Stephan Pfaffenzeller, 18.02.2013
Demonstrationen demonstrieren immer etwas, wenn auch nicht immer das was die Demonstranten demonstrieren wollen. Wenn die identitäre Bewegung keine 20 Teilnehmer für eine Demo vor dem Brandenburger Tor mobilisieren kann, dann demonstriert sie vor allem einen Mangel an aktiver Unterstützung – auf der Straße. Im virtuellen Raum mag das anders aussehen. Dies und die Tatsache, daß die Identitären ähnliche Themen wie andere Kritiker des politisch korrekten Mainstreams aufgreifen, ist Grund genug sie nicht einfach rechts liegen zu lassen sondern sich gezielt von ihnen zu distanzieren.
So finden sich Identitäre und klassisch Liberale in Opposition zum Multikulturalismus. Wenn Identitäre und Liberale in diesem Punkt übereinstimmen, wo liegt dann der Unterschied? Jens-Martin Eriksen und Frederik Stjernfelt haben diese Frage prägnant beantwortet, als sie den ideologischen Hintergrund des norwegischen Terroristen Anders Breivik diskutierten:
“… Breiviks üble Ideologie erlaubt es uns, seinen Angriff auf den Multikulturalismus deutlich von der Kritik des Multikulturalismus seitens der Aufklärung zu unterscheiden. Beide Kritiken des Multikulturalismus stehen schließlich im direkten Gegensatz zueinander. Breivik richtet seinen Angriff auf das ‘Multi-’ während die Aufklärung den ‘-kulturalismus’ kritisiert. Er möchte christliche Werte in einem gewalttätigen Kreuzzug gegen muslimische Werte ins Feld führen. Die Aufklärungskritik des Multikulturalismus erkennt hingegen an, das sowohl der Multikulturalismus als auch Breiviks Monokulturalismus nichts anderes als zwei Lesarten der gleichen Fehlkonzeption sind: des Kulturalismus.” (city journal)
In der Wahl ihrer Methoden sind die Identitären gemäßigter als Breivik. Sie gehören allerdings zu jenen die vor allem das Multi- im Multikulturalismus ablehnen und den Kulturalismus akzeptieren. Die identitäre Sichtweise teilt also ein Menschenbild wonach der Kulturhintergrund eines Menschen nicht nur ein Einflussfaktor unter vielen sondern exklusive Determinante seiner individuellen Perspektive ist: wenn der Charakter und das Verhalten eines Menschen ausschliesslich und unabänderlich durch seinen Kulturhintergrund bestimmt werden, dann liegt der Schluß nahe, daß Angehörige verschiedener Kulturen räumlich oder rechtlich getrennt voneinander leben müssen, auch wenn sie sich gegenseitig respektieren.
Liberale Gegner des Multikulturalismus, und andere, die sich auf die Tradition der Aufklärung stützen, berufen sich auf ein anderes Menschenbild: das Individuum wird durch die Kultur beeinflusst aber nicht bestimmt. Erfolgreiche Integration ist also grundsätzlich möglich. Wer in der Tradition der Aufklärung argumentiert, kann den Kulturalismus ablehnen und das ‘Multi-’ des Multikulturalismus gerade deshalb akzeptieren.
Eine individualistische Sichtweise ist darüberhinaus in der Lage, kulturelle Einflüsse nicht einfach in ‘einheimisch’ und ‘fremd’ zu unterteilen sondern sie nach ihrem Inhalt zu bewerten. Das macht es möglich, theokratische Strömungen wie den Islamismus konsequent abzulehnen und sich gleichzeitig mit jenen, die in islamischen Ländern verfolgt werden, zu solidarisieren:
“Die Kritik am Islam ist auf keinen fall reaktionär, sondern die einzige fortschrittliche Haltung, solange Millionen von Muslimen, ob Reformer oder Liberale, nur friedlich ihren Glauben praktizieren wollen ohne von Doktrinären oder Fundamentalisten bevormundet zu werden. (…) Es wäre an der Zeit, eine breite Unterstützung für alle Rebellen der islamischen Welt zu organisieren, ob es sich dabei nun um Gemäßigte, Ungläubige, Freidenker, Atheisten oder Schismatiker handelt, so wie einst die Dissidenten Osteuropas von uns unterstützt wurden.” (Pascal Bruckner “Der Schuldkomplex”)
Team Blog Kategorie: Ranting Kraut - Tags: Aufklärung, Identitäre, Individualismus, Islamismus, Kulturalismus
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So hättet ihr’s wohl gerne: Nein, so weit wird es nicht kommen, nicht zuletzt dank mutiger Menschen wie Kurt Westergaard, die sich dem Terror der Rechtgläubigen nicht beugen. Jede islamistische Attacke auf die Meinungsfreiheit wird auch weiterhin zum Streisand-Effekt führen. Die Facebook-Addicts unter Ihnen, werte Leser, können übrigens als Zeichen ihrer Solidarität der Gruppe FREE [...]
