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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung.</description>
	<pubDate>Thu, 08 May 2008 20:23:43 +0000</pubDate>
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		<title>Die Befindlichkeit des Landes</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 20:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Statler &amp; Waldorf]]></category>
<category>Antifa</category><category>Appeasement</category><category>Deutschland</category><category>Loony Right</category><category>Stinkender Mob</category>
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<p>Einhundertsechsunddrei&#223;ig. Das ist die Anzahl der von rechtsradikal motivierten T&#228;tern ermorderten Menschen in Deutschland, zwischen 1990 und 2005, zu finden in einer Liste in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Wieviele genauso motivierte Taten f&#252;r wieviele Opfer nicht im Grab, sondern in Krankenh&#228;usern oder Rollst&#252;hlen endeten, erfahren wir nicht.</p>
<p><!--more-->Wir erfahren allerdings in der gleichen Ausgabe der ZEIT, da&#223; 39,1 Prozent der Deutschen glauben, ihr Land sei &#8220;durch die vielen Ausl&#228;nder in gef&#228;hrlichem Ma&#223; &#252;berfremdet.&#8221; Weitere 28,5 Prozent der Deutschen stimmen dieser Aussage &#8220;in Teilen zu&#8221;. Mehr als ein Drittel der Westdeutschen glaubt, da&#223; Ausl&#228;nder vor allem im Land seien, um den Sozialstaat auszunutzen.</p>
<p>Zuf&#228;llig am selben Tag in der FAZ: Wer als russische &#196;rztin oder als iranischer Ingenieur nach Deutschland kommt wird, so wird berichtet, mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit als Putzfrau oder Hausmeister arbeiten m&#252;ssen. Nicht wegen fehlender F&#228;higkeiten, sondern weil es schwer bis unm&#246;glich sein kann, solche ausl&#228;ndischen Examina von der deutschen B&#252;rokratie anerkennen zu lassen.</p>
<p>Vor einigen Wochen augeschnappt: Ein Max-Planck-Institut, irgendwo in Ostdeutschland, versorgt seine ausl&#228;ndischen Wissenschaftler mit Taxigutscheinen, nicht nur f&#252;r Fahrten von der Wohnung zum Institut, sondern z.B. auch f&#252;r Fahrten zum Einkaufen. Wer extrem hoch qualifizierte Wissenschaftler auch mit dunkler Hautfarbe an seinem MPI haben will, und das will jeder MPI-Direktor, der seinen Beruf ernst nimmt, der mu&#223; ihnen etwas bieten. Nicht unbedingt viel Geld, aber doch die Sicherheit, die man als hoch qualifizierter Wissenschaftler mit dunkler Hautfarbe in manchem &#246;ffentlichen Nahverkehrsmittel vermissen w&#252;rde.</p>
<p>So sieht das aus in Deutschland, im Jahr 2008. Und falls das denjenigen noch nicht reicht, die angesichts der letzten Maikrawalle mal wieder ihre &#196;quidistanz zwischen linken und rechten Extremisten betont haben: Nochmal zur ZEIT greifen, und das Protokoll des zwanglosen Gespr&#228;chs zwischen Tuvia Tenenbom und dem NPD-Anwalt Rieger lesen, das so gruselig wie lehrreich ist.</p>

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		<title>Wir R&#252;ckenmarksliberale</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 19:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Statler &amp; Waldorf]]></category>

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<p>Jawohl, doch, zugegeben: Freiheitsliebe ist ein Reflex, der von mir nicht immer &#8212; vielleicht sogar eher selten &#8212; begr&#252;ndet wird. Und wieso auch? Jeder, der schonmal vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchhausen-Trilemma" target="_blank">M&#252;nchhausen-Trilemma</a> geh&#246;rt hat, wei&#223;, da&#223; Letztbegr&#252;ndungen schon f&#252;r wissenschaftliche Aussagen nicht existieren. Wer da noch Letztbegr&#252;ndungen f&#252;r politische Pr&#228;ferenzen sucht, oder gar vorgibt, &#252;ber sie zu verf&#252;gen, der macht sich l&#228;cherlich.<!--more--></p>
<p>Trotzdem versuchen nat&#252;rlich die meisten politisch Interessierten, ihre Positionen doch irgendwie zu begr&#252;nden. Die Wenigsten werden zugeben, da&#223; ihre Positionen einfach das Ergebnis einer mehr oder weniger zuf&#228;lligen Kette von Diskussionen, Lekt&#252;ren, pr&#228;genden pers&#246;nlichen Antipathien oder auch Freundschaften sind. Also machen wir uns alle auf die Suche nach guten Begr&#252;ndungen f&#252;r unsere Positionen, und da fangen wir an, uns zu verzetteln.</p>
