Ausgewählte Tag-Kategorie: Fussball

Fussballfest der Superlative

28.06.2008 15:13 - Eidgenössisch Eigensinniges by M.M. - 1 Kommentar

Noch kurz vor Torschluss etwas zur EURO’08: eine Karrikatur im Tagesanzeiger. Sagt der Schweizer Euro-Delegierte an der Schlusspressekonferenz:

Die EURO’08 wird mit Sicherheit in Erinnerung bleiben als ein Fussballfest der Superlative….

….in Berlin…

fällt ihm da sein österreichischer Kollege ins Wort.

So sei es. Endstand 3 : 2! Wer was machen wird, darf jeder selbst einsetzen. Wir üben uns hier mal in der direkten Demokratie.

Die Freiheit des Anders-Beflaggenden

08.06.2008 13:19 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 57 Kommentare

Die Anzahl derer, die durch PKW-Beflaggung ihre Zugehörigkeit zur Unterschicht und/oder ihre Präferenz bei “Deutschland sucht die Supermannschaft” demonstrieren wollen, steigt in diesen Tagen wieder einmal exponentiell.

Ich gestehe, dass mich das doch irritiert: Als Liberaler habe ich ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Winkelementen, da sie allemal das Aufgehen des Individuums im Kollektiv repräsentieren. Aber gut: jeder nach seiner Façon.

Die Freiheit des Anders- (oder Nicht- oder Anti-) Beflaggenden sollte übrigens imho auch für die Pisser, die sich kurz auf der Website vom Kongress der Grünen Jugend präsentieren durften, gelten (wenn denn die Fahne vom eigenen Taschengeld bezahlt war). Die Aufregung kann und will ich deshalb nicht nachvollziehen - da gab’s von den Volxsportlern der autonomen Flanke des “Kampfes gegen Rechts” vor zwei Jahren zur WM schon ganz andere Bilder zu sehen. [Zynismusmode on] trotzdem, besser die verbrennen Flaggen als Bücher… die Äquivalenz ist also - noch - nicht vollständig hergestellt [Zynismusmode off].

P.S.: Ich nehme mir die Freiheit, für die Dauer der EM links oben meine Lieblingsflagge zu flattern zu lassen ;-)

Ich freue mich!

Ich freue mich auf die Euro’8! Ich freue mich auf tolle Fussballspiele! Ich freue mich auf all die Besucher aus Europa!

Masern gegen Stau

Hört mal kurz her, ich habe ein Problem. Bei uns ist doch im Juni diese Euro 08. In der Zeitung haben sie jetzt aufgezeigt, wie die UEFA das St. Jakobsstadion in Basel weiträumig absperren will. Das bedeutet: Ich stehe jetzt einen Monat lang täglich völlig unnötig im Stau. Das kann verhindert werden. Kommt NICHT Basel!

Also so ganz unter uns (und bitte weitersagen): Wer nach Basel zur Fussball-EM fährt, lebt gefährlich. Denn wir haben hier ein paar Anthroposophen und die weigern sich partout, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen.

Und jetzt haben wir die Epedemie (schon jetzt 1.300 Fälle). Kürzlich reiste so eine Sofen-Schulklasse nach Salzburg. Und? Eben. Was sagt die EU (ihr seid ja alle in der EU)? Das hier.

Ist doch ein Deal: Ihr bleibt alle zuhause, schaut euch die Spiele in der Glotze an (Deutschland gewinnt sowieso), erspart euch die Masern und ich steh nicht im Stau.

Soll dann niemand hinterher kommen und sagen, ich hätte nicht gewarnt!

Verdruss mit Personenfreizügigkeit

Mal ein ganz anderes Thema: Herr Hitzfeld, derzeit noch Trainer des FC Bayern und bald schon Trainer der Schweizer Nationalmannschaft (der Nati, ausgesprochen wie die Kurzform für ein Mitglied einer inzwischen verbotenen Partei) wohnt drei Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt im südbadischen Lörrach.

Das sind entscheidende drei Kilometer, in Prozenten ausgedrückt: 50%. Denn um so viel kann Herr Hitzfeld seine Steuerlast senken, wenn er drei Kilometer weiter südlich seine Zelte aufschlägt.

Ich überlege mir, in die Schweiz zu ziehen.

