Staatlich finanzierte Tätigkeiten sind unproduktiv, ineffizient hinsichtlich ihrer Ressourcenzuteilung und in diesem Sinne nicht nachhaltig.

Diese Tatsache mag die Menschen aufbringen und wütend machen, gerade dann, wenn sie sich ihren allerwertesten von Morgens bis Abends aufreißen um in einem öffentlichen Krankenhaus oder bei der Polizei oder anderswo zu arbeiten. Doch die Tatsache, dass jemand arbeitet und sich von Morgens bis Abends schindet, bedeutet nicht, dass die Arbeit auch als produktiv, effizient oder nachhaltig zu betrachten ist.

Staatliche Ausgaben sind das Gegenteil einer Marktwirtschaft. Wenn der Staat Menschen finanziert, damit sie etwas tun (oder auch nicht tun), dann ist es offenkundig nicht der Markt, der im Sinne der Menschen darüber befindet, welche Tätigkeiten, in welcher Häufigkeit, zu welchen Preisen, mit welchen Qualitäten, Standards und Inhalten, gewünscht sind.

Gegenwärtig hört man unter dem Aspekt des Anti-Terror-Schutzes von einer Ausweitung an Gesetzen und Befugnissen. Um diesen nachkommen zu können, müssten weitere Beamte eingestellt werden, die widerum mit Steuergeld finanziert werden. Sollte man dieses Geld nicht an einer anderen Stelle einsparen, nehmen somit die Zuteilungen von Ressourcen zu, die nicht durch den Markt, sondern durch den Staat bestimmt werden. Aber auch wenn sich dieses Geld eins zu eins anderswo einsparen ließe, so ist es die menschliche Arbeitskraft die nun in einem Bereich tätig wird, die der Markt nicht unbedingt dafür vorgesehen hätte, wenn er frei wäre (was zu einem gewissen Grad spekulativ ist, da man nicht genau wissen kann, wie hoch die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten in einem freien Markt wäre). Was man aber sagen kann ist, dass die durch den Staat mehr aufgewendete Zuteilung menschlicher Arbeitskraft in einen bestimmten Bereich kein Ergebnis des Marktes offenkundig darstellt. Wie der Markt entscheiden würde, wissen wir nicht, doch wir sehen, was der Staat macht, der sich über den Markt stellt.

Umso mehr Steuergelder aufgewendet werden, um die durch den Staat gesetzten Leistungen zu finanzieren, umso mehr greift der Staat damit in den Markt ein, der mit jeder Last die der Staat seinen Bürgern ökonomisch auferlegt, das Ideal eines freien Marktes in weitere Ferne rücken lässt. Damit einher geht auch eine Zunahme an innergesellschaftlichen Konflikten, die, falls sie sich radikalisieren, den innergesellschaftlichen Frieden bedrohen können, was aus Sicht des Staates eine weitere Zunahme an bewaffneten Einheiten, die mit Steuergeld finanziert und somit dem Markt entzogen werden, nach sich zieht. Ressourcen an Geld und menschlicher Arbeitskraft werden durch den Staat vom Markt abgezogen und in Bereiche verlagert, die der Staat diktiert. Am Ende steht der Gesellschaft eine Erosion ihrer Werte, Rechte und Freiheiten bevor.

Frieden und freier Handel gehen Hand in Hand. Das eine bedingt das andere. Wo das eine beschnitten wird, kann das andere sich nicht dauerhaft halten. In einer freien Gesellschaft sind Frieden und freier Handel die Quintessenz allen menschlichen Zusammenlebens. Diese Erkenntnis verdanken wir unter anderem den Manchester-Liberalen Cobden und Bright. Der Aufbau eines Gesellschaftsideals wie es die Vordenker des Liberalismus in Erwägung gezogen haben, erfordert den Mut zur klaren und ehrlichen Sprache. Ohne ein beherztes Eintreten für die Freiheitsrechte des Individuums, können keinerlei solcher Rechte verteidigt oder wiedergewonnen werden. Wer zusieht, wie ein Staat sich anmaßt, zu schalten un zu walten wie ihm beliebt und der seine Bürger wie Untertanen und Knechte behandelt, der ist bei seiner eigenen Entrechtung live dabei.

