antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Staatsaufgabe Fruchtbarkeit – Gebären für das große Ganze

Sascha Tamm, 18.12.2012

Die deutschen Frauen erfüllen ihre gesellschaftliche Aufgabe nicht. Sie liegen weit hinten im europäischen Vergleich – beim Kinderkriegen. Sie bekommen im Schnitt weniger Kinder als z.B. die Französinnen oder die Isländerinnen. Glaubt man den gerade jetzt und immer mal wieder zu diesem Thema aufflammenden politischen Debatten, ist das ein großes Problem für die Gesellschaft und damit im Denken (fast) aller Politiker in Deutschland für den Staat.
Das braucht natürlich politische Lösungen. Um es in der Logik des vormundschaftlichen Staates zu sagen: Gebäranreize sind notwendig, um das Problem zu lösen. Mit ihnen sollen die Frauen bewegt werden, mehr Kinder zu bekommen, und, um gendermäßig korrekt zu argumentieren, die Männer, mehr Kinder zu zeugen. Alles Mögliche soll verändert werden: Es muss stärkere finanzielle Anreize geben, die Arbeitszeiten müssen flexibler werden, es muss mehr Betreuungsangebote geben. Es muss also vom Staat an vielen sogenannten Stellschrauben gedreht werden. Dann werden die deutsche Frauen und Männer schon richtig reagieren und ihre Zeugungs- und Gebäraktivität den Erfordernissen von Staat und Gesellschaft anpassen.
Doch warum ist die Anzahl der Kinder, die in Deutschland lebende Frauen bekommen, eigentlich ein Problem? Wen geht es etwas an, ob eine Frau ein Kind bekommt oder nicht?
Natürlich besteht die Gefahr, dass die Deutschen aussterben. Nicht in naher Zukunft, aber wenn das so weitergeht… . Das mögen viele Menschen für eine Gefahr halten. Denen ist es freigestellt, ihren Beitrag zu leisten, dass die Deutschen nicht aussterben. Doch es gibt niemanden das Recht, mit dem zwangsweise eingetriebenen Geld Frauen Gebäranreize zu geben. Es gibt dem Staat kein Recht, in die ganz privaten Entscheidungen von Frauen und Männern einzugreifen, auch nicht durch „Anreize“.
Die nächste Gefahr ist, dass die staatlichen Sozialsysteme nicht mehr funktionieren, weil es zu viele Zahlungsempfänger gibt und zu wenige Zahler. Diese Gefahr ist real – doch sie ist dem unsinnigen Design der Sozialsysteme begründet. Dieses führt dazu, dass Menschen ihre persönlichen Entscheidungen am Erhalt staatlicher, vorgeblich solidarischer System, orientieren sollen. Das ist das Denken eines vormundschaftlichen Staates. Eine weitere interessante Frage ist, ob der Sozialstaat mit seiner vorgeblichen Sicherheit nicht sogar negative Anreize für die Reproduktion seiner Klienten (und vermeintlichen Profiteure) setzt. Offensichtlich ist jedenfalls, dass der Sozialstaat privaten Entscheidungen erst eine große Bedeutung für andere gibt und somit Frauen (und übrigens auch ihre Kinder) in Geiselhaft für sein Überleben nimmt.
Doch, so könnte eingewandt werden, auch in jedem anderen, privaten System werden Kinder gebraucht, um die Mittel zu erarbeiten, die zur Versorgung der Älteren und der Kranken notwendig sind. Das stimmt nur ganz begrenzt. Es gibt mindestens zwei Lösungen: Die erste heißt Zuwanderung – es gibt viele Menschen auf der Welt, die gern in wohlhabenden Ländern mit ihrer Infrastruktur und ihrem Kapitalstock leben und arbeiten würden, das aber nicht dürfen. Das ist das Ergebnis staatlicher Politik. Die zweite heißt: Diversifizierung der Altersvorsorge – Investieren in aufstrebende und wachsende Volkswirtschaften. Doch das wird durch staatliche Politik zumindest behindert.
Die Frage, ob eine Frau ein Kind bekommen möchte oder nicht, ist eine sehr private Entscheidung. Diese gehört zum Kernbereich der Freiheit. Wenn der Staat sie in einer bestimmten Richtung beeinflussen will, greift er in die Freiheit ein. In die Freiheit der Frauen und Familien, und in die Freiheit derer, die dafür bezahlen sollen. Der Kurzschluss, das alles, was von einer bestimmten Gruppe als Problem angesehen wird, staatliches Handeln erfordert, verbreitet sich immer weiter und ist verhängnisvoll. Immer wieder ist zu sehen, dass die Verbindung zwischen privaten Entscheidungen und (vermeintlichem) gesellschaftlichen Problem erst vom Staat geschaffen wurde: Umlagefinanzierte Sozialsysteme und eine restriktive Einwanderungspolitik machen die Zahl der Kinder zum „gesellschaftlichen“ Problem. Die gesetzliche Krankenversicherung macht Rauchen und fettes Essen zum „allgemeinen“ Problem.
Um Illusionen vorzubeugen: natürlich sind wir auch in einer freien, nichtintervenionistischen Umgebung alle von den Entscheidungen anderer abhängig. Auch von der Entscheidung anderer, Kinder zu zeugen oder eben nicht. Wir sollten frei sein, auf diese Entscheidungen zu reagieren. Doch wir sollten nicht frei sein, den Staat zu missbrauchen, andere zu Entscheidungen zu leiten, die uns gefallen.
verhängnisvoll. Immer wieder ist zu sehen, dass die Verbindung zwischen privaten Entscheidungen und (vermeintlichem) gesellschaftlichen Problem erst vom Staat geschaffen wurde: Umlagefinanzierte Sozialsysteme und eine restriktive Einwanderungspolitik machen die Zahl der Kinder zum „gesellschaftlichen“ Problem. Die gesetzliche Krankenversicherung macht Rauchen und fettes Essen zum „allgemeinen“ Problem.
Um nicht in Illusionen vorzubeugen: natürlich sind wir auch in einer freien, nichtintervenionistischen Umgebungen alle von den Entscheidungen anderer abhängig. Auch von der Entscheidung anderer, Kinder zu zeugen oder eben nicht. Wir sollten frei sein, auf diese Entscheidungen zu reagieren. Doch wir sollten nicht frei sein, den Staat zu missbrauchen, andere zu Entscheidungen zu leiten, die uns gefallen.

