Immer häufiger lese ich über die Möglichkeiten eines Krieges.

Russland probe einen Krieg, weil es beabsichtige das Baltikum zu erobern, Skandinavien anzugreifen und sogar Deutschland in´s Visier zu nehmen. Dann widerum ist von einer militärischen Erprobung zwischen Russland und China zu lesen, die ihrerseits einstudieren, wie sie die USA und ihre südostasiatischen Verbündeten im Pazifik bekämpfen könnten. Von einem Mitwirken der Türkei ist dabei keine Rede, dürfte aber in anderen Artikeln und auf anderen Internetseiten und Medien eventuell zu finden sein.

Auf der anderen Seite würden hochrangige Militärs aus den USA einen Krieg gegen China durchspielen, worin auch Indien eine tragende Rolle zufallen soll, die man in einen Weltkrieg integrieren wöllte, weil dort genug Menschen leben, die ihren Kopf hinhalten könnten. Somit würde man ein Gleichgewicht zu China schaffen.

Innerhalb Europas steigen die Konflikte ebenso. H.C. Strache von der FPÖ warnte dereinst vor einem Bürgerkrieg in Österreich, der NEOS Politiker Matthias Strolz warnte vor einem Krieg in Europa in den nächsten 10/15 Jahren.

Die einen sprechen von Krieg gegen den Terror, die anderen sprechen von einem Krieg gegen Russland, China und Türkei, andere nehmen noch den Iran oder Pakistan, wiederum andere die gesamte muslimische Welt hinzu. Andere sprechen von einem Krieg gegen Linke oder Rechte und wieder andere von Kriegen zwischen europäischen Staaten oder gegen abspaltungsgewillte Regionen.

Egal was, wie, wann, wo, die Menschen sind und werden gegeneinander aufgehetzt durch eine Politisierung des Zusammenlebens. Hier täte eine Entstaatlichung wie auch in allem anderen dringend Not.

Kaum ein Artikel, der gegenwärtig sich mit wirtschaftlichen Entwicklungen auf globaler Ebene beschäftigt und in wirtschaftlichen Vernetzungen oder Expansionen keine Form von Krieg mit lediglich anderen Mitteln erkennen will.

Fast scheint es, als wenn die Menschheit in ein dunkles Zeitalter abdriftet, denn die Verrohung der Menschen, der Sprache, der Handlungen, nimmt zu. Man möchte sich weigern zu sagen und zu denken, es könne in Massenmorde und Weltzerstörung münden aber wir Menschen haben auf dieser Welt einander bereits furchtbarste Dinge angetan. Dass der Mensch zu so ziemlich allem fähig ist, im guten wie im schlechten, ist eine Tatsache. Man muss sich in Zeiten wie diesen schämen, ein Mensch zu sein, denn das die Fähigkeit die der Mensch hat, zur Destruktivität genutzt wird anstatt zur Konstruktivität ist beschämend.

Selbst wenn es zu einem 3. Weltkrieg kommen würde, dann wäre irgendwann wieder Frieden. Irgendwann würden die Menschen den ersten Tag eines Lebens beginnen, an dem sie sich die Frage stellen, wofür all das dazwischen nötig gewesen ist. Denn diejenigen die leben wollten, es aber nicht durften, kamen um. Und jene die nicht mehr hätten leben wollen, hätten sich gleich von einem Haus stürzen können, anstatt andere Menschen mit hinein zu ziehen.

