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Ausgewählte Tag-Kategorie: Deutschland

Adam Smith in Edinburgh

02.07.2008 11:04 - dagny's tags by dagny t. - 19 Kommentare

Am kommenden Freitag wird in Edinburgh, auf der Royal Mile, in unmittelbarer Nachbarschaft von St. Giles’ Cathedral und der City Chamber eine Statue von Adam Smith aufgestellt werden. (If any reader is around in Edinburgh, just drop me a line. I will be there.)

Adam Smith, der Autor von Wealth of the Nations wird in unmittelbarer Blickweite von David Hume ueber dem alten Markt von Edinburgh stehen und in Richtung des alten Handelshafen von Leith blicken. Obwohl Smith, in Kirkcaldy, gegenueber Edinburgh auf der anderen Seite des Forth, geboren wurde und in Edinburgh begraben liegt, ist die Statue die weltweit erste, die zu Ehren des Oekonomen aufgestellt wird. Fuer die Kosten kommt selbstredend die Unsichtbare Hand und nicht der Taxpayer auf.

Wie ist das eigentlich in Deutschland? Wem wird dort oeffentlich gedacht? Wo stehen die Statuen zu Ehren von v. Hayek oder Ludwig Erhard? Ich fuerchte, ich kenne die Antwort, fuehrt doch selbst die Liberale Stiftung fuer die Freiheit Kalle Marx im Briefkopf.

Fussballfest der Superlative

28.06.2008 15:13 - Eidgenössisch Eigensinniges by M.M. - 1 Kommentar

Noch kurz vor Torschluss etwas zur EURO’08: eine Karrikatur im Tagesanzeiger. Sagt der Schweizer Euro-Delegierte an der Schlusspressekonferenz:

Die EURO’08 wird mit Sicherheit in Erinnerung bleiben als ein Fussballfest der Superlative….

….in Berlin…

fällt ihm da sein österreichischer Kollege ins Wort.

So sei es. Endstand 3 : 2! Wer was machen wird, darf jeder selbst einsetzen. Wir üben uns hier mal in der direkten Demokratie.

Schuluniform und Markenterror

17.06.2008 15:28 - dagny's tags by dagny t. - 95 Kommentare

Den heutigen Artikel in der FAZ moechte ich zum Anlass nehmen um ein wenig ueber das Thema ‘Schuluniform’ nachzudenken.

Einheits-Look statt Markenklamotten: Die Offenbacher Ernst-Reuter-Schule führt zum neuen Schuljahr einheitliche T-Shirts, Polohemden und Kapuzenjacken ein. Jeder Schüler könne frei entscheiden, ob er sie trage, sagte die stellvertretende Schulleiterin Christa Ludwig-Männche am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Viele Schüler litten „unter Markenterror“, begründete sie die Entscheidung der Schule.

Von der einheitlichen Kleidung erhoffe sie sich „eine Identifizierung mit der Schule und der Lerngruppe“ sowie ein besseres Schulklima. Die Initiative sei von den Eltern ausgegangen.

Es werden zwei Aspekte angesprochen, die in der immer wiederkehrenden Debatte um Schuluniformen auftauchen. Zum einen der Markenterror, den Markenklamotten der Mitschueler gegenueber mithalten zu muessen und zum anderen die Identifizierung mit der Schule, sprich der Corpsgeist.

Brain Drain — selbst gemacht

14.06.2008 18:38 - Statler & Waldorf by Statler - 32 Kommentare

DIE ZEIT 25/2008:

Vom Asylbewerberschiff auf eine Elitehochschule, »from child refugee to research wunderkind«, wie Wellesleys Campuszeitung jubelt – das ist eine sehr amerikanische Geschichte. Sie erzählt vom eisernen Willen eines Einwanderermädchens, es ganz nach oben zu schaffen – und erklärt, warum kluge Köpfe nirgendwo besser gefördert werden als in den USA. Zugleich ist es auch eine sehr deutsche Geschichte. Denn allzu gern hätte Sanja ihre Schule in Deutschland beendet und hier studiert. »Wir wollten unbedingt in Hamburg bleiben«, sagt sie. Doch Deutschland schien an dem Ausnahmetalent nicht sonderlich interessiert.

