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Post von Wagner

28.01.2008 17:43 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 19 Kommentare

Zum Thema Hessen-Wahl lasse ich nun mal Franz Josef Wagner sprechen.

Liebe Ypsilanti-Wähler,

ihr habt das Paradies gewählt – Utopia-Hessen. Eure neuen Steckdosen werden Sonne, Wind und Wasser sein. Rentner werden mit ausländischen Jugendlichen in der U-Bahn vertieft in ein intelligentes Gespräch verwickelt sein. Und jeder kann vom Mindestlohn zweimal nach Mallorca fliegen.

Ach, wie wird Hessen schön! Wenn der Wind weiße Schaumkrönchen über den Main bläst. Und der Fernseher zu flimmern beginnt und die Waschmaschine sich nach 48 Stunden wieder bewegt. Und ein Fischotter, was für ein seltener Gast, sich in Frankfurt verläuft.

Diese schönere Welt hat Euch Ypsilanti-Wähler Frau Ypsilanti versprochen. Wer ist Frau Ypsilanti? Frau Ypsilanti hat ein Frauen-Leben, das selbst „Brigitte“, die Zeitschrift für die moderne Frau, nicht besser erfinden hätte können. Vater Opel-Arbeiter, sie Sekretärin, Stewardess, einen Griechen zum Mann, Soziologiestudium. Heute lebt sie mit ihrem neuen Freund und Sohn und einer anderen Familie in einer WG.

Die Hessen haben ihren Engel gewählt. Sie haben das Paradies gewählt. Ich prophezeie den Hessen, dass sie mit der Erkenntnis aufwachen werden, dass es keine Engel gibt.

Bußgelder brutal rauf!

29.09.2007 10:53 - Statler & Waldorf by Waldorf - 64 Kommentare

So titelt die Bildzeitung heute auf Seite eins und führt als Beispiele auch die Alkoholfahrt (nun 500 statt 250 Euro) und das Drängeln (nun 400 anstatt 250 Euro) auf. Ehrlich gesagt, mich macht eine solche Schlagzeile krank, denn unterschwellig wird damit suggeriert, dass es sich bei den bezeichneten Vergehen um Kavaliersdelikte handeln würde, die nun auf einmal mit total überzogenen Bußgeldern bestraft würden. Dabei ist gerade im Hinblick auf Alkoholfahrten die Abschreckung noch lange nicht hoch genug. Wenn es nach mir gehen würde, hätten wir schon lange ein totales Alkoholverbot am Steuer und die Strafen für Alkohol am Steuer würden wesentlich drastischer ausfallen. Denn wer beispielsweise für 200 Euro die Flasche Wein trinken kann, wird sich auch von einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro nicht wirklich abschrecken lassen. Eine Nacht hinter Gittern hätte da beispielsweise schon eine ganz andere Wirkung.