Manchmal fragen sich Menschen, ob vielleicht Buddhisten die friedlicheren Menschen sind, doch in letzter Zeit, bekam man nachrichten zu hören, wo es auch bei solchen Menschen zu Gewalt gekommen sein soll.

Meine Antwort dazu:

Alles in der Welt, jedes Thema, ist vermutlich grundsätzlich derart instrumentalisierbar, dass es scheinbar als Legitimation für Gewalt betrachtet wird. Das ist ein menschliches Problem unserer Spezies und hat mit den Themen an sich oft nur bedingt etwas zu tun.

Jemand stellt die Frage, ob der Buddhismus friedlich ist oder nicht. Die Wahrheit lautet: Die meisten Menschen (auf der Welt) sind friedlich, aber manche sind es nicht.

Menschen können buddhistisch sein, christlich, muslimisch, atheistisch, alles. Doch ob ein Mensch friedfertig ist oder nicht, liegt an ihm selbst und an der Kombination mit den äußeren Umständen.

Du kannst Gewalt im Namen des Christentums genauso ausüben wie im Namen des Islam oder des Buddhismus. Du kannst auch jeden Gott bestreiten und dann jemandem etwas antun. Darum haben populistische Parteien ja auch Unrecht, wenn sie denken, es habe nichts mit dem Mensch-Sein an sich zu tun, ob jemand friedlich oder gewalttätig ist sondern allein mit der instrumentalisierten Thematik.

Und gerade weil Menschen nicht allesamt friedfertig sind, braucht es einen kleinen Staat, der wenig Macht über seine Bürger ausüben kann, weil es unschön endet, wenn Menschen die nicht friedlich sind, den Anspruch erheben zu herrschen und oft werden solche Menschen von der Macht angelockt oder sie ermöglicht zumindest, dass schlechte Charaktereigenschaften eine große Auswirkung haben.

Beim Buddhismus gilt das auch. Das gilt vermutlich für alles.

Und womöglich ist das die Wahrheit, die wir als Menschen ganz grundsätzlich erkennen lernen müssen.

Doch trotz oder gerade wegen dieses menschlichen Phänomens sollte in jedwede Konfliktsituation eine Analyse der staatlichen Strukturen einfließen, denn diese üben eine indirekte Gewalt gegen Menschen aus und auf diese folgt zumeist auch eine Reaktion.

Immer dann, wenn Freiwilligkeit als Grundprinzip menschlicher Handlungen verweigert wird, brechen Konflikte aus, die andernfalls sich aus dem Weg hätten gehen oder unter anderen Bedingungen zueinander finden können. Das gilt für alle Themen.