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	<title>antibuerokratieteam.net</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
	<lastBuildDate>Sat, 25 May 2013 13:18:12 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung in England II</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 13:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Pfaffenzeller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ranting Kraut]]></category>
		<category><![CDATA[GB]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ermordung eines Soldaten in London wird zur Zeit als Aufh&#228;nger f&#252;r die Neuauflage eines Vorratsdatenspeicherungsgesetzes genutzt. Zuvor war dieser Vorschlag durch die Liberaldemokraten abgeschmettert worden. Warum ausgerechnet das Londoner Attentat daf&#252;r eine Begr&#252;ndung liefern soll, ist allerdings unklar: ein Auto, zwei Deppen, vier Messer –mehr war f&#252;r diesen Anschlag nicht n&#246;tig. Dar&#252;berhinaus ist inzwischen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ermordung eines Soldaten in London wird zur Zeit als Aufh&#228;nger f&#252;r die <a href="http://www.bbc.co.uk/news/uk-politics-22652051" title="Woolwich: Boris Johnson finds Data Bill 'compelling'">Neuauflage</a> eines Vorratsdatenspeicherungsgesetzes genutzt. Zuvor war dieser Vorschlag durch die Liberaldemokraten abgeschmettert worden. Warum ausgerechnet das Londoner Attentat daf&#252;r eine Begr&#252;ndung liefern soll, ist allerdings unklar: ein Auto, zwei Deppen, vier Messer –mehr war f&#252;r diesen Anschlag nicht n&#246;tig.<br />
Dar&#252;berhinaus ist inzwischen bekannt, das der <a href="http://www.bbc.co.uk/news/uk-22664468" title="Woolwich attack: MI5 'offered job to suspect'">Geheimdienst</a> bereits Informationen &#252;ber die Attent&#228;ter hatte, und einen von ihnen f&#252;r wichtig genug hielt, um ihn als Informanten rekrutieren zu wollen. Gen&#252;tzt hat es nichts. Weitere Vorratsdatenspeicherungen d&#252;rfteen in diesem Zusammenhang wenig mehr erreichen, als Internetnutzer mit islamistischen Sympatien zu identifizieren, also die Art von Daten anzuh&#228;ufen, die MI5 in diesem Fall hatte. Es ist merkw&#252;rdig, da&#223; gerade ein Fall, der die Nutzlosigkeit einer &#220;berwachungsma&#223;nahme demonstriert, zur ihrer Rechtfertigung herangezogen wird. </p>
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		<title>Patrick D&#246;ring vs. AFD: Nazikeule statt Argumente</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/05/15/patrick-doring-vs-afd-nazikeule-statt-argumente/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 20:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Filter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Parteitagsblogger]]></category>
		<category><![CDATA[AFD]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Liberalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag die “AFD”, die selbsternannte “Alternative” f&#252;r Deutschland, nicht besonders. Anfangs fand ich sie zwar interessant. Allein schon ihres Anspruchs, eine Alternative zur von der Regierung immer wieder r&#252;cksichtslos durchgeboxten Alternativlosigkeit zu sein, wegen. Doch diverse Kommentarschlachten auf Facebook mit Anh&#228;ngern der neuen Partei sowie ihrem ersten AFD-Parteitag sp&#228;ter ist meine anf&#228;ngliche Offenheit und Neugier [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag die “AFD”, die selbsternannte “Alternative” f&#252;r Deutschland, nicht besonders. Anfangs fand ich sie zwar interessant. Allein schon ihres Anspruchs, eine Alternative zur von der Regierung immer wieder r&#252;cksichtslos durchgeboxten <em>Alternativlosigkeit</em> zu sein, wegen.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-12206 alignright" alt="Logo der AfD" src="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/05/Alternative-fuer-Deutschland-Logo-2013.svg_-300x150.png" width="300" height="150" /></p>
<p>Doch diverse Kommentarschlachten auf Facebook mit Anh&#228;ngern der neuen Partei sowie ihrem ersten AFD-Parteitag sp&#228;ter ist meine anf&#228;ngliche Offenheit und Neugier weitgehend verflogen. Das sozialmedial auftretende alternative Fu&#223;volk ist in gro&#223;en Teilen eher abschreckend, weil v&#246;llig abgehoben und hochn&#228;sig und teilt insbesondere gegen diejenigen, die ihnen zwar inhaltlich verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig nahe stehen, aber in der “falschen” Partei sind, viel zu oft so unbarmherzig wie unsachlich aus. Auch der Parteitag war irgendwie merkw&#252;rdig: Ein Wahlprogramm ohne Debatte zu beschlie&#223;en finde ich zwar nicht so schlimm, wie ichs vielleicht finden sollte. Aber einerseits &#196;nderungen daran im Nachhinein ausdr&#252;cklich zu erlauben, dann aber daf&#252;r eine Dreiviertelmehrheit als H&#252;rde einzubauen, f&#228;nd ich selbst dann merkw&#252;rdig, wenn sich die sich so verhaltende Gruppierung nicht gleichzeitig als Gralsh&#252;terin der Demokratie aufspielen w&#252;rde.</p>
<p>Soweit zu meinen AFD-Vorbehalten, was Formales betrifft. Inhaltlich wird es eigentlich noch schlimmer. Ich betrachte mich als Liberalen und aus dieser Grundhaltung heraus lehne ich W&#228;hrungen in Staatshand grunds&#228;tzlich ab. Die AFD tut das nicht, sondern setzt ausdr&#252;cklich auf staatliche W&#228;hrungen, nur will sie den Euro in mehrere Euros oder eben notfalls auch wieder nationale W&#228;hrungen aufteilen. Liberale wissen: Das mag die derzeitige Krise entsch&#228;rfen, es wird aber &#252;ber kurz oder lang zur n&#228;chsten f&#252;hren. Schon weil der Staat, wenn man ihm die Kontrolle &#252;ber etwas so M&#228;chtiges wie das Geldsystem gibt, diese Macht irgendwann missbrauchen muss. Die Krisenl&#246;sung der AFD ist also, auch wenn vielleicht vern&#252;nftiger, als die Position der Bundesregierung, nicht liberal. <a href="http://www.abgeordneten-check.de/artikel/2413-afd-symphatisanten-geschockt.html">Wenn gleichzeitig vom Mediengesicht der AFD h&#246;chstpers&#246;nlich &#252;ber europaweit einheitliche Steuers&#228;tze visioniert wird</a>, was zu allem &#220;berfluss auch noch mit der angeblich n&#246;tigen “Trockenlegung” von Steueroasen begr&#252;ndet wird, wird endg&#252;ltig klar, dass die <em>Alternative</em> vielleicht entscheidende Fragen anders sieht, aber ihr Ziel trotzdem nicht die offene und freie Gesellschaft ist, die zumindest ich und offenbar auch viele andere anfangs mal in ihr gesehen haben m&#246;gen.</p>
<p>Es gibt also gute und vor allem gut darstellbare Gr&#252;nde f&#252;r einen Liberalen, die AFD skeptisch zu sehen oder sie sogar abzulehnen. <a href="https://www.facebook.com/FDP/posts/10151607804167250">Patrick D&#246;ring, Generalsekret&#228;r der FDP, nennt aber nichtsdestotrotz folgende Gr&#252;nde</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die AfD zeigt ihr wahres Gesicht: Nazis und Verfassungsfeinde sind Freunde der AfD. Ganz professoral schreckt Lucke nicht davor zur&#252;ck, um nationalistische Kr&#228;fte zu werben. Die AfD hat keine Alternativen, Deutschlands politischen und wirtschaftlichen Interessen in Europa zu vertreten. Nationale Isolation ist wirtschaftlich eine Verarmungsstrategie und politisch das Ende Europas in Frieden und Freiheit.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bitte, was, Herr D&#246;ring? Also mal abgesehen davon, dass die Vorw&#252;rfe inhaltlich schon mehr konstruiert als fundiert wirken und es angesichts diverser Stra&#223;enschlachten mit ersten Toten recht eigenartig wirkt, wenn einer sich hinstellt und behauptet, dass Frieden und Freiheit in Europa momentan bestens voran k&#228;men &#8211; wie wenig Vertrauen muss einer eigentlich in die eigenen Argumente haben, wenn er sich gen&#246;tigt f&#252;hlt, diese Partei, der man im Handumdrehen nachweisen k&#246;nnte, dass sie eben keine liberale Partei ist und deswegen vielleicht verlockend f&#252;r entt&#228;uschte FDP-W&#228;hler wirkt, aber als echte Alternative f&#252;r Liberale nicht in Frage kommt, mit der ganz gro&#223;en Nazikeule zu vertrimmen?</p>
<p>Wenn das allen Ernstes die Strategie der FDP ist, <a href="http://www.n-tv.de/politik/Ich-wurde-als-Verraeter-beschimpft-article10603236.html">&#220;berl&#228;ufe </a>und <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-30652/euro-skeptiker-mehrheit-der-afd-waehler-sind-fdp-anhaenger_aid_961910.html">W&#228;hlerwanderungen </a>zur AFD einzud&#228;mmen, hat sie schon verloren.</p>