Eine schöne Reportage, die mehrere Probleme gleichzeitig illustriert. Nicht nur die Härte des deutschen Einwanderungsrechtes gegenüber den unmittelbar Betroffenen. Sondern auch die Art und Weise, wie sich Deutschland selbst immer wieder schadet, indem es diejenigen wegschickt, die es so dringend bräuchte. Und schließlich erfährt man auch einiges darüber, wie ein hoch ausdifferenziertes, vielfältiges Bildungssystem
soziale Mobilität fördert — oder vielleicht sogar erst möglich macht.

Die Freiheit des Anders-Beflaggenden

08.06.2008 13:19 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 57 Kommentare

Die Anzahl derer, die durch PKW-Beflaggung ihre Zugehörigkeit zur Unterschicht und/oder ihre Präferenz bei “Deutschland sucht die Supermannschaft” demonstrieren wollen, steigt in diesen Tagen wieder einmal exponentiell.

Ich gestehe, dass mich das doch irritiert: Als Liberaler habe ich ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Winkelementen, da sie allemal das Aufgehen des Individuums im Kollektiv repräsentieren. Aber gut: jeder nach seiner Façon.

Die Freiheit des Anders- (oder Nicht- oder Anti-) Beflaggenden sollte übrigens imho auch für die Pisser, die sich kurz auf der Website vom Kongress der Grünen Jugend präsentieren durften, gelten (wenn denn die Fahne vom eigenen Taschengeld bezahlt war). Die Aufregung kann und will ich deshalb nicht nachvollziehen - da gab’s von den Volxsportlern der autonomen Flanke des “Kampfes gegen Rechts” vor zwei Jahren zur WM schon ganz andere Bilder zu sehen. [Zynismusmode on] trotzdem, besser die verbrennen Flaggen als Bücher… die Äquivalenz ist also - noch - nicht vollständig hergestellt [Zynismusmode off].

P.S.: Ich nehme mir die Freiheit, für die Dauer der EM links oben meine Lieblingsflagge zu flattern zu lassen ;-)

Warten auf die Umverteilung

Interessanter Beitrag in der Neuen Zürcher(!) Zeitung:

Eine Studie kommt zum Schluss, dass die alternde deutsche Gesellschaft wenig Leistungsbereitschaft und Ehrgeiz zur Wohlstandsvermehrung zeige.

Die Studie weist nach, dass eine Mehrheit der Bevölkerung gar nicht den Ehrgeiz zum beruflichen und sozialen Aufstieg und zur Wohlstandsvermehrung hat. Nur ein Viertel der Befragten erklärt, er strebe nach mehr Besitz, 59% wollen ihren Besitz so erhalten, wie er ist. Die warten wohl auf Umverteilung.

Ende der Schweizer Woche

Liebe Leser, zum Ende der Schweizer Woche beim antibürokratieteam (wo ist eigentlich der Rest der Mannschaft?) noch dies:

201 889 Deutsche lebten Ende 2007 in der Schweiz. Im Kanton Zürich sind sie mit 19 Prozent die grösste Ausländergruppe. Ein neues Buch beschäftigt sich mit dem angespannten Verhältnis zum wenig geliebten Nachbarn und Mitbürger.

Die WELTWOCHE, wo auch Herr Broder über Israel, Islam und den Untergang des Abendlandes schreibt, hat einen exklusiven Vorabdruck online zugänglich gemacht. Weil die Deutschen in Deutschland sicher nicht die WELTWOCHE kaufen.

Für auswanderungswillige Bundesrepublikaner, Auszug als Appetithappen: Birgit (aus Landshut) und Jenny (aus Leipzig) finden die Schweizer:

  • extrem langsam; und zwar noch langsamer, als man gedacht hatte;
  • extrem verschlossen; in fünf Jahren Schweiz hat Birgit lediglich eine gute Freundin gefunden (Jenny) und Jenny auch nur eine (Birgit);
  • total unspontan; zum Glühweintrinken muss man sich vier Wochen vorher anmelden;
  • überpünktlich - wenn man mal eine Dreiviertelstunde zu spät kommt, nehmen sie es grad persönlich;
  • überheblich - glauben, sie könnten besser Englisch als die Deutschen, was überhaupt nicht stimmt.

