Die in rechtspopulistischen Kreisen wieder entdeckten Irrlehren über Rasse und Volk, sind nicht ganz ohne Kalkül und Ziel.

Der links stehende politische Gegner soll nicht nur in seinen wirtschaftspolitischen Auffassungen sondern auch in seinem Weltbild attackiert werden. Umso größer die allgemeine Unzufriedenheit, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass eine an die niedersten Instinkte des Menschen appellierende Ideologie auf Anklang oder zumindest nicht nicht auf empörte Ablehnung stößt.

Hinter derartiger Propaganda steht immer auch ein ökonomisches Interesse, dass diejenigen bedienen soll, die in einem reinrassigen, völkisch harmonisierten Markt den Ton angeben. Dies ist schlecht für die Konsumenten im allgemeinen und positiv für einige wenige, deren künstlich höhere Einnahmen ihnen einen Lebensstil bereiten, der nicht ausschließlich auf eigener Leistung beruht. In anderen Worten lässt sich dieser Zustand auch als Protektionismus beschreiben. Protektionismus zeigt sich in verschiedenen Formen, diese ist eine davon.

Dass die Welt eine sicherere wird, wenn man gegen andere Menschen hetzt oder die eigene Bevölkerung dahingehend geistig manipuliert, dass ihre eigene ethnische Gruppe über der von anderen stehe, glaubt nur jemand, der alles glaubt außer die Wahrheit. Logischerweise sind Menschen auch eher bereit, ihr Leben in einem vom Staat und seinen dahinter stehenden Interessengruppen angezettelten Krieg ihr Leben beenden zu lassen, auch wenn sie noch so viel Leben vor sich hätte, wenn die Menschen zu Werkzeugen des Staates und seiner dahinterstehenden Interessengruppen instrumentalisieren lassen. Wem der Gedanke an die eigene Rasse oder die Nation höher liegt als das eigene Leben, der könnte mit all denen, die im Namen Gottes oder Allahs bereit sind, ihr Leben wegzuwerfen, während sie das Leben anderer zerstören, in eine gemeinsame Selbsthilfegruppe setzen. Denn die sie alle heimgesuchte Krankheit ist der Kollektivismus, der ihnen ihre Identität mit sich selbst und dem Wert von Leben genommen hat.

Was ich Heute schreibe, hätte ich wohl früher nie für möglich gehalten. Ich habe mir wahrlich nicht vorstellen können, dass ich einmal in die Lage versetzt sein werde, in einer Art und Weise zu schreiben, wie ich es auch zur Zeit der Entstehung der nationalsozialistischen Bewegung getan hätte.

Die Probleme der westlichen Zivilisation liegen in dessen Geldsystem begraben. Wie Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek herausgearbeitet haben, verursacht ein Geldsystem, bei dem ein Teil des umlaufenden Geldes (auch in Kreditform) kein Wert entgegensteht Wirtschaftskrisen. Diese gab es 2008, die in den USA ihren Ausgangspunkt nahm und bis Heute, 2018, nicht gelöst worden ist. Die westlichen Zivilisation ist überschuldet. Aus Schulden erwächst aber kein Wohlstand. Diese Schulden wurden begangen, weil der Leitzins durch die Zentralbank auf eine x-beliebige Höhe gesetzt wurde. Heute noch tiefer als damals. Die falsche ökonomische Theorie, die Sir John Maynard Keynes einst in´s Leben gerufen und unter den marktfeindlichen Staatspropagandisten euphorische Zustimmung erhalten hatte, beruht darauf, dass die Zentralbank den Leitzins künstlich niedrig halten soll, damit sich Private und auch der Staat zu günstigen Konditionen verschulden können. Dies soll die Wirtschaft ankurbeln und den Wohlstand mehren. Das heißt, die keynes´sche Doktrin besagt: Nicht Produktion von Gütern und Dienstleistungen schafft Wohlstand sondern mehr Geld, entweder in Form gedruckten Papiers oder in Form von Krediten. Doch muss jedem halbwegs Gebildeten Menschen klar sein, dass kein Mensch dadurch reicher wird, indem er Geld druckt sondern indem er mehr produziert. Von einer Zunahme an Geld profitieren nur wenige, nämlich die Reichsten. Darum geht die soziale Kluft auch auseinander. Es ist das Ergebnis des Inflationismus, der durch Sir John Maynard Keynes zur beliebten Wirtschaftspolitik in der gesamten Welt wurde. Ob USA, Europa, China usw. Der Inflationismus erzeugt künstliche Boom-Phasen, welche die Wirtschaftstätigkeit anregen und den Menschen das Gefühl von Aufbruch und steigendem Wohlstand vermitteln. Das aber ist die trügerische Fata Morgana, das süß schmeckende Gift. Denn zu einem darauffolgenden Zeitpunkt beginnen die ersten Unternehmen zu merken, dass ihre Unternehmungen unrentabel sind und die Krise, die Rezession, die Depression, nimmt ihren Lauf. Massenarbeitslosigkeit, Finanzkrise, Bankenkrise, Staatsschuldenkrise und politische Radikalisierung sind die Schlagworte die daraus hervorgehen.