<p>Die Strategie der FDP m&#252;sste nat&#252;rlich sein, der AFD mit liberalen Argumenten zu begegnen. Ich gebe gern zu, dass das ein wenig schwierig ist, wenn man sich (zugunsten der hei&#223;gebliebten Regierungsbeteiligung) der meisten dieser Argumente selbst beraubt hat. H&#228;tte man wom&#246;glich lieber doch nicht tun sollen, wenn einem anschlie&#223;end au&#223;er billigem P&#246;beln nichts mehr einf&#228;llt, oder, Herr D&#246;ring?</p>
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		<title>Der Markt entscheidet nichts</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 07:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Tamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tamm's Comments]]></category>
		<category><![CDATA[Individualismus]]></category>
		<category><![CDATA[Individuum]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
<category>Der Markt</category><category>Freiheit</category><category>Individualismus</category><category>Staat</category>
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		<description><![CDATA[Wenn Anh&#228;nger der Freiheit davon reden, dass &#252;ber viele Dinge &#8220;der Markt&#8221; entscheiden solle, schie&#223;en sie in vielen Debatten ein Eigentor. Sie spielen den Feinden der Freiheit, den Staatsgl&#228;ubigen in allen Parteien, in die H&#228;nde, denn das klingt kalt und und unpers&#246;nlich. In Deutschland klingt selbst &#8220;der Staat&#8221; besser, &#8220;die Gesellschaft&#8221; ohnehin. Und es ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Anh&#228;nger der Freiheit davon reden, dass &#252;ber viele Dinge &#8220;der Markt&#8221; entscheiden solle, schie&#223;en sie in vielen Debatten ein Eigentor. Sie spielen den Feinden der Freiheit, den Staatsgl&#228;ubigen in allen Parteien, in die H&#228;nde, denn das klingt kalt und und unpers&#246;nlich. In Deutschland klingt selbst &#8220;der Staat&#8221; besser, &#8220;die Gesellschaft&#8221; ohnehin. Und es ist auch falsch: denn tats&#228;chlich entscheidet nicht ein Subjekt &#8220;Markt&#8221; &#252;ber die Einzelnen &#8211; das ist gerade der Unterschied zum Staat. Mit der Freiheit des Einzelnen ist nur der Individualismus, der methodische und der normative, vereinbar. Wenn ich nicht selbst entscheiden kann, dann entscheiden andere Menschen &#252;ber mich. Und deshalb ist ein freier Markt so wichtig: Er bietet den Raum f&#252;r freie Entscheidungen, aber nicht mehr. Dazu ausf&#252;hrlicher ein Vortrag von mir im Berliner Hayek-Club:</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Res&#252;mee zum Parteitag</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/05/10/resumee-zum-parteitag/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 15:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Schäffler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiat Economy Agnostic]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Oekonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Allen anderen Meinungen zum Trotz: Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis des Parteitags! Nat&#252;rlich zu bedauern: Die Abstimmung um Mindestl&#246;hne brachte eine Niederlage f&#252;r den liberalen Fl&#252;gel in der FDP. Das ist schade. Wir vom Liberalen Aufbruch haben mit aller Kraft gegen Mindestl&#246;hne gek&#228;mpft. Vertragsfreiheit ist das Herzst&#252;ck der Sozialen Marktwirtschaft. Mit &#196;nderungsantr&#228;gen haben wir [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Allen anderen Meinungen zum Trotz: Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis des Parteitags! Nat&#252;rlich zu bedauern: Die Abstimmung um Mindestl&#246;hne brachte eine Niederlage f&#252;r den liberalen Fl&#252;gel in der FDP. Das ist schade. Wir vom Liberalen Aufbruch haben mit aller Kraft gegen Mindestl&#246;hne gek&#228;mpft. Vertragsfreiheit ist das Herzst&#252;ck der Sozialen Marktwirtschaft. Mit &#196;nderungsantr&#228;gen haben wir dieses Herz verteidigen wollen, denn Mindestl&#246;hne treffen die Marktwirtschaft dort, wo es weh tut &#8211; mitten ins Herz. Das schmerzt.<span id="more-12181"></span></p>
<p>Ich ziehe aber auch eine Lehre aus der Abstimmung. Satte 43 Prozent der Delegierten waren gegen Mindestl&#246;hne. Das ist ein guter Wert. Er entspricht fast genau dem Anteil derer, die damals beim Mitgliederentscheid f&#252;r Antrag A und gegen die Eurorettung gestimmt haben. 44 Prozent der Teilnehmer am Mitgliederentscheid und 43 Prozent der Delegierten in N&#252;rnberg haben f&#252;r Marktwirtschaft, f&#252;r den Zusammenhang von Risiko und Haftung, f&#252;r Vertragsfreiheit gestimmt. Keine andere Partei Deutschlands als die FDP k&#246;nnte unter ihren Delegierten und unter ihren Mitgliedern ein solches Ergebnis auch nur ann&#228;hernd hervorbringen. Keine andere Partei hat unter ihren Anh&#228;ngern einen so gro&#223;en harten Kern an konsequenten Bef&#252;rwortern von Marktwirtschaft, Recht und Freiheit.</p>
<p>Und dennoch sind wir in der Minderheit. Insofern spiegelt die FDP &#8211; wenn auch abgemildert &#8211; die gesellschaftlichen Verh&#228;ltnisse wieder. Mit meinem Kollegen Holger Krahmer habe ich anl&#228;sslich des Parteitags einen Beitrag verfasst, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fdp-auf-in-den-kulturkampf-12172315.html">der in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienen ist</a>. Ich empfehle Ihnen die Lekt&#252;re! Danach wissen Sie, dass wir Liberale es mit einer strukturellen &#220;bermacht, einem gesellschaftlich tief verankerten Anti-Liberalismus zu tun haben. Wir Liberale sind in der Minderzahl.</p>
<p>Ich sehe es als meine Aufgabe an, nicht nur die Mehrheitsverh&#228;ltnisse in der FDP, sondern auch die gesellschaftlichen umzukehren. Ich will Recht und Freiheit! Das geht nur mit Liberalismus, das erfordert Vertrauen in die Marktwirtschaft. Und dazu brauchen wir R&#252;ckhalt unter den W&#228;hlern und in der Bev&#246;lkerung. F&#252;r dieses Projekt braucht man einen langen Atem und Ausdauer. Es ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen, die Meinung der Vielen zu &#228;ndern. Deshalb muss entt&#228;uscht werden, wer auf einen kurzfristigen Erfolg setzt oder meint, schon bei der n&#228;chsten Bundestagswahl &#228;nderten sich die Mehrheiten, wenn man blo&#223;en Protest gegen den Euro w&#228;hlt.</p>
<p>Im Gegenteil &#8211; Union, Gr&#252;ne, SPD und auch (noch!) die Mehrheit der FDP-Mitglieder sind Anh&#228;nger einer vertieften Zentralisierung, nicht nur in der Europ&#228;ischen Union, sondern auch in Deutschland. Als Liberaler bin ich nicht nur gegen einen Umverteilungsmechanismus auf europ&#228;ischer Ebene, sondern auch f&#252;r ein Ende des L&#228;nderfinanzausgleichs in Deutschland. Die Argumente sind dieselben, die eine Forderung folgt zwingend der anderen. Ich bin der Meinung, dass meine Argumente besser sind als die Argumente der Zentralisierer, der Etatisten und der Sozialisten in allen Parteien.</p>
<p>Meine Devise ist: Ich bin gekommen, um zu bleiben! Ich k&#228;mpfe an meinem Platz f&#252;r Recht, Markt und Freiheit. Ich bin sturer Ostwestfale mit schw&#228;bischen Wurzeln. Meine Meinung &#228;ndere ich daher ebensowenig wie meinen Weg. Ich w&#252;nsche mir, dass Sie diesen Weg mit mir gemeinsam gehen und durchhalten, auch wenn es manchmal weh tut. Ich kann die Durststrecke allein bew&#228;ltigen. Doch lieber w&#228;re mir, wenn Sie mich begleiten und wir gemeinsam auch in Zukunft f&#252;r unsere Idee, die Idee von Recht und Freiheit eintreten.</p>
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		<title>Dieser seltsame Ruf nach Freiheit</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 21:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Pfaffenzeller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ranting Kraut]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal tritt die Anatomie autorit&#228;ren Denkens besonders deutlich bei trivialen Themen zu Tage. Ein gewisser Michail Hengstenberg predigt im Spiegel Online f&#252;r das Tempolimit auf der Autobahn. Das Thema Tempolimit interessiert mich nicht so sehr, das ich deswegen die Widerspr&#252;che in Hengstenberg&#8217;s Artikel angehen w&#252;rde –interessant ist vielmehr die zu Grunde liegende Argumentationsstruktur. So erf&#228;hrt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal tritt die Anatomie autorit&#228;ren Denkens besonders deutlich bei trivialen Themen zu Tage. Ein gewisser Michail Hengstenberg predigt im <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-auf-autobahnen-liebe-macht-blind-a-898824.html">Spiegel Online</a> f&#252;r das Tempolimit auf der Autobahn. Das Thema Tempolimit interessiert mich nicht so sehr, das ich deswegen die Widerspr&#252;che in Hengstenberg&#8217;s Artikel angehen w&#252;rde –interessant ist vielmehr die zu Grunde liegende Argumentationsstruktur. So erf&#228;hrt man zun&#228;chst folgendes:</p>
