In der westlichen Welt wächst und gedeiht der Rechtspopulismus. Viele Menschen, Politiker, Analysten und andere fragen sich, wie es dazu kommen konnte und wie man es stoppen kann.

Ich habe eine simple Antwort darauf, wie es dazu kommen konnte. Die Flüchtlingskrise war KEINE Ursache. Sie war vielleicht für manche ein Ventil, ein Beschleuniger, ein Kristalisationspunkt, aber sie war nicht die Ursache. Viele Menschen, die sich daraufhin zu Protestparteien hingezogen gefühlt haben, hatten schon seit viel längerer Zeit ein grundsätzliches Problem damit wie die Dinge so liefen.

Es war nicht der Fall, dass Menschen, denen es gut gegangen ist, mit Ausbruch der Flüchtlingskrise eine Panikattacke erhalten haben und sich gedacht haben, dass sie jetzt so wütend sind, dass sie zwischen Menschen willkürliche Unterscheidungen einführen müssen und Hetze ein bequemes Stilmittel dafür sei. So war es nicht.

Aus diesem Grunde kann man Menschenhetze auch nicht damit zurückdrängen, indem man Aufklärungsunterrichte an Schulen einführt, in denen man den Wert aller Menschen als einen gleichen Wert beschreibt. Öffentliche predigten und sozialer Druck werden es auch nicht ändern. Manche haben die irrtümliche Annahme, es handele sich um einen Wertekonflikt. Auch das ist falsch. Ein scheinbarer Wertekonflikt ist es erst geworden. Das war nicht von Anfang an der Fall. Darum ist es auch jetzt keine Lösung, den Wertekonflikt gewinnen zu wollen.

Die richtige Analyse lautet: Die Wahlen werden von den Zentralbanken beeinflusst.

Wieso ?

Weil Zentralbanken in der westlichen Welt mit ihrer niedrigen Zinspolitik Wirtschaftskrisen und damit einhergehend Arbeitslosigkeit verursachen. Alles wird zunehmend teurer. Wohnen wird teurer, Lebensmittel werden teurer, arm und reich driften auseinander. Die Menschen haben diese Probleme fälschlicherweise mit der Globalisierung assoziiert. Auch das ist falsch. Die Geldpolitik der Zentralbanken schaffen einen Nährboden für Hass, der dann undifferenziert gegen alles wütet, weil er sich entladen will. Das widerum ist keine Hetze gegen Zentralbanken sondern das haben die Vertreter der österreichischen Schule, allen voran Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek herausanalysiert. Zentralbanken zerstören den Wert des Geldes und beeinflussen damit ob und in welchem Ausmaß es Wirtschaftskrisen gibt und damit greifen sie in das soziale Gefüge einer Gesellschaft ein. Denn Teuerung kann sich logischerweise derjenige nicht leisten, der als letztes das neue Geld bekommt – nachdem alles teurer geworden ist. Wer das Geld zuerst bekommt – kauft zu den alten Preisen und erst dann setzt die Teuerung ein.

Zentralbanken sollten abgeschafft werden, weil sie keine Firma sind, die auf einem freien Markt operiert. Zentralbanken sind Institutionen, die vom Staat eine Macht bekommen haben, die keine private Firma hat. Sie finanzieren Staatsausgaben, Kriege, Sozialstaaten, Subventionen, Förderungen von politischen Programmen, Staatshaushalte, alles mögliche, was nicht aus dem freien Markt finanziert wird und zerstören damit den Wert des Geldes und erzeugen Fehlzuteilungen von Ressourcen. Da die Preise komplett verzerrt werden aufgrund dieses vielen Geldes, dass aus dem Nichts geschaffen wird, werden Ressourcen auf dieser Welt verschwendet, weil das Preissignal total gestört ist. Die Preise sind weder frei, noch echt. Sie sind allesamt verzerrt und spiegeln eine falsche Wirklichkeit vor. Somit investieren Unternehmen im Glauben, die Menschen sind reicher geworden oder haben mehr Spareinlagen und in Wahrheit hat die Zentralbank einfach den Leitzins nach unten gesetzt. Irgendwann dann werden angefangene unternehmerische Investitionen sich mitten im Prozess als unrentabel herausstellen und die Wirtschaftskrise beginnt.