Dieser Inflationismus ermöglicht all jene Staatsverschuldung, die einstweilen in der Krise als problematisch empfunden wird, weil die Krise nichts anderes als eine Bereinigung der falschen Strukturen darstellt, die zuvor aufgebaut worden sind. Kredite verteuern sich darob und der Staat kann im Zweifel seine Ausgaben nicht mehr bedienen. Er muss bankrott anmelden. Was bedeutet dieser Bankrott für alle die Menschen, die vom Staat abhängig sind ? Arme Menschen, Rentner, behinderte Menschen, kranke Menschen usw. ? Bedeutet es ihren Tod ? Hier wird zur tragischen Vollendung geführt, was die Jahrzehnte davor niemand begreifen wollte. Wann immer man von liberaler oder libertärer Seite argumentiert hat, dass ein freier Markt allen Menschen und zuvorderst den Bedürftigsten am meisten hilft, wurden diese Äußerungen von all denen geschmäht und in der Lächerlichkeit preis gegeben, die behauptet haben, der Staat müsse sich doch um alle Menschen kümmern und man dürfe nichts dem freien Markt und dem ach so bösen Kapitalismus überlassen. Wenn der Staat in´s Wanken gerät, weil das was die Liberalen und die Libertären wissen, vom Rest der Gesellschaft geleugnet wird, dann geht es für die Menschen die am Bedürftigsten sind um Leben und Tod.

Der Staat hätte niemals so mächtig werden dürfen wie er es Heute ist. Alle Staaten dieser Welt hätten den Zustand Amerikas unter Thomas Jefferson 1776 übernehmen und ihn einfrieren sollen. Keine demokratische Möglichkeit, illiberale autoritäre Struktren zu schaffen, keine Zunahme von Ministerien beim Staat die allesamt in das Leben der Menschen eingreifen, keinerlei Kriegsgefahren und diktatorische Wendungen, keine Handelskriege, kein Menschenhass der wie ein übler Flaschengeist – der allgemeinen Unzufriedenheit über die eigene Situation entspringend – aus der Büchse der Pandora entweicht.

Ich erinnere mich noch sehr genau an die Anfänge der rechtspopulistischen Bewegung. Im Internet gärte es. Einerseits aufgrund des islamischen Terrors, auf anderen Seiten aufgrund des Euro und des erwähnten Inflationismus. Daher war auch die AfD zuerst eine euroskeptische Partei, ehe dann der zweite Groll über den islamischen Terror hinzu kam und ersteres dominierte.

