Rechts und Links stehen gemeinhin für den Etatismus. Rechts zu sein beinhaltet, alles was man gerade unter rechts versteht, mit Hilfe der Gewalt des Staates, der Gesamtbevölkerung auf dem staatlichen Territorium aufzuzwingen.

Links zu sein beinhaltet, alles was man gerade unter links versteht, mit Hilfe der Gewalt des Staates, der Gesamtbevölkerung auf dem staatlichen Territorium aufzuzwingen.

Dem gegenüber steht der Begriff Libertarismus. Libertarismus lehnt es ab, den Staat einzusetzen um der Bevölkerung irgendetwas aufzuzwingen.

Daraus folgt:

Wer rechts ist, soll sein Privatleben unter Bezugnahme von Eigentumsrechten rechts ausrichten, und dabei andere Menschen in Ruhe leben lassen.

Wer links ist, soll sein Privatleben unter Bezugnahme von Eigentumsrechten links ausrichten, und dabei andere Menschen in Ruhe lassen.

Soweit das begriffen und akzeptiert wird, kann sich jemand als rechtslibertär oder als linkslibertär bezeichnen. Es würde allerdings Missverständnissen vorbeugen, sich mit dem Begriff des Libertarismus zu begnügen.

Sollte jemand sich als rechtslibertär oder linkslibertär begreifen und zugleich den Staat einsetzen wollen um seine subjektiv präferierten Lebensbilder allen anderen Menschen, unter Missachtung und Verletzung von Eigentumsrechten, aufzwingen zu können, der ist weder rechtslibertär, noch ist er linkslibertär. Er ist schlicht und ergreifend ein rechter Etatist bzw. ein linker Etatist.

Der Einsatz staatlicher Gewalt zur Verallgemeinerung der eigenen Lebensvorstellungen, die für alle anderen Menschen ebenso zu gelten haben, sind das Fundament terroristischer Institutionen. Umso mehr von den Formalitäten einer gleichen Freiheit mit gleichen Rechten abgewichen wird um die eigenen Freiheiten und die eigenen Rechte zu privilegieren – wodurch man die Freiheiten und Rechte anderer Menschen benachteiligt, desto totalitärer, despotischer, terroristischer, intoleranter, unfreier, menschenfeindlicher, lebensfeindlicher wird die Konstruktion der Gesellschaft gefasst. In einer solchen Fassung bleibt für einen Teil der Gesellschaft wenig Raum und Luft zum atmen. Eine solche Gesellschaft ist mitnichten der Gerechtigkeit zu bezichtigen, denn Gerechtigkeit leitet sich vom Recht ab und Rechte haben alle Menschen die gleichen. Wo mittels staatlicher Gesetze das Recht gebeugt, gebogen und gebrochen wird, existiert weder Freiheit, noch Gerechtigkeit.

Diese Einsicht täte manch einem Not, der Rechts- bzw. Linkslibertarismus sagt und dabei rechten- bzw. linken Etatismus meint.