Es scheint als sei die Welt aus den Fugen geraten. Manch einer mag meinen, das sei sie immer schon gewesen während manch anderer meint, dass die früheren Zeiten ohnehin die seit jeher besten waren.

Kriege, Armut, Terrorismus, geopolitische Spannungen, Handelskonflikte, totalitäre Entwicklungen, staatliche Repressionen, Intoleranz und Vorurteile, Kollektivismus, Rassismus, Nationalismus, Faschismus, Kommunismus, Sozialismus, Tier- und Umweltschutzaktivismus, wirtschaftlicher Lobbyismus, humanitäre Katastrophen, Hass & Hetze, populistische Ideologien, Militarisierung, politische Inkorrektheit als neue politische Korrektheit, Zentralbankpolitik, Geldentwertung, Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Staatsschuldenkrise, Aggressionen, bröckelnde bürgerliche Werte, verschwindende Räume privater Autonomie, Bevormundung, soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung, alternativlos scheinendes Tierleid, Ressourcenverschwendung, Planwirtschaft, Staatskapitalismus, Regulierung, Besteuerung & Abgaben, Umverteilung, sexuelle Belästigung, Kriminalität und vieles mehr.

Betrachtet man sich die Fülle der Probleme, so weiss man gemeinhin nicht wo man eigentlich ansätzen sollte um etwas zu verbessern. Die Aufgabe erscheint derart überwältigend, dass man geneigt ist, den Kopf gleich in den Sand zu stecken und mit Zynismus darauf zu reagieren. Wie tollkühn muss es erst scheinen, wenn es einen Menschen gibt, der behauptet, dass alle diese Probleme einer gleichen Wurzel entspringen und sie mit einem gesamtphilosophischem Konzept zu lösen sind ? Das meint nicht, dass alle Probleme aus der Welt geschafft werden, denn sexuelle Belästigung und Kriminalität wird es selbst in der besten aller Welten noch geben. Doch man kann vielfach Phänomene, die in der Welt auftreten, abschwächen und reduzieren.

Gegenwärtig herrscht der Irrglaube, dass man Probleme, die es in der Welt und in der Gesellschaft gibt, nur durch staatliches Handeln, dem eine Ermächtigung gegenüber dem Staat voraus geht, Abhilfe schaffen kann. Nichts könnte ferner einer echten Lösung liegen. In letzten Jahrzehnten haben sich nicht nur die Probleme angehäuft sondern eben auch die Macht des Staates. Schritt für Schritt wurden Probleme größer umso mehr der Staat in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Geflecht der Menschen eingegriffen hat. Kurzfristig haben stets diverse Interessengruppen profitiert. Doch in der zeitlichen Betrachtung haben sich die allgemeinen Probleme verschlimmert und treiben im Sinne politischer Radikalisierung auf eine Zuspitzung hin.

