden, werden sie in die dritte Reihe abgeschoben.
Der Islam ist eine Religion, die von nomadischen Hirten gegründet und gelebt wird. Damit ist es auch gleichzeitig immer eine Familienangelegenheit. Die Schia kompensiert diese Familienstrukturen durch eiin theokratisches Gebilde. Sunnitische Moslems brauchen das nicht, weil sie in Stämmen organisiert sind. Die Imame haben dort – im arabischen Raum – immer auch eine Stammesposition inne.
Diese Stammesposition kann ein Konvertit nie ausfüllen. Egal ob mit Heirat oder nicht. Nach einer gewissen Erfahrungsspanne von 5 – 10 Jahren dürften daher viele Konvertiten merken, dass ihre Karriere als Hodscha oder Imam nicht die erhoffte Anerkennung findet und sich resigniert aus der Szene lösen.
Es ist eine Modeerscheinung, sonst nichts.
@Thomas Edmund von Haller
“90 Prozent aller Deutschen stimmen Sarrazins Thesen zu.”
Wo habe sie die Zahlen her, aus der Umfragestatistik der Bild Zeitung?
Die Frage die sie sich stellen müssen ist die folgende: Ab wann hört Meinungsfreiheit auf?
Zählen Lügen und Beleidigungen auch dazu? Zählt die Meinungfreiheit auch, wenn gegen bestimmte Gruppen in der Gesellschaft gezielt gehetzt wird? Als Liberaler hätte man diese Probleme nicht, da alle Menschen gleich wären und ebenso zu behandeln sind. Das funktioniert nur in der Realität nicht. Wenn nun ein Herr Sarrazin kommt und sich mit fragwürdigen Thesen profilieren will ist das seine Sache. Wenn er ein öffentliches Amt bekleidet, dann muss man sich fragen, ob er dort als Repräsentant gut augehoben ist. Besäße er dieses Amt nicht, dann hätte niemand von seinem Buch kenntnis genommen. Er nutzt seine Position aus. Denn durch Qualität seiner Aussagen, welche im Übrigen sehr alt sind, hätte er niemals diese Form der Bekanntheit bekommen. Aus diesem Grund soll er das Amt niederlegen und einen erneuten Versuch starten.
@Turing
“Und man stelle sich vor, ein Moslem würde sagen, dass die deutschen Christen so fettleibig sind, länge an ihrem sündigen Lebensstil mit Schweinefleisch und Alkohol. Was ginge für ein Aufschrei durchs Land. Dabei stünde diese Argumentationskette auf solideren Füßen als die Sarrazinsche.”
Der Unterschied zu Sarrazins These ist aber, dass sich die Menschen ändern können. Für Sarrazin sind die Moslems zu dumm, weil die Genetik es fordert. Das heißt ihr Genpool macht die “Deutschen” (was soll das sein?) schwach. Solche Thesen kennt man aus dem dritten Reich und sie wird immer noch von der NPD vertreten. Auch ein Grund wieso die NPD Herrn Sarrazin eine Mitgliedschaft angeboten hat und mit seinen Thesen wirbt.
http://www.google.de/search?q=npd+Mitgliedschaft+sarrazin&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&client=firefox-a&rlz=1R1GGGL_de#q=npd+Mitgliedschaft+sarrazin&hl=de&client=firefox-a&hs=8fZ&rlz=1R1GGGL_de&ei=IPmFTOuwMsHvOerE1YUO&start=0&sa=N&fp=968a9a705c4ed1a9
@Thomas Edmund von Haller
Das ist für mich das nervigste an der jetzigen Diskussion. Dass Sarazin angeblich etwas sagt, was man nicht sagen dürfe. Das was er sagt und schrieb wurde unkritisch(!) in Spiegel und Bild vorabgedruckt, er durfte es in Talkshows mit großer Reichweite rumposaunen. Wo bitte fehlt da die Meinungsfreiheit??? Weil sofort andere Politiker dagegenredeten und ihn teilweise auch beschimpften? Letzteres war nicht schön, aber da muss sich Sarazin nicht wundern, da er sich selber oft im Ton vergriffen hat. Aber dass andere gegensätzliche Meinungen haben und diese artikulieren, das hat nichts mit Einschränkung der Meinungsfreiheit sondern mit politischer Diskussion zu tun.
