aut jüngsten Erhebungen sind die Mietpreise in Österreich im Vergleich zu
2014 um 22% gestiegen. Das ist um fast ein Viertel mehr als noch vor
wenigen Jahren.

Die Menschen in Österreich, wie auch in anderen Ländern, durchschauen das
Wesen der Inflation nicht. Die Inflation ist heimtückische Steuer, die
einen bestimmten Teil der Gesellschaft auf Kosten der anderen begünstigt
und die soziale Ungleichheit verschärft.

In Österreich existiert kein freier Immobilienmarkt. Angebot und Nachfrage
werden durch staatliche Eingriffe, Regulierungen und Besteuerung gestört.
Die Nachfrage erfährt keine Deckung ihrer Bedürfnisse, die Angebotsseite
kann die vorhandenen Bedürfnisse nicht befriedigen.

Kommt in diese Situation, in der durch Regulierungen das Bedürfnis zu
wohnen eine durch Staatseingriffe künstlich geschaffene Verteuerung
erfährt, die Inflation hinzu, die durch die europäische Zentralbank
initiiert wird, dann verliert die einzelne Geldeinheit zunehmend an Wert
und die Menschen bedürfen immer mehr des Geldes um sich den selben
Lebensstandard zu erhalten, den sie Gestern noch hatten.

Wer jetzt meint, es müsse wohl noch mehr Geld in Umlauf gebracht werden,
der irrt, denn die Zunahme des Geldes ist nicht die Lösung des Problems
sondern dessen Ursache.

Aufgrund der Tatsache, dass das Geld ungleichmäßig in den
gesellschaftlichen Kreislauf dringt, entstehen Profiteure der Inflation auf
der einen Seite und Benachteiligte der Inflation auf der anderen Seite der
Gleichung. Jene, die zuerst das neugeschöpfte Geld in Händen halten und
ausgeben können, zahlen die alten Preise, während Menschen mit festen
Löhnen und Gehältern, unflexiblen Einkommen, Rentner oder auch
Sozialhilfeempfänger die neuen, sich verteuernden Preise bezahlen. Auf
diese Weise entsteht durch das Wesen der Inflation – Cantillon Effekt –
eine zunehmende soziale Spreizung.

Einerseits gibt es Menschen, die durch die Inflation immer reicher werden,
weil sie das nötige Geld und Eigentum hatten um beispielsweise Immobilien
zu kaufen, die an Wert gestiegen sind und die sie widerum verkauft haben um
noch mehr Geld zu machen oder Menschen die bereits im Besitz von Immobilien
gewesen sind, diese verkauft haben und dieses Geld in neue Immobilien
investiert haben. Auf diese Weise hat die Spekulation auf dem regulierten
Immobilienmarkt, der durch staatliche Eingriffe ohnehin schon künstlich
verteuert wurde, zugenommen und zu weiteren Preisanstiegen geführt.

Der Vermögenspreisindex ist ein guter Indikator dafür, wie sich der
Wohlstand der sogenannten „oberen“ vermehrt hat, während die Menschen in
den unteren Schichten der Gesellschaft zunehmend mehr Geld für immer
weniger Produkte und Dienstleistungen ausgeben müssen, sodass ihnen immer
weniger Geld für einen vielfältigen Konsum bleibt.

Das ist der Weg, wie durch das Wesen der Planwirtschaft, als dass man unser
heutiges Geldsystem bezeichnen muss, die Marktwirtschaft zu Grabe getragen
wird und allen voran die ärmsten Menschen in der Gesellschaft geschädigt
werden, gleichzeitig aber auch viele Menschen die mit vollem Saft im
Berufsleben stehen, sich mehr und mehr abstrampeln müssen im bekannten
Hamsterrad um ihren Lebensstand zu halten.

Die daraus sich ergebende allgemeine Frustration ist der Nährboden für
rechtspopulistische Parteien, weil die Menschen keine Adresse im
Parteienspektrum vorfinden, wo ihre alltäglichen Sorgen und Nöte, die
aufgrund der systemischen Strukturen sich verstärken, kein Gehör finden.
Rechtsradikale Gruppen versuchen diese Situation zu ihren Gunsten
auszunuten, denn die Linken, frei jedweder ökonomischen Theorie, sind nicht
im Stande die Ursachen der Probleme zu erklären und verstärken durch ihre
in Erwägung gezogenen Umverteilungsfantasien die Probleme und den daraus
resultierenden Unmut nur noch umso mehr. Aus genau diesem Grunde bedarf es
einer Wiedergebut des klassischen Liberalismus, der die Sorgen und Nöte der
Menschen anspricht.

Es ist die Frage, ob eine konservative Partei, deren Wähler tendentiell zu
den Betuchteren gehören, ein Interesse daran hat, die Inflation, die einen
Teil ihrer Wählerschaft und Interessengruppen begünstigt, zu unterbinden.
Denn die Wählerschaften konservativer Parteien legen besonderen Wert auf
den Schutz von Eigentum – zu Recht. Doch aus genau diesem Grund gibt es
auch ein Interesse, das Versiegen der Quelle ihrer durch die allgemeine
Geldentwertung entstandenen Mehreinkünfte zu unterbinden.

Im Sinne aller in der Gesellschaft lebenden Menschen ist zu empfehlen, die
Inflation sofort und auf der Stelle zu beenden. Wenn dies im Rahmen der
europäischen Union nicht möglich ist, dann muss man dazu übergehen, einen
Ausstieg aus dem Euro zu erwägen. Andernfalls werden, so lange die
europäische Zentralbank an der Inflationierung des Geldes festhält, die
Zustände Jahr um Jahr immer prekärer, bis wir den Punkt einer humanitären
Katastrophe auf dem europäischen Kontinent erreichen, an dem
rechtsautoritäre Bewegungen das Zepter dann in die Hand nehmen.

Inflation stoppen ! Sofort !