Politiker haben stets den Slogan bemüht: „Das Primat der Politik müsse herrschen, nicht das Primat der Wirtschaft.“ Schon damals war dieser Slogan eine ideologische Propaganda die versucht hat, ökonomische Interessen hinter staatlich zunehmender Macht zu verbergen. Denn immer, wenn der Staat in das wirtschaftliche Geflecht der Menschen eingreift, wird der Zustand noch unfreier, als er davor bereits gewesen ist und deswegen Probleme verursacht hat. Unter wirtschaftlicher Unfreiheit die aus Staatseingriffen resultiert, haben die Armen und die Arbeitslosen am meisten zu leiden. Armut und Arbeitslosigkeit ist eine Folge staatlicher Eingriffe. Auf diese Weise mehrt sich das sozioökonomische Ungleichgewicht innerhalb der Gesellschaft und die daraus erfolgende Erosion der ehemals bürgerlichen Werte, Toleranz und Weltoffenheit. Intoleranz und Vorurteil greifen um sich und entdecken die Illusion der Sippenhaftung für sich neu, die in Slogans wie: „Alle Moslems sind Terroristen“ ihren Ausdruck findet. Nach George Orwellscher Lesart ist es durchaus denkbar, dass es einstweilen einen Zustand gibt, in dem der Staat allmächtig wie eine Diktatur den Begriff der Freiheit umdeutet: „Wer Freiheit will, ist ein Terrorist, denn Freiheit ermöglicht Vielfalt und eine Abwesenheit staatlicher Kontrolle. Somit steht Freiheit im Gegensatz zur (Friedhofs)-Ruhe“. Daraus wird ersichtlich was Benjamin Franklin einst gemeint hat, als er schrieb, dass man die Freiheit und die Sicherheit verlieren würde, wenn man die Freiheit gegen Sicherheit als politisches Konzept eintausche. Was die Propagandisten der absoluten Sicherheit missachten, ist nicht nur der Umstand, dass es niemals eine absolute Sicherheit geben kann – außer im Tode, sondern auch, dass es zu einer Situation der absoluten Unsicherheit führt, wenn eine Institution wie der Staat damit beauftragt wird, alle Machtkompetenz in sich zu vereinen um alles und jeden als eine Gefährdung der abstrakten Sicherheit bezichtigen zu können. Niemand wird dann noch sicher sein, denn wer sich wann, wodurch sicher fühlt, welche Ressourcen von wem in welcher Höhe dafür einzusetzen sei und was jemand eigentlich als Bedrohung empfindet, würden dann bestimmte Interessengruppen über das Instrument des Staates allen Mitgliedern der Gesellschaft in kollektivistischer Manier aufzwingen wohingegen unter der Berücksichtigung von Freiheit im Sinne der Freiwilligkeit durch Tauschhandlungen, die eigenen Bedürfnisse durch die Befriedigung der jeweils anderen Bedürfnisse ihre Befriedigung vorfinden. Da dieses Prinzip auch noch im freien Wettbewerb stünde, bekäme ein jeder Mensch die Form von Sicherheit, die er unter Bezugnahme einer Abwägung von Kosten und Zielen für sich selbst definiert und nicht vom Staat auferlegt bekommt. Bauftragt man dagegen den Staat mit dem Gut „Sicherheit“, dann sind gesellschaftliche Konflikte vorprogrammiert. Was ist als Unsicherheit zu definieren ? Welche und wieviele Ressourcen sollen dafür aufgewendet werden ? Wie hoch sollen die zu tragenden Kosten sein ? Wer zahlt welchen Anteil dieser Kosten ? Werden Menschen Sicherheitsdienstleistungen auferlegt die sie gar nicht wünschen, stattdessen ihnen jene verwehrt, die sie anstelle dessen lieber hätten ? Aus all diesen Konflikten kann es niemals eine Einigung geben sondern die einzige Institution die hierbei Konflikte zu beenden fähig ist, ist der freie Markt, indem Menschen ihre individuellen Bedürfnisse miteinander tauschen und sich nicht den Bedürfnissen anderer Menschen unterwerfen müssen. Im freien Markt gibt es kein Recht des Stärkeren oder ein Recht des besser organisierten sondern jeder hat das gleiche Recht als Anbieter und Abnehmer auf dem Markt aufzutreten. Nur über den Staat wird sich der Stärkere durchsetzen, wird der Stärkere dem Schwächeren die Bedingungen auferlegen, wird der besser organisierte dem schwächer oder gar nicht organisierten zuvorkommen. Im freien Markt genügen lediglich zwei Individuen. Ein Mensch der ein Angebot stellt und ein Mensch der eine Nachfrage stellt.

Doch auch in vielerlei anderer Aspekte des menschlichen Lebens herrscht mittlerweile Zwietracht, Zwist und Feindschaft.

