Bußgelder brutal rauf!
So titelt die Bildzeitung heute auf Seite eins und führt als Beispiele auch die Alkoholfahrt (nun 500 statt 250 Euro) und das Drängeln (nun 400 anstatt 250 Euro) auf. Ehrlich gesagt, mich macht eine solche Schlagzeile krank, denn unterschwellig wird damit suggeriert, dass es sich bei den bezeichneten Vergehen um Kavaliersdelikte handeln würde, die nun auf einmal mit total überzogenen Bußgeldern bestraft würden. Dabei ist gerade im Hinblick auf Alkoholfahrten die Abschreckung noch lange nicht hoch genug. Wenn es nach mir gehen würde, hätten wir schon lange ein totales Alkoholverbot am Steuer und die Strafen für Alkohol am Steuer würden wesentlich drastischer ausfallen. Denn wer beispielsweise für 200 Euro die Flasche Wein trinken kann, wird sich auch von einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro nicht wirklich abschrecken lassen. Eine Nacht hinter Gittern hätte da beispielsweise schon eine ganz andere Wirkung.












