Populismus und Hass griefen immer weiter um sich, wie aktuelle Ereignisse zeigen. Auch ich finde Populismus, die Verkündung von Hassbotschaften und die Spaltung der Gesellschaft abstoßend und möchte ein Zeichen dagegen setzen. So etwas kommt heute selbst in gutbürgerlichen Wohngegenden vor, wie dem beschaulichen Potsdam-Babelsberg. Das zeigt dieses Foto von der  Erfrischungshalle im Bahnhof Griebnitzsee. Damit soll das entweder wohlbetuchte und studentische Publikum angesprochen werden – und es funktioniert sicher. Personal und Kundschaft fühlen sich wohl.

Als Populismus werden politische Parolen und Argumente bezeichnet, die nicht auf Fakten, sondern nur auf Emotionen und Vorurteilen beruhen. Zudem werden keine sinnvollen Lösungen der, oft nur vermeintlichen Probleme dargestellt, sondern nur Scheinlösungen. Hass entsteht, wenn Menschen zuerst danach beurteilt werden, zu welcher Gruppe sie gehören oder wenn ihnen und ihrer Gruppe Eigenschaften nachgesagt werden, die sie nicht haben. Damit werden dann politische Maßnahmen gerechtfertigt. Schauen wir uns einige besorgniserregende Beispiele aus den letzten Jahren an:

Als viele Deutsche von einem Erdbeben in Japan betroffen waren, das Politiker und eregte Öffentlichkeit bald ausschließlich zu einer Atomkatastrophe umdeuteten, wurde der Atomausstieg beschlossen. Erregung und Betroffenheit waren bedient, alle fühlten sich gut. Ansonsten hat die Maßnahme niemandem geholfen außer ein paar Interessengruppen. Mit einem Problem, das es nicht gab, das aber die Volksseele aufputschte, wurde politisches Kapital generiert. Das ist dumpfer Populismus

Trotz immer weiter steigender Steuereinnahmen beschäftigen sich Politik und Bürokratie gern und vor allem in der Öffentlichkeit mit der Jagd nach „Steuersündern“ und „Steuerflüchtlingen“. Dabei wird jede Grenze überschritten – von Kriminellen werden Datenträger gekauft, vor Hausdurchsuchungen von potentiellen Steuersündern werden die Medien herangekarrt. So wird Hass auf eine Gruppe geschürt und instrumentalisiert.

Mit dem gesetzlichen Mindestlohn wird die gute Volksseele gestreichelt, indem suggeriert wird, dass dadurch „die Armen“ mehr Geld bekommen. Dass das nicht funktioniert – scheißegal. Die Zustimmung der Menschen, die sich durch die Politik vor allem moralisch erheben wollen, egal, wie vielen anderen sie damit schaden, ist sicher. Das ist blanker und dummer Populismus – doch er funktioniert.

Genauso, wie es natürlich dummer Populismus ist, eine Mauer zum Nachbarland ziehen zu wollen oder es Hassgefühle schürt und benutzt, allen Muslimen die Einreise verweigern zu wollen.

Mir würde noch viel einfallen…. Aber die weiteren Formen von Populismus und dem Schüren von Hass findet jeder selbst, wenn er sich nur umschaut. Manchmal reicht schon ein Spaziergang zum nächsten Cafe – siehe oben.