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Ausgewählte Tag-Kategorie: GOP

Coulter für Clinton

08.02.2008 22:11 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 24 Kommentare

Auf eine interessante Facette des Erfolgs von McCain in der Vorwahlkampagne der GOP weist flo’s election blog hin: der konservative Querkopf zeigt, dass das Mantra, republikanische Kandidaten könnten nur mit Unterstützung des evangelikalen Flügels der Partei und Reaktionären Paleo-Conservatives wie Limbaugh und Co gewinnen, offensichtlich nicht mehr stimmt. Selbst GWB hat ja inzwischen angedeutet, McCain zumindest indirekt unterstützen zu wollen, wie zu lesen ist.
Die grösste Schlammschleuder aus der Ecke, Ann Coulter, will jetzt sogar für Erzfeindin Hillary Clinton Wahlkampf betreiben: Zumindest im Austausch von Botulin-Rezepten könnten die beiden eine gewisse Gemeinsamkeit aufbauen…

John McCain wird US-Präsident

30.01.2008 15:38 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 28 Kommentare

Ich wage jetzt einmal einen Tipp: John McCain wird der 44.Präsident der USA. Nach dem Vorwahl-Sieg in Florida wird er den Super Tuesday gewinnen und dann auch die Spendengelder einwerben, die viele Republikaner wegen der großen Unsicherheit bisher noch zurückgehalten haben. Mehrere Gründe sprechen meiner Meinung nach für John McCain. Der Wahlkampf dreht sich um die Themen Sicherheit und Wirtschaft. Zwar ist er auf letzterem Gebiet kein ausgewiesener Experte -Clinton und Obama sind es auch nicht- beide Themen sind aber traditionell eher Kompetenzen der Republikaner.

Eine Anti-Bush Stimmung wird den Demokraten nichts nützen, da McCain ausgewiesener Bush-Kritiker ist und die Lage im Irak sich verbessert. Den Kriegshelden McCain anzugreifen wird für die Demokraten schwierig. Im Gegenteil: mit seinen moderaten Positionen kann McCain in der Mitte stark punkten.

McCain hat 2 Schwachpunkte: sein Alter und die bis dato schwache Unterstützung der konservativen Basis. Gegen einen Demokraten wird sich dies aber relativieren. Gegen Barack Obama, der noch nicht mal eine Amtsperiode im Senat sitzt, kann er seine langjährige Erfahrung ins Feld führen. Die tiefe Abneigung vieler Amerikaner gegen die ehemalige First Lady würde die Republikaner wiederbeleben. McCain kann hoffen, dass diese gemeinsame Feindin die zerstrittenen Reihen hinter ihm noch einmal eint.

Amerika ist politisch ein konservatives Land. McCain hat sehr gute Chancen, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Ich wage an dieser Stelle mal einen frühen Tipp und bin auf weitere Einschätzungen gespannt.

Das Wort zum Sonntag

06.01.2008 18:16 - Statler & Waldorf by Statler - 3 Kommentare
Fundamentalism and literalism are the enemies of an open society - the enemies of liberty. People of faith should be in the vanguard of a determined assaults on the bastions of ignorance and stupidity represented by the fundamentalist, literalist cabals that so often drown out the voices of reason and tolerance in church, synagogue, mosque and temple. Fundamentalism has had it far too easy. It is time to fight back.

For me, my Christian faith amounts to (1) the untestable assumption that God created the universe and the laws of nature (including the laws that shape the processes that govern the evolution of living organisms); (2) the moral commandments: love God and love your neighbour as yourself ; and (3) the belief (in principle verifiable) that Christ came among us and died for our sins. The rest is interpretation and footnotes, most of it irrelevant at best, dangerous at worst.

Willem Buiter ist offensichtlich genervt. Na gut, etwas mehr steckt im christlichen Glauben dann schon noch drin, aber politisch gesehen trifft er ja wohl doch den Nagel auf den Kopf.

Weihnachten im US-Wahlk(r)ampf

26.12.2007 17:23 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 12 Kommentare

Weihnachten ist großes Thema im US-Wahlkampf. Was dort alles an Wahlspots produziert wird spottet jeder Beschreibung. Wenn Huckabee Romney vorwirft, Mormonen glauben der Teufel sei der Bruder von Jesus und gleichzeitig Videos mit Jesus produzieren lässt hört es doch auf. Die anderen Kandidaten sind leider auch nicht viel besser.

Noch mehr Unterstützung für Ron Paul

19.12.2007 00:22 - Statler & Waldorf by Statler - 63 Kommentare

But the deeper reason to support Ron Paul is a simple one. The great forgotten principles of the current Republican party are freedom and toleration. Paul’s federalism, his deep suspicion of Washington power, his resistance to government spending, debt and inflation, his ability to grasp that not all human problems are soluble, least of all by government: these are principles that made me a conservative in the first place. No one in the current field articulates them as clearly and understands them as deeply as Paul. He is a man of faith who nonetheless sees a clear line between religion and politics. More than all this, he has somehow ignited a new movement of those who love freedom and want to rescue it from the do-gooding bromides of the left and the Christianist meddling of the right. The Paulites’ enthusiasm for liberty, their unapologetic defense of core conservative principles, their awareness that in the new millennium, these principles of small government, self-reliance, cultural pluralism, and a humble foreign policy are more necessary than ever - no lover of liberty can stand by and not join them.

Fast hätte Andrew Sullivan mich überzeugt. Sagen wir’s mal so: Wäre ich Amerikaner, würde ich vermutlich Ron Paul wählen. Aber als Nicht-Amerikaner kann ich als Trittbrettfahrer die Früchte einer interventionistischen amerikanischen Außenpolitik genießen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Also hoffe ich weiterhin, daß Rudy die republikanische Nominierung gewinnt.

Innenpolitisch allerdings, das muß man schon sagen, wäre der libertäre limited government-Konservatismus den Paul vertritt, dieser in Traditionen bis Edmund Burke verwurzelte politische Skeptizismus wahrscheinlich das Beste, das den USA derzeit passieren könnte. Oder jedem anderen Land.