…. und zwar mit einem gigantischen dauerhaften Transfersystem, das die Regierungen in Europa belohnt, die sich jetzt dauerhaft die Zustimmung ihrer Bevölkerung durch staatliche Verschwendung kaufen können – mit dem Geld der Bevölkerung anderer Länder? All das wurde gerade in Brüssel beschlossen. All das soll den Euro und den sogenannten Euro-Raum stabilisieren. Doch auf einige Fragen geben Politiker keine Antwort:

Verschwindet der Euro, wenn ein oder mehrere Länder pleite gehen? Wird er dann auf einmal wertlos? Wenn Unternehmen pleite gehen, auch sehr große, hat das jedenfalls keinen Einfluss auf die Währungen. Wahrscheinlich würde sogar mittelfristig das Vertrauen in die Währung steigen, wenn sich die Überzeugung durchsetzen würde, das der natürliche Mechanismus wirkt, der diejenigen bestraft, die besonders kurzsichtig gewirtschaftet haben.

Wozu brauchen wir immer größere permanente Rettungsmechanismen, wenn doch die sogenannte Wirtschaftsregierung mit vielen Regeln dafür sorgt, dass die Staaten jetzt vernünftig wirtschaften? Haben die Regierungen kein Vertrauen in die europäische Wirtschaftsregierung?

Ist es schlimm, wenn der Euro verschwindet? Ist das tatsächlich eine Frage von Krieg oder Frieden, von Sein oder Nichtsein für Europa, wie die Euro-Hysteriker in allen Parteien so gern behaupten? Natürlich nicht. Weder bricht ein Krieg aus noch zerfällt automatisch der gemeinsame Markt. Das ganze Projekt gehorchte von Anfang einer politischen und keiner ökonomischen Logik und war derart mit Symbolen überladen, dass der reale geldpolitische Kern kaum noch sichtbar war.

Und so bleibt eine letzte Frage: Warum machen so viele europäische Regierungen das alles mit? Wem bringt die Euro-Rettung etwas? Sie bringt Regierungen und ihren Kreditgebern, also vor allem großen Banken, die Sicherheit, dass sie sich auch weiter fast ohne Risiko verschulden bzw. Kredite geben können. Die Risiken liegen bei anderen – jetzt noch mehr als vor der Einführung des dauerhaften Rettungsmechanismus.