A Farewell to Alms
Das wirtschaftshistorische Buch “A Farewell to Alms” von Gregory Clark hat für einige Kontroversen gesorgt. Es stellt sich die Frage, wieso es ausgerechnet in England zur industriellen Revolution kam, und wieso ausgerechnet England eine lange Phase nachhaltigen Wachstums erlebte, ohne große wirtschaftspolitische Fehler beispielsweise in Form exzessiver Umverteilungspolitik zu machen. Die Antwort Clarks ist ein demographisches Argument: England unterscheidet sich demnach von anderen Ländern dadurch, daß sich die relativ wohlhabenden Schichten in der Zeit vor der industriellen Revolution schneller vermehrt haben, als die armen Schichten. Da die relativ wohlhabenden Schichten aber zugleich Träger wachstumsfördernder informeller Institutionen waren — Kaufmannsgeist, protestantisches Arbeitsethos und ähnliches — gab es, so Clark, vor allem in England den nötigen Humus, auf dem die industrielle Revolution gedeihen konnte.
Wie gesagt, das Buch rief schnell eine kontroverse Auseinandersetzung hervor, und hier findet man einen Podcast, in dem Clark sich der Diskussion mit Tyler Cowen und Brad DeLong stellt. (Derzeit relativ lange Ladezeit, der Server ist wohl etwas überlastet)












