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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

EU (Deutschland) rettet Schweizer Pensionskassengelder

M.M., 02.12.2010

Wir Schweizer (und die Deutschen, die hier leben) können uns freuen: Die Verzinsung unseres privaten Penisonskassen-Kapitals (2. Säule) mit einem staatlich festgelegten Zinssatz von 2% ist auf die nächsten Jahre hinaus gesichert. Dank der EU. Dank den Deutschen Steuerzahlern.

Und das geht so: Für Staatsanleihen in Euroland, zum Beispiel für Anleihen Griechenlands, Italiens, Portugals, Irlands und so weiter und so fort, werden derzeit 4% und noch viel mehr Zinsen bezahlt (Gr: 13%, Ir. 8.7%, Portugal 6,9% etc.; nur Finnland rentiert mit 1,8% überhaupt nicht).

Das Schöne an diesen Traumrenditen wie zu Zeiten der Börsenblase: Das ist alles absolut ohne Risiko. Denn das trägt vor allem der deutsche Steuerzahler.

Die NZZ schreibt heute im Wirtschaftsteil zur Neuordnung der Schuldenmacherei Euro-Europa:

Jetzt soll es ab 2013 einen permanenten Beistandspakt geben, bei dem viele Akteure mitentscheiden; die Käufer von Staatsanleihen dürften in der Praxis kaum je herangezogen werden. Langsam dämmert es in Deutschland, dass man sich unweigerlich auf eine Transferunion zubewegt – auch wenn die Regierung das abstreitet.

Hurra, unsere Pensionskassengelder sind gerettet. Der Traum von der sicheren Traumrendite ohne Risiko bewahrheitet sich in EURO-Land.

Gut, die Sache hat einen Haken – das funktioniert nur, wenn sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken nicht noch mehr abwertet. Der ist von einem Höchststand von 1.68 CHF für 1 EUR (2007) auf aktuell 1.31 zerbröselt.



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