<p>Die liberalen Klassiker des letzten Jahrhunderts &#8212; Popper, Albert, Berlin, Hayek &#8212; haben bei allen Unterschieden eine Gemeinsamkeit: Ihre konsequente Opposition gegen alle politischen Heilslehren, ihre Einsicht, da&#223; von Menschen bev&#246;lkerte Gesellschaften immer nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum arbeiten werden. Perfektion sollte man da nicht erwarten, und wer Perfektion verspricht, der ist ein Scharlatan. Aber dahinter steckt nat&#252;rlich noch etwas mehr, n&#228;mlich eine geradezu st&#246;rrische Utopiefeindlichkeit. Und vor allem: Das Wissen, da&#223; es in jeder Gesellschaft miteinander konkurrierende, unvers&#246;hnliche Werte gibt. Man wei&#223;, da&#223; man in einer zivilisierten Gesellschaft lebt, wenn Konflikte zwischen diesen unvers&#246;hnlichen Werten in Diskussionen ausgetragen werden, in denen niemand den Anspruch hat, einen Sieg durch die physische oder moralische Vernichtung seiner Konkurrenten herbeizuf&#252;hren.</p>
<p>Wenn zivilisierte Gesellschaften dadurch gekennzeichnet sind, da&#223; zwischen konkurrierenden Zielen &#8212; Freiheit, Gleichheit, Sicherheit, Offenheit und anderen &#8212; ein friedlicher Wettstreit herrscht, dann folgt daraus nat&#252;rlich auch, da&#223; demokratische Politik immer eine Art von Verhandlung um <em>einen m&#246;glichen </em>Ausgleich dieser Ziele ist. Diese Verhandlung h&#246;rt nie auf, das Ergebnis &#228;ndert sich st&#228;ndig, und wir werden nie die  eine, richtige Balance zwischen verschiedenen, eigentlich unvers&#246;hnlichen Zielen finden.</p>
<p>Als bekennender R&#252;ckenmarksliberaler, also als jemand, dessen Pr&#228;ferenz f&#252;r die Freiheit zu einem gro&#223;en Teil aus dem vegetativen politischen Nervensystem kommt, neige ich in solchen Zielkonflikten immer im Zweifelsfall dem Ziel der individuellen Freiheit zu.  Das bedeutet auch, da&#223; ich beispielsweise bereit w&#228;re, einiges an &#246;konomischer Effizienz zu opfern, wenn ich daf&#252;r mehr Freiheit bek&#228;me. Genauso verzichte ich gerne auf ein weiteres Sicherheits-Sahneh&#228;ubchen, wenn ich daf&#252;r Freiheit aufgeben mu&#223;. Aber nat&#252;rlich erkenne ich an, da&#223; es zu solchen Zielkonflikten kommen kann. Die Pr&#228;ferenz f&#252;r die Freiheit ist dann eben genau das, eine pers&#246;nliche Pr&#228;ferenz, zu verorten im politischen R&#252;ckenmark, das aus irgendeinem Grund meine politischen Reflexe so steuert.</p>
<p>Was so einen R&#252;ckenmarksliberalen wie mich nerv&#246;s macht, das sind, wie schon angedeutet, die Utopisten. Und zwar nicht nur die sozialistischen Utopisten, die Geschichtsdeterministen oder die rechtsextremen Spinner, die uns alle in irgendeiner Variante die Geschichte erz&#228;hlen, da&#223; sich eine koh&#228;rente Gesellschaft, frei von Zielkonflikten und l&#228;stigen Debatten, schon herstellen lie&#223;e, wenn man ihnen nur mal f&#252;r siebzig  oder tausend Jahre die Macht &#252;berlie&#223;e. Was mich nerv&#246;s macht, das sind auch die liberalen, oder die libert&#228;ren Utopisten, die meinen, da&#223; alle anderen Probleme und Zielkonflikte schon irgendwie aufgel&#246;st werden, wenn nur erstmal der Staat verschwunden ist, oder die Staatsquote wenigstens unter zehn Prozent f&#228;llt.</p>
<p>Ehrlich gesagt: Wenn man von Hayek, Popper und all den anderen eines lernen kann, dann doch wohl, wie unn&#252;tz gro&#223;e Gesellschaftsentw&#252;rfe sind. Aber Anarchie und alles, was ihr nahe kommt, ist vom Status Quo ausgehend nunmal ein <em>ziemlich</em> gro&#223;er Gesellschaftsentwurf.</p>
<p>Au&#223;erdem frage ich mich, wie robust der utopische Liberalismus eigentlich sein kann. Nehmen wir ein hypothetisches Beispiel: Nehmen wir mal an, was zugegeben sehr hypothetisch ist, da&#223; Lange und Lerner die <a href="http://cepa.newschool.edu/het/essays/paretian/social.htm" target="_blank">socialist calculation debate</a> f&#252;r sich entschieden h&#228;tten. Nehmen wir also an, effizienter Sozialismus, vielleicht sogar ein Sozialismus, der effizienter ist, als die Marktwirtschaft, w&#228;re m&#246;glich. Mir w&#228;re es egal, als R&#252;ckenmarksliberaler w&#228;re mir die Freiheit der M&#228;rkte immer noch lieber, eben weil ich eine starke Pr&#228;ferenz f&#252;r die Freiheit an sich habe, w&#228;hrend mir Effizienz eigentlich eher nicht so wichtig ist. Aber was w&#252;rde das f&#252;r die utopischen Liberalen bedeuten, die in ihrer Utopie des Minimalstaates oder der Staatenlosigkeit immer gleich das ganze Paket aus Freiheit, Frieden, Wohlstand, Harmonie und Abwesenheit von Inflation verkaufen m&#252;ssen?</p>