Schusswaffen für kleine Mädchen,

Puppen für kleine Jungs. So setzt die schwedische Filiale von Toys R Us die Empfehlungen schwedischer genderneutraler Werbeaufseher um, wie der Daily Caller berichtet: Swedish Toys R Us franchisee goes ‘gender neutral’ in Christmas catalog Konsequent ist es da nur, dass auch die Farbe eines T-Shirts, das eine offenbar noch nicht gegenderter (oder heißt das […]

weiterlesen »

Durchstarten in die Planwirtschaft

Deutschland wird direkter Aktionär bei EADS, wie das Handelsblatt berichtet Wichtigster Bestandteil des Unternehmens ist Airbus. Die Bundesregierung hat der Kreditanstalt für Wiederaufbau den Auftrag gegeben, Firmenanteile von Daimler zu übernehmen. Zwar hat sich die Bundesregierung bisher dafür ausgesprochen, dass ein privater Käufer einsteigt, doch es hat sich leider keiner gefunden. In einer freien Marktwirtschaft […]

weiterlesen »


Kundgebung: Solidarität mit Israel! Befreit Gaza – von der Hamas!

Terminhinweis (nicht nur) für unsere Berliner Leser: Israel wehrt sich gegen einen beispiellosen Raketenterror. Allein in den letzten Tagen feuerte die Terrororganisation Hamas hunderte Raketen auf Israel – Millionen Israelis sind diesem tagtäglichen Terror ausgesetzt. Die Weltöffentlichkeit hat dies bisher größtenteils ignoriert und stillschweigend hingenommen. Das Mideast Freedom Forum Berlin veranstaltet deshalb am Sonntag, 18.11. […]

weiterlesen »

Keine Macht den Drogen

Markus “Alios” Barenhoff, der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei, wurde kürzlich Opfer einer polizeistaatlichen Hausdurchsuchung, bei der u.a. ein Joint, einige Gramm Marihuana und einige Cannabis-Pflanzen enteignet wurden. Neben der Verwunderung darüber, was eine solche für den Steuerzahler sicher nicht billige Aktion nützt, stellt sich die Frage: Darf ein deutscher Politiker Drogen konsumieren, die “illegal” sind? […]

weiterlesen »


Björn Seelbach aus Königswinter nimmt übel.

“Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.” Stellte der Sozialdemokrat Kurt Tucholsky in “Was darf die Satire?” treffend fest. Der Sozialdemokrat, gute Deutsche, Rechtsanwalt “& Berater” (was immer das auch heissen mag) Björn Seelbach verstand dies offensichtlich als Aufforderung: er zeigte den Betreiber […]

weiterlesen »

Historische Notwendigkeit reloaded

Ehemalige Bewohner sozialistischer Staaten kennen das Argumentationsmuster genau. Ihnen wurde verkündet, dass der Sozialismus eine historische Notwendigkeit sei. Dass er das Ergebnis der Höherentwicklung der Menschheit sei. Dass es keinen Weg „zurück“ und nur den Weg hin zu einem immer weiter entwickelten Sozialismus und schließlich zum Kommunismus gäbe. Es gibt keinen Weg zurück. Das behaupten […]

weiterlesen »


Die Europäer zeichnen ihren Besten aus

Es waren alles überzeugte Europäer, die sich da in Potsdam zur Verleihung des M100 Medienpreises trafen. Als Staffage dienten Journalisten der Qualitätsmedien, z.B. die Chefradakteure von ZDF, RBB und taz soie der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios. Sie eint bei allen möglichen Differenzen im Detail vieles: Sie sind verantwortlich für die große Sprachverwirrung, die die deutsche Öffentlichkeit […]

weiterlesen »

Die Marktverzerrer

Der Wahnsinn der Europäischen Zentralbank hat Methode. Heute hat sie sich selbst die Lizenz gegeben, ohne Begrenzungen (Draghi auf der Pressekonferenz der EZB: no limits are set) Staatsanleihen am Markt zu kaufen. Auch vorsorglich. Immer, wenn sie es für sinnvoll hält. Die Begründung dafür ist unverschämt dreist – und gleichzeitig in ironischer Weise wahr: Die […]

weiterlesen »



Copyright © 2014 by: antibuerokratieteam.net • Template by: BlogPimp • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.