Zudem:

  • Die Joghurt-Auswahl ist viel zu klein, und beim Bäcker gibt’s um zehn nach zwölf nicht einmal mehr ein Sandwich zu kaufen, da fragt man sich dann schon: Sind wir hier in Polen?
  • muss man hier bei jedem geschäftlichen Anruf mit jedem mindestens fünf Minuten lang quatschen;
  • trennen Schweizer Job und Privatleben ganz streng, weswegen man bei der Arbeit kaum Leute näher kennenlernt;
  • nehmen sie im Job immer alles persönlich; man muss immer alles fünfmal diskutieren, jeden um seine Meinung fragen und Kritik immer in einen Blumenstrauss packen;
  • ist der Schweizer Mann ein Waschlappen; deutsche Männer sind selbstbewusster und machen auch mal ’ne Ansage;
  • begegnen sie Österreichern viel freundlicher als Deutschen.

Die Befindlichkeit des Landes

08.05.2008 22:23 - Statler & Waldorf by Statler - 142 Kommentare

Einhundertsechsunddreißig. Das ist die Anzahl der von rechtsradikal motivierten Tätern ermorderten Menschen in Deutschland, zwischen 1990 und 2005, zu finden in einer Liste in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Wieviele genauso motivierte Taten für wieviele Opfer nicht im Grab, sondern in Krankenhäusern oder Rollstühlen endeten, erfahren wir nicht.

Völkermörder, überall nur Völkermörder!

10.04.2008 15:25 - Statler & Waldorf by Statler - 7 Kommentare

Der Finanzminister beharrt auf einer verantwortungsvollen Finanzpolitik; er verlangt von seinen Kollegen, den Ressortministern, einen sparsamen Umgang mit Steuergeldern und er verweigert ihnen größere Anstiege ihrer Ressortbudgets. Das ist sein Job, dafür ist er da.

Die Entwicklungshilfeministerin dagegen reagiert auf die Forderung nach Haushaltsdisziplin, indem sie uns eindringlich klarmacht, wofür sie das Geld braucht:

“Wir wollen verhindern, dass Millionen Kinder in der Welt an Hunger und Elend sterben.”

Oder anders formuliert: Ausgabendisziplin ist Völkermord.

Und der 10. April 2008 wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem der völlige Niedergang jeglicher Diskussionskultur auch das Bundeskabinett erreicht hat.

“Ja, damit hätte ich nicht gerechnet”

Gratuliere! (Habe mein Kreuz bei “Ja, damit hätte ich nicht gerechnet” gemacht.)

A German’s Dream

Und nachdem sie dann Kapitalisten geworden sind:

43 Prozent der Deutschen liebäugeln mit der Schweiz

Alleine im vergangenen Jahr kamen 30.000 Deutsche in die Eidgenossenschaft, insgesamt sind damit schon 200.000 Bundesbürger in das Nachbarland eingewandert.

Anarchistischer Humor II

Also wenn dann diese deutschen Geldsäcke ihre nicht versteuerten Millionen in ihren grossmotorigen Limousinen mit dem Stern oder dem Propeller vor der deutschen Steuerfahndung nach Zürich in Sicherheit bringen, dann wollen sie das ruckizucki erledigen.

Und fahren schneller als erlaubt. Das freut den Schweizer Fiskus.

Allein der Kanton Zürich hat mit den Deutschen eine Million Franken mehr Bussgelder eingenommen.

Insgesamt hat Zürich 13’253 Ordnungsbussen an Deutsche geschickt. Und das muss man ihnen lassen: Sie sind ehrlich. 11’344 Autofahrer haben die Busse bezahlt.

