antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Kreuzrittertum ist nicht Teil der Lösung. Sondern des Problems.

jo@chim, 10.04.2017

Weil dem Webmaster dieses kleinen liberalen Blogs in letzter Zeit immer mal wieder “Gutmenschentum” vorgeworfen wurde im virtuellen Raum (wo ist das Problem? Wollen wir nicht alle gute Menschen sein? Oder doch böse? In dem Sinne bin ich durchaus auch grundböse…). “Grenzenlose liberale Naivität” (Herr Hecht ist Liberaler, kochfest, ja… aber “naiv”?!). “Nicht satisfaktionsfähig”. Ok, stimmt. Wenn mir irgendein Vorgestriger seinen Sekundanten schicken würde… würde ich dem eins aufs Maul geben, mit der freundlichen Empfehlung, es an sein Herrchen weiterzuleiten. Hippie. Hippie! :D :D :D Die haben immer gute Geschäfte mit uns Punks gemacht in meiner vergangenen Jugend (solange sie gutes Rauchgemüse zu verkaufen hatten). Ansonsten haben sie uns weiträumig umfahren – aus guten Gründen :-) Nein, ich bin beileibe nicht ein “Multikulti-Wegseher” oder gar Terrorverharmloser. Auch nicht die Autoren von antibuerokratieteam.net (sonst würden sie anderswo schreiben). Bedenkenträger sind wir schon eher:

Ich denke, dass wir uns keinesfalls im Namen falsch verstandener Toleranz wegducken dürfen vor der islamistischen Terror-Gefahr und ihren “Begründungsmustern”. Terror ist Terror, gleich ob er von rechts, links oder aus vorgegebener religiöser Motivation erfolgt. Da hilft auch kein Verweis auf “Toleranz”. Wer zum “heiligen Krieg”, zur “Weltrevolution” oder zur “Befreiung des Abendlandes” aufruft, dabei tötet, Gewalt ausübt, sie billigt oder wegsieht (“sind doch eigentlich unsere Leute, auch wenn sie – leider – nicht die richtigen Mittel ergreifen”)… verdient keine Toleranz. “Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit” hat der Liberale Karl Popper einmal gesagt. Ich stimme ihm darin zu. Vollumfänglich.

Worin ich aber den wackeren Kämpfern unter meinen, über die Jahre auf > 1400 gewachsenen, FB-Kontakten gegen Moscheen , Kopftücher und für die Befreiung der Frau (vorrangig und vor allem von Kopftüchern.. not? :D ) ausdrücklich nicht zustimme: alle Muslime für die Mordtaten einer radikalen Minderheit unter ihnen in Generalhaftung zu nehmen. Dies widerspricht nicht nur völlig unserer offenen und säkularen Gesellschaft – wir erledigen damit das Geschäft der Islamfaschisten, die genau das zu erreichen versuchen: aus ihren widerwärtigen Phantasien vom “Dschihad” (die sich ja vor allem auch gegen die “ganz normalen” Muslime, die sich dem Diktat der Religionskrieger nicht unterwerfen wollen, richten – die meisten Opfer islamistischen Terrors sind… Muslime) einen Krieg zwischen den Kulturen oder Religionen zu machen. Sie wollen Angst (“Tschörmän Angst”?) sähen und… Ihr gebt sie ihnen. Weird.

Westliches Kreuzrittertum, die krebsfrässige Mutation von Anti(islam)faschismus hin zu, oft genug mit völkischen Schablonen hinausgeblubbertem, Kampf gegen alle Muslime… ist keine Lösung, sondern Teil des Problems.



2 Kommentare zu “Kreuzrittertum ist nicht Teil der Lösung. Sondern des Problems.”

  1. R.A.

    Inhaltlich Zustimmung – nur die herabwürdigende Verknüpfung mit den guten Kreuzrittern hätte nicht sein müssen.
    Das einzige wesentliche Problem bei den Kreuzzügen war, daß wir am Ende verloren haben.

  2. Tim

    @ R.A.

    Ja, die Kreuzzüge werden eigentlich fast immer mißverstanden. Im Nahen Osten, großen Teilen Nordafrikas und in Spanien hatte sich in der Spätantike das Christentum friedlich verbreitet, mit der islamischen Expansion ab dem 7. Jahrhundert wurden diese Gebiete dann gewaltsam erobert.

    Die Kreuzzüge waren eine Reaktion und hatten das Ziel der RÜCKeroberung.

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