Knappe und ausreichende Antwort auf die entsetzte Frage eines Nationalisten ob man etwa Globalist sei:

Warum nicht? 😉

Globalisten sind Menschen, die keine Unterschiede machen, wo jemand herkommt, welches Geschlecht er hat, welcher SexualitĂ€t er zugeneigt ist, welcher Religion er frömmt, welcher Kultur er sich zugehörig fĂŒhlt. Gleiche Rechte fĂŒr alle. Rechte sind blind gegenĂŒber den oberflĂ€chlichen und selbst gewĂ€hlten Merkmalen von Menschen. Sie gelten universell zu jeder Zeit, auch wenn diese Erkenntnis nicht unabhĂ€ngig des Erkennenden Anerkennung finden kann.

Globalisten befĂŒrworten freien Handel und akzeptieren keine ihnen aufgezwungenen Grenzen, hinter denen sie zwar nicht Handel treiben, jedoch im Namen des Staates Kriege fĂŒhren und töten können sollen.

Der Globalist heutzutage hat das beschissene Problem, dass linke Wohlfahrtsromantiker, keynesianische Zauberlehrlinge und allerlei eigeninteresse gesteuerte Lobbygruppen, die nach Privilegien schielen, es geschafft haben, die gesellschaftliche MentalitĂ€t in eine Zeit zurĂŒck zu drehen, als Heimat dieselbe Bedeutung wie KĂ€fig hatte.

Ein Globalist befĂŒrwortet Wettbewerb und offene Gesellschaften, Machtzentralisation hingegen lehnt er genauso ab wie die krude Idee einer Weltregierung, die alle irdischen Lebensmodelle gleichschalten wĂŒrde, wenn sie könnte. Genauso lehnt er die Gleichschaltung innerhalb einer einzigen Gesellschaft ab, wie sie von Nationalisten und Sozialisten unter ihren ideologisch-propagandistischen Bannern erwogen wird.

Dem Globalisten werden die Folgewirkungen jener Giftinjektionen zur Last gelegt, die von sozialistischen Gesellschaftsklempnern injiziert werden. In Zentralbanken arbeiten keine Globalisten, auch wenn Geld sich global bewegt. In Zentralbanken arbeiten Zauberlehrlinge, die glauben, eine Ahnung von ihrem Beruf zu haben, weil sie ein universitĂ€res Fach studiert haben, dessen Inhalte nicht in allen Punkten der Wahrheit entsprechen. Ihr sozialistisches Werkzeug, Zinsen per BĂŒrobeschluss fest zu legen, ist genauso marktfeindlich, als wenn im chinesischen PolitbĂŒro beschlossen wird, dass eine Immobilie umgerechnet mindestens 150.000€ in einer zuvor festgelegten stĂ€dtischen Gegend zu kosten habe oder im russischen Kreml entschieden wird, dass Bananen umgerechnet nur maximal 50 Cent kosten dĂŒrfen, damit jeder Affe satt wird.

Welchen Unsinn die Menschen dieser Welt, von denen eindeutig zu viele eine zu große Diskrepanz aus Weisheit und Machtkompetenz aufweisen, auch ersinnen oder beschließen, Schuld sind am Ende immer die anderen. Weil es bequem ist, wenn man mit dem Finger auf SĂŒndenböcke zeigen kann und weil es bequem ist, wenn man mit dem geringstmöglichen Aufwand an Denkleistung den maximalsten Ertrag feiern kann.

Linke haben ihr bestmöglichstes getan um eine rechte Bewegung zum Leben zu erwecken, die in Puncto geistloser Parolen und logischferner Denkversuche, dem ihren Antlitz wie ein siamesischer Zwilling gleicht. Die politischen EntwĂŒrfe dieser nicht-Stilrichtungen lassen verzweifeln und manch einer wĂ€hnt sich schon in einem Alptraum aus dem er schnellstmöglich wieder erwachen will.

Ich habe mir immer gedacht, dass die Menschen zu wenig lesen um die Lorbeeren der zivilisatorischen Segnungen bewahren zu können. Die jungen Menschen kennen zu wenig BĂŒcher von Philosophen der AufklĂ€rung, die im Kampf mit Staat und Kirche, Thron und Altar, ihr Leben riskierten um der Wahrheit anstelle der Falschheit zum Sieg zu verhelfen. Die Philosophen der AufklĂ€rung skizzieren das Fundament des Rationalismus. DarĂŒber mĂŒssen die Denker der philosophischen Freiheitskunde angesiedelt werden. Diese Entwicklung ist linear und baute aufeinander auf. Die Philosophen der AufklĂ€rung waren der Vorreiter der liberalen Denker. Beides steht Heute unter Druck. Einerseits wird gegen liberale Elemente in der Gesellschaft agitiert, andererseits zunehmend auch gegenĂŒber Einsichten der AufklĂ€rung. Es scheint, als bewegte sich ein Teil der Gesellschaft auf einem Schiff durch den Atlantik, wĂ€hnt sich darauf sicher und unzerstörbar wie auf der Titanic und wird doch am Ende deren Schicksal klonen.

Knappe und ausreichende Reaktion auf das Sinken funktionsuntauglicher Gesellschaftsmodelle:

Blubb, blubb, blubb.