Anarchistischer Humor

Ex-Finanzminister Hans Eichel* hat kritisiert, die Gesetze der Schweiz schafften Anreize zur kriminellen Steuerflucht. Doch das Schweizer Bankgeheimnis ist Ausdruck des berechtigten Misstrauens der Bürger gegen den Staat. Es ist Ausdruck freiheitlicher Gesinnung. Auch die Deutschen profitieren davon.

Schreibt Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel heute in der WELT. Das sage noch einer, die Schweizer hätten keinen Sinn für anarchistischen Humor.

*Herr Eichel war kürzlich Gast in einer Diskussionssendung des Schweizer Fernsehens. Darin forderte er von der Schweiz, dass sie bezüglich deutschen Staatsbürgern, die Geld auf Schweizer Bankkonten haben, deutsches Recht anwenden soll.

Bankensozialstaat?

In einer akuten Notsituation eine Bankenpanik und damit ein desaströses Szenario auf den Finanzmärkten abzuwenden ist eine Sache, aber das, was Josef Ackermann hier fordert

Es sei zu schwerwiegend, ein Abbau würde zu lange dauern. Der Vorstandschef der größten deutschen Bank stellt sich damit indirekt hinter die zunehmenden Forderungen von Bankern nach dem Aufkauf der faulen Hypothekenkredite durch den Staat.

ist natürlich nochmal ganz was anderes — das ist der Vollkasko-Bankenwohlfahrtsstaat. Welchen guten Grund es geben soll, sogar hoch solventen und Gewinn erwirtschaftenden Banken die Hypothekenrisiken abzunehmen, erschließt sich mir nicht wirklich.

Nicht viel weniger seltsam sind die Forderungen aus der SPD, den Bankensektor stärker zu regulieren. Für Leute, die wirklich glauben, ein staatliches Engagement im Finanzsektor würde die Dinge effizienter oder weniger riskant machen, habe ich eigentlich nur drei schnelle Hinweise: WestLB, SachsenLB, Ingrid Matthäus-Maier.

Warum nicht gleich die Swastika am Bande?

09.03.2008 19:46 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 76 Kommentare

Weil wir schon bei Orden und so Zeugs sind: der Chef des Verbands der Reservisten der Bundeswehr Ernst-Reinhard Beck fordert eine Neuauflage des Eisernen Kreuzes. Insofern nichts Neues.

Das Teutonenkreuz hatten doch schon die Deutschritter vor 700 Jahren, wird gegenüber Kritikern argumentiert, den Orden habe es schon seit den Napoleonischen Befreiungskriegen gegeben, usw. usf. - mit der selben Berechtigung könnte man ähnliches für die Swastika feststellen. Sie ist als Sonnenrad schon seit mehr als 6.000 Jahren belegt und wurde lange bevor sie die NSDAP zu ihrem Parteisymbol machte z.B. von der Lebensreform- und Jugendbewegung im 19. Jhd. gebraucht. Trotzdem käme niemand (ausser einigen Nazi-Trotteln vielleicht) heute im europäischen Kontext auf die Idee, sie zu benutzen - zu sehr ist das Hakenkreuz mit der Shoah und dem weltweiten Raubzug der Faschisten verbunden.

Das Eiserne Kreuz, 2,3 Mio. mal an tapfere Teilnehmer eben jenes Raubzuges verliehen (zu dieser Zeit mit einem Hakenkreuz in der Mitte übrigens), war der Kriegs-Orden der Wehrmacht - einer Aggressionsarmee, die den Vernichtungskrieg der Nazis als deren Instrument mitbetrieb. Nur um dies hier festzuhalten.

Wer also einen derartig belasteten Orden gestiftet haben will, soll bitteschön gleich das alte Layout übernehmen: dann wird wenigstens deutlich, auf welche Tradition er sich damit tatsächlich bezieht.

Kinder für den Sozialismus

“Die Kinder sollen zu staatsgläubigen Untertanen erzogen werden, die alle Probleme der Welt darauf zurückführen, dass es zuviel Markt und damit zu viel Freiheit und zu wenig Zwang gäbe.”