Kriegstreiberei ist eine Ohrfeige für alle Menschen die aufgrund einer lebensgefährlichen Krankheit sich mit dem Tode beschäftigen müssen obwohl sie noch leben wollen. Da gibt es Menschen, die an das Leben und an das Gute glauben aber durch ein Krebsleiden bedroht sind, Tag ein und Tag aus, aber dennoch ihre Zuversicht nicht aufgeben wollen. Und dann gibt es andere, die nur noch davon träumen, Menschen zu verletzen, zu bedrohen, sie in Kriegen zu zerstören und mit ihrer Art zu jeder Form der Verschlechterung aller Zustände beitragen. Menschen, die Krieg spielen wollen, sollten sich miteinander verabreden um am anderen Ende der Welt sich auszutoben, wenn sie schon keinen anderen Lebenssinn mehr sehen. Perfide, Ungerecht, Unfair und zutiefst unmenschlich ist es, Menschen die ein anderes Leben führen wollen, einen anderen Sinn darin erkennen, mithinein zu ziehen.

Da kein Mensch Eigentum des Staates ist und sein kann, gibt es auch keine Legitimation für einen Staat, Kriege anzuzetteln oder in sie hinein zu treten und einen Teil der eigenen Bevölkerung zu opfern, als sei ein Menschenleben nichts anderes als ein Computerspiel, bei dem die Überlebenden auf den Reset-Button drücken. Tragischerweise können das all jene, die nicht mehr leben, nicht mehr.

Im Unterschied zu einer todbringenden Krankheit ist ein Krieg kein biologisches Schicksal sondern ein menschlichen Interessen geschuldetes Ereignis, dass oftmals jenen dient, die gar nicht daran teilnehmen. Zur Teilnahme bewogen werden Menschen zumeist mit Hilfe einer ideologischen Propaganda, die das Töten und das Sterben erleichtern soll. Denn hinter dieser ideologischen Propaganda stehen oftmals ökonomische Interessen. Diese widerum kommen nicht denen zugute die in der ersten Reihe an der Front stehen und an ein Vaterland glauben, dass den Glauben an den Wert des eigenen wie auch des fremden Lebens sowohl, als auch des Glücks und der Freiheit ersetzt hat. Aufgrund dieser Wertpervertierung und Wertumkehr gelingt es, manipulierte Menschen für Handlungen gefügig zu machen, gegen die sie sich ansonsten wohl eher auflehnen würden.

Kriegen und insbesondere Weltkriegen gehen zumeist Eingriffe des Staates in das Wirtschaftsgeflecht der kapitalistischen Ordnung voraus. Staatliche Eingriffe schaffen wirtschaftliche Schieflagen aus denen heraus soziale Gebrechen entstehen. Die Menschen werden unzufriedener, frustrierter, lassen sich für politische Agenden radikalisieren oder instrumentalisieren. Man kennt das auch von Menschen, die sich für Terrorismus vereinnehmen lassen. Die gesellschaftliche Atmoshphäre erhitzt sich. Die Suche nach Sündenböcken steigt und zugleich damit auch das innergesellschaftliche Konfliktpotential. Währenddessen heizen Zentralbanken durch ihre Politik des billigen Geldes die Entwertung der Kaufkraft an. Preisteuerungen welche die ärmsten am stärksten betreffen, schaffen zunehmende soziale Gebrechen und provozieren die nächste Stufe der Eskalation und Radikalisierung. Die gesamte Gesellschaft gerät in eine Waschmaschine von Verzerrungen, die sie ordentlich durchschüttelt. Werte gehen dabei verloren und die Welt in der man Gestern noch gelebt hat, kann Morgen schon verschwunden sein. Am Ende rollen Panzer, fahren Kriegsschiffe, fliegen Kampfflugzeuge, fallen Bomben, schießt es aus Gewehren. Der Mensch wird zu des Menschen Wolf.

Die staatlichen Eingriffe weiten sich von der Disharmonie gesellschaftlicher Gruppen und Individuen zueinander aus bis hin zu sich verstärkenden politischen Disharmonien zwischen verschiedenen Ländern.

