Ausgewählte Tag-Kategorie: Lafontaine

Der Zonenkasper und sein Generalsekretär

20.10.2008 13:23 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 35 Kommentare

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft

Der Zonenkasper und sein Generalsekretär Parteichef möchten gerne Banker und andere Kulaken im Knast sehen… sollte man derlei Aussagen nicht einmal unter dem Gesichtspunkt des oben zitierten §130, Abs.1 bewerten?

Oskars trübe Truppe

22.09.2008 19:52 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 43 Kommentare

Oskar Lafontaine und die vermeintlich neue, schicke Linke sind genau wie Nescafé. Sie wollen Ideen von gestern aufkochen, um Politik für morgen zu machen - und leiden doch nur daran, den Schock des Mauerfalls nie verwunden zu haben.

Lesenswertes von Reinhard Mohr auf Spiegel Online. Er analysiert aus einer linksliberalen Perspektive den Oskar-Lafontaine-Komplex und kommt zu dem Ergebnis, dass bei Oskars trüber Truppe aus der einstigen linken Utopie einer anderen Gesellschaft, wie immer man sie sich vorstellte, diffuser Phantomschmerz und Ressentiment wurde. Er konstatiert:

Die Linke ist tot. Mausetot.

Von der intellektuellen Anziehungskraft her gesehen sicher, und das nicht erst seit heute. Wiedergänger sollen allerdings, auch wenn sie schon schlecht riechen, durchaus noch Unheil anrichten können.

Private Banking

18.09.2008 22:28 - dagny's tags by dagny t. - 15 Kommentare

Wenn es nicht um so viel (Steuer)geld gehen wuerde, waere es ja fast unterhaltsam:

HBOS, eine der 4 grossen Stuetzen der Schottischen Finanzwirschaft, neben Standard Life, Scottish Widow und der Royal Bank of Scotland, wird von TSB Lloyds in einer -emm- Merger of Equal uebernommen. Freedom and Whisky fuerchtet nicht zu unrecht um den Standort Edinburgh und spekuliert darueber, ob die SNP-Regierung London oder den Kapitalismus fuer den drohenden Verlust von bis zu 40 000 Jobs verantwortlich macht. (Es sieht nach ‘Kapitalismus‘ aus).

Gleichzeitig spendet die KFW noch schnell 300 Millionen an die vom Kapitalismus heimgesuchten Brueder in den USA und Finanzminister Peer Steinbrueck regt sich drueber auf?

So etwas habe er noch nie erlebt? Vielleicht liegt dass daran, dass im Gegensatz zur Deutschen Bank bei der KFW die Herren und Damen aus der Politik das Sagen haben. Bei der Deutschen Bank finden sich im erweiterten Führungsgremium etwa Josef Ackermann ein Wirtschaftswissenschaftler, Hermann-Josef Lamberti ist Diplom-Kaufmann, Jürgen Fitschen ist Betriebswirtschaftler mit einer Gross- und Aussenhandelslehre.

Bei der KFW Bankengruppe finden sich im Verwaltungsrat, der die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung [überwacht] und die größeren Kreditobligos [genehmigt] so illustre Namen und Experten wie: Michael Glos, Peer Steinbrück, Frank Bsirske, Sigmar Gabriel, Roland Koch, Jürgen Koppelin, Oskar Lafontaine und andere. Die Biographien nennen als Ausbildung:
Müller, Volkswirt mit anschliessender politischer Karriere, Politologe, Lehrer, Jurist, Redakteur im Rundfunk aber mit früherer Banklehre, Phyiker

Offenbar ist Josef Ackermann sein Gehalt von (geschätzen) 10 Mio p.a. ja doch Wert. Von den (mindestens) 300 Millionen könnte sein Gehalt jedenfalls lange bezahlt werden.

Heuschreckenalarm im Mittelstand

15.09.2008 22:05 - dagny's tags by dagny t. - 29 Kommentare
[Sie] planen meist langfristig und sind nicht nur an kurzfristiger Rendite orientiert.
Eigentümer wie Angestellte verbindet ein besonderes Vertrauensverhältnis. Gutausgebildete Mitarbeiter mit großem Fachwissen, oft Ingenieure, werden langfristig an das Unternehmen gebunden. Durch intensive Kontakte zu ihren Kunden gelingt es den Firmen zudem, sowohl in der Entwicklung neuer Produkte als auch beim Service besonders innovativ zu sein.

Wo steht das? Bei SPON. Und worum geht es? Um erfolgreiche deutsche Unternehmen. Familienunternehmen, die mal eben Weltmarktführer sind.

Der Artikel nennt dann eine Auswahl, vom kleinen Ingeneurbüro mit 10 Mitarbeitern, auf Achterbahnen spezialisiert, bis zum Laserhersteller mit Milliardenumsatz und einer Frau an der Spitze.

Das weckt natürlich auch den Neid von Heuschrecken, aus dem Saarland, die so einen Familienkonzern gerne zerschlagen würden.

Oder steckt hinter der von Lafontaine in dem Bericht angesprochenen Enteignung nur der Frust, dass ein Familienbetrieb, ohne Aufsichtsrat und Mitbestimmung auf Augenhöhe, erfolgreicher wirtschaftet als der übernommene DAX-Konzern?

Wer ist schon Dieter?

14.06.2008 11:30 - dagny's tags by dagny t. - 10 Kommentare

In Ermangelung eines Erfinders wie John Galt, der den Motor der Welt verstummen hat lassen, ist die Frage nach der Bedeutung eines Dieter Bohlen etwas weit hergeholt.

Und dennoch ganz aktuell: Der Tagesspiegel greift Gerüchte über ein Treffen von Showstars auf. Auf diesem Treffen wurde der Umgang mit einem Kanzler Lafontaine diskutiert.

Die Lösung Dieter Bohlens besteht offenbar in einer Abstimmung mit den Füssen (An dieser Stelle: Danke an Irland!) - Bohlens Galt’s Gulch steht in Spanien, vielleicht auf Mallorca.

Typisch Deutsch das Fazit im Tagesspiegel: Wem der erfolgreiche Unternehmer Bohlen mit seinen attraktiven Frauen schon immer auf den Sack ging, wer Schadenfreude ansgesichts des Einbruchs in Bohlens Villa verspührte, der macht sein Kreuz bei der Ex-KPD, Ex-SED, Ex-PDS.

Lafontaine will mehr Marx und Engels

13.04.2008 18:08 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 14 Kommentare

“Die Sätze des Kommunistischen Manifestes sind doch hochaktuell”, meint Oskar Lafontaine und kündigt an, dass Passagen aus dem Kommunistischen Manifest in das künftige Parteiprogramm der “Linken” aufgenommen werden. Er will zudem die Deutsche Telekom, die Deutsche Post und die Energiekonzerne verstaatlichen. Vorwärts zurück mit einem Politikmix aus SED und Hugo Chavez kann man da nur sagen.