Das hat eine Analyse von acht Schulbüchern durch die Friedrich Naumann-Stiftung ergeben: “Der Sozialismus ist nicht tot - er lebt in vielen deutschen Schulbüchern fort”, so das Resümee.

Was sollen wir uns denn da noch die Finger wund schreiben hier.

Darf ein Politiker jetzt noch BMW fahren?

Nachdem ich zuerst kontrolliert habe, ob jo@chim noch nichts darüber geschrieben hat, kann ich die Frage, die mich seit heute Nachmittag umtreibt, doch stellen:

Nachdem sie ihre Nokias ausgetauscht haben, geben die deutschen Spitzenpolitiker jetzt auch ihre BMWs zurück?

Gesetz mit begrenztem Sinn

Was ist los - da wurde Herr Schäuble, der über längere Zeit die rechte obere Ecke zierte, von den Verfassungsrichtern zurechtgestutzt und kein Ton hier?

Na, dann erledigen das halt jetzt die Eidgenossen:

Ein kleines Ja - und ein riesiges Nein: Die Verfassungsrichter haben Innenminister Schäuble enge Grenzen für die Online-Durchsuchung von Computern gesetzt. Damit hat sein geplantes Gesetz nur noch begrenzt Sinn.

Quelle

Mann, ist doch sowas von peinlich, jo@chim. Hab ich doch glatt übersehen, deinen Beitrag da unten!

Deutschland, die fiskalische Grossmacht

Die deutsche Steueraffäre ist selbstverständlich auch in der Schweiz ein Thema. Derzeit halten sich zwar alle in Deckung - aber ausser ein paar Sozialdemokraten, die am liebsten schon morgen der EU beitreten würden (okay, das sind noch ein paar von der FDP mit dabei), ist der Ärger über das deutsche Vorgehen gegenüber Liechtenstein doch recht verbreitet.

Die Sache ist ja irgendwie interessant. Denn plötzlich tut Deutschland so, als wäre das Land eine wirkliche Grossmacht (wir hatten ja kürzlich hier eine Diskussion über die Rolle der BRD in Afghanistan). Da tun die Politiker von links bis rechts verbal plötzlich so, als sei man die USA. Gut, der Bonsai-Massstab stimmt ja irgendwie - Deutschland, die fiskalische Grossmacht gegen Liechtenstein, das Land mit Banken of Mass Destruction.

Sammelt doch Unterschriften

Über hundert Kommentare - das ist für mich ein Rekord. Und Jahr für Jahr 60′000 Verfahren vor Gerichten wegen unklaren Steuerfragen in Deutschland, da scheint eine Menge Unmut vorhanden zu sein.

Ein Aufnahmeteam der ARD, das zwei Stunden vor der Razzia seine Kameras in Stellung bringt, das ganze zu einem Tatortkrimi aufmotzt, toll für alle anderen. Denn wie man hört, ist der Umsatz an Schreddern sprunghaft angestiegen.

Und interessant ist auch, dass nun jeder Mitarbeiter einer Bank Kundendaten klauen und diese für teures Geld an die Behörden verscherbeln kann, ist wohl eine andere Art der Gierde.

Liechtensteins Souveränität kommt arg unter die Räder, denn am liebsten hätten die Finanzminister Europas eine vereinigte Steuerunion. Aber, Leute, da wird nichts draus.

Fassen wir doch mal zusammen, was man fordern könnte:

  • Alle müssen ab einem Einkommen von 10′000 Euro Steuern bezahlen.
  • Die Einkommenssteuer beträgt höchstens ein Viertel des Einkommens.
  • Die Steuererklärung wird so vereinfacht, dass sie von jedermann selbst ausgefüllt werden kann.

Jetzt muss man nur noch eine Unterschriftensammlung starten und schon kommt Bewegung in die politische Landschaft. Garantiert (auch wenn es auf Bundesebene kein institutionalisiertes Bürgerbegehren gibt). Doch es gilt: Wenn die Politiker nichts tun, müssen halt die Citoyen die Sache selbst in die Hand nehmen.

PS: Mir wäre es recht, dass die weitere Diskussion etwas weniger gehässig ablaufen würde.