<p>Die utopischen Liberalen machen sich Gedanken &#252;ber gesellschaftliche Szenarien, die in jeder politischen Dimension unendlich weit weg sind; daher k&#246;nnen wir nur unendlich wenig &#252;ber sie wissen. Meine Vermutung w&#228;re, da&#223; jeder Versuch ihrer Verwirklichung den Weg aller utopistischen Gesellschaftsexperimente gehen w&#252;rde &#8212; wir wissen, wo und wie sowas endet. Das mag jetzt ein wenig oder auch sehr paradox klingen, aber wenn man seine liberalen Klassiker mit ihrem Skeptizismus ernst nimmt, dann mu&#223; eine reine Lehre des Liberalismus darauf bestehen, da&#223; es keine reine Lehre geben kann. Liberalismus mu&#223; dann pragmatisch sein, vom Status Quo ausgehen, Utopien scheuen. Wenn man in jeden einzelnen, kleinen Zielkonflikt mit der Maxime &#8220;<em>Im Zweifel f&#252;r die individuelle Freiheit</em>&#8221; geht, dann ist das jedenfalls schon ziemlich viel. Dagegen steht auf der utopischen Seite die fehlende Bereitschaft zum politschen Durchwursteln im Hier und Jetzt, zum Schlie&#223;en von Kompromissen zwischen konkurrierenden gesellschaftlichen Zielen und zum pragmatischen Durchsetzen kleiner Ver&#228;nderungen. Genau das kommt mir aber vom politischen Ansatz und oft auch vom pers&#246;nlichen Habitus der Vertreter des utopischen Liberalismus oft eher unliberal vor &#8212; selbst wenn sie andauernd von Freiheit reden.</p>

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		<title>Go for it, Boris!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 16:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Luksic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liberté d'abord!]]></category>

		<category><![CDATA[Boris Johnson]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>Boris Johnson hat Marihuana geraucht, Kokain geschnupft und erkl&#228;rt, dass er es sich gut vorstellen k&#246;nnte, mit der Frau des britischen Ex-Premiers Tony Blair Sex zu haben.  Portsmouth ist f&#252;r ihn eine Hafen-Stadt mit &#8220;zu vielen Fetts&#252;chtigen und Labour-Abgeordneten&#8221;. W&#228;hrend alle Welt sich &#252;ber die grassierende Fettleibigkeit und die Sucht f&#252;r Fastfoood ereiferte, meinte Johnson – &#8220;und sie schmecken doch gut&#8221;. Im vergangenen Jahr schrieb er, die Tories h&#228;tten sich einer Orgie von H&#228;uptlingsmord und Kannibalismus hingegeben, wie sie &#8220;in Papua-Neuguinea &#252;blich&#8221; sei; nun mache sich die Labourparty daran. Das f&#252;hrte zu einem scharfen diplomatischen Protest, woraufhin Boris Johnson erwiderte, er werde Papa-Neuguinea auf die globale Liste der Orte f&#252;r seine Entschuldigungstour setzen. Humor hat Boris!</p>
<p>Besser als der &#8220;rote Ken&#8221; ist er auf jeden Fall: Einen j&#252;dischen Reporter des Londoner Evening Standards, der ihm Fragen stellen wollte, bezeichnete er als &#8220;KZ-W&#228;chter&#8221;, was ihm eine 14-t&#228;gige Suspendierung vom Amt einheimste. Er preist einen autorit&#228;ren Linksdiktator wie Hugo Chávez und modelte eine urspr&#252;nglich als Verkehrsberuhigung geplante Geb&#252;hr f&#252;r Londons Innenstadt in ein Instrument des Klassenneides um. Den Blick fest auf muslimische Gemeindef&#252;hrer Londons gerichtet, l&#228;dt er immer wieder einen extremistischen Imam aus dem Nahen Osten ein und bezeichnet ihn als &#8220;moderat&#8221;, obgleich der heilige Mann in seinen Predigten f&#252;r Selbstmordbomber, die Unterdr&#252;ckung der Frau und die Todesstrafe f&#252;r Schwule eintritt. Hinzu kommt Vetternwirtschaft und Korruption. Deswegen: Go for it, Boris!</p>

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		<title>Die Formel des Faschismus</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/29/die-formel-des-faschismus/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 22:21:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<blockquote><p>Der Trick der Faschisten war, dass sie (Staats-) Sozialismus versprachen, ohne die Privilegien der Besitzenden anzugreifen (ausgenommen die der j&#252;dischen Besitzenden – darum war der Antisemitismus f&#252;r den Nationalsozialismus so zentral: ohne die Juden als S&#252;denb&#246;cke w&#228;re die ganze sozialistische Rhetorik nicht aufgegangen). Insofern haben die Besitzenden, um ihre Privilegien zu sichern, den Faschismus gew&#228;hlt und unterst&#252;tzt. Sie h&#228;tten besser daran getan, ein echtes liberales Programm zu unterst&#252;tzen – aber dazu h&#228;tten sie eben ihre Privilegien abgeben m&#252;ssen. Insofern hie&#223; die Formel des Faschismus: Kampf gegen den Kommunismus mit den Mitteln des Kommunismus ohne Enteignung (aber mit Abschaffung des Marktes).</p></blockquote>