<blockquote><p>Immer wenn in den USA ein Mensch zur Waffe greift und wahllos unschuldige Mitmenschen t&#246;tet, wundern sich die Deutschen. [...] Wir sch&#252;tteln den Kopf &#252;ber die schlichten Argumente, mit denen Waffenbef&#252;rworter f&#252;r ihr Recht k&#228;mpfen.</p></blockquote>
<p>Wer ist <a href="http://www.nytimes.com/2010/10/03/magazine/03FOB-onlanguage-t.html?_r=0"><em>wir</em></a>? Hengstenberg vers&#228;umt es zu erkl&#228;ren, warum er die eigenen Vorurteile im Plural beschreibt. Er f&#228;hrt fort:<span id="more-12173"></span></p>
<blockquote><p>… Wir Deutschen sollten nicht allzu laut lachen. Denn auch wir pflegen eine unverbr&#252;chliche, h&#246;chst irrationale Liebe: zur unbegrenzten Beschleunigung auf deutschen Autobahnen. … Das Festhalten am Recht zum Rasen ist auch deshalb so unverst&#228;ndlich, weil es keine echten Argumente gegen ein Tempolimit gibt.</p></blockquote>
<p>Keine echten Argumente <em>gegen</em> ein Tempolimit? Sollte nicht der, der das Handeln anderer durch Verbote einschr&#228;nken will, seine Verbotsforderung rechtfertigen? Wie kommt Herr Hengstenberg dazu die Beweislast hier einfach umzukehren? </p>
<p>Wahrscheinlich hatte er sich einfach daran gew&#246;hnt, schlie&#223;lich wurde auch von Wehrpflichtigen immer verlangt, das sie sich f&#252;r ihr Desinteresse an einer milit&#228;rischen Laufbahn rechtfertigen. Diese Erwartungshaltung, von freien B&#252;rgern Argumente f&#252;r den Erhalt ihrer Freiheit einzufordern wird im Artikel nachhaltig durch den Untertitel „Seltsamer Ruf nach Freiheit“ belegt. Es scheint eine Gattung von Politikern und Journalisten zu geben, die das Bed&#252;rfnis nach individueller Freiheit als eine Art Verhaltensst&#246;rung ansehen. Eine absonderliche Form von Individualismus die sie nur dann tolerieren wollen, wenn es daf&#252;r schwerwiegende Gr&#252;nde gibt. Ich sehe das umgekehrt. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Grunds&#228;tzliches zu Quoten, Feminismus und Rechtsstaat</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 13:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Pfaffenzeller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ranting Kraut]]></category>
		<category><![CDATA[Liberalismus]]></category>
<category>Feminismus</category><category>Frauenquote</category><category>Rechtsstaat</category><category>Zensur</category>
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		<description><![CDATA[Die Welt ist eine der wenigen Zeitungen, die das Grundproblem der Frauenquote thematisiert: den impliziten Angriff auf das Rechtsgleichheitsprinzip und damit auf eine der Grundlagen des Rechtsstaates. Schlie&#223;lich geht es nicht nur um eine begrenzt wirksame, rein pragmatische Ma&#223;nahme sondern um ein taktisches Man&#246;ver das ganz offen im Namen einer totalit&#228;ren, Ideologie umgesetzt wird. Der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article115668090/Perverse-Effekte-einer-gesetzlichen-Frauenquote.html" title="Die Welt">Welt</a> ist eine der wenigen Zeitungen, die das Grundproblem der Frauenquote thematisiert: den impliziten Angriff auf das Rechtsgleichheitsprinzip und damit auf eine der Grundlagen des Rechtsstaates. Schlie&#223;lich geht es nicht nur um eine begrenzt wirksame, rein pragmatische Ma&#223;nahme sondern um ein taktisches Man&#246;ver das ganz offen im Namen einer totalit&#228;ren, Ideologie umgesetzt wird. Der Genderfeminismus zielt schlie&#223;lich darauf ab, nicht nur die Repr&#228;sentanz von Frauen in Firmengremien zu erh&#246;hen, sondern gesamtgesellschaftliche Institutionen und Denkstrukturen im Namen einer Interessengruppe umzugestalten.</p>
<p>Dieses Globalziel kommt nicht zuletzt in feministischen Kampagnen zur Sprachhygiene oder zur Neudefinition nat&#252;rlich entwickelter Geschlechterbeziehungen zum Ausdruck. Dabei ist der gewollte Konflikt mit dem Rechtsgleichheitsgrundsatz von fundamentaler Bedeutung. In dem Ma&#223;e in dem der Grundsatz der formalen Gleichheit vor dem Gesetz aufgeweicht wird, wird es Teilgruppen erleichtert, den Staat und sein Gewaltmonopol im Dienste des eigenen Interesses zu instrumentalisieren.<br />
<span id="more-12163"></span><br />
Auch gibt es keinen Grund anzunehmen, das die feministische Bewegung sich mit einem Angriff auf den Gleichheitsgrundsatz zufrieden gibt. Verbale <a href="http://de-lege-lata.blogspot.co.uk/2012/01/unwort-unschuldsvermutung-unrechtsstaat.html">Angriffe</a> auf die Unschuldsvermutung in Gerichtsverfahren sowie aktuelle <a href="http://www.the-spearhead.com/2013/03/29/antifeminism-might-become-illegal-in-the-nordic-countries/">Zensurforderungen</a> in Skandinavien geben einen Eindruck davon wie weit die Ambitionen dieser totalit&#228;ren Ideologie reichen.</p>
<p>Die Entschlossenheit, rechtsstaatliche Rahmenbedingungen im Interesse konkreter Reformvorhaben auszuhebeln erkl&#228;rt sich nicht zuletzt durch die Selbstwahrnehmung als ´progressive´ Kraft: wer der Ansicht ist, das sich gesellschaftliche Strukturen gleichsam naturgesetzlich auf die eigenen Zielvorstellungen hin entwickeln, ist versucht verfahrensrechtliche Machtbeschr&#228;nkungen als &#252;berfl&#252;ssige Hindernisse zu sehen. </p>
<p>Diese Perspektive f&#252;rfte sich grunds&#228;tzlich &#228;ndern, wenn man erwartet, das der Einfluss und Status der eigenen Polition k&#252;rzerfristigen Schwankungen unterliegt. Das Aufkommen <a href="http://www.identitaere-generation.info">identit&#228;rer Gruppen</a> oder die starke <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/homo-ehe-in-frankreich-aufstand-der-konservativen-1.1656289">Opposition</a> zur Homosexuellenehe in Frankreich k&#246;nnten z.B. auf eine kommende Wende im Zeitgeist hindeuten. Solch eine konservativ-autorit&#228;re Trendwende w&#252;nsche ich mir nicht, aber man kann sie auch nicht mehr ausschlie&#223;en. </p>
<p>Mit welchem Recht will man dann z.B. gesetzliche Einschr&#228;nkungen weiblicher Berufst&#228;tigkeit ablehnen, nachdem man zuvor f&#252;r Quoten zu Gunsten der eigenen Gruppe pl&#228;diert hat? Wenn Berufst&#228;tigkeit nach Geschlecht reguliert werden kann, dann sind hier grunds&#228;tzlich viele Varianten denkbar, und es ist nicht allzulange her, das es solche <a href="http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/tid-21578/zum-weltfrauentag-meilensteine-der-frauenemanzipation-in-deutschland-die-erste-frau-die-ohne-erlaubnis-ihres-ehemannes-arbeiten-darf_aid_605621.html">Beschr&#228;nkungen</a> f&#252;r Frauen noch gab.</p>
<p>Wie will man sich in einer christlich konservativ gepr&#228;gten Zukunft gegen einen strafbewehrten Vorwurf der Gottesl&#228;sterung verteidigen, nachdem man zuvor selbst Pr&#228;zedenzf&#228;lle f&#252;r die Zensur zum Schutz der eigenen Ideologie geschaffen hatte? Wie sich gegen jedwede Art politisch motivierter Anklagen zur Wehr setzen, nachdem man die Unschuldsvermutung zu Zeiten eigener politischer Dominanz beseitigt hatte? </p>
<p>Die Rechtsgarantien die heute dem eigenen Reformeifer im Wege stehen, k&#246;nnen morgen der letzte Garant des eigenen sozialen &#220;berlebens sein, die letzte St&#252;tze, wenn der jetzige Windschatten in einen kr&#228;ftigen Gegenwind umschl&#228;gt.</p>
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		<title>Hoch lebe die Solidarit&#228;t!</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 08:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sascha Tamm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tamm's Comments]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
<category>Mindestlohn</category><category>Solidarität</category>
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		<description><![CDATA[Solidarit&#228;t ist wichtig. Da sind sich fast alle einig. Sie h&#228;lt eine Gesellschaft zusammen. Ganz allgemein ist es sch&#246;n, wenn die Menschen f&#252;reinander eintreten, sich gegenseitig helfen. Und deshalb sollen hier diejenigen gew&#252;rdigt werden, die aktiv Solidarit&#228;t &#252;ben und den Benachteiligten helfen. Oft musste ihnen die Politik einen kleinen Ansto&#223; geben, zuweilen m&#252;ssen sie gezwungen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Solidarit&#228;t ist wichtig. Da sind sich fast alle einig. Sie h&#228;lt eine Gesellschaft zusammen. Ganz allgemein ist es sch&#246;n, wenn die Menschen f&#252;reinander eintreten, sich gegenseitig helfen. Und deshalb sollen hier diejenigen gew&#252;rdigt werden, die aktiv Solidarit&#228;t &#252;ben und den Benachteiligten helfen. Oft musste ihnen die Politik einen kleinen Ansto&#223; geben, zuweilen m&#252;ssen sie gezwungen werden doch das sollte aus meiner Sicht ihren Verdienst nicht schm&#228;lern. Auch diejenigen, die solidarische Leistungen erhalten, sollen erw&#228;hnt werden. Das ist zwar eigentlich unsozial &#8211; es k&#246;nnte ihr Selbstbewusstsein schm&#228;lern. Trotzdem werde ich es tun – und hoffe, sie werden es verkraften. Die Transparenz, ein hohes Gut in modernen Gesellschaften, fordert es.<span id="more-12153"></span></p>
