Wenn die Österreicher frei sein wollen, müssen sich die Menschen für einen stärkeren Föderalismus, eine Dezentralisierung von Macht und größere autonome Sphären einsetzen.

Nichts schadet der Freiheit mehr als die Zentralisierung von Herrschaft, Macht und Gesetzgebung.

Die österreichische Bundeshauptstadt sollte ihre Kompetenzen verlieren. Jedes Bundesland in Österreich sollte seine eigene Steuergesetztgebung erlassen dürfen. Wettbewerb der Bundesländer untereinander anstelle eines wienerischen Wasserkopfes.

In weiterer Folge sollten die Kompetenzen der Bundesländer dezentralisiert werden. Städte und Gemeinden sollten in Österreich autonom über ihre Steuergesetzgebungen bestimmen. Kleinteilig und vor Ort können die Menschen sich dann im Sinne von größerer demokratischer Teilhabe betätigen. Der Angst vor einem Tyrannen und Despoten der von Wien aus das österreichische Geschlecht knechtet, wäre Einhalt geboten. Je dezentraler Macht ist, desto unschädlicher gemacht ist jeder Bösewicht.

Der Nationalismus sollte einem Lokalismus weichen, welcher der Lebensumwelt von Menschen weitaus stärker entspricht. Da kleine politische Einheiten dazu tendieren, stärker vom Handel abhängig zu sein als größere, könnte eine eine Tendenz zu relativ freieren Märkten die Folge sein, die zudem friedliche Beziehungen zur Welt nach sich ziehen.

In letzter Konsequenz sollen Menschen die Möglichkeit auf Sezession genießen und auf dieser Grundlage in freiwilligen Kommunen sich experimentierfreudig vergesellschaftenden Alternativen hingeben können. So können Menschen utopische, gar visionäre neue Gesellschaftsmodelle auf freiwilliger Basis und auf Grundlage von Eigentumsrechten ausleben ohne dafür andere Menschen zwingen zu müssen, mit zu machen und umgekehrt werden auch sie nicht gezwungen, sich gegen ihren Willen einem Gesellschaftsmodell unterwerfen zu müssen, dem sie nicht zustimmen. Auf diese Weise können unterschiedliche Bedürfnisse ihre reale Erfüllung finden ohne, dass es Krieg und Gewalt geben muss, um Menschen zu zwingen, nach den eigenen Vorstellungen zu leben.

Die europäische Zentralbank schädigt die Menschen in Österreich. Ebenso auch anderswo. Reiche Menschen profitieren, mehren ihren Reichtum, mehren ihr Geld profitieren von Wertsteigerungen ihrer Anlagen wie der Vermögenspreisindex aufzeigt. Arme Menschen profitieren nicht. Teurere Lebensmittel, Wohnungsmieten, Stromkosten. Wie soll man eine friedliche Gesellschaft verwirklichen können, wenn die materiellen Gegebenheiten durch politische Eingriffe die Menschen entzweien ? Auch eine österreichische Nationalbank wäre in der Lage die Österreicher zu entzweien. Aus diesem Grunde sollte auch das Geld keiner politischen Institution überlassen werden sondern einem freien Markt. Die wachsende materielle Ungleichheit ist nicht das Ergebnis eines freien Kapitalismus und wäre es zudem auch nicht. Ein freier Kapitalismus würde entgegen so mancher Vorurteile die Lebensverhältnisse der Menschen einander angleichen. Eine Zuschreibung, die man irrtümlicherseits für sozialistisch hält. Johan Norberg aber hat belegt, dass die Lebensverhältnisse umso gleicher sind, desto kapitalistischer ein Land ist. Und nur das macht auch letztlich Sinn. Je staatlich unterworfener Wirtschaft und Geld sind, desto ungleicher die Menschen. Hetze, Hass, Gewalt folgen aus einem solchen Sumpf von Frustration. Es kann nicht erst Nächstenliebe sein, einem Menschen dann zu helfen, wenn es ihm schlecht geht. Es muss Nächstenliebe sein, politische Systeme zu verhindern oder zu verändern, die in ihrer Konsequenz Menschen Schaden zufügen.

Alles was ich aber in den Medien höre oder lese, alle gegenwärtigen Politiker, Medienvertreter, Parteien etc. reden kein Wort darüber. Alle wollen im Grunde das gleiche. Eine Zunahme der Zentralmacht des Staates (jedoch in Unterscheidung zueinander durch die Geschwindigkeit des zu erreichenden Zieles) und danach wird lamentiert, wenn die falschen an der Macht sind und diese ausüben. Es ist die ewig gleiche Leier. Die echten Lösungen scheut man. Stattdessen wird vieles immer schlimmerer. Ob nun Linke oder Rechte herrschen, ob es Liberale oder Grüne sind. Es gibt keinen echten Wandel, weil es an Ideen mangelt die richtig sind. Diese sind nicht in Umlauf, werden nicht erstritten, nicht diskutiert. Es sind die ewig gleichen Ideen von denen man beim tausendsten mal erhofft, dass sie anderes zu Tage fördern.

Ich bin der absoluten Überzeugung, dass die Menschen in Österreich eine echte Alternative verdient haben. Etwas ganz anderes als das was es gibt. Eine wirkliche Chance auf individuelle Freiheit, Frieden und Wohlstand für alle Schichten. Und nicht nur Österreich. Die gesamte Menschheit hätte es verdient, aus dem Leid, dass durch mediale Berichterstattung aufgezeigt wird, enthoben zu werden.

Vorbild sollte das Amerika der Gründerväter, allen voran Thomas Jefferson und das lange Zeit recht gut verlaufende Modell der schweizer Eidgenossenschaft sein.

Eine Verwandlung in ein lediglich nächstes Russlandmodell ala top-down Befehlswirtschaft und Befehlsgesellschaft darf es hierzulande partout nicht geben. Weder Heute, noch Morgen. Für Unfreiheit darf kein Platz sein.

Es sollte einem jeden nahe gelegt sein, alle Philosophen der Aufklärung zu studieren, alle liberalen Ökonomen und Denker zu lesen, sich selbst dahingehend zu optimieren, das Rüstzeug, das Verständnis, das Gefühl und die Leidenschaft sich anzueignen und anzulesen um die historische Situation zu begreifen.

Vielleicht, das habe ich mir schon längstens gedacht, benötigt es eine zweite Phase der Aufklärung. Die Menschen, wenn man ihnen zuhört, mit ihnen spricht, äußern sich zumeist verklärt anstatt aufgeklärt. Sie sagen Dinge, die falsch sind. Sie äußern falsche Ansichten im Bezug auf Ökonomie, gesellschaftliche Philosophien, darüber was Freiheit bedeutet und auch im Bezug auf den Menschen selbst. Druck zum gesellschaftlichen Wandel geht an vielen Orten von Menschen aus, die an der Aufklärung vorbeigelaufen sind, weil die Menschen heutzutage nur noch von dessen Früchten leben, doch auch diese wachsen immer seltener aufgrund der in Artikulation perpetuierten Trugschlüsse und Irrtümer.

Niedergang ist ein schleichender Prozess. Man bemerkt ihn erst hier, dann dort und am Ende überall. Doch auch in umgekehrter Richtung ist dies möglich. Und darauf sollte nicht allein gehofft werden, dafür sollte eingestanden werden.