In den USA gibt es aktuell eine Bewegung, die gegen privaten Waffenbesitz
bzw. eine Regulierung dieses privaten Waffenbesitzes auftritt. Diese
Bewegung darf mit ihren sozialistischen Forderungen niemals durchkommen.

Ich glaube an die libertäre Idee von Bürgerrechten. Daraus folgt, dass
Menschen Freiheit haben sollten (negative Freiheit), während Etatisten von
links und von rechts der Meinung sind, der Staat sollte den Menschen
vorschreiben, wie sie zu leben haben und im krassesten Fall, ob sie
überhaupt zu leben haben.

Ich befürworte privaten Waffenbesitz, weil mir etwas daran liegt, dass
Gesellschaften relativ sicher sind. Kriminelle Menschen werden weniger
wahrscheinlich ihren Hang zum Schlechten ausleben, wenn sie wissen, dass
potentielle Opfer sich selber verteidigen können. Und ich denke auch, dass
es eine Wahrscheinlichkeit gibt, die größer als Null ist, die mit sich
bringt, dass eine schlechte Regierungspolitik zum Zusammenbruch der
Zivilgesellschaft führt. Um dieses Übel zu verhindern wären private
Waffenbesitzer die letzte Verteidigungslinie für Recht und Ordnung.

Der wichtigste Grund allerdings ist ein ethischer. Jeder Mensch gehört sich
selbst und es steht jedem Menschen universell zu, unbehelligt von der
Gewalt anderer, sei es ein Staat oder ein Privatmann, zu leben. Das eigene
Leben muss darum stets selbst verteidigt werden dürfen. Denn Freiheit und
Selbstverteidigung gehören zusammen. Eine Freiheit, in der die Verteidigung
des Selbst verboten ist, ist keine Freiheit und umgekehrt gehört es
schlicht zur eigenen Verantwortung dazu, dass ein Mensch auf sein Leben und
seine Freiheit aufpasst und hierzu im Notfall die Selbstverteidigung wählt.

Es gibt kein Verbot von Waffen, dass sich darauf auswirken könnte, dass
Menschen die erwägen, kriminelle Handlungen zu begehen, entwaffnet würden.
Sie werden ihre Waffen immer irgendwoher bekommen. Allein darum, weil
Staaten als Gewaltmonopole ihre Bevölkerungen und andere Nationen mit
Waffengewalt letztlich in Schacht halten. Die allein für den Staat
produzierten Waffen finden immer ihren Weg in die private Kriminalität.
Wenn man aber dieses Argument vorträgt, dann ist die reflexhafte Antwort
der Waffenverbotsbefürworter die, dass eben einfach strengere Kontrollen
eingerichtet werden müssen. Für alles immer noch strengere Kontrollen und
am Ende funktioniert es dann trotzdem nicht. Das ist die Illusion der
Freiheitsfeinde. Wenn man die ganze Welt kontrollieren würde, wäre es immer
noch nicht genug und funktionieren würde es auch nicht. Zudem steckt hinter
jeder Kontrolle eine Ressource an Geld und Arbeitskraft die der Staat der
Privatwirtschaft abzieht. Wenn dadurch das sozioökonomische Ungleichgewicht
vergrößert wird und der Anreiz zur Kiminalität steigen sollte, bräuchte es
immer noch strengere Kontrollen. Am Ende stünde eine Welt wo alle Menschen
als Beamte im Staatsdienst tätig sind und niemanden mehr kontrollieren
brauchen. Dass sie dann aber nichts mehr zum essen haben, weil es keinen
Bäcker mehr gibt, da alle Berufsgruppen vom Erdball verschwunden sind,
stellen sie erst fest, wenn es soweit ist.

Dienjenigen, die der Meinung sind, dass Waffenverbote existieren sollten,
sind im allgemeinen der Ansicht, dass der Staat von der Wiege bis zur Bare
alles regeln sollte. Sie unterstützen staatliche Eingriffe in das Leben und
Handeln der Menschen und ich frage mich auch, ob sie beispielsweise den Weg
Venezuelas zur Diktatur genauso unterstützt hätten, nur um dann, als die
Diktatur offenkundig wurde, sich aus dem Staub zu machen, indem sie sagen,
das hatten sie nie beabsichtigt oder das sei ja nicht, was sie gewollt
hätten. Aber die Warnungen zu früheren Zeiten schlagen sie nur all zu gerne
in den Wind. Auf Menschen, die von individueller Freiheit reden hört man
immer nur dann, wenn es ohnehin schon zu spät ist. Und um ehrlich zu sein,
nichtmal dann.

Waffen sind lediglich Instrumente, genauso wie auch Autos und andere Dinge.
Es ist bedauerlich, dass Menschen so häufig glauben, dass sie die Welt
verbessern, wenn sie Phänomene anstelle der Ursachen bekämpfen. Anstatt die
Wurzel anzupacken, wird bequem auf den Auswuchs gezeigt.

Menschen werden oft kriminell um ihre sozioökonomische Situation scheinbar
zu verbessern. Also liegt hier ein Mangel an legalen Möglichkeiten vor.
Kein Wunder, denn regulierte Marktwirtschaften, genauer gesagt,
Zombimarktwirtschaften, ermöglichen keinen gesellschaftlichen Aufstieg der
armen Schichten und haben die Tendenz eine Gesellschaft zu etablieren, die
dem indischen Kastensystem ähnlich ist.

Wenn freie Marktwirtschaft und der Schutz von Privateigentum wieder zur
revolutionären Kraft werden, werden alle gesellschaftlichen Gruppen
profitieren und die Anreize, über kriminelle Handlungen das eigene Leben zu
verbessern werden sinken.

Bedacht werden sollte allerdings auch, dass die Entkriminalisierung von
Drogen beispielsweise auch sehr stark auf den Rückgang der kriminellen
Handlungen einwirken würde. Jeder Mensch gehört sich selbst, darum ist es
auch rechtmäßig, wenn ein Mensch für sich entscheidet, dass er Drogen
konsumieren will. Ein Staat der es kriminalisiert, was ein Mensch mit
seinem eigenem Körper anstellt, handelt im Unrecht.

Weder konsumiere ich Drogen, noch habe ich das jemals getan. Auch eine
Waffe besitze ich nicht. Aber ich habe erkannt, dass es ein Menschenrecht
ist, dass Menschen diese Dinge haben dürfen, denn es ist nach ausgiebiger
Auseinandersetzung mit dem Wesensmerkmal von Recht nicht zu legitimieren,
Menschen etwas per Gesetz zu verbieten, dass ihnen unveräußerlich und durch
Geburt anerkannt sein muss – nämlich ihre individuelle Freiheit.