Um dem Rechtspopulismus, der zuweilen keine Anstalten macht, auch tatsächliche Menschenrechte (und nicht nur Ansprüche darauf) zu beschneiden, in seine Schranken zu weisen, müsste das Geldsystem auf vollkommen andere Beine gestellt werden oder anders gesagt, überhaupt erstmal vom Kopf auf die Füße. Denn so wie es gegenwärtig ist, muss damit zu rechnen sein, dass das Schlimmste uns erst bevorsteht. Mit einer umverteilenden Haftungsunion betritt man die nächste Eskalationsstufe auf diesem falschen Pfad. Kann man denn Kriegswahrscheinlichkeiten ausschließen ? Wenn Länder nicht mitziehen wollen, wird es dann einen europäischen Einigungskrieg geben, der analog zu jenem in den USA zwischen Nordstaaten und Südstaaten ihren Ausdruck findet ? Oder wird Europa dadurch zur Einigung gezwungen indem es einen Krieg nach außen gibt ? Russland, Türkei, China ? Oder sogar gegen die USA ? Oder alles aufeinmal ? Kriege im inneren, Kriege nach außen und eine Welt voller Elend, Leid, Armut und Tristesse.

Klingt nach hartem Tobak und wünscht sich niemand aber wenn es niemand anspricht, dann kann niemand aus Angst davor versuchen etwas dagegen zu tun. Jeder kleine Schritt kann helfen. Doch gar nichts zu tun hilft gar nichts.

Das Geldsystem müsste entstaatlicht werden. In einem freien Kapitalismus, einer von Menschen für Menschen eingerichteten Gesellschaftsordnung des freien Marktes würden freie Banken Geld und Vertrauen produzieren. Allein durch den Wettbewerb um freiwillig zahlende Kunden gäbe es ein Rennen um das wertbeständigste Geldmittel. Zinsen würden ein Ergebnis freiwilliger wirtschaftlicher Aktionen darstellen und wären nicht das Produkt eines Zentralbankbüros, indem die Chefiteten sich vorab überlegt hätten, wohin sie den Leitzins setzen wollen. Markt und nicht Zentralbankbüro muss die Lösung lauten. Das zentralbankbüro ist nichts anderes als eine planwirtschaftliche Einrichtung die darüber entscheidet, wie hoch der Zins ist. Das heißt, nicht die täglich unter spontan-dynamischen Bewegungen stattfindenden Marktprozesse aus Angebot und Nachfrage sowie Spareinlagen, Investitionen und dergleichen bilden die Höhe des Zinsfußes sondern politisch ermächtigte Personen. In anderen Worten, unser heutiges Geldsystem ist eine Planwirtschaft. Und von Planwirtschaften muss man wissen, dass sie keinen Wohlstand für die Allgemeinheit produzieren, keine Deckung von Angebot und Nachfrage zu Stande bringen, die einen Menschen begünstigen und die anderen Menschen benachteiligen, einen insgesamten Lebensstandard hervorbringen der geringer ist, als er sein würde, wenn die Menschen frei wären zu handeln und der immer wieder in wirtschaftlichen Zusammenbrüchen mündet, die abermals die Bedürftigsten am schwersten treffen. Kredite die angesucht und vergeben würden, wären freie Kredite und sie beruhten auf der tatsächlichen Markthöhe von Zinsen, die widerum ihrerseits auf die vorhandene Sparquote innerhalb der Gesellschaft reagierten. So würde ein freier Geldmarkt mit einem allgemein freien Markt sich vernetzen und organisch jede Zelle in dieser gesellschaftlichen Ordnung organisch miteinander interagieren. Da der Markt frei wäre, würden Anpassungen flexibel stattfinden können und menschliche Bedürfnisse könnten eine deutlich höhere Befriedigung vorfinden als wenn man staatliche Ämter und Behörden damit betraute. Jeder Mensch wäre in die Möglichkeit versetzt, selbst der Markt zu sein, den er sehen möchte, selbst das Angebot zu sein, dass er vorfinden möchte.