Staaten regulieren alles, sie wollen eine Lizenz für jeden Furz. Ohne staatliche Lizenz darf niemand arbeiten oder Arbeit anbieten. Alles muss kontrolliert und lizenziert sein. Das verursacht Menschen, die abgehängt sind. Denn wenn sie nicht gleich beim ersten Versuch den richtigen Lebensweg einschlagen, bleiben sie gesellschaftlich in der Regel unten. Wenn man diese ganzen Regulierungen beseitigen würde, könnten Menschen die ganz unten stehen, gesellschaftlich wieder einen Aufstieg, ein Comeback schaffen, auch dann, wenn sie nicht beim ersten mal den richtigen Lebensweg eingeschlagen haben. Regulierungen verteuern ebenso Produkte. Wenn ein Staat den freien Markt für Wohnbau einschränkt indem er Regulierungen erlässt, sodass daas Angebot an Wohnraum schaffenden Anbietern schrumpft, dann muss ich mich nicht wundern, dass weniger Wohnraum bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage teurer wird. Kommt die Inflation noch dazu, explodieren die Wohnpreise.

Diese Mischung aus einer alles umfassenden Regulierung und Kontrolle durch staatliche Vorgaben, Gesetze und Standards und gleichzeitig den Eingriffen der Zentralbank, verursachen eine enorme Wut. Diese ist auch nachvollziehbar. Gleichzeitig addressieren diese Menschen ihre Wut nicht an die richtigen. Sie geben nicht den staatlichen Regulierungen und Beschränkungen, geschweige denn der Zentralbank die Schuld. Sie geben leider, im Sinne einer Sündenbockparanoia, Menschen mit kulturell fremden Hintergrund die Schuld. Das liegt im Dilemma begründet, dass die meisten Menschen, die wütend sind, nicht verstehen, was die Ursache ihrer Frustration ist. Es ist anzunehmen, dass die meisten von ihnen gefühlsmäßige Sozialisten sind, die keinen freien Arbeitsmarkt, keine freie Wirtschaft, keine Zustände somit befürworten, welche die Ursachen ihrer Frustration beseitigen können. Das ist ein Dilemma. Wenn man sich selbst in eine Sackgasse stellt, mit dem Kopf zur Mauer, sich wünscht heraus zu kommen, sich abers weigert, sich umzudrehen, dann bleibt nichts anderes als Gebrüll und Wutgeschrei.

Und jene Menschen, die wollen, dass diese Menschen aus der Sackgasse kommen, sind in der Regel genauso gefühlsmäßige Sozialisten, die widerum nichts anderes als Lösung anbieten, als genau die Ursachen, die überhaupt zu dieser Wut und Frustration geführt haben.

Das ist das gesamtgesellschaftliche Dilemma. Und hier benötigt es Aufklärer, die mit konsequent liberalen Analysen, die Lebensziele von Menschen mit der richtigen Theorie vereinen können. Denn im Moment glauben Menschen mit falschen Theorien ihre Lebensziele verwirklichen zu können, doch das wird sie nur noch mehr frustrieren, wenn sich daraufhin keine Verbesserung einstellt.

Die westliche Welt hat das falsche Geldsystem. Ich prophezeie, wenn das Geldsystem so wie es Heute ist, beseitigt würde und anstelle dessen ein Markt von freien Banken zugelassen würde, die frei darin wären, ein Geld auszugeben, wo der Kunde entscheidet, ob er es als Tauschmittel verwenden will, dann wird dieses Geld der Grundbaustein einer zukünftig freien und wohlhabenden Gesellschaft sein. Und ich prophezeie, dass wenn die westliche Welt ihre Beschränkungen und Regulierungen, ihre Zulassungshürden für berufliche Tätigkeiten usw. einfach löscht und beseitigt, dass auch die Menschen sich wieder ändern werden. Aus Hass wird dann Mitgefühl und Empathie. Menschen die spüren, dass ihr Leben besser wird, helfen anderen, zeigen Mitgefühl, sind bereit zur Toleranz.

Ich prophezeie, nur das kann die westliche Welt vor ihrem Untergang bewahren oder es wird das einzige sein, nachdem die westliche Welt untergegangen ist, wie sie eines Tages wieder geboren wird.

Nichts anderes, keine anderen Analysen, keine Predigten, kein gar nichts. Nur das hilft.

Und genau damit ist es dann möglich, dass nicht das billige Geld von zentralbanken staatliche Kriege und Länderzerstörung finanziert, was Flüchtlingskrisen auslöst. Genau damit kann man durch eine freie Marktwirtschaft Menschen aus fremden Ländern aufnehmen, sie können arbeiten, Geld verdienen und Geld in ihre Heimatländer schicken, sodass diese sich entwickeln. Es gibt dann kein „entweder-oder“, kein „die oder wir“, kein „Inländer oder Ausländer“ mehr.

Das ist die wahre Inklusion. Freiheit ist die einzig funktionierende Inklusion. Und nur sie rettet die westliche Welt, wenn man es wirklich ernst meint mit den westlichen Werten.