Das Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) wurde auf diesem Blog schon einmal erwähnt. Robert Morris hat jetzt einen Essay veröffentlicht, in dem er FATCA vor allem als Neuauflage des US Imperialismus kritisiert: eine Neuauflage, in der erstmals landeseigene Gesetze formal auf andere Länder angewandt werden. Eine weitere interessante Beobachtung: die USA etablieren den Präzedenzfall der unilateralen Ausweitung eigener Gesetze auf andere Staaten gerade zu einem Zeitpunkt an dem sie den Höhepunkt der eigenen Macht überschreiten –von jetzt an geht es bergab, und man kann sich Fragen, wer diesem Beispiel als nächstes folgt…

Ein weiteres Beispiel zu den unbeabsichtigten Folgen exzessiver finanzieller Regulierung bringt der Economist: Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche gehen in einigen Fällen so weit, daß internationale Überweisungen in ärmere Länder nur noch schwer oder nicht mehr möglich sind.