<p>Ein herausragendes Beispiel aktiver Solidarit&#228;t bieten die Empf&#228;nger niedriger Einkommen. Viele von ihnen werden in Zukunft durch den – wie auch immer gestalteten – Mindestlohn – nicht mehr arbeiten k&#246;nnen und sich der gro&#223;en Maschinerie der Weiterbildungs- und Arbeitsbeschaffungsb&#252;rokratie ausliefern. Doch sie tun das gern, denn sie wissen, dass sie vielen Menschen helfen, z.B. den wohlhabenden, aber sozial Denkenden und F&#252;hlenden unter den Anh&#228;ngern aller Parteien, die sich einfach besser f&#252;hlen, wenn es einen Mindestlohn gibt, oder den Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&#228;nden, die bald auch denen, die nicht bei ihnen Mitglied sind, Mindestl&#246;hne aufzwingen k&#246;nnen.</p>
<p>Sehr zu loben f&#252;r ein hohes Ma&#223; an Solidarit&#228;t sind auch die vielen, die die gigantische Subventionierung sogenannter alternativer Energiequellen mitfinanzieren, obwohl sie niedrige Einkommen haben und mit ihrem Geld sicher besseres anfangen k&#246;nnten, als den Besitzern von Windr&#228;dern und Solaranlagen Einkommen zu garantieren. Doch auch sie tun das gern, weil sie wissen, dass sie die Empf&#228;nger dieser Subventionen gl&#252;cklich machen, dass sie ihnen ein gutes Gewissen erm&#246;glichen. Hier ist die Solidarit&#228;t der weniger Wohlhabenden mit den Wohlhabenden sogar noch effektiver: Der Nutzwert ist nicht nur ein gutes Gef&#252;hl, wie es diejenigen erzeugen, die f&#252;r den Mindestlohn auf Vertragsfreiheit und Einkommenschancen verzichten. Hier kommt auch noch ein realer finanzieller Nutzen f&#252;r diejenigen Spekulanten hinzu, die darauf spekulieren, dass sie mit Hilfe der Politik ihre Mitmenschen auch in Zukunft dazu zwingen k&#246;nnen, ihre Solar- oder Windkraftanlagen zu subventionieren.</p>
<p>Und seien wir ehrlich: Bei ihnen ist das Geld ja auch viel besser aufgehoben. Die weniger Wohlhabenden w&#252;rden ja doch nur mehr Produkte der Lebensmittelindustrie kaufen, eventuell sogar welche mit Chemie oder Genen drin. Viele Wohlhabende geben ihr Geld einfach bewusster aus. Deshalb haben sie die Solidarit&#228;t derjenigen verdient, die mit ihrem Geld ohnehin nichts Vern&#252;nftiges anfangen k&#246;nnen. Und deshalb ist es wichtig, dass der Staat ein wenig nachhilft, falls irgendjemand nicht solidarisch sein will.</p>
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		<title>W&#228;hrungswettbewerb als Entmachtungsinstrument</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 15:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Schäffler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fiat Economy Agnostic]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Freies Marktgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Liberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Oekonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hat der Bundestag zu Zypern abgestimmt. Meine kurze Rede (Video &#124; PDF) f&#252;r die Fraktion finden Sie anbei. Ich hatte nur wenig Zeit, um meine wichtigen Kritikpunkte anzusprechen. Nat&#252;rlich ist die Euro-Politik vollkommen falsch. Aber der Fall Zypern hat schon noch einige zus&#228;tzliche Besonderheiten. Wie Ihnen bereits bekannt ist, ist nicht das zyprische Gesch&#228;ftsmodell gescheitert (vgl. Newsletter vom [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/NMUIBhceB8M?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p>Gestern hat der Bundestag zu Zypern abgestimmt. <a href="http://www.frank-schaeffler.de/info/redenbundestag/2340">Meine kurze Rede</a> (<a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=NMUIBhceB8M">Video</a> | <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17234.pdf#page=34">PDF</a>) f&#252;r die Fraktion finden Sie anbei. Ich hatte nur wenig Zeit, um meine wichtigen Kritikpunkte anzusprechen. Nat&#252;rlich ist die Euro-Politik vollkommen falsch. Aber der Fall Zypern hat schon noch einige zus&#228;tzliche Besonderheiten. Wie Ihnen bereits bekannt ist, ist nicht das zyprische Gesch&#228;ftsmodell gescheitert (<a href="http://www.frank-schaeffler.de/node/2321">vgl. Newsletter vom 05.04.2013</a>). Da irren die vielen Linken im Bundestag, wenn sie die niedrigen Steuern auf Zypern verantwortlich machen. Gescheitert ist das Eurosystem.<span id="more-12130"></span></p>
<p>Seit 2011 sind die Aktiva der Laiki-Bank im Wert verfallen und Zug um Zug durch Notkredite der zyprischen Zentralbank ersetzt worden. Im Laufe der Monate hat sich die Forderung der zentralzyprischen Notenbank auf unerh&#246;rte 9,5 Milliarden Euro erh&#246;ht. Zus&#228;tzlich hat der zyprische Staat der Bank einen Riesenkredit von 1,9 Milliarden Euro gegeben. Das sind mehr als 12 Prozent der zyprischen Staatsverschuldung Ende 2012 (vgl.<a href="http://www.frank-schaeffler.de/dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/127/1712754.pdf#page=6">hier</a>). Dies sind die gr&#246;&#223;ten Gl&#228;ubiger der Laiki: Das Eurosystem und der zyprische Staat. Hier finden wir auch den Grund, warum heute erstmals die Einleger haften m&#252;ssen. Der ist einfach. Der zyprische Staat und das Eurosystem wollen den Schaden abw&#228;lzen. Mit Recht und Gesetz hat das nichts zu tun. Die Rettungseurop&#228;er ficht das nicht an, sie „helfen“ trotzdem.</p>
<p>W&#228;hrend der Dauer der Notfinanzierung sind weitere Einlagen abgeflossen. Die Gro&#223;gl&#228;ubiger haben ihre Forderungen gegen die Laiki glattgestellt. &#220;brig geblieben sind die zyprische Zentralbank und der zyprische Staat. Diesem Treiben hat die EZB in voller Kenntnis zugeschaut. Die EZB h&#228;tte die Macht gehabt, <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/117/1711737.pdf#page=37">die Notkredite zu verbieten</a>. Sie hat es nicht getan und sich so an der Insolvenzverschleppung beteiligt.</p>
<p>Rechtsbruch hat im Eurosystem inzwischen Methode. Er ist keine Ausnahme mehr. Ich erinnere an den Ankauf von Staatsanleihen im Rahmen des SMP. Ich erinnere an das von Draghi unter viel Applaus der europ&#228;ischen Linken entworfene OMT (<a href="http://www.frank-schaeffler.de/weblog/2087">vgl. Newsletter vom 07.09.2012</a>). Ich erinnere an das Herausboxen des irischen Staats (<a href="http://www.frank-schaeffler.de/weblog/2171">vgl. Newsletter vom 09.11.2012</a>). Das alles ist verbotene monet&#228;re Staatsfinanzierung. Das alles ist Rechtsbruch. Die EZB ist vorrangig der Preisstabilit&#228;t verpflichtet. So steht es in den europ&#228;ischen Vertr&#228;gen und es kann nicht anders sein. Denn Artikel 88 Grundgesetz erlaubt es nicht, die Geldpolitik auf eine Instanz zu &#252;bertragen, die anderen Zielen nachgeht.</p>
<p>Die EZB schert sich darum nicht. Draghi versucht unterdessen sogar, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/euro-krise-draghi-nimmt-zyperns-zentralbankchef-in-schutz/8056280.html">den zyprischen Notenbankgouverneur vor Strafverfolgung in Schutz zu nehmen</a>. Er vergisst dabei, dass die Unabh&#228;ngigkeit der Notenbanken sie nicht unabh&#228;ngig von der Justiz macht. Notenbanken sind durch Gesetz eingerichtet. Sie sind eine Kreatur des Gesetzgebers. Wenn sie ihr gesetzlich einger&#228;umtes Mandat &#252;berschreiten, verlassen sie den Bereich der Unabh&#228;ngigkeit. Ihr Verhalten muss gerichtlich &#252;berpr&#252;fbar sein.</p>
<p>Doch inzwischen haben wir es mit einer au&#223;erordentlichen &#220;berh&#246;hung der Notenbanken zu tun. Kritische Nachfragen zum Verhalten der Notenbanken beantwortet die Regierung deshalb h&#228;ufig nicht. Sie verweist auf die Unabh&#228;ngigkeit. Das ist bequem, aber verantwortungslos. In Wahrheit begr&#252;&#223;en die Regierungen das Tun der Notenbanken. Es kommt ihnen zupass, wenn Draghi die Geldschleusen &#246;ffnet. Das erspart m&#252;hselige Erkl&#228;rungen im Bundestag und gegen&#252;ber den W&#228;hlern.</p>
<p>Der Rechtsbruch der Notenbanken wird von den Regierungen billigend in Kauf genommen. Die Unabh&#228;ngigkeit dient nur noch als Schleier, der den Rechtsbruch unkenntlich machen soll. Das zeigt vor allem eines: Das Konzept von regierungsunabh&#228;ngigen Notenbanken ist gescheitert. Die Notenbanken sind politisch geworden und gef&#228;hrden so den Auftrag der Geldstabilit&#228;t. Es hilft daher nichts, von einem Nord-Euro mit Nord-EZB oder der D-Mark und nationaler W&#228;hrungshoheit zu tr&#228;umen. Andere &#220;berwachungskonzepte f&#252;r gesundes Geld m&#252;ssen her.</p>