<p>Stefan Blankertz in einem Kommentar in der <a href="http://blog.freiheitsfabrik.de/?p=1251">Freiheitsfabrik</a> zu den Gemeinsamkeiten von Faschismus und Sozialismus - und zu einer wichtigen Unterscheidung, die nach den gescheiterten sozialistischen Revolutionen in Europa (Erfolgs-)Grundlage der Machtergreifungen der Faschisten war.</p>
<p>Btw.: Dieser Trick, nicht direkt die Eigentums- sondern die Besitzverh&#228;ltnisse anzugreifen, &#252;berlebte die Niederlage der faschistischen Spielart des totalen Staates - nach der marktwirtschaftlichen Renaissance in den 50er Jahren, die die Grundlage f&#252;r den Reichtum im Westen legte, f&#252;hrte das im Namen der sozialen Demokratie durchgesetzte Primat der Politik &#252;ber den Markt zu einem Machtkonglomerat aus &#8220;Big Business&#8221; und &#8220;Big State&#8221;. Das man durchaus mit W.I. Lenin als &#8220;Staatsmonopolistischer Kapitalismus&#8221; - und Vorstufe zum Sozialismus - bezeichnen k&#246;nnte&#8230;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Fouad is free.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/27/fouad-is-free/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 08:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<blockquote><p>Fouad is free. He is back home in Jeddah after 137 days in custody.</p></blockquote>
<p>Aufmerksame Leser werden die gute Nachricht auf dem Solidarit&#228;tsbanner links bemerkt haben: Fouad Alfarhan, der seit 10. Dezember 2007 in Saudi Arabien inhaftiert war, weil er sich in seinem Blog gegen Islamismus und f&#252;r politische Reformen eingesetzt hatte - wir <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2008/01/07/free-fouad-alfarhan/">berichteten</a>  - ist frei. </p>
<p>Wie auf der englischsprachigen Kampagnenseite <a href="http://en.freefouad.com/?p=49">Free Fouad</a> zu lesen ist, wurde er vom K&#246;nig begnadigt und gestern morgen, am 26.04.08, freigelassen. Er  war einer von dutzenden Bloggern, die weltweit in Gef&#228;ngnissen sitzen, weil sie es gewagt haben, Texte zu publizieren, die dem jeweiligen Regime nicht genehm waren.</p>
<p>Neu in der A&#8217;Team <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/links/">Linkliste</a>: die <a href="http://blogger-for-freedom.org/">Bloggers for Freedom</a> - &#8220;<i>eine Plattform von Bloggern f&#252;r Freiheit, die Aktionen und Informationen rund um alle Krisenherde in der Welt sammelt</i>&#8221; - schreiben regelm&#228;ssig dar&#252;ber.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Pervertierter Antifaschismus</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/25/pervertierter-antifaschismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 18:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<blockquote><p>Wer Rechte zum Vorbild junger Menschen macht, schadet der Demokratie.</p></blockquote>
<p>Der SPD-Generalsekret&#228;r Hubertus Heil legt in all seiner platten Geradlinigkeit wenigstens die <em>eigentliche</em> Zielrichtung der <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,549826,00.html">Kampagne gegen den designierten Kultusminister von Th&#252;ringen</a>, Peter Krause, offen:</p>
<p>Es geht also nicht darum, den Rechtsstaat vor einem Nazi und/oder NPD U-Boot  in der Th&#252;ringer CDU zu sch&#252;tzen. Nein, hier sollen schlicht konservative Positionen aus dem demokratischen Spektrum ausgegrenzt werden.</p>
<p>Welch eine Perversion des Antifaschismus (im Sinne von Antitotalitarismus, nicht linksextremer Legitimationsideologie à la &#8220;Antifa&#8221;) - Herr Heil denunziert im Dienst des politischen Tagesgesch&#228;ftes alles was nicht links ist als Gefahr f&#252;r die Demokratie.</p>
<p>Und bereitet gleichzeitig in Hessen &amp; ff. im Bund die Koalition mit den (Post-)Kommunisten vor&#8230;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Masern gegen Stau</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/23/masern-gegen-stau/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/23/masern-gegen-stau/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 17:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M.M.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eidgenössisch Eigensinniges]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>H&#246;rt mal kurz her, ich habe ein Problem. Bei uns ist doch im Juni diese Euro 08. In der Zeitung haben sie jetzt aufgezeigt, wie die UEFA das St. Jakobsstadion in Basel weitr&#228;umig absperren will. Das bedeutet: Ich stehe jetzt einen Monat lang t&#228;glich v&#246;llig unn&#246;tig im Stau. Das kann verhindert werden. Kommt NICHT Basel!</p>