Dem Rechtspopulismus und seiner in Teilen menschenfeindlichen Ausprägung kommt man nicht durch Moralisierung und Vorhaltung werteorientierter Standards bei sondern nur durch einen Abbau von Staatseingriffen und der Zulassung, dass menschliches Handeln alias freier Kapitalismus in das Zentrum unserer Betrachtungen gelangt. Nicht Staat sondern das Individuum ist der Kern einer funktionierenden gesellschaftlichen Ordnung. Nur durch die Freiheit des Individuums ist es möglich, dass Wohlstand allgemein und nachhaltig wachsen kann und nicht bloß eine Zahl des Bruttoinlandsproduktes abbildet, deren großer Teil bei den tatsächlich lebenden Menschen gar nie ankommt. Es muss vielen Menschen seit längerer Zeit doch seltsam erscheinen, wenn zwar die Zahlen des BIP kontinuierlich ansteigen, gleichzeitig aber bei vielen Menschen keine Verbesserung in ihrem realen Leben eintritt. Das BIP ist nicht verlässlich, weil darin unrentable staatliche Wirtschaftstätigkeiten berücksichtigt werden, die keinen Wohlstand erzeugen sondern ihn verkonsumieren. Würde der Staat 10.000 Zwangsarbeiter anstellen um Löcher graben zu lassen die hinterher wieder geschlossen werden, würde das BIP ebenfalls wachsen, doch der Wohlstand in der Bevölkerung nicht. Im BIP werden sowohl privatwirtschaftliche als auch stattlich subventionierte Tätigkeiten miteinbezogen. Wohlstand entspringt seiner Quelle nach aber nur den privatwirtschaftlichen tätigkeiten da die staatliche Subvention lediglich einen Anteil des erwirtschafteten entwendet. In China beispielsweise entstehen in Städten zweiten Ranges hunderte, vielleicht gar tausende Wohnhochhäuser. Doch abgesehen von Städten wie Peking, Shanghai und anderen Megametropolen stehen diese meist leer, da sie für eine Klientel gebaut wurden, die a) vor Ort nicht das Geld hat um dort einzuziehen, b) nicht das Interesse hat, dort zu wohnen. So werden dank staatlicher Hilfe Ressourcen verschwendet die anderswo – wäre der Markt frei -besser eingesetzt würden. Doch das BIP wächst trotzdem, auch wenn niemand dadurch ein besseres Leben hat als zuvor.