Die mögliche Entlassung Sarazins ist dagegen ne andere Nummer. Da könnte man mit Meinungseinschränkung anfangen. Aber man sollte beachten, wie chriwi schon schrieb, dass Sarazin als Bundesbankvorstand ein Beamter ist. Und Beamte müssen nunmal gewisse Pflichten erfüllen, wozu beispielsweise Mäßigung und Zurückhaltung gehört (§33 II BeamtStG):
http://www.gesetze-im-internet.de/beamtstg/__33.html
Und egal wie man zu Sarazin steht, Mäßigung und Zurückhaltung war noch nie seine Stärke!
Bundesbankvorstände sind keine Beamten, sondern sie stehen in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis, § 7 Abs. 4 BBankG.
Was hat er denn schon getan? Er hat ein paar politisch inkorrekte Thesen geäußert.
Intelligenz sei weitgehend vererblich. Inkorrekt, trifft aber zu. Der Genpool von Türken ist durch jahrhundertelange Inzuchtpraktiken etwas angeschlagen. Inkorrekt, trifft aber zu. Weltweit stellen die Moslems die Integrationsverweigerer unter den Einwanderern. Inkorrekt, trifft aber zu. Juden sind durch besondere genetische Beziehungen untereinander verbunden, sie sind ein Volk und als Volk mindestens 15 Prozent klüger als Türken oder Araber. Inkorrekt, trifft aber zu. Ein dummer Türkenjunge wird durch mehr Bildungsausgaben nicht viel schlauer. Unkorrekt, trifft aber zu.
Man hätte problemlos viel weiter gehen können als Sarrazin. Warum soll der Staat die Weiterbildung von über 15-Jährigen finanzieren, wenn diese schlicht dumm sind und eine IQ unter 90 haben? Es bringt dann doch sowieso nichts. Sarrazin war noch völlig harmlos. Trotzdem erlebt er gerade seine öffentliche Hinrichtung. Dabei kann alles, was er gesagt hat, belegt werden!
@lukas
Das ist, soweit ich weiß, eine Umschreibung für ein Beamtenverhältnis. Vgl. dazu BeamtStG § 3 I:
Beamtinnen und Beamte stehen zu ihrem Dienstherrn in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis (Beamtenverhältnis).
Nein, ist es nicht.
Der Beamte ist weisungsgebunden. Das sollen die Vorstände der Bundesbank gerade nicht sein!
@Hias, nein, ein öffentlich-rechtliches Amtsverhältnis ist etwas anderes als ein öffentlich-rechtliches Dienst- und Treueverhältnis (Beamtenverhältnis). In einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehen z.B. auch Bundeskanzler, Ministerpräsidenten, Bundes- und Landesminister, parlamentarische Staatssekretäre, Parlamentspräsidenten und Notare.
Da die Bundesbank unabhängig sein soll, ist es sinnvoll, dass ihre Vorstände, anders als Beamten, nicht an Weisungen der Regierung gebunden sind.
@chriwi
Gerade das hat er doch nicht gesagt. Mit seinem Ausflug in den Genetik wollte er betonen, dass die unterschiedlichen Gesamtsituationen der einzelnen Emigrantengruppen gerade nicht genetischer Natur seien. Das ist richtig. Er schlussfolgert daraus, dass die Kultur/Religion verantwortlich ist. Und das halte ich für dermaßen falsch.
@DSadO
Stimmt, ganz so einfach wie ich es geschrieben habe ist es nicht. Allerdings sagt die Weisungsgebundenheit nichts über das arbeitsrechtliche Verhältnis aus. Als Beispiel seien nur die Richter am Bundesverfassungsgericht genannt, die ja auch unabhängig sind, aber trotzdem Beamte.
In der Bundesbesoldungsordnung stehen auf alle Fälle (immer noch) Bundesbankdirektoren drin.