<p>Also so ganz unter uns (und bitte weitersagen): Wer nach Basel zur Fussball-EM f&#228;hrt, lebt gef&#228;hrlich. Denn wir haben hier ein paar Anthroposophen und die weigern sich partout, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen.</p>
<p>Und jetzt haben wir <a title="Basel schliesst Sch&#252;ler aus" href="http://www.espace.ch/artikel_490477.html">die Epedemie</a> (schon jetzt 1.300 F&#228;lle). K&#252;rzlich reiste so eine Sofen-Schulklasse nach Salzburg. Und? <a title="Schweizer Sch&#252;ler soll Masern-Epidemie ausgel&#246;st haben" href="http://www.salzburg.com/nwas/index.php?article=DText/kkcstscxg5pf1e6g~vyzrf9&amp;img=&amp;text=&amp;mode=&amp;section=&amp;channel=homepage&amp;sort=">Eben.</a> Was sagt die EU (ihr seid ja alle in der EU)? <a title="EU bef&#252;rchtet Masernepidemie wegen EM" href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/862595.html">Das hier.</a></p>
<p>Ist doch ein Deal: Ihr bleibt alle zuhause, schaut euch die Spiele in der Glotze an (Deutschland gewinnt sowieso), erspart euch die Masern und ich steh nicht im Stau.</p>
<p>Soll dann niemand hinterher kommen und sagen, ich h&#228;tte nicht gewarnt!</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Soldaten Soldaten sch&#252;tzen</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/23/wenn-soldaten-soldaten-schuetzen/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/23/wenn-soldaten-soldaten-schuetzen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 07:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M.M.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eidgenössisch Eigensinniges]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>Eine Tr&#252;ffel: Die Deutsche Bundeswehr ist nach Afghanistan gezogen, um die Zivilisten vor den Taliban zu sch&#252;tzen.</p>
<p>Jetzt soll das <a title="Spiegel" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,549052,00.html">Kontingent erheblich aufgestockt</a> werden. Um die Soldaten, welche die Zivilisten vor den Taliban sch&#252;tzen, vor den Taliban zu sch&#252;tzen. Ist das jetzt diese ber&#252;hmte &#8220;Spirale der Eskalation&#8221;?</p>
<p>Die <a title="R&#252;ckzug aus Afghanistan" href="http://arlesheimreloaded.ch/article/rueckzug_aus_afghanisan">Schweizer haben ihre beiden Offiziere</a> schon vor Monaten nach Hause geholt. Sonst m&#252;ssten die jetzt wohl zwei weitere r&#252;ber schicken.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Gr&#246;ssere Br&#252;ste und einen BMW M3</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/18/groessere-brueste-und-einen-bmw-m3/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/18/groessere-brueste-und-einen-bmw-m3/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 15:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>Versprach der Tory <a href="http://www.backboris.com/">Boris Johnson</a> einmal seinen W&#228;hlern, offensichtlich mit der (unter Konservativen durchaus nicht immer anzutreffenden) F&#228;higkeit zur Selbstironie ausgestattet. Einer also, endlich, von dem die geplagten Londoner erhoffen d&#252;rfen, dass er seine Wahlversprechen nicht einzuhalten versuchen wird. Inzwischen bewerten die Buchmacher den <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/taxifahrerinnen_mit_migrationshintergrund_gesucht/">alten weissen Mann</a> Ken Livingston nur noch als ihren <a href="http://www.daswettangebot.com/Johnson-bekommt-offiziellen-Rueckhalt.php">knappen 4/5 Favoriten</a> vor Johnson in seiner Bewerbung um den Mayor of London.</p>
<p>Der konservative, reformorientierte Querkopf gegen den verbrauchten linken Ideologen und <a href="http://www.counterpunch.org/livingstone05152006.html">Bewunderer</a> von Hugo Chávez. Das d&#252;rfte noch unterhaltsam werden in den letzten beiden Wahlkampfwochen .</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Unmenschliches System</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/14/unmenschliches-system/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/14/unmenschliches-system/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 18:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<blockquote><p>&#220;ber 50 Milliarden Euro, das heisst die H&#228;lfte des ganzen EU-Budgets, geht in die Subventionen, die die Umwelt sch&#228;digen und die 3.Welt sch&#228;digen, &#252;brigens auch die Verbraucher sehr viel kosten. Und das muss jetzt mal ein Ende haben. Wichtig w&#228;re es hier einmal eine &#246;ffentliche Debatte zu beginnen. Unsere Landwirtschaft ist ein unmenschliches System</p></blockquote>
<p>Ein Statement des ehemaligen Greenpeace-Generalsekret&#228;rs Thilo Bode von <a href="http://www.foodwatch.de">foodwatch.de</a> heute auf <a href="http://www.3sat.de/nano/bstuecke/86736/index.html">nano</a>. W&#228;re das nicht eine Strategie, Hunger evt. nachhaltiger zu beseitigen als per <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/">wohlt&#228;tiger Lebensmittellieferungen</a>?</p>
<p>Johan Norberg weist ja in seinem <a href="http://de.liberty.li/magazine/?id=635&#038;q=Ein+Pl%E4doyer+f%FCr+den+Kapitalimus:+Wie+die+Globalisierung+weltweit+Wohlstand+schafft+und+Armut+verringert.+">Pl&#228;doyer f&#252;r den Kapitalismus</a> ebenso auf die fatale Wirkung von Protektionismus und Subventionen hin:</p>
<blockquote><p>Das UNDP hat berechnet, da&#223; die Entwicklungsl&#228;nder um mehr als 700 Milliarden Dollar pro Jahr zus&#228;tzlich exportieren k&#246;nnen, wenn sie nicht mittels Z&#246;llen und Quoten ausgeschlossen w&#228;ren. Das ist 14 mal so viel als sie an Entwicklungshilfe erhalten.</p>
<p>Das ist vollkommen heuchlerisch. Einst wurden wir aufgrund von M&#228;rkten und Handel reich. Jetzt, da wir reich sind, unterschlagen wir den heutigen Armen die selben Freiheiten.</p></blockquote>

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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;A foreseeable and avoidable risk&#8221;</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/14/a-foreseeable-and-avoidable-risk/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/14/a-foreseeable-and-avoidable-risk/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 16:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver M.H.</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[London Calling]]></category>

		<category><![CDATA[GB]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>So weit ist es nun schon gekommen: Britische Versicherungen zahlen nicht mehr, wenn bei Fl&#252;gen &#252;ber Heathrows Terminal 5 etwas schief geht. <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2008/04/14/nheathrow114.xml" target="_blank">Der Telegraph berichtet</a>:</p>
<blockquote>
<p class="story2">According to the Association of British Insurers many companies now regard travelling with British Airways through Terminal 5 as a foreseeable and avoidable risk - given that almost all destinations can be reached from Heathrow using other airlines.</p>
<p class="story2">&#8220;The general view is if you are taking out a policy now, you may well find that your travel insurance won&#8217;t cover you for lost baggage through the terminal,&#8221; a spokesman said. &#8220;That it is because you will already be aware of the problems of the problems at T5 and hardly expect to be covered.</p>
</blockquote>
<p class="story2">Selbst f&#252;r unsere Urlaubsreise letztes Jahr, die uns &#252;ber Maskat und Kathmandu nach Lhasa f&#252;hrte, konnten wir eine Reiseversicherung abschlie&#223;en. Aber nun liegt das eigentliche Entwicklungsland schon kurz hinter Hounslow. Armes Gro&#223;britannien.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Lafontaine will mehr Marx und Engels</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/lafontaine-will-mehr-marx-und-engels/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/lafontaine-will-mehr-marx-und-engels/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 16:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Luksic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Liberté d'abord!]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>&#8220;Die S&#228;tze des Kommunistischen Manifestes sind doch hochaktuell&#8221;, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,547078,00.html">meint Oskar Lafontaine</a> und k&#252;ndigt an, dass Passagen aus dem Kommunistischen Manifest in das k&#252;nftige Parteiprogramm der &#8220;Linken&#8221; aufgenommen werden. Er will zudem die Deutsche Telekom, die Deutsche Post und die Energiekonzerne verstaatlichen. Vorw&#228;rts zur&#252;ck mit einem Politikmix aus SED und Hugo Chavez kann man da nur sagen.