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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Die UNO greift durch

Sascha Tamm, 24.02.2011

Die Vereinten Nationen sind ein sehr glaubwürdiger Kämpfer für die Menschenrechte. Und schnell sind sie dazu. Das bestätigen zwei Meldungen von heute (Quelle: Spiegel Online), zu denen mir fast nichts mehr einfällt:

Die UN-Mitglieder wollen über eine Aussetzung der Mitgliedschaft Libyens im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beraten. Eine weitere Teilnahme Libyens im höchsten UN-Gremium zum Schutz der Menschenrechte wäre eine „schwere Belastung“ für die Glaubwürdigkeit der Weltorganisation, hieß es am Donnerstag in diplomatischen Kreisen in Genf. Der Menschenrechtsrat will am Freitag in einer Sondersitzung über die anhaltende Gewalt gegen Demonstranten beraten.

und

Die Vereinten Nationen haben der Tochter des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi den Titel einer „Ehrenbotschafterin“ entzogen. Begründet wurde der Schritt mit dem gewaltsamen Vorgehen des libyschen Regimes gegen Demonstranten. Einer UN-Mitteilung zufolge war die Juristin Aischa Gaddafi am 24. Juli 2009 beauftragt worden, sich im Namen des UN-Entwicklungsprogramms unter anderem für die Bekämpfung von Armut und von Gewalt gegen Frauen zu engagieren.

Aber etwas fällt mir doch noch ein, und zwar einige Fragen:

Warum haben nur genau drei Länder gegen die Einrichtung eines Gremiums gestimmt, weil ihnen die Kriterien für die Aufnahme zu lasch waren, die es Ländern wie Libyen erlauben, mit 155 Stimmen in den Menschenrechtsrat gewählt zu werden (Und zwar die USA, die Marshallinseln und Palau)?

Müssen eigentlich auch westliche Staaten zustimmen, wenn die Töchter von Diktatoren, die ihr ganzes Vermögen nur durch die Ausplünderung ihres Landes angehäuft haben, zu “Ehrenbotschafterinnen” ernannt werden?  Und warum tun sie das? Für die Menschenrechte? Gegen die Armut?

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