Dem Staat die Ressourcenzuteilung abzusprechen, bedeutet, dem Staat abzusprechen eine allwissende Institution zu sein, die gottgleich und unfehlbar Kraft ihres Gewaltmonopols, stets das richtige tut. Der Staat ist nicht unfehlbar, geschweige denn gottgleich. Denn ein Staat besteht nicht aus unfehlbaren, geschweige denn gottgleichen Menschen oder Interessen.

Gerade weil Menschen fehlbar und in diesem Sinne menschlich – sprich irdisch – sind, ist ein skeptizistischer Ansatz gegenüber dem Staat eine Frage der Tugend und der Weisheit. Exakt weil dem so ist, gehört Macht stets dezentralisiert auf so viele Schultern als möglich und im besten Falle, auf die Schultern jedes Menschen selbst, der seinen eigenen Lebensrucksack zu tragen hat. Umso dezentralisierter Entscheidungen die das Leben und die Ressourcen betreffen, desto näher an den Bedürfnissen des einzelnen Menschen ist man. Eine jede Fehlentscheidung, die getroffen würde, beträfe im besten Falle nur das eigene Leben und nicht das Leben vieler anderer. Zur gleichen Zeit, wo jemand aus menschlicher Fehlbarkeit eine falsche Entscheidung trifft, trifft anderswo jemand eine richtige Entscheidung. Falsch und richtig definiert sich im Bezug auf Entscheidungen stets auf individueller Ebene, ob der Mensch aus seiner subjektiven Warte heraus mit dem aufgewendeten Nutzen meint, seine Ziele verwirklicht haben zu können oder nicht. Hierbei gilt keine übergeordnete Definition von richtig und falsch, denn manche Menschen gehen gerne Umwege um an ein Ziel zu gelangen, andere benutzen den kürzesten Weg. Die Aufwendung der Mittel liegen auch in der Betrachtung des Einzelnen.

Der freie Markt sollte darüber entscheiden, wieviele Krankenhäuser es gibt und wieviele Menschen in einem Krankenhaus tätig sind, welche Qualitäten und Standards gefragt sind und welche Preise zur Finanzierung all dessen bedürfen. Das selbe gilt für die Produktion von Sicherheit. Der Staat kann nicht wissen, welcher Mensch welche Form von Sicherheit sich wünscht. Nicht jedem ist jede Form gleichermaßen genehm. Auch die Qualität und Quantität der Aufwendung der Mittel um das Gut Sicherheit zu erlangen, sind nicht kollektivistisch ununterscheidbar vorausszusetzen.

Jede Leistung die ein Staat den Menschen zu einem staatlichen Preis vorsetzt, lässt sich denklogisch, wenn es den Bedürfnissen der Menschen entspricht, auch ohne staatliches Zutun anbieten. Dass ein Staat gewisse Leistungen als Monopolist bereit stellen will, hängt sehr mit der sich selbst legitimierenden Ideologie des Staates zusammen, die sich auf bestimmte Bereiche gründet. Doch diese Selbstlegitimation ist Ideologie, da die Leistungen des Staates auch ohne staatliches Zutun auf einem freien Markt sich bilden können. Denn, blöd gefragt, wer sollte die Menschen daran hindern, wenn sie frei darin sind, Bedürfnisse auf den Marktplatz zu bringen und Bedürfnisse auf dem Marktplatz nachzufragen ?

Auf diese Weise verschiebt ein freier Markt die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse in ein gesellschaftliches Gleichgewicht. Umso mehr die menschlichen Bedürfnisse durch staatliche Eingriffe in ein Ungleichgewicht verschoben werden, desto größer wird die Ungleichheit in der Bevölkerung und es entstehen Symptome eines Radikalisierungsprozesses. Und dieser widerum verlangt aus Sicht des Staates eben jenem ab, verstärkt weitere Ressourcen aufzuwenden um das (selbst geschaffene) Problem zu „lösen“. In Wirklichkeit aber verstärkt man die vorhandenen Probleme und bringt letzten Endes Freiheit, Frieden und Wohlstand zur Erosion.