Während ich diese Woche noch überlegte, worüber ich in meinen ersten Artikel für das A-Team schreiben soll, bekam ich unerwartet Post von PeTA, der internationalen Tierrechtsorganisation. Per Einschreiben und Rückschein. Oha, hatte ich etwa aus Versehen Lasagne a là “Galopper des Jahres” verzehrt? Eher nicht. In dem Schreiben fordert PeTA mich auf, eine Domain zu löschen, die ich 2005 angelegt (und vergessen) hatte sowie eine strafbewehrte Verpflichtungserklärung abzugeben, dass ich die Domain lösche.

Es geht um die Domain: petatoetettiere.de. Genau. PeTA tötet Tiere.

Im Jahr 2005 kam es in den USA zu einem Skandal um die Tierrechtsorganisation PeTA. Im Bundesstaat Virginia wurden zwei PeTA-Mitarbeiter verhaftet, als sie 31 Tierkadaver in einem Müllcontainer einer Kaufhauskette entsorgten. Dabei handelte es sich um Tierkadaver von Hunden und Katzen, einige davon noch Welpen. Bei den darauf folgenden Untersuchungen kam heraus, dass die “Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren” in den USA ca. 90% der ihnen anvertrauten und zur Adoption freigegebenen Haustiere töten. Das wird noch nicht einmal verheimlicht. Es ist nur nicht allgemein bekannt, vor allem nicht bei uns in Deutschland.

Die größte Tierrechtsorganisation der Welt sorgt mit ihren Kampagnen immer wieder für Aufsehen. Zahlreiche Prominente lassen sich von PeTA vor ihren Kampagnen-Karren spannen, gegen Massentierhaltung, Zoos, Tierversuche und Pelz, aber hautsächlich, um sich mit PeTAs Provokationen selbst wieder ins Gespräch zu bringen. Dabei werden PeTA offenbar auch die geschmacklosesten Kampagnen verziehen, wie etwa die Holocaust-Kampagne 2004, wo Bilder von geschundenen KZ-Häftlingen abgemagerte Kühe gegenübergestellt wurden. Ermordete Juden gegen tote Schweine aufgerechnet. Der Holocaust auf Ihrem Teller – so die Botschaft. Harald Ullmann, immerhin 2. Vorsitzender von PeTA, sagte dazu einmal in einer Panorama-Sendung:

„Die Welt wäre ein besserer Ort für die Tiere ohne Menschen. Die größte Plage auf dieser Welt sind die Menschen. Das klingt sicherlich hart. Für die Tiere ist es leider Realität.“

PeTA ist offensichtlich ein Teil dieser Realität, zumindest in den USA.

Vor diesem Hintergrund hatte ich mich damals entschlossen, die Domain petatoetettiere.de zu reservieren, um die Heuchelei von PeTA offen zu legen. Aus Zeitmangel ist nichts daraus geworden. Jetzt fordert PeTA mittels einer strafbewehrten Verpflichtungserklärung von mir, dass ich die Domain lösche bzw. an sie übertrage, da es sich dabei um eine “unberechtigte Namensäußerung im Sinne des §12 BGB” handelt. Was mich angeht: PeTA kann die Domain haben. Es ist mir egal. Hauptsache, ich muss mich mit den Heuchlern von PeTA nicht auch noch rechtlich auseinandersetzen.

In diesem Sinne.
Go vegan! Kill a puppy.