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jo@chim, 02.01.2010 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
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Der Zerstörer “New York” lief heute in der Stadt nach der er benannt wurde ein – und bringt damit 7,5 to Stahl zurück. Den Filmemacher Theo van Gogh, der heute vor fünf Jahren, am 2.11.2004 in Rotterdam von einem Islamofaschisten ermordet wurde, hätte das sicher gefreut, denn: der Schoss ist fruchtbar noch aus dem es [...]
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jo@chim, 02.11.2009 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
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(Bild: © Holger Raak / haOlam.de) Ein Ordner der Al-Quds-Demonstration „gestikuliert“ in Richtung der Teilnehmer der Gegenkundgebung, während ein Gruppenführer des ersten Zugs der vierten Direktionshundertschaft der Berliner Polizei wegsieht. Ein weiteres Bild zeigt, dass dem Beamten der „Gruß“ des Islamisten nicht entgangen sein dürfte.
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Daniel Fallenstein, 15.09.2009 - Team-Blog Kategorie: cogito cogito, ergo cogito sum
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Zensur funktioniert. Retuschieren wir all das Böse auf der Welt einfach weg. Nazideppen, autonome Krawallheinis, Taliban (etc. pp.) – hopp und ex. Selbstzensur funktioniert sogar noch besser: Da sinken dann sogar Open Source Medien wie Wikipedia in die Knie und liefern der Political Correctness einen veritablen Blowjob ab. Erleichtert rufen wir alle zusammen: Wir haben [...]
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jo@chim, 29.06.2009 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
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Die Bilder der Demokratiebewegung aus dem Iran sind schon beeindruckend und wecken Hoffnung, dass das Regime des Antisemiten Ahmadinejad (mit dem “Wächterrat” der Mullahs als eigentlichem Machtzentrum) angezählt ist. Die Twittergewitter der Opposition vermitteln das Bild, als wenn bald eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung einen mit dem Rücken an der Wand stehenden Diktator und seine [...]
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jo@chim, 18.06.2009 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
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Amnesty International und andere fordern, nicht aus Europa stammende Guantanamo-Häftlinge in der EU aufzunehmen. Das könnte ganz schnell ins Auge gehen, wie das Beispiel des ehemaligen Gitmo-Häftlings Abdul Ghulam Rasoul zeigt: I want to go back home and join my family and work in my land and help my family sagte er, bevor ein US-Militärtribunal [...]
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jo@chim, 12.03.2009 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
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Am 7. März 1979, wenige Wochen nach dem Umsturz im Iran, befahl Ayatollah Khomeini, dass Frauen iranische staatliche Einrichtungen nur noch mit Kopftuch betreten dürften. Daraufhin kam es im Zuge des internationalen Frauentages am 8. März zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Zwangsverschleierung. Die Islamisten mussten daraufhin ihr Dekret vorläufig zurücknehmen.
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Daniel Fallenstein, 08.03.2009 - Team-Blog Kategorie: Audiovideo cogito cogito, ergo cogito sum
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Am kommenden Sonntag, 11. Januar 2009 findet ab 12.00 Uhr auf dem Marienplatz in München eine Israel-Solidaritäts-Kundgebung statt: Israel wehrt sich gegen einen beispiellosen Raketenterror. Über 7.000 Raketen feuerten fanatische Hamas-Terroristen bisher auf Israel – von den Medien oft verschwiegen. Israel will, muss und wird den Raketenterror aus Gaza beenden. Wir wollen, müssen und werden [...]
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jo@chim, 07.01.2009 - Team-Blog Kategorie: Notizen aus dem U-Boot
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