Die Staatsschulden sind ein weiteres Problem. Die Ausgaben des Staates sind ein Indiz dafür, wie sehr der Staat die Privatwirtschaft melkt und abwürgt. Diese kann somit die Arbeitslosen gar nicht absorbieren, von Flüchtlingen ganz zu schweigen. Wenn der Staat seine Ausgaben reduziert muss er Aufgaben, die er sich im Laufe der Zeit zu eigen gemacht hat, an die Privatwirtschaft veräußern. Dieser Prozess ist im Idealfall eine Entstaatlichung des Aufgabenbereiches. Soll heißen, der freie Markt befindet im Sinne von Angebot und Nachfrage darüber. Im schlechteren Falle, findet lediglich eine Privatisierung statt. Soll heißen, der Staat definiert die Bedingungen unter denen es zum Verkauf an einen privaten Anbieter kommt. Dieser nimmt dann quasi die Stelle des Staates ein und es kommt dabei oft vor, dass die Preise steigen. Der Zustand ist ein quasi-Monopol. Das ist es, was Gegner der Privatisierung meist befürchten. Doch deren Alternative, die Angelegenheit auf alle Ewigkeit beim Staat zu belassen ist undurchführbar und falsch. Sie gehört den Menschen zurück gegeben und dafür braucht es eine komplette Entstaatlichung des Bereiches, keine Privatisierung. Der Unterschied: Die Entstaatlichung ermöglicht, dass aus dem Prozess von Angebot und Nachfrage ein Markt mit Wettbewerb entsteht, der die Preise günstig und die Qualität hoch hält. Die reine Privatisierung entlastet lediglich den Staat, nicht aber zwingend den Konsumenten. Es ist durchaus eine Tragödie dass selbst Liberale diesen Unterschied nicht oft genug ansprechen und deutlich herausarbeiten, wenn es zu derartigen Situationen kommt. Um das Währungsproblem und die Problematik permanenter staatlicher Einmischung in den Griff zu bekommen, muss der Staat seine Finanzen in den Griff bekommen. Dies gelingt in erster Linie durch eine Reduzierung der Ausgaben. Ministerien gehören geschlossen und die dort Bediensteten sollten entlassen werden. Ihr künftiger Arbeitsbereich sollte in einem freien Markt sich befinden. Staatliche Subventionen, Rüstungs- und Militärausgaben gehören gestrichen, der Sozialstaat entstaatlicht, sodass es einen freien Markt für die Bedürfnisse der Bedürftigen gibt und gleichzeitig ganz dringend einen freien Arbeitsmarkt, der viele der gegenwärtig Bedürftigen in Lohn und Brot nimmt, sodass die Zahl der Bedürftigen auf ein solches Minimum schrumpft, dass ihnen durch eine Mehrzahl der ihr eigenes Leben verbessernden Werktätigen geholfen werden kann. Gleichzeitig sollten alle Bildungszertifikate entstaatlicht werden. Bildung, Ausbildung und Weiterbilden sollten von staatlicher Politik vollkommen abgetrennt und dem freien Markt übergeben werden, der dann darüber befindet, auf welche Weise Menschen sich Bildung beschaffen und in welcher Weise diese für die Ausübung eines Berufes notwendig und förderlich ist. Einen staatlichen Lizenzierungszwang darf es nicht mehr geben. Jeder soll eine Unternehmung starten dürfen, die ihm Geld und Einkommen gebietet, auch ohne staatliche Ausbildung. Im Prozess des Marktes werden sich Gütesiegel, Zeugnisse und Marken entwickeln, sodass der fortlaufende Marktprozess die größtmögliche Perfektion durch Spezialisierung hervorbringen wird. Umso mehr der Staat hier eingreift, wie er dies heutzutage tut, desto größer wird die Gefahr, dass der Staat in seiner zunehmend repressiven Form Menschen zu einer Arbeit zwingt, weil sie andernfalls arbeitslos zu Hause bleiben, die gar nicht das Talent, die Fähigkeit und die Motivation haben, sich zu einer x-beliebigen Arbeit zwingen zu lassen, mit der ihr Leben zudem gar keine Perspektive hinzugewinnt, weil die gesellschaftliche Aufstiegschance nicht gegeben ist. Diese gesellschaftliche Aufstiegschance entspringt einem von staatlichen Ketten befreiten Kapitalismus, doch die Vertreter des Staates haben stets vor dessen Freiheiten gewarnt, sodass die Menschen sich in die Arme der Repression flüchten und sie zugleich beklagen. Auch das Gesundheitssystem sollte entstaatlicht werden, denn wie Heute vieler Orts beklagt, steigen die Kosten mangels Wettbewerbs und daraus widerum setzt eine Repression sich in Gang, die darauf hinwirkt, den einzelnen Menschen in seiner Lebensführung bevormunden zu wollen. Wäre der Markt allgemein frei, würde das Geld nicht an Wert verlieren sondern ihn bewahren, so könnte ein Wohlstand entstehen, der auch in die künftige Qualität von Lebensmitteln investiert wird sowohl, als auch ein zunehmender Standard des eigenen Lebens erwächst – frei vor der Gefahr auf Suppenküche und Obdachlosenheime angewiesen zu sein. Die Würde und den Stolz eines Menschen bewahrend. Anbieter von Gesundheitsversicherungen könnten im Wettbewerb stehend ganz individuell zugeschnittene Versicherungsformen anbieten und manches könnte weniger kosten als es heute kostet und dafür könnten die Menschen in andere Versicherungen mehr investieren, weil ihnen dafür mehr bliebe, wenn man berücksichtigt, dass bei einer Tendenz des allgemein ansteigenden Wohlstandsniveaus immer ein wenig mehr Geld einem bleibt, was man für andere Dinge ausgeben kann.

