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Herr Mehdorn muss zur Kur

Gut, ich habe mich geirrt. Soll ja vorkommen. Das habe ich Mitte Oktober geschrieben:

Kaum zu glauben, jetzt toppt der Chef der Lokomotivführer-Gewerkschaft diese Flops: Der Herr fährt zur Kur. Mitten im Arbeitskampf. Weil er sich halt auch mal erholen möchte/muss. Damit ist der Streik im Eimer.

Und jetzt - der Herr kommt ausgeruht aus seinem Erholungsurlaub zurück und orchestriert den grössten Streik in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Sagen sie im Schweizer Radio. Das umschreibt man mit Chuzpe - oder?

Also: Herr Mehdorn wird den Arbeitskampf nur überleben, wenn er auch zur Kur fährt. Am besten schon morgen.

140 Prozent Lohnerhöhung gefordert

Vergesst die deutschen Lokführer mit ihrer Forderung nach lumpigen 30 Prozent mehr Lohn. Wendet euren Blick hin zu Herrn Sarkozy: Der will eine Lohnerhöhung von 140 Prozent!

Diese Forderung hält er für durchaus angemessen: “Alle anderen verdienen mehr”, beklagte er sich jetzt. Benchmark für ihn ist die deutsche Bundeskanzlerin, die letztes Jahr etwas mehr als 21.000 Euro im Monat verdiente.

Exklusive französische Küche Tag und Nacht, Wohnung an bester Lage und Gratisreisen rund um den Globus verdient der französische Präsident lausige 100.000 Euro im Jahr.

Es ist nicht bekannt, ob er in den Ausstand getreten wäre, hätte das Parlament seiner Forderung nicht stattgegeben.

Der Herr fährt zur Kur

Es sind Nebensächlichkeiten, welche zum Fall führen. Erinnern Sie sich noch an den Herrn Schneider, Immobilienhändler? Nicht? Aber wenn ich sage: Peanuts, dann klingelt’s.

Und dann der Herr Ackermann (übrigens einer der besten Banker Deutschlands) mit seinem V-Zeichen - der totale Kommunikationsgau.

Kaum zu glauben, jetzt toppt der Chef der Lokomotivführer-Gewerkschaft diese Flops: Der Herr fährt zur Kur. Mitten im Arbeitskampf. Weil er sich halt auch mal erholen möchte/muss. Damit ist der Streik im Eimer.

Liebe Lokiführer (schweizerisch), macht euch wieder an die Arbeit. Die Sache ist verloren.