<p>Das ist der Grund, warum ich seit vielen Jahren <a href="http://ef-magazin.de/2010/02/27/1893-mises-rothbard-und-hayek-im-bundestag-eine-geldpolitische-revolution">innerhalb</a> und au&#223;erhalb (vgl. <a href="http://www.libinst.ch/publikationen/LI-Paper-Schaeffler-Tofall-Geldordnung.pdf">hier</a> sowie <a href="http://www.frank-schaeffler.de/presse/medienspiegel/836">hier</a>) des Parlaments f&#252;r einen W&#228;hrungswettbewerb eintrete. Der Wettbewerb „das gro&#223;artigste und genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte“ (Franz B&#246;hm). Man kann Macht nicht einhegen, indem man sie starken H&#228;nden anvertraut und auf das Beste hofft. Macht geh&#246;rt in viele H&#228;nde. Ein Wettbewerb um das beste Geld ist das beste Mittel, um gro&#223;e Desaster zu vermeiden. Der Euro illustriert das: Die EZB und ihre Regeln waren sicher gut &#252;berlegt und auch gut gemeint. Sie sind dennoch grandios gescheitert. Das europ&#228;ische Geldsystem ist ein Schneeballsystem ungedeckter Forderungen. Die gro&#223;en Spieler spekulieren mit Geld aus dem Nichts. Der normale B&#252;rger merkt nicht einmal, welchen enormen Wohlstand er dadurch verliert. Das Staats-Geldsystem ist eine gigantische Umverteilungsmaschine. Die Schuldenkrise der Peripherie ist nur ein Symptom des Systemversagens. Wenn Sie schon um Ihre Steuergelder f&#252;r die Euro-Politik weinen, dann lassen sie sich gesagt sein: Das sind Peanuts im Vergleich zu den Kosten, die Ihnen das ungedeckte Geld noch bescheren k&#246;nnte. Die wichtigste Aufgabe f&#252;r unseren Wohlstand ist daher, den Regierungen, den Notenbanken und dem Staat die Macht &#252;ber das Geldangebot zu entziehen.</p>
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		<title>A Working Class Hero Is Something To Be</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 14:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich 1985, in meiner linken Sturm-und-Drang-Zeit, f&#252;r einige Zeit in London lebte und die Clubs unsicher machte, hatte Maggie Thatcher gerade per 31.03.1986 den &#8220;Greater London Council&#8221; (GLC), die unter Ken Livingstone linksextrem dominierte Londoner Kommunalverwaltung, aufgel&#246;st, die sich weigerte Anordnungen der Regierung umzusetzen. An den Kohleminen Schottlands liess Thatcher Milit&#228;r aufmarschieren, um arbeitswillige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/04/margaret.jpg" width="250px" style="float:left;margin-right:15px"/>Als ich 1985, in meiner linken Sturm-und-Drang-Zeit, f&#252;r einige Zeit in London lebte und die Clubs unsicher machte, hatte Maggie Thatcher gerade per 31.03.1986 den &#8220;Greater London Council&#8221; (GLC), die unter Ken Livingstone linksextrem dominierte Londoner Kommunalverwaltung, aufgel&#246;st, die sich weigerte Anordnungen der Regierung umzusetzen. An den Kohleminen Schottlands liess Thatcher Milit&#228;r aufmarschieren, um arbeitswillige Miners gegen die Schl&#228;gertrupps des m&#228;chtigen Gewerkschaftsf&#252;hrers und Trotzkisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Scargill">Arthur Scargill</a> (&#8220;we will defy the law&#8221;) zu sch&#252;tzen, der die demokratisch gew&#228;hlte britische Premierministerin kaputt streiken wollte &#8211; und grandios scheiterte.</p>
<p>Wir versoffen und ver[... setzen Sie eine Droge Ihrer Wahl ein...] im Fr&#252;hjahr 85 auf unz&#228;hligen Musikfestivals, Events, Empf&#228;ngen die Rest-Gelder der Stadtverwaltung, die uns (der Szene linker K&#252;nstler, Labour-Aktivisten, &#8220;Minderheitenpolitiker&#8221;, Jungkommunisten und sonstiger Nichtsnutze) von Livingstones Truppe unter Umgehung jeglicher Rechnungspr&#252;fung zur Verf&#252;gung gestellt wurden: &#8220;Better you get the money, not the Thatcherists&#8221;. Ich wohnte mietfrei in einem von vielen &#8220;besetzten&#8221; H&#228;usern in kommunalem Eigentum in Islington. Die verfielen zwar zunehmend, trotz st&#228;ndig steigender &#8220;Sanierungsbudgets&#8221; &#8211; in meinem Domizil funktionierte z.B. der Aufzug nicht, was durchaus nicht unproblematisch ist, wenn man im 7.Stock lebt &#8211; aber wir mussten nur 30£ Kaution f&#252;r den Strom hinterlegen. Ideal f&#252;r arbeitsunwillige Punks, die es vorzogen, die &#8220;Spiesser&#8221; ranklotzen zu lassen. Es war eine sch&#246;ne, verantwortungslose, Zeit.</p>
<p>Die &#8220;eiserne Lady&#8221; (das Markenzeichen stammt von Radio Moskau und war keineswegs schmeichelhaft gemeint) &#228;nderte dies radikal. Was haben wir sie gehasst.</p>
<p>Inzwischen bin ich auch so ein &#8220;Spiesser&#8221; geworden, das heisst ich lebe von eigener, nicht von fremder, Arbeit. Und ich habe begriffen, dass Margaret Hilda, die Tochter des kleinen Kaufmannes Alfred Roberts, die schon als Funktion&#228;rin des konservativen Studentenverbandes die Upper-Class-Schn&#246;sel das F&#252;rchten lehrte, mehr &#8220;Held der Arbeiterklasse&#8221; war als jeder der Gewerkschaftsbonzen, deren Macht sie &#8211; durchaus nicht zimperlich in Wortwahl und Methodik &#8211; zerbrach.</p>
<p>Maggie ist tot. Ihr nicht zuletzt vom grossen Liberalen Friedrich August von Hayek inspiriertes politisches Erbe bleibt lebendig. Einen Nachruf des hier sehr gesch&#228;tzten Gérard B&#246;kenkamp finden Sie auf dem <a href="http://liberalesinstitut.wordpress.com/2013/04/08/die-eiserne-lady-ein-nachruf-auf-margaret-thatcher-1925-2013/">Blog des Liberalen Instituts</a>.</p>
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		<title>#anonymousdemasked</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 15:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>
<category>opisrael anonymousdemasked</category>
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		<description><![CDATA[Zu Yom Ha&#8217;Shoah, dem Gedenktag an die Opfer der Shoah und an das Heldentum des j&#252;dischen Widerstandes am 07./08.04.2013, hatten Hacker antisemitische Vollspacken aus dem Anonymous-Umfeld angek&#252;ndigt, unter dem Tag #opisrael &#8220;die Juden aus dem Netz zu wischen&#8221; und israelische Websites zu hacken. Zuerst einmal hat aber eine Gruppe israelischer Hacker die Kontrolle &#252;ber deren [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/04/opisrael.jpg"><img src="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/04/opisrael.jpg" alt="opisrael demasked" style="float:left;margin-right:15px" width="400px"/></a><br />
Zu Yom Ha&#8217;Shoah, dem Gedenktag an die Opfer der Shoah und an das Heldentum des j&#252;dischen Widerstandes am 07./08.04.2013, hatten <del>Hacker</del> <a href="http://www.cyberwarzone.com/opisrael-hackers-launch-opisraelcom-website">antisemitische Vollspacken</a> aus dem Anonymous-Umfeld angek&#252;ndigt, unter dem Tag #opisrael &#8220;die Juden aus dem Netz zu wischen&#8221; und israelische Websites zu hacken. </p>
<p>Zuerst einmal hat aber eine Gruppe israelischer Hacker die Kontrolle &#252;ber deren Homepage opisrael.com &#252;bernommen. Aktuell ist <a href="http://www.opisrael.com/">dort</a> nach wie vor die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hCW2noF1QTE">Hatikvah</a> zu h&#246;ren und das geneigte Scriptkiddie findet Fakten zu Israel anstatt der erhofften Hetze.</p>
<p>Hier ein <a href="http://www.israellycool.com/2013/04/06/anti-israel-hackers-get-preemptively-hacked/">Bericht auf israellycool</a> zu der Aktion. Cool :-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lieber bekifft ficken&#8230;</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/04/05/lieber-bekifft-ficken/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/04/05/lieber-bekifft-ficken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 22:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>
<category>FDP</category><category>Julis</category><category>Prohibition</category><category>War on Drugs</category>
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		<description><![CDATA[&#8230; als besoffen fahren. Der politisch inkorrekte Klassiker von den Julis Schleswig-Holstein aus dem Wahlkampf 2002 :-) Durchaus l&#246;blich &#8211; im Sinne einer liberalen Drogenpolitik &#8211; wenn sich der FDP-Jugendverband immer wieder einmal mehr oder weniger deutlich gegen die Prohibition ausspricht, so wie aktuell die nieders&#228;chsischen Freunde: Keine halben Sachen! – Zeit f&#252;r komplette Legalisierung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bekifft-ficken.de"><img src="http://www.antibuerokratieteam.de/wp-content/bekifft.jpg" style="float: left; margin-right: 20px;margin-left: 20px;" width="250px"/></a>&#8230; als besoffen fahren.</p>