Sagt Herr Hitzfeld heute der Basler Zeitung. Er ist derzeit nicht der einzige Deutsche, der sich das überlegt. Deshalb stinkt der Bundesregierung, neben ein paar anderen Kleinigkeiten, die Personenfreizügigkeit mit der Schweiz ganz gewaltig.

Denn so hatte man sich dieses in Sonntagsreden als Eckpfeiler der europäischen Integration gepriesene Bürgerrecht nicht vorgestellt: Hochqualifizierte und teuer ausgebildete Fachkräfte wandern in die Schweiz ab und Hilfskräfte aus den neuen Ostländern stossen nach.

PS: Herr Hitzfeld hat sein Handwerk in der Schweiz gelernt. Damit das klar ist.

Sprachpanscher der Woche

28.01.2008 15:43 - Statler & Waldorf by Statler - 25 Kommentare

Nein, es ist nicht die neue hessische Ministerpräsidentin in spe, die wirklich mal dringend ihren “ch”-Defekt in den Griff bekommen sollte, bevor sie höhere politische Weihen anstrebt. Das ist ja nicht auszuhalten.

Der Sprachpanscher der Woche kommt vielmehr vom DFB:

Es bleibt eine Mission Impossible, dieses Ticketing zu händeln.

Das ist auch nicht auszuhalten.

Herbstmeister!

10.12.2007 22:51 - Statler & Waldorf by Statler - 11 Kommentare

Na also. Vor dem SC Freiburg kann man allerdings nur den Hut ziehen, eigentlich waren sie klar überlegen, aber dummerweise ein wenig anfällig für Konter. Macht nichts. Nächstes Jahr um diese Zeit spielen wir in der ersten Liga gegeneinander um die Herbstmeisterschaft.

Nur der FC Köln, der bleibt wo er ist.

Was bin ich erschrocken…

02.12.2007 15:08 - Libertäre Flanken by Bodo Wünsch - 15 Kommentare

… als mir nur diese Headline auf SPON ins trübe Auge sprang. Ich dachte erst an Krieg.

Doch es ging um Fußball. Nicht auszudenken, wenn es etwa um Tiroler Selbstmordattentäter auf dem Frankfurter Römer, ISAT-Truppen in der Südsteiermark oder gar die Bombardierung Splits durch die amerikanische (? - !) Lufwaffe gegangen wäre…

Vorfreude

26.11.2007 13:23 - Statler & Waldorf by Statler - 8 Kommentare

2010.jpg

10:1! Nur noch zweieinhalb Jahre, dann bin ich REICH! R-E-I-C-H! WUAHAHAHA!

Und danach: Die Weltherrschaft.

Nur die Österreicher sind noch schlechter

Hurra, “wir” haben verloren. Gegen Nigeria, 0:1. Diese Niederlage ist Anlass zu grosser Freude, denn uns geht es gut, wirtschaftlich gut. Schauen wir doch den Tatsachen ins Auge: Es sind doch nur Länder mit wirtschaftlichen Problemen, schlechten Restaurants, vielen Billiganbietern, grosser Arbeitslosigkeit und wenig Bergen, wo für die Jugend Fussball eine ernsthafte Option für den gesellschaftlichen Aufstieg ist.

Nicht in der Schweiz. Die Degen-Brüder dürfen im heimatlichen Lampenberg nicht mal einen Golfplatz bauen. Nein, diese Niederlage gegen Nigeria zeigt aller Welt, wie gut wir dastehen.

Drei Löwen auf dem Hemd

19.11.2007 22:07 - Statler & Waldorf by Statler - 5 Kommentare

Früher Jubel. Wird ja vom Schicksal gerne mal mit Heimniederlagen im entscheidenden Qualifikationsendspiel bestraft. Hoffe, es geht trotzdem gut am Mittwoch. Wie auch immer: Danke, Omer Golan, daß es am Mittwoch überhaupt noch um was geht…

Heuschrecken für die Bundesliga

15.11.2007 15:16 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 14 Kommentare

Nicht erst seit den schwachen Auftritten von Schalke, Stuttgart und Bremen dieses Jahr in der Champions League merkt jeder Fußballfan, dass dieBundesliga international nicht konkurrenzfähig ist. Deutsche Clubs können mit spanischen, italienischen und englischen Vereinen nur noch in Ausnahmefällen mithalten. Selbst Vereine aus schwachen Ligen in Süd- und Osteuropa bereiten deutschen Clubs Probleme, was allerdings auch an den gelegentlich lustlosen Auftritten deutscher Vereine liegt.