Jedoch ist ein Krieg nicht ausschließlich nur ein Ergebnis aus staatlichen Eingriffen. So kann ein Krieg auch eine willkommene Ablenkung der Herrshenden zu einem Zeitpunkt darstellen, bevor das durch sie beherrschte System in Frage gestellt wird. Die in-Frage-Stellung eines Systems reißt Risse in die Gefolgschaft der Menschen und in die Loyalität zum Staat. Ein Krieg dient darum auch der Erneuerung dieses Bündnisses um die Menschen dem Staat gefügig zu machen indem sie sich mit diesem, ihrem Vaterland, identifizieren.

Der Staat der ihnen die Möglichkeit genommen hat, Schmied ihres eigenen Lebensglückes zu sein, verlangt im Krieg von ihnen, ihr Leben gleich in vollem Umfang aufzugeben.

Gegen diese Gespenster der Vergangenheit, die Heute salonfähig gemacht werden sollen, indem Kriegstreiberei, politische Aggression, Sündenbockpropaganda und Konflikte geschürt werden, hilft ausschließlich nur ein Mittel. Es bedarf einer Bewegung, die sich der Werte und Blickwinkel des klassischen Liberalismus annähert und die linke sowie rechte Propaganda gegen den Liberalismus spöttisch abtut.

Nur liberale Werte sind im Stande, die sozialen Zerüttungen der Gesellschaft wieder zu glätten, den armen Menschen Aufstiegschancen zu geben und der Mittelschicht ihre Abstiegsängste zu nehmen. Die Abstiegsängste der Mittelschicht resultieren aus einem Gefühl, dass Unbehagen auslöst. Es ist die Wahrnehmung, dass es kaum möglich ist, gesellschaftlich aufzusteigen, aber recht einfach, abzusteigen. Es ist das Gefühl, als wenn das beste was man erreichen könne, die Verteidigung des Status Quo sei, egal wie hart und ausdauernd man arbeitet. Und die armen Menschen dagegen können sich auf den Kopf stellen. Viele finden keine Arbeit, die auch ihnen entspricht und zu ihnen passt. Und zugleich stimmt das Verhältnis aus Leistung, Einkommen und Auskommen längst nicht mehr. Die Einkommen, die Preise, alles ist durcheinander und jeder schreit, die Politik, der Staat möge helfend einspringen. Doch der Staat hat es verursacht. Erst wenn er sich zurückzieht, werden Chancen, Harmonie und Frieden in die Gesellschaft als eine Form von Ordnung zurückkehren. Ein starker Staat schafft Unordnung und Chaos, weil er sich aufspielt wie ein Rüpel der in der Schule die Schwächeren bedrängt und auspresst. Ordnung dagegen ist eine Angelegenheit des Rechts. Dass Menschen frei von staatlicher Gewalt an der Verbesserung ihres Lebens arbeiten dürfen ist ein Recht. Dass Staaten mit Hilfe ihres Gewaltmonopols Gesetze erlassen dürfen um Menschen an der Verwirklichung ihrer Lebensverbesserungen zu behindern, ist dagegen kein Recht.

Kapitalismus gehört allen Menschen, nicht nur der herrschenden Klasse, nicht nur den Reichen, den Eliten, dem Establishment. Die Armen müssen Kapitalismus fordern ! Kapitalismus vermag es, arme Menschen in eine Situation größeren Wohlstandes, größerer Unabhängigkeit und größerer Selbstbestimmung zu versetzen. Arme Menschen sind benachteiligt durch Gesetze, die ihren gesellschaftlichen Aufstieg verhindern. Das staatliche Berechtigungswesen ist hierbei eine Form der Arbeitsmarkt- und Einkommensregulierung.

