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Ausgewählte Tag-Kategorie: Kirche

Bischof Marx: Der Teufel trägt Anzug mit Nadelstreifen und Krawatte!

23.03.2008 19:13 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 61 Kommentare

Bischof Marx meint im BAMS Interview allen Ernstes, er habe den Teufel gesehen, der ” Geschäftsanzug mit Nadelstreifen und Krawatte” getragen hat!

Marx: “Aber ich habe schon einmal vom Teufel geträumt. Er sah übrigens aus wie Sie, Herr Backhaus! (Der BAMS Journalist)

Backhaus: Wie bitte?

Marx: “Ja, er trug einen Geschäftsanzug mit Nadelstreifen und Krawatte. Er zog mich nach unten. Da habe ich auf lateinisch das „Ave Maria“ gebetet, und war wieder oben.”
Teuflischer Kapitalismus: auf diese Idee kam bisher weder Stalin, Chavez noch Lafontaine.

Talibanesk

Offenbar gehen Privatsender davon aus, dass Religion Privatsache ist und bei ihnen nicht vorkommen muss. Man schaut dort nur auf die Quoten. Das ist ein Angriff auf die öffentliche Ordnung

Der katholische Bischof Gebhard Fürst, Vorsitzender der “Publizistischen Kommission” der Deutschen Bischofskonferenz, im Spiegel-Interwiew.

Talibanesk: Zwar mögen sich die Herren Kleriker von der muslimischen Konkurrenz (inzwischen) in den Methoden unterscheiden, aber auch hierzulande ist diese Anmassung, Religion von der Privatsache zur Öffentlichen Sache umzudefinieren, gut dreihundert Jahre nach Beginn der Aufklärung immer noch virulent.

Mir scheint sie im Wesen der monotheistischen Buchreligionen angelegt zu sein - wo die sich zur Kirche organisieren, werden sie nicht anders als der Staat “a dangerous a servant and a fearsome master”.

Italiens faschistische Tradition

16.01.2008 13:43 - Statler & Waldorf by Statler - 70 Kommentare

Manchmal kommt sie eben doch wieder zum Vorschein (via). Man muß sich darüber klar werden, daß Universitäten eben keine Orte wie alle anderen sind. Sie werden von Wissenschaftlern bevölkert. Von diesen sollte man annehmen, daß ihnen das Prinzip, über strittige Fragen miteinander zu diskutieren, in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wissenschaftler, die über strittige Fragen nicht diskutieren, sondern Rede- und Auftrittsverbote verlangen, sind jedenfalls äußerst suspekt — auch wenn man sie, etwa in der Klimaforschung, neuerdings wieder häufiger antrifft.

…warten Sie lieber aufs Christkind!

23.12.2007 16:13 - Statler & Waldorf by Statler - 29 Kommentare

paumgartneraltar.jpg

Frohes Fest allen Lesern, auch den militanten Atheisten!

Benedikts Zivilcourage?

30.11.2007 12:48 - Statler & Waldorf by Statler - 13 Kommentare

Es kommt ja selten genug vor, aber diesmal muß ich Alan Posener mal widersprechen. Er kritisiert Benedikt XVI dafür, daß dieser sich nicht mit dem Dalai Lama treffen möchte. Dies zeige nicht nur einen Mangel an Zivilcourage, sondern eben auch einen Werterelativismus: Ausgerechnet der Papst, der sonst immer gegen einen solchen Relativismus zu Felde zieht, verhalte sich nun gegenüber China als Duckmäuser, der gerade nicht zu westlichen Werten stehe.

Die Kritik ist einerseits verständlich. Man fordert andauernd von gewöhnlichen Politikern Mut gegenüber China ein, man ist froh, endlich eine Bundeskanzlerin zu haben, die auch gegenüber China zu ihren Prinzipien steht — und dann scheint ausgerechnet der Papst zu einem Kotau vor den kommunistischen Diktatoren und Besatzern Tibets bereit. Man sollte doch eigentlich gerade von einem Papst, dem wirtschaftspolitische Beziehungen zu China ja nun herzlich egal sein können, eine offensivere Politik erwarten.

Nur, ganz so einfach ist es nicht. Es ist tatsächlich etwas anderes, denn im Falle des Vatikans hat China Geiseln. Echte Geiseln; da geht es nicht nur um die Drohung, ein paar Autos oder Transrapidzüge weniger zu bestellen. In China leben etwa 15 Millionen Untergrundkatholiken, die sich weigern, die staatliche Kontrolle über die christlichen Kirchen Chinas anzuerkennen. Diese Untergrundkatholiken werden schon im normalen Alltag verfolgt. Sie landen grundlos im Gefängnis, Kirchen werden geschlossen, Priesterseminare zerstört. Gelegentlich verschwinden auch mal Bischöfe und Priester spurlos von der Bildfläche, und man kann sich ausmalen, wo diese landen.

China hat also 15 Millionen katholische Geiseln. Man kann sich denken, daß der Preis einer symbolischen Begegnung mit dem Dalai Lama für den Papst damit möglicherweise wesentlich höher ist als für Angela Merkel. Oder genauer gesagt: nicht für den Papst selbst, sondern für die Katholiken in China. Kann man es da nicht nachvollziehen, wenn Benedikt vor einem Fototermin zurückschreckt, wenn er damit riskieren würde, die chinesischen Katholiken verschärfter Verfolgung auszusetzen?

Scheidung! Sofort!

24.09.2007 18:00 - Statler & Waldorf by Statler - 2 Kommentare
Draußen an der Synagoge ist ein Plakat angebracht: 350.000 Dollar für die Renovierung sind schon beisammen, 700.000 müssen es werden. So ist das in Amerika: Wenn eine Gruppe von religiösen Leuten — Protestanten, Katholiken, Juden, Schiiten, Sunniten, Ba´hai, Buddhisten, Scientologen, ganz egal — wenn eine Gruppe von religiösen Leuten eine Kirche, Synagoge, Moschee, einen Tempel immer haben will, dann muss sie selber dafür sorgen, dass es irgendwo hingestellt wird.

…schreibt Hannes Stein. Und was er sonst noch zu dem Thema schreibt, ist ein schöner Hinweis darauf, wie vital auch die christlichen Gemeinden in Deutschland sein könnten, wenn sie sich endlich konsequent vom Staat trennen würden.