Geht man in der Geschichte zurück, erkennt man, dass bereits um die Zeit des Nationalsozialismus herum, Vorurteile gegenüber Juden sich eingenistet haben. Auch zur damaligen Zeit existierte kein freier Kapitalismus. Es gab Gewinner und es gab Verlierer des Systems. Dies meint, das System des Staates – seine Besteuerung, Regulierung, Verbote, Gebote, Gesetze, Paragraphen und die Inflation der Zentralbanken, schufen Menschen, die privilegiert waren, die sich durchgesetzt haben, die es zu viel Geld auch gebracht haben und zugleich wurden Menschen geschaffen, die benachteiligt wurden, die arm waren, die keinen Wohlstand erarbeiten konnten, denen der gesellschaftliche Aufstieg systemisch verwehrt wurde und die arbeitslos waren. Im Grunde, der gleiche Zustand wie heutzutage auch. Wir haben im Prinzip das gleiche System wie zur Zeit, bevor der Nationalsozialismus aufkam. Vielleicht haben wir hier und da Heute ein wenig mehr Freiheiten aber viele dürften es nicht mehr sein. Und siehe da, wie damals auch erleben wir eine politische Radikalisierung. Das ist kein Zufall, das ist anscheinend die in der menschlichen Welt vor sich gehende Reaktion, wenn staatliche Systeme sich durch wirtschaftliche und gesellschaftliche Eingriffe, flankiert durch die Zentralbankpolitik, in Richtung einer regulierten Gesellschaft entwickeln. Manchmal sind die Reaktionen rechtslastig, manchmal sind sie linkslastig, aber selten haben sie zum Ziel, die Freiheit des Individuums zu mehren sondern nur den Staat, das Monopol auf Gewaltanwendung, in ihren eigenen Absichten und Interessen zu färben. Die Dramaturgie gegenüber den Juden beruht darauf, dass gesellschaftliche Interessengruppen, die über den Staat ihre Interessen durchzusetzen versuchten, eine Gruppe von Sündenböcken gebraucht haben ohne das System an sich kritisch zu analysieren. Die Sippenhaftung der Juden kam ihnen gelegen und sie setzten auf die Vorurteile die es gegeben hat ihre eigene Propaganda auf um den Vorurteilen den Charakter einer „Volksüberzeugung“ zu geben.

Die Geschichte Amerikas zeigt, dass beispielsweise die lokalen Tyranneien aufgebrochen und beseitigt werden konnten, als die Menschen damit anfingen, freien Handel zu betreiben und merkten, dass es ihnen einen größeren Wohlstand einbringt. Damit einher ging auch eine Zunahme der Toleranz. Daraus lässt sich schließen, dass eine Zunahme der Intoleranz eine Folge der staatlichen Eingriffe ist, dem einzelnen Individuum die Verbesserung seines Lebens durch seine eigene Hände Arbeit zu verwehren. Eine Politik der Toleranz ist darum eine solche Politik, in welcher die Freiheit des Individuums wieder zu seiner rechtmäßigen Geltung gelangt.

Nur durch Freihandel ohne Kompromisse und mögen sie auch einseitig sein – während das andere Land Zölle erhebt, führen zu Wohlstand und Befriedung der eigenen Bevölkerung und schaffen die beste Voraussetzung für friedliche Kooperationen von Regierungsvertretern unterschiedlicher Länder und Kulturen. Damit ein Staat kein System errichtet, indem es Interessengruppen gibt, die meinen, vom Export abhängig zu sein damit sie Einkommen erhalten, durch das sie leben können, braucht es einen freien Markt, der organisch wie eine lebende Substanz sich flexibel jeder noch so kleinen Veränderung der menschlichen Bedürfnisse, die es weltweit gibt, anpassen kann. Starre Systeme sind anpassungsbehebig und somit ist es kein Wunder, dass einige Vertreter die Politik auffordern, ihre Branche oder ihr Unternehmen zu schützen. Zudem mögen sie oft keine Konkurrenz und sind erfreut, wenn billige Konkurrenz aus dem Markt gedrängt wird, weil ein Gesetz anstelle des eigenen Arbeitsfleißes weitaus bequemer ist.