<p>Der politisch inkorrekte Klassiker von den Julis Schleswig-Holstein aus dem Wahlkampf 2002 :-)</p>
<p>Durchaus l&#246;blich &#8211; im Sinne einer liberalen Drogenpolitik &#8211; wenn sich der FDP-Jugendverband immer wieder einmal mehr oder weniger deutlich gegen die Prohibition ausspricht, so wie aktuell die nieders&#228;chsischen Freunde: <a href="http://julis-nds.de/2013/04/04/keine-halben-sachen-zeit-fur-komplette-legalisierung-von-cannabis/">Keine halben Sachen! – Zeit f&#252;r komplette Legalisierung von Cannabis</a></p>
<p>Man k&#246;nnte zwar anmerken: Die Zeit ist nicht erst jetzt da, der &#8220;War on Drugs&#8221; ist schon lange gescheitert. Und: warum nur Cannabis? Aber ich will mal nicht so sein.</p>
<p>Es ist jedenfalls sch&#246;n zu sehen, dass die Julis &#252;ber die Jahre hinweg wenigstens ansatzweise liberale Positionen in der Drogenpolitik propagieren (wenn auch nicht im Ansatz etwas in die Umsetzung bekommen). Und klare Kante gegen Rotgr&#252;n in Niedersachsen ist auch ok!</p>
<p>Seid aber doch bitte so nett, liebe Jungliberale, und adressiert Eure Forderung ebenso deutlich an die <a href="http://drogenbeauftragte.de/drogenbeauftragte/drogenbeauftragte-der-bundesregierung-mechthild-dyckmans.html">Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP)</a>. Nicht nur aus Glaubw&#252;rdigkeitsgr&#252;nden, sondern auch weil Frau Dyckmans &#8211; neben der Bundesjustizmininisterin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (ebenfalls FDP) &#8211; die wichtigste Ansprechpartnerin in Sachen Legalisierung w&#228;re, nicht irgendeine Landessozialministerin (SPD).</p>
<p>Die Drogenbeauftragte sprach sich allerdings in der Vergangenheit <a href="http://www.express.de/politik-wirtschaft/wegen-haschisch-gesetzen-drogenbeauftragte-attackiert-rot-gruen,2184,4553878.html">selbst gegen eine Anhebung der geringen Menge</a> (d.h. der Kriminalisierungsgrenze) aus. Da d&#252;rfte noch einiges an &#220;berzeugungsarbeit zu leisten sein.</p>
<p>Also: Keine halben Sachen Julis, tut mal Butter bei die Ganja. Oder war das nur Bundestagswahlkampfolklore? Dann m&#246;chte ich mich f&#252;r den Zwischenruf entschuldigen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weniger Pressefreiheit in England?</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/03/30/weniger-pressefreiheit-in-england/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 22:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Pfaffenzeller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ranting Kraut]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Redefreiheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=12029</guid>
		<description><![CDATA[Im vereinigten K&#246;nigreich haben sich Regierungskoalition und Opposition vor kurzem auf ein Gesetz zur Regulierung der Presse geeinigt. Damit reagieren sie auf den Bericht der Leveson Inquiry. Grund f&#252;r die Einberufung der Leveson Inquiry waren zahlreiche Vorf&#228;lle in denen Journalisten die Handy-Anrufbeantworter von Zivilpersonen abgeh&#246;rt hatten w&#228;hrend gleichzeitig sehr enge, aber in keiner Weise korrupte, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im vereinigten K&#246;nigreich haben sich Regierungskoalition und Opposition vor kurzem auf ein Gesetz zur <a href="http://www.economist.com/news/britain/21573998-cross-party-deal-regulate-press-quickly-dissolving-over-rubicon" title="The Economist">Regulierung der Presse</a> geeinigt. Damit reagieren sie auf den Bericht der Leveson Inquiry. Grund f&#252;r die Einberufung der Leveson Inquiry waren zahlreiche Vorf&#228;lle in denen Journalisten die Handy-Anrufbeantworter von Zivilpersonen abgeh&#246;rt hatten w&#228;hrend gleichzeitig sehr <a href="http://www.bbc.co.uk/news/uk-20549162" title="BBC">enge, aber in keiner Weise korrupte,</a> Beziehungen zwischen Journalisten und der Polizei bestanden.</p>
<p>For allem betroffene Prominente der Abh&#246;raktionen haben sich in der Kampagne &#8216;Hacked-off&#8217; zusammengeschlossen, um sich f&#252;r eine strengere Reglementierung der Presse stark zu machen. Das Ergebnis ist jetzt eine &#8216;Royal Charter&#8217; die eine Presseaufsicht etabliert, die Sanktionen &#252;ber Presseorgane und Journalisten verh&#228;ngen kann. Betroffen sind davon nicht nur konventionelle Zeitungen sondern auch Blogger. Wer sich dieser Presseaufsicht nicht &#8216;freiwillig&#8217; unterwirft mu&#223; im Falle einer Verurteilung mit besonders heftigen Strafen rechnen. Die wichtigsten Zeitungen verweigern bisland allerdings die Teilnahme.<span id="more-12029"></span><br />
Die britische Linke, einschlie&#223;lich der liberaldemokratischen Partei, hat sich besonders f&#252;r dieses Gesetz stark gemacht, w&#228;hrend die Konservativen anfangs zur&#252;ckhaltender waren. Viele Details &#252;ber Reichweite, Vorschriften und Sanktionen sind noch unklar. Selbst wo die antizipierten Einschr&#228;nkungen mit Zur&#252;ckhaltung umgesetzt werden, gibt es allerdings keinen Grund zur Entwarnung denn die Regeln k&#246;nnen nach bedarf versch&#228;rft werden.</p>
<p>&#196;nderungen der Royal Charter, die die Kompetenz der Presseaufsicht definiert, sind nur mit einer zwei drittel Mehrheit m&#246;glich. Im Bundestag br&#228;uchte man daf&#252;r einen weitreichenden Konsens. Das Wahlsystem f&#252;r das britische Unterhaus tendiert jedoch dazu, starke Mehrheiten hervorzubringen –die jetzige Koalitionsregierung ist eine seltene Ausnahme.<br />
Tony Blair&#8217;s Regierung hatte eine 2/3 Mehrheit als New Labour 1997 ihren politisch korrekten Kreuzzug begann. Wenn eine solche Parlamentsmehrheit es gleichzeitig erm&#246;glicht, bestehende Vorschriften zu versch&#228;rfen, wird eine bedeutende demokratische Kontrollinstanz gerade dann geschw&#228;cht, wenn sie besonders ben&#246;tigt wird. </p>
<p>Das Politiker sich f&#252;r Einschr&#228;nkungen der Pressefreiheit stark machen &#252;berascht nicht. Anders verh&#228;lt es sich mit der au&#223;erparlamentarischen Unterst&#252;tzung. Diese zog ihre Kraft in erster Linie aus dem oben erw&#228;hnten Abh&#246;rskandal, in dem es in erster Linie um die leicht suboptimale Qualit&#228;t der Polizeiermittlungen ging. Die Vergehen der Presse in diesem Fall sind seit langem verboten. Das Versagen liegt hier nicht in der Reichweite des Gesetzes sondern im Gesetzesvollzug. Mit anderen Worten: der Staat hat in der Erf&#252;llung seiner Aufgaben versagt und reagiert darauf, indem er f&#252;r die Einschr&#228;nkung der Pressefreiheit pl&#228;diert.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit schwarz-rot-gelb in den &#220;berwachungsstaat</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/03/22/mit-schwarz-rot-gelb-in-den-uberwachungsstaat/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 10:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drchaos</dc:creator>
				<category><![CDATA[drchaos reloaded]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend sich noch alle &#252;ber Zypern und das schlechte Wetter aufregen, hat die Bundesregierung neue &#220;berwachungsgesetze beschlossen, die im Bundestag gestern brav abgenickt wurden. Eine ausf&#252;hrliche Zusammenfassung der geplanten Zumutungen findet sich bei netzpolitik.org, die wichtigsten Punkte dabei sind: Beh&#246;rden erhalten die M&#246;glichkeit, auf Knopfdruck und ohne richterlichen Beschlu&#223; die Benutzerdaten zu IP-Adressen beim jeweiligen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-12010" style="float: right; margin-left: 10px;" alt="&#220;berwachungskamera" src="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/03/ueberwachung-252x300.png" width="200" height="238" /><br />
W&#228;hrend sich noch alle &#252;ber Zypern und das schlechte Wetter aufregen, hat die Bundesregierung <a href="https://netzpolitik.org/wp-upload/2013-03-19_Bestandsdatenauskunft-Aendernugsantrag-NEU.pdf">neue &#220;berwachungsgesetze</a> beschlossen, die <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/231.html">im Bundestag gestern brav abgenickt</a> wurden. Eine ausf&#252;hrliche Zusammenfassung der geplanten Zumutungen findet sich bei <a href="https://netzpolitik.org/2013/bestandsdatenauskunft-bundestag-beschliest-morgen-schnittstelle-zur-identifizierung-von-personen-im-internet/">netzpolitik.org</a>, die wichtigsten Punkte dabei sind:</p>
<ul>
<li>Beh&#246;rden erhalten die M&#246;glichkeit, auf Knopfdruck und ohne richterlichen Beschlu&#223; die Benutzerdaten zu IP-Adressen beim jeweiligen Provider abzurufen &#8211; H&#252;rden gibt es praktisch keine, schon bei einfache Ordnungswidrigkeiten kann der Abruf erfolgen</li>
