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Ausgewählte Tag-Kategorie: Climate Change

Hexenjagd auf Klimaleugner

15.11.2007 12:48 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 13 Kommentare

Klimawandelskeptiker, aufgepaßt! Es droht nun Verfolgung vor dem UN-Inquisitionsgericht. Wer den Klimawandel leugne mache sich strafbar, meint der Exekutivsekretär der Vereinten Nationen Yvo de Boer auf der Konferenz des Weltklimarats IPCC.

Da war doch noch was

22.10.2007 16:23 - Statler & Waldorf by Statler - 1 Kommentar

Ach ja, der Stern-Report, mit seiner scheinbar durch ökonomische Theorie fundierten Aufforderung zu sofortigen, drastischen (also: kostspieligen) Maßnahmen gegen den Klimawandel. Er wurde schon oft und heftig kritisiert. In der aktuellen Ausgabe des Journal of Economic Literature gibt es zwei ausführliche Besprechungen des Reports, eine von William D. Nordhaus (Yale) und eine von Martin L. Weitzman (Harvard). Beide bringen die Kritik nochmals auf den Punkt.

Nordhaus ist sehr skeptisch:

The Review’s radical revision of the economics of climate change does not arise from any new economics, science, or modeling. Rather, it depends decisively on the assumption of a near-zero time discount rate combined with a specific utility function. The Review’s unambiguous conclusions about the need for extreme immediate action will not survive the substitution of assumptions that are more consistent with today’s marketplace real interest rates and savings rates. Hence, the central questions about global warming policy — how much, how fast and how costly — remain open.

Weitzman ist etwas konzilianter, aber überzeugt davon, daß, falls der Stern-Report im Ergebnis richtig liegen sollte, er dies aus den falschen Gründen tut:

I can’t help but feel after reading the Review that its urgent tone of morality and alarm comes not from the chapter 6 aggregative economic modeling of climate-change impacts, which deservedly has drawn strong criticisms from economists, but more from a not formally articulated fear of what might potentially be out there with greenhouse warming in (using my own ponderous terminology here to make sure my expression is exact) the inherently thickened left tail of the reduced-form posterior-predictive probability distribution of the growth rate of a comprehensive measure of consumption that includes the natural environment.

Friedensnobelpreis an Al Gore: “Celebrity-Kult”

Lesenswerter Kommentar in der Neuen Zürcher Zeitung zur Verleihung des Friendensnobelpreise an Al Gore.

Nach dem Oscar, einer Emmy nun der Friedensnobelpreis – kann man überhaupt noch mehr ausgezeichnet werden als Al Gore? Alle drei Ehrungen Gores liegen auf einer Linie, jener des Celebrity-Kults, der süchtigen Verneigung vor jeder Berühmtheit.

Die NZZ wirft dem Osloer Nobelkomitee eine Verwässerung des Friedensbegriffs vor:

Vom Frieden im klassischen Sinn – Kriegsbeilegung, Kriegsverhinderung – hat sich das Nobel-Komitee des Storting in Oslo schon vor längerer Zeit verabschiedet und zwar in Jahren, in denen die Erde keineswegs friedfertiger geworden ist. Der Wunsch der Norweger, auf das kurzfristige politische Geschehen Einfluss zu nehmen, ist unübersehbar.

Die NZZ - sie wird wohl künftig bei spon neu unter die Rubrik “Klimawandelleugner” eingereiht werden, wirft Gore “und vielen Medien” vor, eine offene und sachliche Diskussion über Sinn oder Unsinn in der Klimadiskussion zu verhindern.

Die Motivation, den Planeten zu retten, genügt nicht. Es handelt sich nicht, wie der Erweckungsprediger Gore feststellt, um eine moralische Frage. Bisher dominierten Sensation, Einschüchterung und unkritische Rezeption der Verlautbarungen aus Regierungskanzleien, die sich wiederum von Meinungsumfragen leiten lassen – ein wahrer Teufelskreis.

