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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Das Elend der Anarchoputinisten

jo@chim, 15.04.2014

Ich könnte ja noch verstehen, wenn meine noninterventionistisch-libertären Freunde sagen würden:

Gut (oder besser – schlecht), das autoritäre russische Nachfolge-Regime des Völkergefängnisses Sowjetunion, das seine Satellitenvölker blutig unterdrückt und im eigenen Land freie Meinungsäusserung unterbindet, hat die Krim annektiert. Aber die Lage ist viel zu gefährlich, um in Kriegsrethorik zu verfallen. Und “der Westen” hat durchaus ebenso einigen Dreck am Stecken.

Eine konsistente anarchistische Position wäre vielleicht:

Einen Teufel werd’ ich tun und der NATO das Wort sprechen, die kochen doch auch nur ihr eigenes, staatliches Süppchen. Lasst uns Geld und Waffen sammeln für die Ukrainer und Krimtataren, die jetzt ihre Heimat und ihr Eigentum verteidigen wollen, wie weiland die Linke für El Salvador.

Aber diese… fast schon…. Huldigungsadressen an den Tschekisten und Möchtegern-Restaurator der UdSSR, Wladimir Wladimirowitsch Putin, sind einfach nur noch peinlich. Es wird von “Neutralität” gelabert und defacto die Intervention in der Ukraine gutgeheissen.

Ludwig von Mises euch ins Stammbuch, ihr Helden:

Wenn ein friedliebendes Volk von einem kriegslustigen Gegner angegriffen wird, dann muß es sich zur Wehr setzen und alles tun, den Ansturm der Feinde abzuwehren. Wenn in einem solchen Kriege von denen, die um ihre Freiheit und um ihr Leben kämpfen, Heldentaten vollbracht werden, so sind sie lobenswert, und mit Recht preist man die Mannhaftigkeit und Tapferkeit solcher Kämpfer. Hier sind Kühnheit, Unerschrockenheit, Todesverachtung lobenswert, weil sie im Dienste eines guten Zweckes stehen. Aber man hat den Fehler begangen, diese soldatischen Tugenden als absolute Tugenden hinzustellen… Doch in Wahrheit gibt es nichts, was an und für sich gut oder böse ist; gut und böse werden menschliche Handlungen immer nur durch den Zweck, dem sie dienen, und die Folgen, die sie nach sich ziehen. (“Liberalismus“, S.22)

Teletubbie-LibertarianismEndgültig ins etatistische Nirvana drehen aber einige ab, die dann auch noch den Staatssender Russia Today (früher: Stimme der Sowjetunion) als “objektive Informationsquelle” anpreisen.

Nota bene: Objektive Informationsquellen dort werden nicht vom Informationsministerium bezahlt, sondern leben – wie alle anderen, die sich gegen das Regime wenden – in der real existierenden russischen Föderation gefährlich

Das Elend des Anarchoputinismus: radikale Maulhelden, wenn sie aus ihren Studierstüblein heraus um die richtige Auslegung der gesammelten Werke von Murray Rothbard und Ron Paul streiten. Aber armselige Staazis, die ihren sabbernden Hass auf den freien Westen – der ihnen eben dies ermöglicht – kaum verbergen können, wenn im realen Leben ein semifaschistischer Imperator auf Eingemeindungstour ist.

Dieser Beitrag ist die leicht überarbeitete und um einige Links ergänzte Fassung eines Rants auf Facebook, wo der Autor als libertärer Punk-Affe unterwegs ist.

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