Würde man diesen Weg beschreiten, und damit sind noch nicht einmal alle Staatsausgaben genannt, so wäre dem Rechtspopulismus Einhalt geboten und nur sein härtester Kern, die wenigen seit jeher menschenfeindlichen Gesinnungsträger, blieben wie sie immer schon waren. Es ist immer so: Ökonomisch falsche Theorien stürzen eine Gesellschaft in ihr Unglück. In diesem Unglück bleibt die Gesellschaft nicht, denn linker und rechter Aktionismus und Dogmatismus schaffen Bewegungen, die das als finster wahrgenommene Unglück noch einmal schaffen zu verfinstern. Wenn es den Menschen ökonomisch gut geht, gelten Toleranz, Weltoffenheit, Nächstenliebe usw. als gern gesehen. Es geht einem gut, man genießt das Leben, man gönnt dem anderen. Sobald es Menschen schlecht geht und sie in Frustration verfallen, kehrt es sich um.

Freier Kapitalismus und freier Handel helfen den Menschen, abhängig voneinander, sich gegenseitig als Handelspartner zu begegnen, unabhängig von Rasse, Kultur, Religion oder anderem. Dadurch lernt man den anderen Menschen als ein ebenso auf Eigeninteresse und Kooperation beruhendes Wesen kennen. Die Verteufelung, die diverse Ideologien in die Welt setzen mögen, sind nicht mehr Aufrech zu erhalten. Der chinesische Chef entpuppt sich als freundlicher Mensch, der einen zu motivieren versteht. Plötzlich ist er nicht mehr „die Chinesen“. Die russische Veganerin, die ihre fleischlose Kost verkauft entpuppt sich als sympathisch und mitfühlend. Plötzlich ist sie nicht mehr „die Russen“. So ist es mit allem und jedem.

Doch zuerst müssen wir Freiheit gewinne, Freiheit für jeden einzelnen Menschen sein Leben durch seine eigene Hände Arbeit verbessern zu können und die Rahmenbedingungen die der Staat durch seine Eingriffe eingeschränkt hat, in dem Umfang und Ausmaß erweitern, dass wirklich von einem freien Kapitalismus zu sprechen sein kann. Bis zu diesem Zeitpunkt an ist die von manchen konservativen Kreisen behauptete und leider auch von vielen anderen übernommene Betrachtung: „Jeder kann es schaffen, wenn er nur will oder jeder sei bereits Schmied seines eigenen Glückes“ eine Farce oder um es mit den Worten Donald Trumps zu sagen, „fake News“. Freiheit und Verantwortung gehören zusammen. Ein System indem die politische Gesellschaftskaste davon spricht, jeder sei aufgerufen und verpflichtet Verantwortung für sein Leben zu übernehmen, während gleichzeitig die Gesetzesbücher in den letzten Jahrzehnten immer dicker geworden und eine im schlechtesten zu verwendendem Sinne Bibel der Unfreiheit nennen sind, lässt sich nur unter Einfluss einer verzerrten Wahrnehmung oder bewussten Ideologisierung der Massen davon sprechen, der Einzelne habe auch dann, wenn die Freiheit des Einzelnen zunehmend beschnitten wird, die gleiche Verantwortung. Wie kann man für etwas verantwortlich sein, wenn man immer weniger für etwas verantwortlich sein darf ? Ein Widerspruch der nicht thematisiert werden soll. Das Problem hatten vermutlich auch schon jene, die ehemals behaupteten, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums sei und die Sonne darum kreise.