<li>Alle Dienstanbieter m&#252;ssen auf Nachfrage Benutzerkennungen und sogar Passw&#246;rter und PIN-Codes (z.B. f&#252;r E-Mail-Konten oder Onlinebanking) herausgeben, gro&#223;e Dienstanbieter wie z.B. Facebook m&#252;ssen daf&#252;r sogar eine automatische Schnittstelle zur Verf&#252;gung stellen, damit der B&#252;rger in Zukunft noch bequemer oder sogar vollautomatisch ausgesp&#228;ht werden kann</li>
<li>Um l&#228;stige Aufmerksamkeit zu vermeiden, hat man dem Gesetzentwurf gleich auch noch einen Maulkorberlass hinzugef&#252;gt &#8211; Anbieter d&#252;rfen weder ihre Kunden noch Dritte &#252;ber die beh&#246;rdliche Schn&#252;ffelei informieren</li>
</ul>
<p><span id="more-12003"></span><br />
Nachdem das BVerfG die Vorg&#228;ngerregelung im Fr&#252;hjahr 2012 als <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Karlsruhe-beschraenkt-Verwendung-von-Telekommunikationsdaten-1442139.html">verfassungswidrig verworfen hatte</a>, nutzt die ganz gro&#223;e Koalition der B&#252;rgerrechtsfeinde (neben der Regierung war auch die SPD von Anfang an in das Beratungsverfahren mit einbezogen) die Neuauflage jetzt nicht etwa, um die von den Verfassungsrichtern geforderten Einschr&#228;nkungen umzusetzen, sondern baut vielmehr die Befugnisse der &#220;berwachungsbeh&#246;rden noch weiter aus, w&#228;hrend vorhandene H&#252;rden wie etwa der (sowieso schon reichlich zahnlose) Richtervorbehalt weiter geschleift werden. Insbesondere der angeblichen B&#252;rgerrechtspartei FDP kann hier -wieder einmal- hundertprozentiges Totalversagen bescheinigt werden, das obendrein naiven Zeitgenossen <a href="http://jimmy-schulz.netactive.de/bestandsdatenauskunft-ende-gut-alles-gut">auch noch als &#8220;Erfolg&#8221; angedreht</a> werden soll.</p>
<p>Wer keine Lust hat, im Internet auf Schritt und Tritt von Geheimdiensten, Beh&#246;rden oder auch gelangweilten Dorfpolizisten &#252;berwacht zu werden, kann allerdings selbst einiges tun, um den Schn&#252;fflern das Leben zumindest etwas schwerer zu machen:</p>
<ul>
<li>Wer zum Surfen die starke Anonymisierung von <a href="https://www.torproject.org/">TOR</a> nutzt, kann -solange er keinen Fehler macht- praktisch kaum &#252;berwacht werden. Das ist allerdings mit einigen Komforteinschr&#228;nkungen, insbesondere einer relativ niedrigen Geschwindigkeit, verbunden</li>
<li>Mehr Geschwindigkeit und Komfort, daf&#252;r aber etwas niedrigere Sicherheit, bieten VPN-Anbieter wie z.B. <a href="https://ipredator.se/">ipredator</a>. Allerdings muss man dem Anbieter vertrauen, dass er auch wirklich keine Daten speichert, sonst kann der Schutz schnell ausgehebelt werden.</li>
<li>Bei E-Mail ist der Schutz bei gro&#223;en Gratisanbietern wie GMX oder Google Mail am geringsten, da die Beh&#246;rden hier private Daten automatisiert abrufen k&#246;nnen. Ein Postfach bei einem kleineren Anbieter erschwert den Zugriff zumindest etwas, erst recht wenn der Anbieter im (au&#223;ereurop&#228;ischen) Ausland sitzt. Vollst&#228;ndiger Schutz &#252;ber die Inhalte der Kommunikation bietet die Verschl&#252;sselung mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pretty_Good_Privacy">PGP</a> bzw. <a href="http://www.gnupg.org/documentation/guides.de.html">GnuPG</a> &#8211; Beh&#246;rden k&#246;nnen dann nur noch sehen, wer mit wem kommuniziert hat, aber der Inhalt der Mails kann nicht gelesen werden.</li>
<li>Wer dagegen vertrauliche Daten zu Facebook &amp; Co. hochl&#228;dt, dem ist eh nicht mehr zu helfen&#8230;</li>
</ul>
<p><em>Hinweis an die Leser: Wenn Interesse an technischen M&#246;glichkeiten zu Privatsph&#228;re und Datenschutz besteht, kann ich diese Themen in Zukunft gerne ausf&#252;hrlicher auf ABT behandeln. Bitte hinterlasst einfach einen Kommentar, ob euch das interessiert und zu welchem Bereich (z.B. VPN oder E-Mail-Verschl&#252;sselung oder Hosting oder was auch immer) ihr gerne mehr Artikel oder Anleitungen lesen w&#252;rdet &#8211; danke!</em></p>
<p>Bildquelle: <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Bild:V%C3%BC-aufkleber02-thumb.PNG">AK Vorrat</a></p>
<p>Update 22.3., 12:40: Die Abstimmung war bereits gestern. Patrick Breyer vom AK Vorrat hat bereits angek&#252;ndigt, auch gegen das neue Gesetz zu <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-03/bestandsdaten-breyer-bundestag">klagen</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die R&#228;uber kommen!</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/03/17/die-rauber-kommen/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 16:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aaron Koenig</dc:creator>
				<category><![CDATA[L' Etat C'est Quoi?]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben uns in der Geschichte der &#8220;Euro-Rettung&#8221; ja schon an manchen Rechtsbruch gew&#246;hnt, doch mit dem Zypern-Deal haben Merkel und ihre Bande einen neuen Tiefpunkt erreicht. Dass das Geld der Steuerzahler von den EU-Funktion&#228;ren f&#252;r die Rettung von Banken missbraucht wird, ist schlimm genug. Doch die &#8220;faire Beteiligung der zypriotischen Bankkunden&#8221; an der Rettung ihrer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/03/hotzenmerkel1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11974" alt="hotzenmerkel" src="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/03/hotzenmerkel1.jpg" width="391" height="335" /></a>Wir haben uns in der Geschichte der &#8220;Euro-Rettung&#8221; ja schon an manchen Rechtsbruch gew&#246;hnt, doch mit dem Zypern-Deal haben Merkel und ihre Bande einen neuen Tiefpunkt erreicht. Dass das Geld der Steuerzahler von den EU-Funktion&#228;ren f&#252;r die Rettung von Banken missbraucht wird, ist schlimm genug. Doch die &#8220;faire Beteiligung der zypriotischen Bankkunden&#8221; an der Rettung ihrer Banken ist nichts weiter als Raub.</p>
<p>Man m&#246;ge sich das auf der Zunge zergehen lassen: jeder Inhaber eines zypriotischen Bankkontos wird gezwungen, zwischen 6,75% und 9,9% seines Bankguthabens als &#8220;Sondersteuer&#8221; zu zahlen. Bankautomaten und Online-Banking wurden abgeschaltet, alle Bankguthaben &#252;ber Nacht eingefroren, so dass es den Kunden nicht mehr m&#246;glich war, ihr eigenes Geld in Sicherheit zu bringen.<span id="more-11967"></span></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zypern-rettung-trifft-griechische-sparer-a-889261.html" target="_blank">Unsere im Sozialismus sozialisierte Kanzlerin findet das &#8220;richtig&#8221;</a>. EU-Kapo Martin Schulz setzt sich ganz sozialdemokratisch f&#252;r einen <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article114514967/Kleinsparer-nicht-verantwortlich-fuer-Misswirtschaft.html" target="_blank">Freibetrag von 25.000 Euro</a> ein, damit der &#8220;kleine Mann&#8221; geschont und nur die b&#246;sen Gro&#223;kapitalisten und russischen Oligarchen bestraft werden. Doch das ist reiner Populismus, um zu vertuschen, dass hier ein elementares Menschenrecht verletzt wird: das Recht auf Eigentum.</p>
<p>In der Sowjetunion und der DDR konnten Politiker ungehemmt das Eigentum der B&#252;rger beschlagnahmen. Auch in Argentinien wurden 2001 die Bankguthaben der B&#252;rger eingefroren und abgewertet. Es ist erschreckend, dass der Unterschied zwischen kommunistischen Staaten, s&#252;damerikanischen Diktaturen und der EU immer kleiner wird.</p>
<p><a href="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/03/augustinus1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11978" alt="augustinus" src="http://www.antibuerokratieteam.net/wp-content/uploads/2013/03/augustinus1.jpg" width="640" height="241" /></a></p>
<p>&#8220;Wenn es das Recht nicht g&#228;be, was w&#228;re der Staat anderes als eine R&#228;uberbande?&#8221; wird der Heilige Augustinus zitiert, zuletzt von <a href="http://www.politicool.de/2011/09/gru-gott-herr-ratzinger.html" target="_blank">Ex-Papst Benedikt bei seiner Rede vor dem Bundestag</a>. Auch als Nicht-Katholik kann man dieser Aussage nur voll und ganz zustimmen. Im Fall des Zypern-Deals bewahrheitet sie sich auf brutalstm&#246;gliche Weise. Es ist absehbar, dass Zypern kein Einzelfall bleibt und bald auch die Bankkunden in anderen Staaten der Eurozone bluten m&#252;ssen. Doch ein Staat, der das Recht nicht achtet und das Eigentum seiner B&#252;rger nicht sch&#252;tzt, sondern willk&#252;rlich an sich rei&#223;t, hat keine Legitimation. Wie kann man sich gegen einen solchen R&#228;uberstaat wehren, der sich anma&#223;t, Bankguthaben einzufrieren und die Ersparnisse der Menschen zu enteignen?</p>
