Die höchste Steigerungsstufe von Pfuibäh!
Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.
So der atheistische Fundi Richard Dawkins in seinem Buch Der Gotteswahn. Das kann man auch weniger eifernd ausdrücken, ok, ich will dem aber hier auch nicht ausdrücklich widersprechen. Ich hoffe, das Buch ist besser, als es das Zitat vermuten lässt.
Für die Eiferer von Politically Incorrect ist Dawkins Unverfrorenheit “den Gott Israels mit Worten anzugreifen” allerdings gleich antisemitisch (fett formatiert, Ausrufezeichen). Mein Gott wie albern: das hat ungefähr den gleichen Sinngehalt, als wenn der Hinweis auf barbarische Rituale und Menschenopfer der vorzeitlichen Germanen von Neuheiden mit dem Vorwurf “antideutsch” gekontert würde.
Es soll wohl die schlimmst-mögliche Keule sein, die die Autorin im Handtäschchen fand, die höchste Steigerungsstufe von Pfuibäh! sozusagen. Und offenbart doch nur das instrumentelle Verhältnis gegenüber der “Freundschaft zu Israel”, die diese Kreuzritter nicht müde werden zu betonen (btw: würde er das “Alte Testament” oben durch “Koran” ersetzen, wäre Herr Dawkins sicher gern gesehener Gast in der PI-Kommentarsektion…)