Die strukturelle Schwäche der Bundesligavereine im internationalen Vergleich hat einen einfachen Grund: sie haben zu wenig Geld. Trotz großer Zuschauerzahlen dank moderner Stadien und guter Vermarktung verlieren deutsche Vereine finanziell den Anschluss.

Es gibt nämlich 2 strukturelle Nachteile. Erstens ist in Deutschland die Einzelvermarktung der Vereine verboten. Auch wegen der Präferenz für die Sportschau sind die TV Gelder im Vergleich zur Premier League lächerlich gering. Desweiteren dürfen Investoren keine Clubs kaufen, was externe Geldgeber wie beim AC Mailand oder bei Chelsea unnötig macht. Der Verein muss nämlich mindestens 51 Prozent an der als Kapitalgesellschaft ausgegliederten Fußballabteilung besitzen. Einige Proficlubs wollen dies jetzt aufweichen, allerdings wohl mit geringen Aussichten.

Auch beim Fußball will Deutschland sich den neuen Gegebenheiten beharrlich nicht anpassen. Wer wie Bayern den anderen Top-Vereinen in Europa Fesseln anlegen will wird keinen Erfolg haben. Die Bundesliga muss sich dem Wettbewerb stellen oder muss weiterhin Mittelmaß bleiben, kann sich aber dafür moralisch überlegen fühlen. Dies kann man so wollen. Dann darf man aber nicht gleichzeitig über die schlechten Ergebnisse im Europapokal meckern.

Der Schweizer ihr Problem mit deutschen Polizisten

Was ich noch kurz sagen wollte - die Schweizer haben ein Problem mit deutschen Polizisten. Nein, nicht auf der Autobahn (ihr wisst, welche ich meine) wegen zu schnellem Fahren.

Nein, wegen der Euro 08. Nächstes Jahr sollen nämlich deutsche Polizisten mithelfen, das Schlimmste rund um die Schweizer Stadien zu verhüten.

Nun wollte die Schweiz die Polizisten in Zivilschutzanlagen unterbringen. So, wie die anderen Polizisten aus den übrigen Kantonen und aus Frankreich, die nach Basel, Zürich, Bern und Genf abkommandiert werden. Denkste.

Fußball und Politik

08.10.2007 18:52 - Statler & Waldorf by Statler - 50 Kommentare

Der deutsch-iranische U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah weigert sich, ein Länderspiel gegen Israel zu bestreiten. Der DFB steht hinter dem Wolfsburger, …

Braucht nun ernsthaft noch irgendwer einen weiteren Grund, zum Fußball-Antideutschen zu werden? Und jetzt alle.

The art of losing graciously

23.08.2007 08:23 - Audiovideo, London Calling by Oliver M.H. - 1 Kommentar

Wie war noch einmal die Übersetzung von “English sportsmanship”? Genau: “The art of losing graciously”. Und dann auch noch zwei Schalker Tore dabei (sorry, Statler) …

Die Sollbruchstellen des neuen A’teams

17.08.2007 22:42 - London Calling by Oliver M.H. - 6 Kommentare

Ich bin Statler ja wirklich dankbar. Im Zuge der Blogfusion zwischen S&W und A’team habe ich es ihm schließlich zu verdanken, dass Fußball hier nun ein akzeptables Blogthema ist. Meint jedenfalls jo@chim, und der muss es eigentlich wissen. Und auch Statler selbst hat sich ja schon entsprechend geäußert.

Neues aus dem Berliner Vorland

15.08.2007 12:39 - Statler & Waldorf by Statler - 1 Kommentar

Wie es scheint, muß man nur ganz, ganz tief in den Amateurfußball hinabsteigen um zu sehen, welche Suppe “an der Basis”, in der Provinz, in den Vorstädten, bei den Menschen draußen im Lande so vor sich hin köchelt.

Update: Immerhin, nächste Woche im neuen Wembley ist es wieder soweit!