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Das t&#228;gliche Brot</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 08:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Statler &amp; Waldorf]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>Jetzt f&#228;llt es <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,547050,00.html" target="_blank">auch den Deutschen auf</a>: Steigende Lebensmittelpreise sind ein Problem, allerdings weniger f&#252;r uns hier in Deutschland, wir k&#246;nnen uns das leisten, sondern vor allem f&#252;r die wenig zahlungskr&#228;ftigen Konsumenten in den Entwicklungsl&#228;ndern. In Deutschland beispielsweise sind die Gro&#223;handelspreise f&#252;r Lebensmittel im M&#228;rz 2008 verglichen zum M&#228;rz 2007 um 7,1 Prozent gestiegen. Das ist eine Menge, und es wird auch die Inflationsrate in der Eurozone treiben, aber es ist verkraftbar f&#252;r eine relativ wohlhabende Bev&#246;lkerung, die auch nur einen relativ geringen Anteil ihres Einkommens f&#252;r Lebensmittel ausgibt.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Aber jetzt wird es schon h&#228;&#223;lich: die Preise f&#252;r Getreide und Saatgut sind im gleichen Zeitraum um sagenhafte 52 Prozent gestiegen. Man kann sich vorstellen, da&#223; dies die Budgets von Konsumenten schwer belastet, die fast ihr gesamtes Einkommen f&#252;r Grundnahrungsmittel ausgeben m&#252;ssen, um sich ern&#228;hren zu k&#246;nnen. Insofern sind Aufst&#228;nde, die sich gegen hohe Lebensmittelpreise richten, wie etwa in &#196;gypten und Haiti, kein Wunder.</p>
<p>Was also tun? Wir beobachten hier einerseits wieder einmal unintendierte Konsequenzen staatlicher Interventionen: die Nachfrage nach Biosprit verdr&#228;ngt kurzfristig die weniger zahlungskr&#228;ftige Nachfrage nach Lebensmitteln. Das konnte man <a href="http://www.sciencenews.org/articles/20060722/food.asp" target="_blank">schon vor ein paar Jahren wissen</a>, aber im Rausch des Klimaschutzes wollte man es so genau wohl nicht h&#246;ren. Die damals ver&#246;ffentlichten Zahlen waren schon Besorgnis erregend:</p>
<blockquote><p>One-fifth of corn and almost one sixth of the U.S. grain harvest overall goes toward ethanol production, according to the institute&#8217;s report. And while the world&#8217;s production of grain will grow by about 20 million tons this year, 70 percent of the increase could be used to generate ethanol for U.S. automobiles, Brown says.</p></blockquote>
<p>Aber es war ja f&#252;r einen guten Zweck, gegen den Klimawandel <em>und</em> f&#252;r die heimische Bauernlobby &#8212; da sieht man doch gerne mal &#252;ber die knappen Lebensmittelbudgets der Menschen in Entwicklungsl&#228;ndern hinweg. Einige Sch&#228;tzungen gehen davon aus, da&#223; rund zwei Drittel der aktuellen Preissteigerungen beim Getreide auf die Ethanol-Produktion zur&#252;ckzuf&#252;hren sind. Der Rest verdankt sich dem steigenden Wohlstand in Schwellenl&#228;ndern und der daraus folgenden steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln.</p>
<p>Wenn man sich jetzt also nach politischen Optionen umschaut, dann sollte man nat&#252;rlich eines definitiv nicht versuchen: Preiskontrollen einzuf&#252;hren. Die aktuellen Preissteigerungen sind wichtig, sie sind lebenswichtig, denn sie zeigen die gr&#246;&#223;er gewordene Knappheit von Lebensmitteln an, und sie signalisieren, da&#223; es sich lohnt, den Getreideanbau auszudehnen. Wenn man dieses Preissignal beseitigt, produziert man Hungersn&#246;te. Das kann man nicht eindringlich genug sagen. Leider wird aber genau dies gerade in einigen betroffenen L&#228;ndern versucht. Und einige von denen &#8212; hier wird es dann ganz bizarr &#8212; leisten sich trotz Lebensmittelknappheit <a href="http://www.fao.org/docrep/010/ai465e/ai465e07.htm#box1" target="_blank">weiterhin Importz&#246;lle auf Lebensmittel</a>. Zu soviel Idiotie f&#228;llt einem nichts mehr ein.</p>
<p>Was man sich auch verkneifen sollte, sind Versuche, von Lebensmittelproduzenten an die Konsumenten umzuverteilen, z.B. indem man die zus&#228;tzlichen Gewinne h&#246;her besteuert, welche die Produzenten derzeit aufgrund der h&#246;heren Nachfrage einfahren. Auch dies verzerrt indirekt das Preissignal. Ein Signal, auf das die Anbieter &#252;brigens bereits reagieren: die Produktion von Getreiden <a href="http://www.fao.org/newsroom/en/news/2008/1000826/index.html" target="_blank">wird bereits massiv ausgeweitet</a>, z.B. indem Fl&#228;chen genutzt werden, deren Nutzung sich bisher wirtschaftlich nicht lohnte. Wer auch immer versucht, Produzenten f&#252;r hohe Preise zu bestrafen, gef&#228;hrdet diese Ausweitung der Produktion &#8212; und riskiert in seinem Umverteilungswahn Hungersn&#246;te.</p>
