Verfolgt man die Medien, dann wird man feststellen, dass von Zeit zu Zeit darüber lamentiert wird, dass chinesische Produkte aufgrund von Subventionen zu billig sind. Als Vorwand für die eigene protektionistische Abschottung gegenüber diversen chinesischen Produkten wird neben ihrer Billigkeit auch die durch den chinesischen Staat betriebene Subvention genannt – als wenn es in der EU und den USA nicht auch für allerlei diverse Subventionsgelder geben würde.

Zum einen ist der Vorwurf, dass der chinesische Staat bestimmte Produkte subventioniert die auf den Weltmarkt gelangen korrekt. Doch daraus erwächst im Grunde kein Problem, so lange die eigene Wirtschaft aus einem freien Markt besteht. Das ist dann auch das Problem der EU sowohl als auch der USA. Hätten die EU und die USA einen im Sinne des klassischen Liberalismus freien Markt, dann wäre es ein großer Vorteil für die europäische und amerikanische Bevölkerung, wenn die Regierenden Chinas so „blöd“ sind und den Wohlstand der westlichen Länder finanzieren, indem sie den chinesischen Bürger veranlassen, den westlichen Bürgern billige Produkte mittels Steuern zu finanzieren. Die Menschen in der EU und den USA würden weniger Geld für Stahl, Aluminium usw. ausgeben und können ihre Differenz in andere Unternehmungen stecken, in denen dann Arbeitsplätze geschaffen werden. Da die EU und die USA jedoch keinen freien Markt haben, wird das was in China geschieht zu einem Politikum. Hätten die EU und die USA einen freien Markt, könnte man entspannt und gelassen damit umgehen, was in China passiert und es gäbe keinerlei Anreiz für Handelskonflikte.

Weiters lautet der Vorwurf, den die EU und die USA gegenüber diversen chinesischen Produkten aussprechen, dass diese „zu billig“ seien.

„Zu billig“ sind der EU und den USA diverse chinesische Produkte darum, weil in der EU und den USA KEIN freier Markt existiert. In der EU sowohl als auch in den USA gibt es, dank staatlicher Eingriffe, regulierte – unfreie – Märkte. Aufgrund dieser künstlichen Verknappung von Angebot die durch staatliche Eingriffe hervorgerufen werden, sind die Produkte in der EU wie auch in den USA teurer und die in diesen Branchen zu erzielenden Einkommen darum bedingt auch höher als sie sein müssten.

Um dieses Niveau an Preisen und Einkommen aufrecht zu halten, erweisen die EU als auch die USA der Billigkonkurrenz eine Absage. Subventionierte Güter aus dem Ausland stellen für ein solch starres, künstliches, durch staatliche Eingriffe geschaffenes System der Preise und Einkommen eine ebensolche Bedrohung dar wie die Idee eines freien Marktes, der den Menschen erlaubt, in freie Konkurrenz mit den etablierten Unternehmen zu treten.

Somit bleiben die Menschen in der EU wie auch in den USA in einem System gefangen, dass sie zwingt, höhere Preise für eine Qualität zu bezahlen die in einem freien Konkurrenzwettbewerb zur Erfüllung der menschlichen Bedürfnisse eine größere Motivation erfahren würde.

Statt dass die Freiheit des Menschen im Mittelpunkt steht, stehen Sonderinteressen diverser wirtschaftlicher Akteure im Zentrum der staatlichen Wirtschaftspolitik. Besonders zu leiden haben darin die armen Menschen, die weder eine unternehmerische Freiheit vorfinden um sich entweder selbstständig machen zu können oder durch jene eingestellt werden können, die es anstelle ihrer tun würden oder die durch Investitionsausweitungen in die Lage versetzt werden, mehr Jobs zu schaffen, weil die Abgabenquote statt an die staatlichen Ämter in die Schaffung neuer Arbeitsplätze gelangt.

Dieses System schürt nicht nur Handelskonflikte sondern im schlimmsten Falle auch die Möglichkeit von Kriegen. Dies war schon in der Vergangenheit gewesen, warum sollte die Zukunft eine andere sein, wenn die Menschen sich von Generation zu Generation einreden lassen, dass menschliche Freiheit schlecht und staatliche Allmacht etwas anzustrebendes seien ?

Wenn Frieden und Wohlstand ein ernst gemeintes Interesse vorfinden wollen, ist es unabdingbar sich für Freiheit des Individuums einzusetzen (gerade für die Freiheit des anderen und nicht nur für die eigene) und auf eigene Vorteile, die durch Gesetze zur Erfüllung gelangen sollen, zu verzichten.