<p>Zum Gl&#252;ck gibt es Mittel, um sich davor zu sch&#252;tzen. Fr&#252;her war man in solchen Situationen darauf angewiesen, sein Geld in Form von Gold und Silber im Garten zu vergraben &#8211; ein Verbot privaten Goldbesitzes geh&#246;rt schlie&#223;lich auch zum Repertoire des R&#228;uberstaats, wie US-B&#252;rger 1933 unter Roosevelt erfahren mussten. Doch Edelmetalle eignen sich weniger gut f&#252;r den t&#228;glichen Zahlungsverkehr und man kann sie im Fall eines Fall nur schwer vor den R&#228;ubern verstecken oder &#252;ber Grenzen transportieren.</p>
<p>Heute gibt es die neue digitale W&#228;hrung <a href="http://www.politicool.de/2011/06/bitcoin-hype-oder-hoffnung.html" target="_blank">Bitcoin</a>, die viele Qualit&#228;ten vorweist, die auch Edelmetalle in der Geschichte zum bevorzugten Geld gemacht haben: sie sind selten, teilbar, leicht zu bewegen, f&#228;lschungssicher und nicht in beliebigen Mengen zu erzeugen. Doch der Bitcoin hat gegen&#252;ber Gold und Silber einige entscheidende Vorteile. Man kann Bitcoins &#252;ber das Internet schicken und damit viele Dinge direkt bezahlen, sowohl online als auch in der realen Welt.</p>
<p>Bitcoins sind sehr leicht zu transportieren, auch &#252;ber Grenzen hinweg. Selbst hohe Bitcoin-Betr&#228;ge lassen sich auf einem handels&#252;blichen USB-Stick speichern. Man kann seinen privaten Bitcoin-Schl&#252;ssel sogar einfach auf ein Blatt Papier schreiben und dieses verstecken. Alle Bitcoins sind n&#228;mlich quasi im gesamten Netzwerk gespeichert. &#220;ber diesen Schl&#252;ssel &#8211; ein auf Kryptografie beruhender Code aus Buchstaben und Zahlen &#8211; kommt man leicht wieder an sein Geld. Niemand kann es einem wegnehmen.</p>
<p>Ein angenehmer Nebeneffekt: W&#228;hrend der Goldkurs vor sich hind&#252;mpelt, hat sich der Kurs des Bitcoin seit Anfang Januar 2013 von ca. 10 Euro auf &#252;ber 36 Euro mehr als verdreifacht. Im Januar 2012 lag der Kurs des Bitcoins sogar erst bei rund 3 Euro &#8211; er hat sich also in wenig mehr als einem Jahr verzw&#246;lffacht. Ein besseres Investment hat es lange nicht gegeben.</p>
<p>Doch das ist erst der Anfang. Bitcoin-Experte Rick Falkvinge sch&#228;tzt den potenziellen Marktwert auf <a href="http://falkvinge.net/2013/03/06/the-target-value-for-bitcoin-is-not-some-50-or-100-it-is-100000-to-1000000/" target="_blank">100.000 bis 1 Mio</a> US-Dollar pro Bitcoin. Bei einer solchen Wertsteigerung w&#252;rde wohl die Dezimalstelle nach vorn ger&#252;ckt werden, so dass man f&#252;r seinen Kaffee nicht mit einem unpraktischen Betrag wie 0,000023 Bitcoin bezahlen muss. Dies ist im Bitcoin-Sytem explizit vorgesehen: &#228;hnlich wie Zentralbanken in Inflationszeiten gern mal drei oder sechs Nullen von den Banknoten streichen, wandert das Dezimalkomma beim Bitcoin in die andere Richtung.</p>
<p>Ich kann jedem nur empfehlen, sich n&#228;her mit Bitcoin zu besch&#228;ftigen. Da Bitcoin keine Zentralbank und &#252;berhaupt keine Banken ben&#246;tigt, ist es nicht m&#246;glich, dass Regierungen Verm&#246;gen in Bitcoin einfrieren, abwerten oder zwangsenteignen.</p>
<p>Wenn Rechtsbruch und Enteignung zur Regel werden, wird Widerstand zur B&#252;rgerpflicht. Bitcoins sind eine der st&#228;rksten Waffen gegen den R&#228;uberstaat. Nutzen wir sie!</p>
<p>Mehr Infos &#252;ber Bitcoin in Ausgabe 04 von <a href="http://www.blink.li" target="_blank">BLINK, dem Magazin f&#252;r Politik und Freisinn</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Franz von Assisi statt Dirk Niebel!</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/03/15/franz-von-assisi-statt-dirk-niebel/</link>
		<comments>http://www.antibuerokratieteam.net/2013/03/15/franz-von-assisi-statt-dirk-niebel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 11:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen aus dem U-Boot]]></category>
<category>Armut</category><category>Franz I.</category><category>Moral</category><category>Sozialstaat</category><category>wir sind nicht mehr papst</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=11948</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen.&#8221; So zitiert SPON in einem Beitrag zum neuen Papst der Katholiken den Wahlspruch des christlichen Heiligen Franz von Assisi. Ich finde, das ist ein sehr sch&#246;ner und treffender Satz. Unternehmerpers&#246;nlichkeiten wie Bill Gates oder der SAP-Gr&#252;nder Hasso Plattner, aber auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen.&#8221;</p></blockquote>
<p>So zitiert SPON in einem <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/franziskus-wie-der-neue-papst-die-wirtschaft-sieht-a-888950.html">Beitrag</a> zum neuen Papst der Katholiken den Wahlspruch des christlichen Heiligen Franz von Assisi.  Ich finde, das ist ein sehr sch&#246;ner und treffender Satz. Unternehmerpers&#246;nlichkeiten wie Bill Gates oder der SAP-Gr&#252;nder Hasso Plattner, aber auch viele andere &#8211; Christen, Andersgl&#228;ubige und Agnostiker &#8211; die freiwillig Zeit und Besitz in soziale Projekte und Stiftungen investieren, <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article113767205/SAP-Gruender-Hasso-Plattner-spendet-Milliarden.html">machen ernst damit</a>.</p>
<p>Wie verkommen ist dagegen die &#8220;Moral&#8221; des sogenannten Sozialstaates. Unter dem Vorwand Armut zu bek&#228;mpfen, enteignet er seine B&#252;rger per Steuern, Inflationspolitik und Staatsverschuldung. Massenarmut wird hierzulande mit &#8220;Armutsberichten&#8221; zur Selbst-Legitimation der umverteilenden B&#252;rokraten erst herbei definiert. Ich habe das einmal die <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2010/02/10/die-solidaritaet-der-staatsbesoldeten-mit-den-staatsalimentierten-auf-kosten-der-staatsfinanziers/">Solidarit&#228;t der Staatsbesoldeten mit den Staatsalimentierten auf Kosten der Staatsfinanziers</a> genannt.</p>
<p>Millionen Menschen wird so die jede Initiative l&#228;hmende Illusion vermittelt, eine Gesellschaft, die auf anstrengungslosem Grundeinkommen basiert, k&#246;nne auf Dauer funktionieren. Bei den tats&#228;chlich Armen oder Hilfsbed&#252;rtigen kommt am wenigsten davon an. International betrachtet, wo Armut und Elend zwar zur&#252;ck gehen, aber &#8211; meist als Folge &#252;berkommener halbfeudalistischer autorit&#228;rer Strukturen oder sozialistischer Experimente &#8211; tats&#228;chlich noch massenhaft existieren, sieht es &#228;hnlich aus: Milliarden aus der sogenannten Entwicklungshilfe versickern in den Taschen lokaler Potentaten und B&#252;rokraten. Dem vor kurzem abgew&#228;hlten FDP-Pr&#228;siden Dirk Niebel war dies &#252;brigens durchaus bewusst &#8211; nicht ohne Grund pl&#228;dierte er f&#252;r eine Abschaffung des Entwicklungshilfeministeriums, als er noch nicht der zust&#228;ndige Minister war. Aber dies nur am Rande, er hat sich nicht mehr und nicht weniger glaubw&#252;rdig erwiesen, als die komplette FDP-F&#252;hrungsriege oder andere Vertreter des Wohlfahrtsstaates auch.</p>
<p>Der katholische Anarchist Stefan Blankertz hat den Unterschied zwischen tats&#228;chlicher Solidarit&#228;t und Staatswohlfahrt in seinem Buch <a href="https://www.amazon.de/dp/3872947818/ref=as_li_ss_til?tag=antibuerokrat-21&#038;camp=2906&#038;creative=19474&#038;linkCode=as4&#038;creativeASIN=3872947818&#038;adid=05JEC9NQFP8SXXC5C5NC&#038;">Therapie der Gesellschaft</a> sehr sch&#246;n charakterisiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Verfechter des Sozialstaats sind die wahren Tr&#228;ger der K&#228;lte. Denn die Verfechter des Sozialstaats m&#252;ssen davon ausgehen, dass nicht genug Solidarit&#228;t in der Gesellschaft vorhanden ist, um ein effektives und ausreichendes System freiwilliger Hilfe zu gew&#228;hrleisten. Statt auf freiwillige Hilfe setzen sie auf erzwungene Leistungen. Es ist dieser Zwang, in dem sich K&#228;lte ausdr&#252;ckt: Die K&#228;lte derjenigen, die Mitmenschen gegen ihren Willen zur Hilfe zwingen. Die Verfechter des Sozialstaates geben ja immer freigiebig das Geld anderer Leute aus und nennen das Solidarit&#228;t. Es ist die Solidarit&#228;t von R&#228;ubern.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich w&#252;nsche mir von Jorge Mario Bergoglio, dass er als Franziskus I. diese Unterscheidung wenigstens ansatzweise treffen und seinen Sch&#228;flein vermitteln wird. Dessen Ablehnung der &#8220;Befreiungstheologie&#8221; als Versuch, die beiden Religionen Christentum und Marxismus zu vers&#246;hnen, l&#228;sst mich diesbez&#252;glich hoffen.</p>
<p>Und ein <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/aktien-immobilien-goldschaetze-das-geheime-milliardenvermoegen-des-vatikans_aid_918067.html">paar Cent</a> im Eigentum des Klerus zur Weiterverteilung an die Armen w&#228;ren ja auch noch vorhanden.</p>
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