Zur Bigotterie des links”liberalen” Mainstream
jo@chim, 11.01.2011
“It will be important to avoid drawing prejudicial conclusions from the fact that Major Hasan is an American Muslim whose parents came from the Middle East.”
NY Times Editorial zum Foot Hood Massaker, Nov. 2009
“It is legitimate to hold Republicans and particularly their most virulent supporters in the media responsible for the gale of anger.”
NY Times Editorial zum Tucson Massaker, Jan. 2011
Tucson, Arizona: Massenmord und linke Moral – Ein aufschlussreicher Blogbeitrag von Joachim Steinhöfel zur Instrumentalisierung der Tat des “Average White Trash Lunatic” Jared Lee Loughner gegen den politischen Gegner* durch die links”liberale” Mainstream-Presse (nicht nur) in den USA.
(*Btw: dass sich das Tatmotiv keineswegs so klar darstellt, wie von interessierter Seite auch hierzulande gerne kolportiert wird, zeigt sich alleine schon daran, dass die verletzte Senatorin Gabrielle Giffords überzeugte Anhängerin einer Freigabe von Schusswaffen ist – und einer der Toten, John McCarthy Roll, republikanischer Bundesrichter…)
antibuerokratieteam.net






“Senatorin Gabrielle Giffords überzeugte Anhängerin einer Freigabe von Schusswaffen ist”
und für das Gesundheitsgesetz Obamas stimmte
und
“John McCarthy Roll, republikanischer Bundesrichter”
Das stimmt zwar, aber er war relativ liberal bezüglich der Einwanderungspolitik und stand unter wegen Morddrohungen aus dem rechten Lager unter Polizeischutz.
Dies können durchaus Motive des Mörders gewesen sein.
Die Motive des Täters in den Kontext der Politischen Strömungen in Amerika (und Arizona wo man kurz davor ist Judensterne an Immigranten zuverteilen) zu betrachten ist notwendig, weil es sich um beim Ziel um eine liberale Reformorientierte Politikerin handelte. Man kan die Tatsache nicht einfach ausblenden, nur weil man der Tea Party bewegung nicht auf die Füße treten will.
Das ist in entwa so als Würde man bei einem Nazi der Gysi erschießt seinen (nicht vorhandenen )Haarschintt bei der Motivsuche ignorieren. Ich will nicht ausschließen das der Zäzer nicht geistig beinander war, aber auszuschließen das es ein politisches Motiv hinter dem Mord steck weil einem die Implikationen nicht gefallen ist sicher der falsche Weg.
und wenn der fiktive Mörder Gysis regelmäßig Webseiten wie die Arbeiterfotografie besucht, linke Verschwörungsmucke von der Bandbreite auf der Festplatte hat, ein strammer Antiimperialist ist der schon mal vor eine Synagoge gegen den Völkermord an den Palästinänsern protestiert hat und beim Anschlag sich mit einem Palituch verhüllt hat…
Dann würden die Medien natürlich auch schon kurz nach der Tat sagen:
“Natürlich ist es zu früh zu Spekulieren was den Täter bewegt hat, aber eins ist sicher: Schuld ist die Hetze der Rechten gegen Gysi…”
Schade, dass ich es noch nicht hinbekommen habe, einen “Gefällt Mir” Button für Kommentare zu implementieren, Alrik ;-)
“aufschlussreicher Blogbeitrag von Joachim Steinhöfel”
haha.
Wenn denn die Rhetorik der “Tea Party” ausreichen soll, um Menschen zu Attentätern zu machen, was sagt uns das dann eigentlich über muslimische Terroristen und den Koran?
Es ist jedenfalls schwer, im ersteren Fall einen entscheidenden Einfluss zu sehen und ihn im anderen dann zu leugnen.
Mal abgesehen davon, dass hasserfüllte Rhetorik kein wirklich glaubwürdiges Gegenmittel gegen hasserfüllte Rhetorik ist…
@Alrik+jo@chim
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Alrik, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Auch ist was hier noch als konservativ gilt schon links in dne Staaten, das dort viele Demokraten mit der Waffenlobby ins Bett steigen ist nun wirklich kein Indikator ob dieser Politiker links oder rechts ist (eher welche Wählerschaft er beeindrucken möchte).
Guter Punkt, er lässt sich auch andersherum anweden. Wenn man im Fall von Nahost Terror den Koran (bzw. die die ihn radikal auslegen) für die Anschläge mitverantwortlich machen, muss dieselbe Argumentation auch für die Tea Party (einer Gruppe die imho aus je 1/3 Libertären, ein drittel Rassisten und ein drittel radikale Christen besteht) gelten.
Ich habe, bevor ich den Satz schrieb, selbst überlegt, ob das zutrifft, und bin zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht so sehr auf der Hand liegt wie auf den ersten Blick vielleicht anzunehmen. Es gibt doch einige Unterschiede:
Der Attentäter von Arizona war offensichtlich geistig verwirrt. Ob er die kritisierten Äußerungen überhaupt zur Kenntnis genommen hat, ist unbekannt. Die entsprechenden Passagen des Koran sind so viel unmissverständlicher formuliert, dass sie ohne Mühe als Handlungsanweisung begriffen werden können. Und last but not least berufen sich die islamistischen Terroristen auch explizit darauf.
Also müsste jeder, der die radikale Rhetorik der Tea Party als Ursache ausmacht und dementsprechend darauf dringt, dass sie eingestellt wird, noch viel eher entsprechende Schlussfolgerungen für den Koran ziehen. Umgekehrt funktioniert das dann nicht.
Wenn man die Zuschreibungen für das Attentat auf die Abgeordnete mit etwas gleichsetzen wollte, wäre das wohl eher der nicht minder diskutierte Einfluss oder Nichteinfluss von Videospielen.
USA Still “a Light to the Rest of the World”?…
Sarah Palin responds with an 8-minute video statement to the criticism that has been leveled at her after the Arizona shooting. She claims: Our exceptional nation, so vibrant with ideas and the passionate exchange and debate of ideas, is a light to t…
Ok, ich kann dein Argument nachvollziehen, stimme dem allerdings nicht 100% zu. Eine Sache stört mich nämlich.
Das ist ein Gummi-Formulierung, die ich so nicht gelten lasse. Geistig verwirrt sind auch Leute die Selbstmordattentate durchführen oder Frau und Kind erschlagen. Jedenfalls neigt man mit dieser Fromulierung Attentäter in poltische/religiöse motivierte und “geistig verwirrte einzuteilen, je nach dem ob das implizierte motiv/motivation einem in das politische Weltbild passt. Denkt man die art der einteilung zu ende sind wir wieder bei dissidenten im irrenhaus.
Dann lass es mich anders formulieren: Der Attentäter von Arizona leidet offensichtlich unter einer medizinisch anerkannten Geisteskrankheit.