Oft wird von Umweltaktivisten darauf hingewiesen, dass der Zustand der Umwelt nicht der beste sei. Manchmal sogar Grund zur Besorgnis gäbe. Auch hier ist Staat nicht die Lösung, sondern das Problem. In einem freien Markt gilt das Efizienzprinzip. Ressourcen werden effizient eingesetzt. Das heißt, Ziele werden mit den möglichst geringsten Aufwendungen versucht zu erreichen. Permanente technologische Innovation hilft dabei, diese Effizienz zu steigern, die dazu führt, dass das menschliche Wohlstandsniveau ansteigen und die Ressourcenentnahme reduziert werden kann. Mit Hilfe von Privateigentum sorgt man zudem dazu, dass es ein lohnendes Interesse gibt, auch die Umwelt zu schonen. Das gleiche Prinzip hilft vom aussterben bedrohten Tierarten. Privateigentum ist der Anreiz dafür, Tierarten nicht nur zu erhalten sondern auch zu mehren. Doch auch technologische Hilfe kann bestimmte Gattungen in ihrer Population stärken. Wenn sowohl Privateigentum als auch technologische Hilfsmittel verboten sind und man nur auf die Gewalt des Staates setzt, der Menschen bewaffnet, die dann in einen Krieg mit Wilderern ziehen sollen, wird man tote Tiere und tote Menschen produzieren. Krieg ist nicht das Mittel um Frieden zu erlangen, wie der staatliche Krieg gegen Drogen aufzeigt, den es in Mexiko gibt. Manche Tierschutzaktivisten beklagen die Massentierhaltung und die in Massen erzeugte Produktion von Fleisch. Sie verkennen dabei, dass es ein Menschenrecht ist, eine Massentierproduktion durchzuführen. Denn diese zu verbieten gewährt dem Staat das Vorrecht darüber zu befinden, welche wirtschaftliche Unternehmung als genehm erscheint. Im Gegenteil, als Tierschutzaktivist, der sich an der Massenproduktion von Fleisch stört, kann es nur die Lösung durch einen freien Markt geben. In einem freien Markt würde vermutlich die Massentierhaltung nicht gänzlich verschwinden aber alternative Ideen können Ausdruck über ein Angebot finden, dass zur Nachfrage einladen kann. Wettbewerb besteht im freien Markt immer zwischen Produkten, Dienstleistungen, Arbeitsbedingungen, Entlohnung, Preisen und Qualität. Auch kann es möglich sein, durch technologischen Fortschritt einstweilen eine Massenproduktion von Fleisch ohne Verwendung von echtem Fleisch zu verwenden. Derartige Innovationen können aber nur in einem freien Markt sich entwickeln. Sollte es aber unter den Menschen zunehmend den Wunsch nach Fleisch ohne eines dafür getöteten Tieres geben, werden findige Wissenschaftler sich des Themas annehmen und sehr reich werden, wenn es ihnen gelingt, damit einschlägigen Erfolg zu haben.

In einem Zeitalter der Geldentwertung durch die Inflation werden die reichen Menschen reicher und die armen Menschen ärmer. Umverteilung hilft hierbei nicht, denn auch sie ist letzten Endes immer eine Umverteilung von unten nach oben. Denn die Möglichkeiten die man oben nimmt, verhindert eventuelle Investitionen sodass die Menschen, die unten stehen, höheren Wohlstand durch billigere Produkte oder Arbeitsplätze erhalten. Die Geldentwertung ermöglicht es dem Staat und auch Privaten sich zu günstigen Kreditkonditionen zu verschulden. Blöd nur, wenn der Staat sich derart verschuldet, dass eine waschechte Systemkrise daraus entsteht. Denn die Einsparungen betreffen meist Menschen, die vom Staat abhängig sind. In einem regulierten Markt bleibt darum weniger Geld für Arbeitslose, weniger Geld für Krankenhäuser, weniger Geld für dies und weniger Geld für das. Ohne freien Markt ist manch einer vom Staat abhängig. Gerät dieser in die Krise, ist dies ein Ergebnis des selbst geschaffenen Systems bei dem die Märkte geknebelt und gefesselt werden. Dann sollte auch der letzte Mensch erkennen, dass staatliche Abhängigkeit des Teufels ist und meist nur in einer kurzen Sicht der Periode scheinbar funktioniert, sich aber immer als Fata Morgana, als Täuschung, Illusion und Mythos entpuppt, der bald nach jedwedem Zusammenbruch, neue Gesichter hervorbringt, die sich für dafür einsetzen, das gleiche System, das heißt, den alten Wein in einem neuen Schlauch zu propagieren. Und wie es die Geschichte leider immer wieder zeigt, lassen sich viele Menschen, mangels eines fundierten ökonomischen Theorieverständnisses, mangels eines philosophischen Verständnisses über die Freiheit des Individuums und dem Wesen des Staates und der Ergriffenheit, ihre eigenen Interessen über die Gewalt des Staates verwirklichen zu können, nur allzu leicht und oft auch bereitwillig täuschen und instrumentalisieren.