Wenn Sozialisten den Kapitalismus für ihre Zwecke und Interessen benutzen und ihn dabei an die Leine nehmen, dann nutzt der eingeschränkte Kapitalismus nicht mehr den Interessen aller Menschen. Und Menschen die den Kapitalismus für ihre eigenen Interessen benutzen, sich aber dagegen aussprechen, den Kapitalismus für alle Menschen zu entfesseln, weil sie dann von einem Raubtier sprechen, dass man aus dem Käfig gelassen hat, sind Sozialisten. Wofür sie plädieren ist ein Sozialismus der Eigentümer, weil sie den Staat beauftragen, ihr Eigentum in dem Sinne zu schützen, dass keine freie Konkurrenz und kein freier Wettbewerb aufkommen mag, der ihre Pfründe gefährden könnte. Kapitalismus wird somit zu einem Privileg derer, die wirtschaftlichen Erfolg und somit politischen Einfluss an sich binden können. Umso mächtiger ein Staat, desto größer der Anreiz für jene Interessengruppen ihren Lobbyismus zu vertiefen und auszubauen.

Frieden in der Gesellschaft, Frieden in der Welt, Wohlstand in der Gesellschaft, Wohlstand in der Welt, Freiheit in der Gesellschaft, Freiheit in der Welt, gibt es nur durch einen Abbau staatlicher Macht, einer Entfesselung des Kapitalismus, durch Abbau staatlicher Eingriffe-Regulierungen-Besteuerungen-Privilegien-Benachteiligungen-Lizenzierungen-Berechtigungen-Zölle usw.

Um einen Neofeudalismus zu verhindern, in dem arme Menschen, die durch staatliche Eingriffe in eine Situation der eigenen Unselbstständigkeit und somit Abhängigkeit von staatlichen Institutionen gebracht werden, der seinerseits zynisch und perfide die Menschen mit repressiven Bevormundungen gängelt und unterwirft, braucht es eine Wiederkehr klassisch liberaler Gedanken. Es braucht eine Wiederkehr der philosophischen Überlegungen und Gedanken all der Denker, die einst an der Aufklärung mitgewirkt haben. Eine Aufklärung, die dem Anspruch des taatlichen Absolutismus etwas entgegen gesetzt hat. Eine Aufklärung die das menschliche Denken von der Einflussnahme der herrschaftsorientierten Kirche befreit hat. Eine Aufklärung, die erkannt hat, dass es das Menschenrecht jeden Individuums ist, frei zu sein vor der Gewalt anderer – gleichgültig ob es sich um kriminelle Räuberbanden, dem Staat oder die Kirche handelt. Daraus folgt wie durch die Schönheit einer mathematischen Gleichung ein materieller Wohlstand, der verglichen mit allen denkmöglichen Optionen menschlicher Vergesellschaftung den höchsten Grad an materieller Zufriedenheit für alle Menschen erreicht. Freier Handel bewirkt die Entfaltung des komparativen Vorteils und Ressourcen, auf deren Schonung ökologisch sensibilisierte Menschen nicht müde werden hinzuweisen, finden auf die schonungsvollste und effizienteste Art und Weise Verwendung. Die Steigerung der Produktivität bewirkt das Sinken von Preisen und führt dazu, dass Geldeinheiten frei und verfügbar werden für andere Güter und Dienstleistungen. Das Wechselspiel und Zusammenspiel aus all der Arbeit, all den Preisen und dem Kapital führt zu einem dynamischen, weil in ewiger Veränderung begriffenen aber harmonischen Zustand. Und ganz nebenbei sinkt jene Arbeitszeit, – welche neuerdings in Österreich beispielsweise durch das Interesse von Gastronomie und Industrie auf, bei Bedarf, 12 Stunden angehoben werden kann – die für ein Mindestmaß an materiellem Wohlstand notwendig erscheint.

Der Staat hat kein Interesse an einer Freiheit vor dem Staat. Diese muss, wie Ludwig von Mises es immer betont hat, dem Staat abgerungen werden. Freiheit gibt es weder geschenkt, noch wird sie einem nachgeworfen. Wenn man aufhört, sie zu verteidigen oder zu erringen, dann wird nicht nur das eigene Hab und Gut im Zweifel zum Eigentum des Staates sondern auch der Mensch.