Die Unabhängigkeit wird wie beim Bundesverfassungsgericht durch ne Gesetzesnorm und durch die besondere Form der Bestellung gesichert.
Hias, sorry, Richter sind auch keine Beamten.
@lukas
Mit anderen Worten, Bundesbankvorstände sind politische Beamte?
Richter sind keine Beamte?? Was sind Sie dann?
Richter.
Nein, sie sind Bundesbankvorstände.
Ist doch egal. Es sind alles Staatsangestellte und im Zweifelsfall abhängig vom Segen der Regierung. Hat man ja bei der Bundesbank gerade gesehen.
@Hias
Absolut richtig. Wer kritisiert wird, schimpft sofort auf die “PC”. Erst wird über die Medien etwas verbreitet, um den Medien hinterher vorzuwerfen, es gebe Zensur. Das Thema hatten wir schon bei Eva Hermann. Das war wenigstens noch amüsant.
Und Sarazzin geriert sich so, als ob er eine neue Debatte angestoßen hätte und seine Anhänger stimmen zu. Bitte? Haben die in den letzten zehn Jahren geschlafen? Die CDU hat längst akzeptiert, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Frau von der Leyen setzt sich für frühkindliche Bildung ein und es wird immer wieder betont, wie wichtig es für Migrantenkinder sei, Deutsch bereits im Kindergarten zu lernen. Sogar Roland Koch will Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen in den Kindergarten zwingen.
Das bleibt abzuwarten. Bei der Legal Tribune Online ist man entschieden anderer Auffassung. Mit guten Gründen, die ich teile.
Trotzdem wird man das wohl durchziehen. Aus Gründen der “Staatsräson”. Die Machthaber finden immer einen Weg ihrem geknechteten Volk ihren Willen aufzuzwingen. Selbst in den USA ist der 1. Verfassungszusatz nicht mehr heilig, siehe “Koranverbrennung” und “Brandschutzbestimmungen”.
Das kommt davon, wenn man sie einmal gewähren lässt. Gewöhnt man die Machthaber daran wie im Beispiel der EU selbst das Recht zu setzen, dann weitet sich ihr Verlangen nach immer mehr Macht und immer mehr Grundrechtseinschränkungen aus.
Siehe hier zu Entlassung von Bundesbankvorständen.
Siehe hier zur Koranverbrennung.
Die Politiker sind sich merkwürdigerweise immer schnell einig. Kritisiert jemand den Islam und macht von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung oder der Kunstfreiheit Gebrauch, dann wird er schnell zur “Schande für den Staat” oder zur “Schande für die Nation” oder er gefährdet die “Interessen des Staates”.
Und ich dachte immer die Grundrechtsausübung wäre das größtmögliche Interesse des Staates, die Grundrechte wären eine “objektive Werteordnung”.
Das gilt offensichtlich nicht in Bezug auf den Islam. Mal sehen, in Bezug auf welche Frage es als nächstes nicht mehr gilt. Klimaschutz? Steuerfragen? Fragen des Sozialstaates? Nur nicht durch Grundrechtsausübung provozieren.
Zustände wie in einer Diktatur. Mitten in Deutschland, in Europa und neuerdings auch den USA. Dem Islam sei es gedankt.
Und immer daran denken: Wir brauchen Einwanderung. Auch von diesem Gesockse. Die Selbstverwirklichungswünsche unserer Machthaber zur sogenannten “Integration” nicht integrierbarer Menschen sollten uns unsere Grundrechte schon wert sein.
Allah U akhbar!
Dürfte jedenfalls witzig werden, wenn in den Staaten, in denen bekanntlich das Verbrennen der amerikanischen Flagge als freie Meinungsäusserung höchstrichterlich anerkannt ist, andere vergleichbare Verbrennmöglichkeiten untersagt werden. Denn dann hieße es auf einmal: “Hört, hört, die anderen Verbrennmöglichkeiten stehen vom Schutz her über unserer amerikanischen Flagge!”
“Karzai warnt vor Wut über öffentliche Bekenntnisse zur Homosexualität”