Ende der Schweizer Woche
Liebe Leser, zum Ende der Schweizer Woche beim antibürokratieteam (wo ist eigentlich der Rest der Mannschaft?) noch dies:
201 889 Deutsche lebten Ende 2007 in der Schweiz. Im Kanton Zürich sind sie mit 19 Prozent die grösste Ausländergruppe. Ein neues Buch beschäftigt sich mit dem angespannten Verhältnis zum wenig geliebten Nachbarn und Mitbürger.
Die WELTWOCHE, wo auch Herr Broder über Israel, Islam und den Untergang des Abendlandes schreibt, hat einen exklusiven Vorabdruck online zugänglich gemacht. Weil die Deutschen in Deutschland sicher nicht die WELTWOCHE kaufen.
Für auswanderungswillige Bundesrepublikaner, Auszug als Appetithappen: Birgit (aus Landshut) und Jenny (aus Leipzig) finden die Schweizer:
- extrem langsam; und zwar noch langsamer, als man gedacht hatte;
- extrem verschlossen; in fünf Jahren Schweiz hat Birgit lediglich eine gute Freundin gefunden (Jenny) und Jenny auch nur eine (Birgit);
- total unspontan; zum Glühweintrinken muss man sich vier Wochen vorher anmelden;
- überpünktlich - wenn man mal eine Dreiviertelstunde zu spät kommt, nehmen sie es grad persönlich;
- überheblich - glauben, sie könnten besser Englisch als die Deutschen, was überhaupt nicht stimmt.
Zudem:
- Die Joghurt-Auswahl ist viel zu klein, und beim Bäcker gibt’s um zehn nach zwölf nicht einmal mehr ein Sandwich zu kaufen, da fragt man sich dann schon: Sind wir hier in Polen?
- muss man hier bei jedem geschäftlichen Anruf mit jedem mindestens fünf Minuten lang quatschen;
- trennen Schweizer Job und Privatleben ganz streng, weswegen man bei der Arbeit kaum Leute näher kennenlernt;
- nehmen sie im Job immer alles persönlich; man muss immer alles fünfmal diskutieren, jeden um seine Meinung fragen und Kritik immer in einen Blumenstrauss packen;
- ist der Schweizer Mann ein Waschlappen; deutsche Männer sind selbstbewusster und machen auch mal ’ne Ansage;
- begegnen sie Österreichern viel freundlicher als Deutschen.












