New York, New York
Jawohl, ich gebe es zu: Ich beneide Hannes Stein. Sehr.
…oder in diesem Fall wohl eher: mit den Booten. Was Bürger von ihrem Land halten, kann man am präzisesten immer noch an ihren Migrationsentscheidungen ablesen, jedenfalls präziser als an ihren Lippenbekenntnissen.
“Zwischen 1999 und 2006 haben mehr als 250.000 Kubaner die Insel verlassen. Kuba verliert im Schnitt jährlich über 33.000 Bürger”, erklärt Omar Everleny Pérez vom Forschungsinstitut der kubanischen Wirtschaft. Ein Aderlass, den sich die Insel nicht leisten kann, denn es sind anders als in den Flüchtlingswellen der Achtziger- und Neunzigerjahre zumeist die jungen gut ausgebildeten Kubaner, die gehen: Ingenieure, Mediziner, Biologen, Mikrobiologen und andere hochqualifizierte Wissenschaftler.
Das schreibt die taz (via David Harnasch). Eigentlich haben sie sich auf die tired, die poor und die huddled masses eingestellt, und jetzt kriegen sie stattdessen kubanische Akademiker. Die USA wird’s freuen.
Jawohl, ich gebe es zu: Ich beneide Hannes Stein. Sehr.