Stephan Pfaffenzeller, 27.02.2011
Die Diskussion um Frauenquoten wird seit kurzem in sehr ähnlicher Weise in Deutschland und England geführt. Letztes Jahr gab es zu diesem Thema ein Signal aus Brüssel, das dem gleichen Muster folgte wie die aktuelle Diskussion auf nationalen Ebenen: entweder setzen private Unternehmen die Quote de facto um, oder der Gesetzgeber wird sie ihnen aufzwingen. Eigentlich merkwürdig, das das gleiche Thema auf so vielen Ebenen so ähnlich diskutiert wird. Ob das Zufall ist?
In England erhielt der Gleichstellungseinwurf wenigstens gleich etwas Gegenwind. So schrieb Christina Odone im Telegraph: der Quotenvorschlag sei
„… schlecht fürs Geschäft und schlimm für Frauen … wenn sie wegen ihres Geschlechts statt ihrer Leistung befördert würden, werden sie über ihre eigene berufliche Eignung verunsichert sein. Wie kann man auf seine Errungenschaften stolz sein, wenn man sich nicht sicher sein kann, das die Beförderung auf erbrachten Leistungen basiert?
Vorstandssitzungen, die eine Gelegenheit für kreativen Austausch und produktive Diskussionen bieten sollten, werden an gegenseitigem Argwohn, Spott und Verachtung scheitern. Frauen werden den größten Teil ihrer Zeit damit verbringen, die Missgunst ihrer Kollegen abzuwehren, oder sie würden sich dadurch geknebelt fühlen. Schlimmer noch, sie werden den Eindruck haben, das die Feindseligkeit der Männer, die ihre Position durch harte Arbeit und kluges taktieren erreicht haben, gerechtfertigt ist. Die Männer werden das genauso sehen.“
Man könnte hinzufügen, das kritische Positionen zum feministischen Glaubenskanon in Großbritannien noch eine stärkere Präsenz haben als in Deutschland. Jenseits der aktuellen Diskussion, veröffentlichte das institute of economic affairs schon vor einiger Zeit eine sehr detaillierte Studie zu Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern (wer gerne Englisch liest kann sie sich hier kostenlos als PDF Datei herunterladen). In dieser Studie zeigt Prof. Shackleton, das sich ein Großteil der bestehenden Gehaltsunterschiede auch ohne Diskriminierung erklären lässt.
Team Blog Kategorie: Ranting Kraut - Tags: Eurokratie, Feminismus
• 1 Kommentar »
… würde was uns groß und wichtig erscheint… Dafür muss der libysche Machthaber bestraft werden. …plötzlich nichtig und klein Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddaf treibt die Emanzipation voran
weiterlesen »
Daniel Fallenstein, 27.02.2011 - Team-Blog Kategorie: cogito cogito, ergo cogito sum
• 4 Kommentare »
Karl Theodor zu Guttenberg ist die Nemesis der labernden Klassen. Im gestriegelten Verteidigungsminister erkennt die promovierte Elite der Bundesrepublik die Reflektion ihres hässlichen Standes. Von Beginn war klar, dass zu Guttenberg mit seiner Arbeit den Codex der Academia verletzt hatte. Deshalb ist dies keine Verteidigung des Wunderministers, sondern eine Charakterisierung des ekligen Milieus, dass ihn und [...]
weiterlesen »
Daniel Fallenstein, 25.02.2011 - Team-Blog Kategorie: cogito cogito, ergo cogito sum
• 22 Kommentare »
Die Vereinten Nationen sind ein sehr glaubwürdiger Kämpfer für die Menschenrechte. Und schnell sind sie dazu. Das bestätigen zwei Meldungen von heute (Quelle: Spiegel Online), zu denen mir fast nichts mehr einfällt: Die UN-Mitglieder wollen über eine Aussetzung der Mitgliedschaft Libyens im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beraten. Eine weitere Teilnahme Libyens im höchsten UN-Gremium zum [...]
weiterlesen »
Sascha Tamm, 24.02.2011 - Team-Blog Kategorie: Tamm's Comments
• 9 Kommentare »
Mäuschen Muammar ist von jugendlich-zionistischen Kräften eingeschlossen und du Norman Paech, werter aussenpolitischer Sprecher der SED Partei “die Linke”, lässt ihn allein im Regen stehen!? Was’n los? Auf nach Libyen, Hilfskonvoi organisieren! Am Besten du nimmst deine Kollegen Höger und Groth gleich mit. Jetzt aber dawai Towrischtsch, bevor’s zu spät ist… Quelle: Lizas Welt (wir [...]
weiterlesen »
jo@chim, 23.02.2011 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
• 1 Kommentar »
“Der Spruch, dass Lügen kurze Beine haben, hat sich bestätigt” verspottete Karl-Theodor zu Guttenberg einst als CSU-Generalsekretär die wortbrüchige Kollegin Ypsilanti. Nun hat einer aus Ypsilantis sozialdemokratisch-kommunistischem Einheitsfront-Institut “Solidarische Moderne” bittere Revanche geübt. Gotcha Guttenberg. Die geneigte Journaille erledigt gerade den Rest. Es sind aber nicht ein paar vergessene Fussnoten, die den Minister jetzt zu [...]
weiterlesen »
jo@chim, 22.02.2011 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
• 10 Kommentare »
Akademikerkollegen werden hier nicht zustimmen. Fussnoten, sauberes wissenschaftliches Arbeiten, Belegen von allen Zitaten, Gedankensplittern, Sätzen ist Passion in den Geisteswissenschaften. Und wissenschaftlich gesehen zu Recht. Die Dissertation ist eine eigenständige, wissenschaftliche Arbeit. Der Kandidat zeigt damit, dass er ein komplexes Thema, über mehrere Jahre hinweg, eigenständig bearbeiten kann, den Stand der Forschung kennt und seiner Disziplin einen [...]
weiterlesen »
dagny t., 21.02.2011 - Team-Blog Kategorie: dagny's tags
• 10 Kommentare »
Ich fürchte, dass der Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen sein wird. Als libertärer Gedankenspieler kenne ich ohnehin keine Rechtfertigung für diesen Krieg. Letzteres bereitet mir aber ziemliche Kopfschmerzen, weil es letzten Endes bedeutet, unterdrückte Menschen im Stich zu lassen. Ich glaube, dass die Mehrheit der Soldaten, die im Krieg in Afghanistan dienen, dies genauso [...]
weiterlesen »
Daniel Drungels, 18.02.2011 - Team-Blog Kategorie: Audiovideo Money and Fame
• 30 Kommentare »
oder bin ich der Einzige, der gerade das Gefühl hat, dass Europa ohne großes Aufsehen auf dem Weg zu einer europäischen Zentralregierung geht und dass eine Weltwirtschaftsregierung näherrückt? Und dass viele das sogar gut finden? Und dass erstaunlich wenig darüber und vor allem dagegen geredet wird, gerade unter Liberalen? Alle reden über Guttenberg und die [...]
weiterlesen »
Sascha Tamm, 18.02.2011 - Team-Blog Kategorie: Tamm's Comments
• 15 Kommentare »