In einem freien Land, wo Menschen ihre Meinungen und Ansichten sagen dürfen, ohne dass der Staat sie durch Strafandrohung daran hindert, ein freies Land in dem Menschen Informationen erwerben und auch weitergeben dürfen, ohne dass der Staat sie durch Strafandrohung daran hindert – in einem solch freien Land gehen Menschen aufrecht die andernfalls auf dem Stand eines Primaten in gebückter Haltung und mit gesenktem Kopf sich fortbewegen würden. In einem freien Land kann selbst ein durchschnittlicher Mensch durch sein Wissen interessant und seine Äußerungen interessant erscheinen oder gar bewundert werden. In einem unfreien Land ist er noch nicht einmal durchschnittlich.

Es gibt einen Unterschied in der Körperhaltung, der Körpersprache, der Ausstrahlung, des Charisma, des Selbst-Bewusstseins und des Bewusstseins hinsichtlich der eigenen Wirkung – man nennt es Reflexion, zwischen Menschen, die in freien Ländern leben und Menschen die in unfreien Ländern leben.

In unfreien Ländern sind Menschen in ihrem gesamten Dasein ein Ausdruck der Gebrochenheit. So sehr sie versuchen ihren stolz zu bewahren, so sieht man ihnen den geraubten Teil ihrer Menschlichkeit an, den sie nicht entwickeln dürfen. Es ist, als würde der Staat diese Menschen zwingen mit einer Behinderung zu leben, die sie davon abhält, ihrer ehestmöglichen Vervollkommung näher zu treten.

Den freien Handel einzuschränken, Zölle und Regulierungen zu erlassen, all das dient immer nur einer reichen Klientel, der Großfinanz, den Großkonzernen, der Großindustrie, den an Wettbewerbsfeindlichkeit interessierten Fürsten in der Wirtschaftswelt. Ihre durch staatliche Eingriffe privilegierte Position ermöglicht ihnen den aufrechten Gang zu praktizieren, den sie nur all zu gerne in der Öffentlichkeit als auch Privat demonstrieren. Der diese Privilegien zu bezahlende Konsument der effektiv eine Steuererhöhung verspürt, sowie auch all jene Menschen, die von einem Geschäft, dass sie hätten ausüben können oder für das sie hätten eingestellt werden können, wenn es ein anderer hätte ausüben können, doch nicht leben können und vielleicht anstelle dessen in der Arbeitslosigkeit bleiben, werden ihrer Möglichkeit, den aufrechten Gang zu praktizieren durch des Staates Wille behindert. Als wenn es ein Interesse daran gäbe, einen Teil der Menschheit auf den niederen Stand des Affen zu reduzieren, fühlen sich Interessengruppen verliebt in die Vorstellung, mit dem Staat ein Kind zu zeugen.

Freiheit ist die Voraussetzung um als menschliches Lebewesen das Maximum an Selbstbewusstsein aufbauen und entwickeln zu können. Unfreiheit ist nicht nur eine materielle Knechtung sondern auch ein Angriff darauf, dass sich im Mensch-Sein die Göttlichkeit des Lebens widerspiegelt. Der eine mag es ein Wunder des Lebens nennen was den Menschen anbelangt. Der andere erkennt darin einen Ausdruck des Göttlichen. Menschen die diese Göttlichkeit mit Hass und Hetze befehden, können noch nicht einmal als atheistisch betrachtet werden, da dieses die Möglichkeit der Humanität miteinschließt.

Der Verlangen, eigene Ziele, Interessen, Werte, Gesellschaftsvorstellungen mit der Staatsgewalt durchsetzen zu wollen, ermöglicht den schrittweisen Aufbau einer Macht, die das Individuum mehr und mehr seiner Menschlichkeit beraubt. Die vielfältigen Fähigkeiten gehen verloren, wenn der Mensch zum Bittsteller von Interessenpolitik im Namen der Allmacht des Staates wird.