Sebastian Kurz, der sich anschickt der nächste Bundeskanzler Österreichs zu werden, möchte die Steuerlast auf 40% reduzieren. Meiner Ansicht nach geht er darin nicht weit genug. Doch das ist nicht alles, was er vermissen hat lassen zu sagen.

Steuersenkung alleine genügt nicht. Regulierungen gehören abgebaut. Diese behindern den Wohlstandsaufbau der Österreicher ebenso und verursachen Kosten. Durch Regulierung reduziert man den Wettbewerb und Produkte, Dienstleistungen, Waren sind teurer als sie sein müssten, was schlecht ist für die Österreicher als Kunden. Die Qualität bleibt hinter ihrem Optimum zurück, wenn der Wettbewerb durch regulierende Maßnahmen des Staates behindert wird und die Qualität ist nicht so hoch, wie sie sein könnte.

Die Selbstständigkeit, die Gründung von Unternehmen, die Schaffung von kleinen Betrieben, Firmen, Start Ups, die ihrerseits wiederum Arbeitsplätze schaffen, werden durch Regulierung und ihrer damit verbundenen Verhinderung von Arbeitsmöglichkeiten blockiert. Zugleich verbraucht eine jede Regulierung Ressourcen im Sinne einer Zunahme der Bürokratie. Die Staatsquote wächst mit jedem regulierendem Eingriff und würgt die unternehmerische und schöpferische Kraft ab, die entstehen könnte, wenn diese staatlichen Eingriffe nicht gegeben wären.

Ebenso sollte ein freier Bankenmarkt erlaubt werden. Regulierungen und staatliche Vorschreibungen sollten aufgehoben werden, sodass ein freies Bankenwesen in Österreich sich bilden kann mit einer den Banken zugestandenen Freiheit, ihr eigenes Geld zu emittieren, was bedeutet, dass der österreichische Staat alle Gesetze zur Erhebung eines gesetzlichen Zahlungsmittels aufkündigen muss. Die Menschen sollen auf einem freien Markt selbst über das von ihnen bevorzugte Tauschmittel befinden. Ebenso soll der Zins sich frei durch das Wechselspiel der Kräfte aus Angebot und Nachfrage ergeben und nicht durch planwirtschaftlich agierende Zentralbanken gesetzt werden, die im Sinne politischer Interessengruppen agieren und damit den Wert des Geldes manipulieren und zugleich Einfluss auf die wirtschaftliche Struktur nehmen, was zu Fehlallokationen von Ressourcen führt und Wirtschaftskrisen mit mannigfaltiger Arbeitslosigkeit produziert.

Mit großer Wahrscheinlichkeit würden Edelmetalle wie Gold und/oder Silber die Grundlage eines werthaltigen Geldfundamentes bilden, was dazu beitragen würde, dass es Wohlstandsgewinne bei Produktivitätssteigerungen für alle gesellschaftlichen Schichten geben würde. Allerdings nur dann, wenn es einen freien Markt in allen Segmenten gibt.

Die Schlagworte die Herr Kurz wieder erwecken müsste um die Zivilisation in Österreich auf- statt abzubauen, lauten: Mehrung der individuellen Freiheit aller Menschen in Österreich, Reduktion des staatlichen Apparates in allen Bereichen, Deregulierung-Liberalisierung-Entstaatlichung-Entfesselung des Kapitalismus damit die Marktwirtschaft den Menschen dienen kann und nicht umgekehrt, Zulassung eines freien Bankenmarktes und eines freien Marktes für Geld, Zins und Kredit, Abschaffung staatlich gesetzter Standards und Regulierungen zugunsten der unternehmerischen Freiheit, durch den Aufbau von Wohlstand nachhaltig die Lebensperspektiven aller gesellschaftlichen Schichten zu verbessern. Ebenso sollte der Föderalismus auf die Spitze getrieben werden, indem Gemeinden eine größere Autonomie zugestanden wird, sodass es ausschließlich Gemeinden erlaubt ist, Steuern zu erheben. So könnte in Österreich eine Vielzahl an Wettbewerben entstehen, bei denen die Menschen mit den Füßen abstimmen können, welcher Politik sie zustimmen. Die Menschen könnten ein Korrektiv sein, da sich Fehler in der Politik zu lange halten. Das geht aber nur, indem die Macht des Zentralstaates reduziert wird zugunsten einer Dezentralisation von Macht. Somit würden auch die Bürger wieder Vertrauen in die demokratischen Institutionen gewinnen, weil diese in Gemeinden näher am Leben der Menschen dran sind. Länder wie venezuela oder Nordkorea und andere zeigen vor, wie gefährlich ein Zentralstaat werden kann, der alle Macht auf sich konzentriert. Föderalismus wäre ein Schutz der Bürger gegen die Übergriffe machtbesessener Herrscher.

Würde dieser Weg eingeschlagen, wäre Österreich beschienen, mit Ländern wie der Schweiz, Liechtenstein, Hongkong oder Singapur zu konkurrieren.

Die Menschen brauchen Freiheit anstelle staatlicher Bevormundung, daraus resultiert mittels einer freien Marktwirtschaft Wohlstand und im Zuge des freien Handels mit der Welt, schöpft man nicht nur Wohlstand sondern bewahrt zugleich den Frieden. Auf diese Weise würde Österreich als Beispiel in der Welt vorangehen. Allerdings kann der Weg nur lauten, einen radikalliberalen Kurs einzuschlagen um das Wohle der Menschen aller gesellschaftlichen Schichten, frei von Zynismus voran zu bringen und nicht, eine gesellschaftliche Gruppe gegen eine andere gesellschaftliche Gruppe auszuspielen und damit Zwietracht, weitere Spaltung, Hass und sogar Gewalt zu säen. Dann nämlich würde Österreich im Chaos versumpfen.

Herr Kurz sollte sich, gerade in diesen Zeiten, als Anti-Trump erweisen und jedweden Protektionismus verneinen. Handel mit der Welt vermag die Bedürfnisse der Österreicher zu befriedigen. Nur auf sich selbst reduziert, kann nicht sichergestellt werden, dass die Versorgung auch notwendiger Bedürfnisse wie die medizinische, zu erhalten sind.

Und generell empfiehlt sich, die Schriften von Carl Menger, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek und allen anderen Opponenten der österreichischen Schule der Nationalökonomie heran zu ziehen um eine Ausrichtung des österreichischen Weges zu skizzieren.