… als besoffen fahren.

Der politisch inkorrekte Klassiker von den Julis Schleswig-Holstein aus dem Wahlkampf 2002 :-)

Durchaus löblich – im Sinne einer liberalen Drogenpolitik – wenn sich der FDP-Jugendverband immer wieder einmal mehr oder weniger deutlich gegen die Prohibition ausspricht, so wie aktuell die niedersächsischen Freunde: Keine halben Sachen! – Zeit für komplette Legalisierung von Cannabis

Man könnte zwar anmerken: Die Zeit ist nicht erst jetzt da, der „War on Drugs“ ist schon lange gescheitert. Und: warum nur Cannabis? Aber ich will mal nicht so sein.

Es ist jedenfalls schön zu sehen, dass die Julis über die Jahre hinweg wenigstens ansatzweise liberale Positionen in der Drogenpolitik propagieren (wenn auch nicht im Ansatz etwas in die Umsetzung bekommen). Und klare Kante gegen Rotgrün in Niedersachsen ist auch ok!

Seid aber doch bitte so nett, liebe Jungliberale, und adressiert Eure Forderung ebenso deutlich an die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP). Nicht nur aus Glaubwürdigkeitsgründen, sondern auch weil Frau Dyckmans – neben der Bundesjustizmininisterin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (ebenfalls FDP) – die wichtigste Ansprechpartnerin in Sachen Legalisierung wäre, nicht irgendeine Landessozialministerin (SPD).

Die Drogenbeauftragte sprach sich allerdings in der Vergangenheit selbst gegen eine Anhebung der geringen Menge (d.h. der Kriminalisierungsgrenze) aus. Da dürfte noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten sein.

Also: Keine halben Sachen Julis, tut mal Butter bei die Ganja. Oder war das nur Bundestagswahlkampfolklore? Dann möchte ich mich für den Zwischenruf entschuldigen.