Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Ausgewählte Tag-Kategorie: Bayern

Magets feuchter Traum

14.08.2008 20:45 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 51 Kommentare

Ich möchte Sie aber sehr eindringlich bitten, Ihre Aussage auf dem letzten CSU-Parteitag in Nürnberg, einen anständigen Bayern schüttele es bei der Vorstellung einer Koalition, öffentlich zurückzunehmen. [...]

Wahlverhalten als anständig und unanständig zu etikettieren, sollte unter den
konkurrierenden demokratischen Parteien nicht zu den Gepflogenheiten gehören.

Harte Worte der bayrischen FDP-Vorsitzenden Sabine Leutheusser-Schnarrenberg in einem Schreiben an den bayrischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein.

Die sicher auch berechtigt gewesen wären, wenn… ja wenn Herr Beckstein das so gesagt hätte: Tatsächlich hatte er sich lediglich gegen Dreier- oder Vierer-Koalitionen in Bayern gewandt. Magets feuchten Traum von einer SPD also, die über 18% kommt und zusammen mit den Grünen, dem Honoratioren-Konglomerat “Freie Wähler” und… der FDP… eine Regierung bildet. Womöglich - darauf deutet jegliche Arithmetik hin - unter Tolerierung durch die SED/LINKE, die in den Umfragen bei 4-5% liegt. Eine absurde Chaos-Koalition, in der Tat. Als unanständigen Franken schüttelt es auch mich bei dem Gedanken. Und als FDP-Mitglied ärgert es mich, dass die Landesvorsitzende diese Option nicht klar und eindeutig ausschliesst - stattdessen billiges CSU-Bashing betreibt.

Derlei Demagogie hat der bayrischen FDP bei den letzten Landtagswahlen satte 2,6% der Stimmen gebracht (das können wir nicht so gut wie die Schwarzen). Realistisch, und im Interesse Bayerns wünschenswert, wäre eher eine klare Koalitionsaussage an eine CSU, die hoffentlich verdientermassen ihre absolute Mehrheit verlieren und auf Bündnispartner angewiesen sein wird. Vielleicht klappt’s dann auch mit dem Wiedereinzug in den Landtag…?

(Crossposting auf FDP-Watch.de)

Weiss-Blaue Unabhängigkeit?

26.06.2008 01:35 - dagny's tags by dagny t. - 7 Kommentare

Tauschen wir für einen Moment das Weissbier, die Lederhosn unds Fingerhakln gegen Whisky, Kilt und Highland Games und wenden uns der Politik meines aktuellen Gastlandes zu. Passenderweise auch hier Weiss und Blau die Farben der Winkelemente.

Parallel zum Niedergang Labours in London Wer geht zuerst? Brown oder Mugabe? regiert seit etwas über einem Jahr die SNP, die Scottish Nationalist Party das best small country in the world.

Der First Minister dieser Regierung, Alex Salmond, hat sich letzte Woche über den Stone of Destiny, den Krönungsstein der schottischen Könige geäussert und Zweifel an dessen Echtheit angedeutet.

Der Krönungsstein befindet sich derzeit wieder in Edinburgh, nachdem er 1296 als Kriegsbeute nach London verbracht wurde und sich dort Jahrhunderte lang in de Westminster Abbey unter einem Stuhl befand. 1996 brachte Tony Blair den Stein persönlich über die Grenze zurück. Zur Krönung weiterer Monarchen des vereinigen Königreiches wird der Stein wieder unter den Krönungsstuhl gelegt, der neue Monarch somit nicht nur englischer, sondern zugleich auch schottischer König.

F.J.S. erklärt die Staatsverschuldung

30.01.2008 21:35 - Audiovideo, Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 9 Kommentare


Jo mei, des worn noch Zeitn… 1980, als Franz Josef Strauss mich einmal “unverschämter kommunistischer Saubub” nannte, Helmut Schmidt noch besser aussah (und wohl nicht im Traum daran dachte, einmal wegen öffentlichen Rauchens angezeigt zu werden)… und Politiker noch rechnen konnten…
(via roxomatic links)

P.S., Anmerkung für unsere bayrischen Leser: Falls Eana jemals a Schwarzer weismachen will, dass die gegen Steuererhöhungen sind - vergessts!

Verfassungsfeind hin oder her

16.11.2007 22:48 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 18 Kommentare

Gerade wurde ich - als ausdrücklicher Gegner jeglicher Verfassung, die Staatsverschuldung zulässt und erklärter Libertärer (also zumindest theoretischer Staatsgegner) - auf Platz zwei der Bischberger FDP-Liste zu den Gemeinderatswahlen 2008 nominiert. Verfassungsfeind hin oder her: ich verspreche, dass ich die freiheitlichen Grundprinzipien dieser Verfassung gegen jegliche Sozialisten (gleich ob eher nachdenklich oder eher national orientiert) aber auch gegen Konservative, die sich sorgen, dass ihre “natürliche Ordnung” sich so natürlich überhaupt nicht durchsetzt, jederzeit verteidigen werde. Oliver ich bin bei Dir :-)

München

10.10.2007 17:33 - Statler & Waldorf by Statler - 14 Kommentare

Ja, die Berge mag ich, das südliche Bayern auch, aber in München packt mich doch immer ein leichtes Fremdeln. So sehr, daß ich bei der Ankunft am Bahnhof immer erstmal kurz denke, jetzt Geld in die lokale Fremdwährung umtauschen zu müssen. Und in manchen Ecken dieser Stadt hat man das Gefühl, hier gäbe es nur Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte.

Anscheinend ist hier in der Stadt gerade eine Immobilienmesse. Das erklärt die Häufung von Horst-Schlämmer-Lookalikes in der Hotellobby. Und es erklärt, daß man 250 Euro für eine Nacht in einem 4*-Hotel zahlt, das an allen kultivierteren Orten der Welt nur als 3*-Hotel durchgehen würde, denn hinter der noblen Fassade sind die Innenwände so dünn, daß man in der Nacht vom Poltern betrunkener Horst Schlämmers, die gerade vom Messebesäufnis zurückkehren, ein wenig zu viel hört.

Andererseits: die Museen. Die Alte Pinakothek, die Glyptothek, die Antikensammlung — das alles hat schon was. Da lohnt es sich sogar, mal einen Nachmittag beim Verein zu schwänzen.

Der Herzschlag des Herrn Beckstein

Eben gehört, Dr. Beckstein im Schweizer Fernsehen:

“Mein Herz schlägt für ganz Bayern, für alle Gegenden, für alle Stämme!”

Hä? STÄMME? Dachte, die gibt’s nur im Irak. Man lernt nie aus.

Herzlichen Glückwunsch, SPD!

Zu 50 Jahren Opposition in Bayern. Am 8.Oktober 1957 trat der letzte sozialdemokratische Ministerpräsident Wilhelm Högner zurück.
Und begründete damit eine langanhaltende Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Prosperität in Bayern, ist man fast versucht zu sagen.
Oder, auf gut Bairisch: g’schod hat’s neda!