<p>Also nochmal: Was tun? Nat&#252;rlich sollten die Industriel&#228;nder den Ethanol-Bl&#246;dsinn schnellstm&#246;glich beenden, so da&#223; die Lebensmittelnachfrage nicht mehr mit fehlgeleitetem Klimaaktivismus konkurrieren mu&#223;. Aber das wird auch nur mittelfristig helfen. Wenn man kurzfristig Hungeraufst&#228;nde und Mangelern&#228;hrung verhindern will, dann kann man nur eines machen: die notleidende Nachfrage subventionieren. Das ist das einzige halbwegs unsch&#228;dliche, die Preissignale nicht besonders stark verzerrende Instrument, das man anwenden kann. <a href="http://www.economics.harvard.edu/faculty/sen" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://www.economics.harvard.edu/faculty/sen" target="_blank">Amartya Sen</a> ist mal aufgefallen, da&#223; es in Demokratien praktisch niemals verheerende Hungersn&#246;te gab, weil Regierungen dort es sich im politischen Wettbewerb nicht leisten k&#246;nnen, eine nicht zahlungskr&#228;ftige Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln unsubventioniert zu lassen. Das impliziert im Umkehrschlu&#223; nat&#252;rlich d&#252;stere Aussichten f&#252;r Haiti, &#196;gypten und all die anderen, wo sich Macho-F&#252;hrer lieber der Instrumente aus dem <em>command-and-control</em>-Werkzeugkasten bedienen, weil diese ihnen das Gef&#252;hl geben, das Ruder fest in der Hand zu haben.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>A Message to You, Juli</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/a-message-to-you-juli/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/a-message-to-you-juli/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 23:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>&#220;ber den Verteiler der Bamberger Jungen Liberalen habe ich heute eine Mail mit einem Aufruf zu <a href="http://www.nazistopp-nuernberg.de/download/web-personen-2.pdf">dieser Demo</a> erhalten. Hier meine Antwort:</p>
<blockquote><p>Wenn ich hier einmal einen - vielleicht sehr polemischen und wohl auch b&#246;sartigen - Einwurf bringen darf: der 1.Mai als gesetzlicher Feiertag wurde von den Nationalsozialisten eingef&#252;hrt. Insoweit ist es durchaus konsequent, wenn sich die heutigen nationalen Sozialisten darauf beziehen.<br />
UND: beweist sich Demonstrationsfreiheit aus liberaler Sicht nicht GERADE darin, auch f&#252;r obsolete Meinungen (Faschisten, Kommunisten, Islamisten) zu gelten? Dies wohlgemerkt jetzt nicht als &#8220;Gegenposition&#8221; zu Gegendemonstrationen - die ich sehr bef&#252;rworte - sondern als Widerwort zur intendierten Aufforderung an den Staat, die Nazidemo zu verbieten (&#8221;alles zu unternehmen den Naziaufmarsch zu verhindern&#8221;)</p></blockquote>

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]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/a-message-to-you-juli/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Demn&#228;chst auch wieder auf einer B&#252;hne in Ihrer N&#228;he</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/demnaechst-auch-wieder-auf-einer-buehne-in-ihrer-naehe/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/demnaechst-auch-wieder-auf-einer-buehne-in-ihrer-naehe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 22:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Audiovideo]]></category>

		<category><![CDATA[Statler &amp; Waldorf]]></category>

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		<description><![CDATA[
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<p>In Originalbesetzung. Wenn sie sich nicht vorher wieder streiten. Sehr sch&#246;n.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TGDQ85Dg-ss&amp;hl=en" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/TGDQ85Dg-ss&amp;hl=en" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p><!--more--></p>
<p>Diese Version hier ist aber auch nicht &#252;bel:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/y7QL_PDC5XM&amp;hl=en" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/y7QL_PDC5XM&amp;hl=en" wmode="transparent"></embed></object></p>

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]]></description>
		<wfw:commentRss>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/demnaechst-auch-wieder-auf-einer-buehne-in-ihrer-naehe/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
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