Ein Politiker verkündet, es sei notwendig die Menschenrechte zu beschneiden um den Menschen Sicherheit zu geben.

Hmm….

Wer beschützt dann diese Menschen vor dem Staat, der ihre Rechte beschnitten hat?

Das Spiel mit der Sicherheit ist ein verlogenes. Der Abbau von individuellen Freiheiten sichert nichts, sondert liefert das Individuum dem Gewaltmonopol aus.

Terroranschläge sind grausam. Sie sind grausam genug. Doch sie zahlen in ihrer Absicht auf die Hybris westlich-etatistisch-gepolter Gesellschaften ab, „uns“ selbst zu versklaven.

Ein jeder noch existierender Terrorist bekommt die Debatten über Freiheitseinschränkungen mit, kann sehen, wie sich Polen oder Ungarn entwickeln. Jeder einzelne von denen wird motiviert weiter zu machen, da er doch die Erfolge sehen kann. Theresa May spricht von einem Beschneiden der Menschenrechte (vorerst mal nur für Verdächtige, und später?).

Ich verstehe ja, dass Menschen, die verängstigt und keine Anarchokapitalisten sind, sich hinter dem nächst besten Politiker verstecken wollen, der breitbeinig sich hinstellt und verspricht, Cowboy zu spielen. Das mag gut ankommen und einem das Gefühl geben, beschützt zu werden. Aber so funktioniert wirklicher Schutz nicht. Im Gegenteil. Diese Coldhelden, die meinen, bei Sonnenaufgang müsse geschossen werden ohne nochmal über das ganze Thema nachzudenken, ergehen sich all zu gern in populistisch propagandistischer Rethorik.

Frieden verlangt uns selbst etwas ab. Wir müssen auf liberalen Weg uns begeben, die eigene Gesellschaft zu entstaatlichen, zu liberalisieren, die Chancen und Möglichkeiten im Leben vorwärts zu kommen, in den zentralen Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung rücken.

Freiheit und Frieden nach innen, wie nach außen muss die Devise sein. Menschen, gleichgültig ob mit oder ohne Migrationshintergrund, sie sich nicht mehr zugehörig fühlen, integriert man nicht über staatlich erzwungene Maßnahmen sondern über einen freien, unregulierten Arbeitsmarkt, der erlaubt, im Leben es zu irgendwas zu bringen und eine Tätigkeit auszuüben die einem Sinn gibt. Der Arbeitsmarkt muss darum frei sein, weil die Menschen selber entdecken müssen, welche Tätigkeit für sie geeignet ist oder sie ihren Sinn darin finden. Der Staat darf niemandem eine Tätigkeit zuweisen in der anmaßenden Haltung, der Einzelne wisse nicht besser über seine Talente, Bedürfnisse und Sinne bescheid.

Mit einer Zuwendung an die Freiheit, de-radikalisiert man Menschen bzw. schützt präventiv davor, dass sich Menschen ideologisch fehl-radikalisieren.

Dies ist nicht der einzige Punkt aber bereits ein wahnsinnig wichtiger. Er ist vermutlich der allerwichtigste Punkt. Menschen integrieren sich über die Arbeit, können über die Arbeit Integrationsmaßnahmen des Staates ersetzen. Ob Menschen dann für sich entscheiden, nebeneinander oder miteinander zu leben ist Privatsache. Andernfalls könnte der Staat auch gleich Menschen zwingen, sich zur Integration mit einem Inländer zu paaren. Es geht den Staat schlicht nichts an.

Die Zwangsinflation ist ein immenses Hindernis beim Aufbau von Wohlstand für jedermann und jederfrau. Sparer werden enteignet, Lebenshaltungskosten steigen – was die Ärmeren schwerer trifft – Wirtschaftskrisen werden geschaffen, die widerum Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Frustration,Sinnsuche, politische Radikalisierung, nach sich zieht. Die Produktivität anzuheben, die Arbeitsmärkte zu entstaatlichen, das alles ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch er würde konterkariert, wenn eine Zwangsinflation dafür sorgt, dass der Wert des Geldes, für das Menschen arbeiten, beständig an Wert verliert. Im Grunde wird damit nichts anderes getan als die menschliche Arbeitskraft enteignet. Das heißt, einen gewissen Teil der täglich verrichteten Arbeit, verrichten die Menschen umsonst. Denn eine politische Behörde, namentlich die Zentralbank, setzt den Zins (und nicht der Markt). Diese Zinssetzung ist die willkürliche Arroganz darüber, zu entscheiden, wieviel Prozent der täglich verrichteten Arbeitskraft den Menschen gestohlen werden soll. Die Menschen wehklagen immer mehr und härter arbeiten zu müssen, doch wofür? Die politische Institution der EZB (es kann aber auch jede nationale Zentralbank theoretisch sein) bestimmt darüber, welchen Wert das erarbeitete Tauschmedium Geld hat. Ich nenne das Ausbeutung.

Die Menschen werden durch politische Institutionen ausgebeutet. Und wenn Menschen ausgebeutet werden, radikalisieren sie sich.

Das muss man ändern, wenn es wieder friedlich werden soll. Hier braucht es ein freies Marktgeld mit einem freien Marktzins, dass durch ein freies Bankenwesen bereitgestellt werden würde. All das ist gegenwärtig staatlich und intrastaatlich reguliert. Der Bankenmarkt ist unfrei, der Geldmarkt ist unfrei, der Geldzins ist unfrei.

Erst wenn dieses System geändert wird, gehen die Menschen besseren Zeiten entgegen. Das, soweit wage ich mich aus dem Fenster, verspreche ich.

Und all das würde helfen, die Gefahren des Terrorismus zu reduzieren. Wenn man Freiheiten beseitigt, wenn man die großen Lebensbereiche „Arbeit und Geld“ zerstört, dann können sich Menschen auch in die rechtsextreme oder linksextreme Richtung radikalisieren und zum Terror übergehen. Ganz zu schweigen davon, dass auch eine Regierung die eigenen Bürger terrorisieren kann, wenn sie immer mehr Macht und Zugriff auf den einzelnen Menschen im Namen der Sicherheit erlangen will.

Wie schon Roland Baader es einst formulierte: Umso mächtiger ein Staat wird, desto mehr wird die Frage wer herrscht, eine solche um Leben und Tod.