Was ist nach alledem, und weitaus mehr hätte ich schreiben können, das Fazit ? Was kann die Antwort auf den Rechtspopulismus sein ? Die Lösung des rechtspopulistischen Problems mündet darin ein, die linkspopulistischen Ursachen anzugehen. Weder links, noch rechts sind der Freiheit des Individuums freundlich gesonnen. Lediglich partiell gibt es eine Annäherung von beiden Seiten sowie eine deutliche Abkehr die ihre Annäherung übersteigt.

Nur der freie Kapitalismus kann die Menschen vor den bösartigen Folgen einer linksgerichteten oder einer rechtsgerichteten Politik bewahren. Die geschichte Amerikas hat bewiesen, dass selbst die theokratischen Strukturen die anfänglich in Amerika existiert haben, durch den freien Kapitalismus aufgebrochen wurden. Die Menschen entwickelten daraus in späterer Folge den „American Way of Life“, indem das Individuum und nicht die staatliche Herrschaft im Mittelpunkt der Betrachtung stand. Leider war auch Amerika von Anbeginn an kein rein liberales Land sondern ein Mischprodukt aus Etatismus und klassischem Liberalismus. Der Etatismus hat zugenommen, der klassische Liberalismus hat abgenommen. Und das ist die Ursache für die Probleme der westlichen Zivilisation über die nur die aller wenigsten sprechen. Vielleicht auch darum, weil Begriffe wie Kapitalismus, Freiheit, Individualismus, Liberalismus, Staats- und Systemkritik, Kritik am Geldsystem usw. mit einem moralisch aufgeladenem Tabu belegt sind. Denn beginnt man zu erwähnen, dass Staat schlecht und Freiheit gut ist, werden einem in kürzester Zeit moralisch fragwürdige Vorwürfe um die Ohren geworfen, man wird als Menschenfeind und Sonderling betrachtet, wie man es nur wagen könne, die Macht und die Kompetenzen des Staates sowie seine Aufgabenbereiche in Frage zu stellen. Der Staat ist doch Papa und Mama in einem, er wird es doch richten, all unser Heil. Wären die Menschen alle gut, bräuchte es keinen Staat aber die Menschen sind nicht alle gut, darum braucht es die Herrschaft, behaupten manche ohne darüber nachzudenken, dass die Tatsache, dass nicht alle Menschen gut sind, gerade nicht bedeuten kann, dass die menschliche Einrichtung einer Gesellschaft einen Thron bereitstellen sollte, damit einer aus ihrer Mitte diesen besteigt. Denn gerade wenn nicht alle Menschen gut sind, ist es eher fragwürdig, ob man Menschen mit einer Macht ausstattet, die andere Menschen nicht haben. Die Tatsache, dass nahezu jedes gesellschaftliche Anliegen Eingang in die Tätigkeit des Staates hat, weil Interessengruppen ihre Interessen über den Staat durchsetzen wollen, führt zu einer Erosion der gesellschaftlichen Werte, der Kultur, der Zivilisation. Nicht Menschen die einer anderen Religion ihren Glauben zusprechen bedrohen die Zivilisation sondern der Etatismus, die Ideologie der zunehmenden Staatstätigkeit hinter der ökonomische Sonderinteressen sich verstecken und dabei gesellschaftliche und sozioökonomische Verhältnisse verzerrt sowie den Boden eines friedlichen Zusammenlebens mit den Unwägbarkeiten planwirtschaftlicher Beschwernisse pflastert, welche die Gesellschaft zunehmend spalten.

Auch wenn ein Staat als Reaktion darauf mit der totalen Überwachung der Gesamtbevölkerung reagieren sollte, wird diese darum nicht sicherer sondern noch unsicherer.

Im Namen der Freiheit und der daraus folgenden Menschenliebe, möge uns das Schicksal vergangener Generationen erspart bleiben, weil manch einem doch noch ein Licht aufgeht.