Gesinnungsabsolutismus

Es gibt zuhauf politisch denkende Menschen, die meinen, die grösste Gefahr für den liberalen Rechtsstaat und die offene Gesellschaft drohe von rechts.

Und weil man sich in dieser Gewissheit häuslich eingerichtet hat, ist man froh, um die handvoll sogenannter Neonazis in Deutschlands Osten. Mit wortreichen Erklärungen und ab und an einer Lichterkette kann man nach “Vorfällen” aller Welt zeigen: Nie wieder - wir haben aus der Geschichte gelernt!

Aus der Geschichte gelernt? Wenn man tatsächlich aus der Geschichte etwas lernen will, dann beispielsweise dies: Der Mensch hat die fatale Neigung, sich immer auf den Kampf gegen den schon bekannten Feind vorzubereiten. Wegen dieser Fixiertheit auf das Bekannte, übersieht er die neue Gefahr, die ihn schleichend zu bedrohen beginnt.

Von der Industrie finanzierte Lobbytätigkeit! Desinformation!

07.09.2007 23:21 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 12 Kommentare

Schreibt Stefan Rahmstorf in der FAZ und setzt eins ums andere Mal Kritiker der These vom anthropogenen Klimawandel mit Kreationisten gleich (ebenfalls in der FAZ eine Erwiderung). Im Film Der Klimaschwindel seien Lobbyisten aufgetreten, ohne dass dies für die Zuschauer erkennbar war.
Sagt einer der mit seiner multimedialen Katastrophenperformance selbst nicht schlecht verdient. Als Lobbyist zum Beispiel.

Angewandte Klimawandelverhinderung

Ach, so geht das. Dann bin ich auch gegen den Klimawandel und will das auch haben. (Danke an TPR für den Link)

Erstens kommt es anders …

17.08.2007 15:40 - London Calling by Oliver M.H. - 6 Kommentare

… und zweitens als man denkt. So ungefähr lässt sich das “Law of unintended consequences” frei übersetzen. Zwei besonders schöne Beispiele gibt es aus London zu berichten.

Vom ersten Fall wurde mir heute Morgen von einer Bekannten berichtet. Die Londoner City-Maut-Zone wurde vor einigen Monaten nach Westen ausgeweitet. Ziel war es, den Verkehr in London zu reduzieren und Staus zu verhindern. Allerdings hatte man eine Kleinigkeit übersehen. Anwohner können nämlich für ihre Autos eine verbilligte City-Maut beantragen. Statt der 8 Pfund am Tag zahlen sie dann nur 80 Pence. Da es in den neuen Mautgebieten zahlreiche Wohneinheiten gibt, konnten nun viele Autos zu deutlich geringeren Kosten in die Londoner Innenstadt fahren. Für besagte Bekannte bedeutete dies, dass sie nun wesentlich seltener mit der U-Bahn oder dem Taxi fährt, denn mit ihrem eigenen Wagen ist es deutlich billiger. Statt also weniger gibt es nun mehr Autoverkehr im Londoner Stadtzentrum.

Die Weicheier vom Climate Change Camp

15.08.2007 10:15 - London Calling by Oliver M.H. - 3 Kommentare

Die Umweltaktivisten, die derzeit vor dem Londoner Flughafen Heathrow kampieren, scheinen wirklich zartbesaitet zu sein. Nicht nur, dass sie selbst harmlose BBC-Reporter nicht auf “ihr” Gelände lassen wollen, nun beschweren sie sich auch noch über die Presse ganz allgemein. Gemeinheiten wären dort verbreitet worden, etwa die, dass man beabsichtige, den Flughafenbetrieb zu stören. Aber war das nicht eigentlich sogar der Zweck der ganzen Aktion? Warum sonst reden die Demonstranten andauernd davon, dass der kommende Sonntag ein “day of action” wird?

Aber richtig drollig werden die Aktivisten, wenn es daran geht, “ihr” Land zu verteidigen, das doch eigentlich dem Imperial College gehört. In der BBC stellten das College und die Polizei die Sache klar: