Jeder Mensch ist ein Individuum und normalerweise würde der Einzelne aus seiner individuellen Existenz seine Identität heraus ableiten.

Werden die Möglichkeiten des Einzelnen jedoch durch staatliche Eingriffe oder die verheerenden wirtschaftskriselnden Folgen der Zentralbankpolitik geschmälert, so folgt eine Frustration, ein Gefühl der Ausweglosigkeit gegenüber der eigenen Existenz und damit der eigenen Identität. Man möchte sich nicht damit identifizieren, auf der Stelle zu stehen oder sich mit immer schlechteren Lebensbedingungen anfreunden zu müssen.

Diese Unzufriedenheit mit der eigenen Identität hinterlässt ein seelisches Ungleichgewicht, dass daraufhin zunehmends von politischen Kollektivideologien gefüllt wird. Islamismus, linker Fanatismus (Kommunismus, Sozialismus), rechter Fanatismus (Nationalismus) etc. sind die Folge und fallen auf fruchtbaren Nährboden, weil sie die Identität des Einzelnen mit seiner individuellen Existenz ersetzen.

Das bedeutet: Wenn staatliche Macht, Gewalt, Herrschaft und Einfluss reduziert, abgebaut oder beseitigt werden, daraus erfolgend die Menschen ihre natürlichen Chancen wieder wahrnehmen können ihr Leben zu verbessern, dann reduziert sich der Nährboden für politische Kollektivismusideologien, denn dann nimmt sich der jeweils Einzelne wieder wahr und steht in seinem Drang und Wunsch sein Leben zu verbessern wieder im Zentrum seines Geistes und nimmt fortan Abschied von der Selbstopferung der eigenen Individualität, die als Nummer in einem Kollektivsystem nur ein ersetzbares Rädchen darstellt.